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Bauschutt berechnen: Volumen, Gewicht und Entsorgung planen

Bau & HandwerkStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Der Rechner schätzt Volumen, Gewicht und Containerbedarf aus Fläche, Material und Wandstärke. So lässt sich ein Rückbau vor der ersten Containerbestellung deutlich sauberer eingrenzen.

Bauschutt-Menge, Gewicht (t/m³) und Containerbedarf beim Abriss berechnen.

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Bauschutt-Rechner: Volumen, Gewicht & Container?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Abriss-Schutt-Rechner schätzt Volumen, Gewicht und Containerbedarf für mineralische Rückbauarbeiten. Er ist besonders nützlich, wenn aus einer groben Abrissfläche eine belastbare Entsorgungsmenge werden soll.

Gerade bei Estrich, Mauerwerk oder Beton reicht die reine Quadratmeterzahl fast nie aus, weil Gewicht und Containerlogik über die Kosten oft stärker entscheiden als das sichtbare Volumen.

Der Rechner ermittelt die Bauschutt-Menge in drei Schritten: Zuerst wird aus Länge mal Breite mal Dicke das Rohvolumen der abzureißenden Bauteile bestimmt, dann über die materialtypische Rohdichte das Gewicht, schließlich der passende Container.

Eingangsgrößen sind also Nettofläche, reale Schichtdicke, Materialart (Beton, Ziegel, Mischmauerwerk oder Gipskarton) und die gewünschte Containergröße.

So lässt sich vorab klären, ob bei der Entsorgung das Gewicht oder das Schüttvolumen den Engpass bildet. Wichtig für die Einordnung: Die ausgewiesene Containerzahl folgt allein dem losen Schüttvolumen, nicht der Tonnage.

Derselbe Rückbau von 60 m² bei 12 cm Wandstärke ergibt für Beton 11,52 m³ und 16,56 Tonnen, für Gipskarton 10,08 m³ und nur 5,76 Tonnen — beide Male zwei Container à 7 m³, obwohl die Beton-Fuhre fast dreimal so schwer ist.

Die zulässige Zuladung musst du deshalb selbst gegenprüfen.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Wichtig sind Nettofläche, reale Wand- oder Schichtdicke, Materialart und die gewünschte Containergröße; den Auflockerungsfaktor setzt der Rechner je Material automatisch an. Wand- und Bodenbereiche sollten getrennt erfasst werden, ebenso unterschiedliche Materialien.

Wer hier pauschalisiert, erhält zwar einen scheinbar sauberen Wert, verliert aber genau die Information, die für Containerwahl und Entsorgerangebot entscheidend ist.

Miss die tatsächliche Dicke vor Ort, weil Putz, Aufdopplungen oder nachträgliche Estrichschichten die alten Planmaße oft deutlich überschreiten.

Trage Beton, Ziegel, Mischmauerwerk und Gipskarton mit ihrer jeweiligen Rohdichte einzeln ein, damit das abgeleitete Gewicht zur Tragfähigkeit des Containers passt und keine Nachladung nötig wird.

Notiere außerdem, ob das Material feucht oder durchnässt ist, denn Wasser erhöht das Gewicht spürbar und bringt Container früher an ihre Tonnagegrenze.

Die Wandstärke trägst du in Zentimetern ein und meinst damit das Bauteil, nicht die Verkleidung: 11,5 cm für eine nichttragende Trennwand, 24 cm für klassisches Vollmauerwerk, 36,5 cm für alte Außenwände.

Der voreingestellte Wert von 24 cm passt deshalb selten ohne Prüfung. Die Containergröße wählst du aus 3, 5, 7 oder 10 m³.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Formel arbeitet in drei Stufen. Zuerst wird aus Fläche und Dicke ein geometrisches Volumen berechnet.

Danach verknüpft der Rechner dieses Volumen mit einer materialtypischen Rohdichte, um das Gewicht abzuleiten. Erst im dritten Schritt wird geprüft, welche Containergröße oder Abfuhrlogik dazu passt.

Richtwerte für die Planung: Für 1 m³ verbautem Beton entstehen nach dem Abbruch rund 2.300 kg Gewicht und 1,6 m³ loser Schutt; bei Ziegel sind es 1.600 kg und 1,5 m³ — jeweils ein 7-m³-Container ist bis zu 4,8 m³ Ziegelmaterial oder 4,4 m³ Beton am Gewichtslimit.

Damit wird aus einer Abrissfläche nicht nur ein Kubikmeterwert, sondern eine praktisch nutzbare Entsorgungsbasis.

Als Rohdichten dienen dabei die im Rechner hinterlegten Werte, nämlich rund 2.300 kg/m³ für Beton, ungefähr 1.600 kg/m³ für Ziegel, etwa 1.900 kg/m³ für Mischmauerwerk und rund 800 kg/m³ für Gipskarton.

Nach dem Abbruch hebt ein Auflockerungsfaktor von rund 1,4 bis 1,6 das lose Schüttvolumen an, was bei der Containerwahl getrennt vom kompakten Ausgangsvolumen berücksichtigt werden muss. Abriss 3-Stufen-Ablauf: Fläche×Dicke → Gewicht → Container nach losem Schuttvolumen Ein durchgerechnetes Beispiel: 45 m² Beton mit 8 cm Dicke ergeben 3,6 m³ Ausgangsvolumen, das bei einer Betondichte von 2.300 kg/m³ auf rund 8,3 Tonnen kommt.

Nach dem Abbruch wächst dieses Volumen mit dem Auflockerungsfaktor 1,6 auf etwa 5,8 m³ loses Schüttgut.

Formeln für Schuttvolumen und Schuttgewicht aus Fläche, Wandstärke und Materialkennwerten.
Auflockerungsfaktor und Rohdichte hängen vom Material ab (Ziegel, Beton, Mischmauerwerk, Gipskarton).

Nachschlagen

Schüttdichten und Lockerungsfaktoren von Abbruchmaterialien

Beim Abriss entstehen durch Auflockerung deutlich größere Schuttvolumina als das ursprüngliche Materialvolumen. Lockerungsfaktor × Materialvolumen = benötigter Containerraum.

Schüttdichte, Lockerungsfaktor und Containerempfehlung je Abbruchmaterial
MaterialRohdichte (t/m³)Schüttdichte Schutt (t/m³)LockerungsfaktorSchuttvolumen aus 1 m³ Material (m³)Container-Empfehlung
Stahlbeton2,41,4–1,61,5–1,71,5–1,7Absetzcontainer 7–10 m³ (schwer)
Ziegel / Mauerziegel1,81,0–1,21,5–1,81,5–1,8Absetzcontainer 7–10 m³
Mischmauerwerk2,01,1–1,31,5–1,81,5–1,8Absetzcontainer 7–10 m³
Putz (Kalk/Zement)1,60,9–1,11,5–1,81,5–1,8Absetzcontainer 5–7 m³
Fliesen / Keramik2,01,2–1,41,6–1,81,6–1,8Absetzcontainer 5–7 m³ (mit Mischschutt)
Holz (Bauholz)0,50,2–0,31,8–2,01,8–2,0Absetzcontainer 10 m³ oder Hängegitter
Stahl / Metall7,81,5–3,01,5–2,01,5–2,0Schrottcontainer (Wertstofftrennung)
Dachziegel (alt)1,81,0–1,21,5–1,71,5–1,7Absetzcontainer 5–7 m³

Richtwerte für die Containerplanung. Gemischter Bauschutt gilt als nicht gefährlicher Abfall (AVV 17 01 07) und muss je nach Belastung sortiert werden. Schadstoffhaltige Materialien (Asbest, PAK) separat entsorgen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Bauschutt-Rechner: Volumen, Gewicht & Container

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viel Tonnen Bauschutt passen in einen 7 m³ Container?

Ein 7 m³ Container fasst je nach Materialtyp 8 bis 17 Tonnen Bauschutt.

Reiner Beton mit einer Dichte von 2,0 bis 2,4 Tonnen pro Kubikmeter ergibt 14 bis 17 Tonnen Füllgewicht, Ziegelmauerwerk (1,4 bis 1,8 t/m³) ergibt 10 bis 13 Tonnen, und Mischbauschutt mit 1,2 bis 1,6 t/m³ liegt bei 8 bis 11 Tonnen.

Wichtig: Die meisten Containerdienste begrenzen das maximale Füllgewicht unabhängig vom Volumen auf 8 bis 10 Tonnen.

Bei schweren Materialien wie Beton oder Estrich empfiehlt es sich daher, kleinere Container von 3 bis 5 m³ zu wählen oder mehrere Fuhren einzuplanen.

Überschreitungen des Gewichtslimits werden in der Regel als Zusatzfracht berechnet und können die Entsorgungskosten erheblich erhöhen.

Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter abgerissener Betonwand mit 20 cm Dicke fallen etwa 0,4 bis 0,5 Tonnen Bauschutt an, was bei einer 30 m² großen Wand bereits 12 bis 15 Tonnen und damit mehr als ein vollständiger 7 m³ Container ergibt.

Der Abriss-Schutt-Rechner berechnet automatisch, wie viele Container der gewählten Größe für Ihr Material benötigt werden.

Warum ist beim Abriss oft das Gewicht wichtiger als das Volumen?

Bei der Entsorgung von Bauschutt gelten für Container und Abtransport häufig Gewichtslimits, die unabhängig vom Fassungsvolumen festgelegt werden.

Ein 7 m³ Container kann volumetrisch gefüllt sein und dennoch das zulässige Transportgewicht von beispielsweise 8 Tonnen überschreiten, wenn Beton oder nasser Estrich mit Dichten von 2,0 bis 2,4 t/m³ abgerissen wird.

Gerade bei Beton, Estrich und Naturstein ist dieser Unterschied zwischen Volumen und Masse für die Praxis oft entscheidender als die reine Schuttmenge in Kubikmetern.

Transporteur und Entsorgungsdienstleister rechnen den Preis häufig nach Gewichtstonne ab, sodass eine zu knapp kalkulierte Tonnage zu Nachkosten führt.

Beispiel: Eine 15 m² Kellerdecke aus Stahlbeton mit 20 cm Dicke ergibt 3 m³ verbautes Volumen und ein Abrissgewicht von rund 6 bis 7,2 Tonnen; selbst ein kleiner 5 m³ Container wäre damit bereits am Gewichtslimit, obwohl er volumetrisch noch Platz hat.

Der Abriss-Schutt-Rechner ermittelt deshalb neben dem Schuttvolumen in m³ auch das Schuttgewicht in Tonnen, um beide Grenzen sicher zu planen.

Warum sollte ich Beton, Ziegel, Mischmauerwerk und Gips getrennt rechnen?

Beton, Ziegel, Mischmauerwerk und Gipskarton haben unterschiedliche Rohdichten und damit stark voneinander abweichende Gewichte pro Kubikmeter Schüttgut.

Beton erreicht 2,0 bis 2,4 t/m³, Ziegel 1,4 bis 1,8 t/m³, Mischmauerwerk etwa 1,2 bis 1,6 t/m³ und Gipskarton nur 0,9 bis 1,1 t/m³.

Außerdem haben diese Materialien oft unterschiedliche Entsorgungswege: Sortenreiner Bauschutt wie reiner Beton wird günstiger entsorgt als Mischbauschutt, weil er direkt recycelt werden kann.

Eine Sammelrechnung über alle Materialien liefert zwar eine schnelle Zahl, aber keine belastbare Grundlage für Angebot, Materialtrennung oder Containerwahl.

Ein praktisches Beispiel: Bei einem Badezimmerumbau fallen oft 1 m³ Fliesen (Dichte ca. 1,8 t/m³ = 1,8 Tonnen) und 0,5 m³ Gipskarton (ca. 1,0 t/m³ = 0,5 Tonnen) an, was unterschiedliche Entsorgungspreise bedeutet.

Die Trennung lässt sich mit dem Rechner durch zwei separate Eingaben abbilden und zeigt sofort die Kostenersparnis.

Für reale Baustellen empfiehlt sich daher die getrennte Berechnung je Materialfraktion mit dem Abriss-Schutt-Rechner, um die Containergröße und Entsorgungskosten korrekt zu ermitteln.

Was kostet ein Container für Bauschutt?

Die Kosten für einen Bauschutt-Container liegen in Deutschland je nach Region, Containervolumen und Entsorgungsart zwischen 150 und 700 Euro.

Ein 3 m³ Container kostet typischerweise 150 bis 250 Euro, ein 5 m³ Container 220 bis 380 Euro und ein 7 m³ Container 300 bis 500 Euro.

Hinzu kommen gegebenenfalls Mietgebühren von 1 bis 3 Euro pro Tag, Stell- und Abholgebühren sowie mögliche Mehrkosten bei Übergewicht des Containers.

Die Preise variieren regional erheblich: In Großstädten sind die Entsorgungskosten oft 20 bis 40 Prozent höher als im ländlichen Raum.

Für Mischbauschutt fallen zusätzliche Sortierkosten an, die den Preis auf 60 bis 120 Euro pro Tonne treiben können, während sortenreiner Bauschutt wie reiner Beton oft für 30 bis 50 Euro je Tonne entsorgt wird.

Der Abriss-Schutt-Rechner hilft, Schuttvolumen und Gewicht im Voraus zu ermitteln, damit Sie Containerangebote zielgenau vergleichen können.

Wie berechne ich die Bauschutt-Menge beim Abriss?

Die Bauschutt-Menge lässt sich in drei Schritten berechnen: Zuerst wird das Rohvolumen ermittelt, indem Länge mal Breite mal Dicke der abzureißenden Bauteile in Metern berechnet wird.

Dann wird ein Auflockerungsfaktor von 1,3 bis 1,5 angewendet, weil beim Abriss durch das Brechen mehr Volumen entsteht als im verbauten Zustand. Schließlich ergibt sich das Gewicht aus Rohvolumen mal materialtypischer Dichte in Tonnen pro Kubikmeter.

Ein konkretes Beispiel: 20 m² Betonwand mit 24 cm Dicke ergibt 4,8 m³ verbaut, nach Auflockerung rund 6,2 bis 7,2 m³ Schüttvolumen und bei Beton ein Gewicht von 9,6 bis 11,5 Tonnen.

Für ein Ziegelmauerwerk mit 10 m² Fläche und 30 cm Dicke ergibt sich 3 m³ verbaut, nach Auflockerung (Faktor 1,4) rund 4,2 m³ Schüttvolumen und bei einer Dichte von 1,6 t/m³ ein Gewicht von etwa 4,8 Tonnen.

Komplexere Abbruchabschnitte mit mehreren Wandstärken lassen sich nacheinander im Rechner eingeben und die Ergebnisse manuell addieren.

Der Abriss-Schutt-Rechner übernimmt alle drei Schritte automatisch aus Ihren Eingaben zu Fläche, Wandstärke und Materialart.

Welche Aufmaß- und Materialdaten sollte ich vor dem ersten Lauf fixieren?

Für eine belastbare Berechnung mit dem Abriss-Schutt-Rechner sollten vor dem ersten Lauf die Nettofläche in m², die reale Schicht- oder Wanddicke in cm, der Materialtyp (Beton, Ziegel, Mischmauerwerk oder Gipskarton) sowie mögliche Hinweise auf Feuchtigkeit, Bewehrung oder Fremdmaterialien feststehen.

Feuchtes Material wiegt deutlich mehr als trockenes, weil Wasser die Rohdichte um 0,2 bis 0,4 t/m³ erhöhen kann. Bewehrter Beton hat eine höhere Dichte als unbewehrter Beton und ist schwieriger zu sortieren.

Öffnungen wie Fenster und Türen sollten aus der Bruttofläche herausgerechnet werden, damit die Nettofläche als Eingabe möglichst präzise ist.

Beispielhaft bei einem Badabbruch mit 5 m² Ziegelwand und 24 cm Dicke ergibt feuchtes Mauerwerk mit erhöhter Rohdichte von 2,0 t/m³ statt trockener 1,6 t/m³ eine Gewichtsdifferenz von 0,48 Tonnen, was die Containerwahl von einem 3 m³ auf einen 5 m³ Container ändern kann.

Je genauer diese Daten vorliegen, desto näher liegt die berechnete Schuttmenge an der Baustellenrealität, und desto zuverlässiger lässt sich die Containergröße und Entsorgungslogistik planen.

Was ist der Unterschied zwischen Bauschutt und Baumischabfall?

Bauschutt nach Abfallschlüssel 17 01 besteht aus sortenreinen mineralischen Materialien wie Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, Naturstein und Mörtel.

Baumischabfall nach Abfallschlüssel 17 09 04 ist ein Gemisch aus verschiedenen Materialien, das neben mineralischen Bestandteilen auch Holz, Dämmstoffe, Metalle, Folien oder Papier enthält.

Dieser Unterschied ist erheblich kostenrelevant: Sortenreiner Bauschutt wird für 30 bis 50 Euro je Tonne entsorgt, weil er direkt in Recyclinganlagen verwertet werden kann.

Baumischabfall kostet dagegen 60 bis 120 Euro je Tonne, weil er zunächst aufwendig sortiert werden muss. Bereits beim Abriss empfiehlt sich eine konsequente Trennung der Fraktionen, um Entsorgungskosten zu senken.

Bei einem typischen Hausabriss mit 40 m² Betonboden und 20 m² Gipskartonwänden lässt sich durch konsequente Trennung der Fraktionen die Entsorgungsrechnung um bis zu 30 Prozent senken, weil der Betonanteil als sortenreiner Bauschutt verwertet werden kann statt als Mischbauschutt.

Der Abriss-Schutt-Rechner unterscheidet zwischen Materialtypen und zeigt das Schuttgewicht je Fraktion an, damit Sie die günstigste Entsorgungsstrategie ableiten können.

Warum kann trotz passendem Volumen mehr als ein Container nötig werden?

Das Volumen ist nur eine von zwei entscheidenden Grenzen bei der Containerplanung.

Sobald das Gewicht des Schutts das maximale Transportgewicht des Containers überschreitet, darf der Container nicht vollständig gefüllt werden, auch wenn volumetrisch noch Platz vorhanden wäre.

Bei Beton mit einer Dichte von 2,0 bis 2,4 t/m³ ist ein 7 m³ Container bereits bei 4 bis 5 m³ Füllhöhe am Gewichtslimit von 8 bis 10 Tonnen angekommen.

Außerdem erfordert eine Materialtrennung nach Fraktionen (sortenreiner Beton, Ziegel, Mischbauschutt) oft separate Container, selbst wenn das Gesamtvolumen in einen Container passen würde, weil gemischte Befüllung die Recyclingfähigkeit reduziert und Mehrkosten verursacht.

Wer zum Beispiel 8 m³ Betonabbruch und 4 m³ Ziegelabbruch hat, benötigt für den Beton allein zwei 7 m³ Container (da Beton das Gewichtslimit schnell erreicht), während die 4 m³ Ziegelschutt mit etwa 6,4 Tonnen problemlos in einen 7 m³ Container passen.

Lesen Sie das Ergebnis des Abriss-Schutt-Rechners daher immer als Kombination aus Kubikmeter, Tonnen und Containeranzahl je Materialfraktion.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Ein typisches Beispiel zeigt, wie stark Gewicht und Volumen die Entsorgungslogistik bestimmen: 45 m² Beton mit 8 cm Dicke ergeben 3,6 m³ Kompaktvolumen, das sich mit dem Auflockerungsfaktor 1,6 auf rund 5,8 m³ loses Schüttgut ausdehnt, und bei Betonrohdichte 2.300 kg/m³ rund 8,3 t Schuttgewicht. Das bedeutet fachlich: Rechnerisch passt dieses lose Volumen noch in einen einzigen 7-m³-Container, doch die 8,3 t stoßen an die zulässige Zuladung – bei schwerem Beton entscheidet fast immer das Gewicht und nicht das Volumen darüber, ob eine zweite Fuhre nötig wird.

Als nächsten Schritt prüfst du, ob dein Entsorger Gewichts- oder Volumengrenzen hat, und planst den zweiten Abfuhrtag ein, bevor der erste Container schon voll ist. Auflockerungsfaktor: 1 m³ kompakt wird 1,4-1,6 m³ loser Schutt Ein zweiter Praxishebel ist die Materialtrennung: Reiner Beton, sortenreines Mauerwerk und gemischter Bauschutt haben unterschiedliche Entsorgungspreise, sodass getrennte Container am Ende oft günstiger sind als ein Mischcontainer mit hohem Mischpreis.

Prüfe außerdem, ob du das Gewicht oder das Volumen zuerst ausschöpfst: Schwerer Beton stößt fast immer an die Tonnagegrenze, während leichter, stark aufgelockerter Abbruch eher das Schüttvolumen füllt.

Wer beide Grenzen kennt, bestellt die richtige Containergröße und vermeidet teure Leerfahrten oder Umsetzkosten.

Enthält der Rückbau asbesthaltige Bauteile wie Eternitplatten oder alte Fassadenverkleidungen, fallen diese nicht in den regulären Bauschuttcontainer, sondern müssen nach TRGS 519 getrennt entsorgt werden — die anfallenden Kosten schätzt der <a href="/bau-handwerk/beton-mauerwerk/asbest-entsorgen-kosten-rechner">Asbest-Entsorgungskosten-Rechner</a>.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Monika lässt im EG eine 60 m² große Bodenplatte mit 12 cm Aufbau aus Stahlbeton entfernen. Ihr Entsorger fragt nach der Containergröße. Eingaben: Fläche = 60 m², Dicke = 12 cm, Material = Beton (2.300 kg/m³), Containergröße 7 m³.

Der Rechner ergibt: Kompaktvolumen = 7,2 m³, Gewicht = 16,6 t, loses Schüttvolumen nach Auflockerung (Faktor 1,6) ca. 11,5 m³. Bei 7 m³ Containergröße weist der Rechner 2 Container aus.

Sie entscheidet: 2 Container à 7 m³ bestellen und nach dem ersten Abtransport prüfen, ob die zweite Fuhre noch vollständig gebraucht wird.

Zur Feinplanung vergleicht Monika die beiden Engpässe direkt: Das aufgelockerte Schüttvolumen von rund 11,5 m³ passt nicht mehr in einen einzigen 7-m³-Container, sodass der Rechner zwei Container ansetzt, und das Gesamtgewicht von 16,6 Tonnen unterstreicht diesen Bedarf.

Damit steht fest, dass hier sowohl Volumen als auch Gewicht zwei Fuhren verlangen.

Sie fragt beim Entsorger gezielt nach der zulässigen Zuladung pro Container, weil eine überladene Mulde nicht abgefahren werden darf und eine kostenpflichtige Umladung nach sich zöge. Abriss: 60 m² Beton ergeben 16,6 t, 2 Container nötig statt einem Was Monika bewusst selbst nachfragt: Die zwei Container ergeben sich im Rechner allein aus den 11,52 m³ losem Schutt — die 16,56 Tonnen verteilen sich damit rechnerisch auf zwei Mulden, aber ob jede einzelne die zulässige Zuladung einhält, klärt erst der Entsorger.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

In der Rückbaupraxis scheitern Mengenkalkulationen oft schon beim Aufmaß: gerechnet wird mit alten Planstärken, obwohl Putz, Aufdopplungen oder nachträgliche Schichten die reale Dicke deutlich verändern. Ebenso kritisch ist das Mischen von Beton, Ziegel und Estrich in einer einzigen Dichteannahme, weil daraus zwar ein glatter Mittelwert entsteht, aber kein belastbares Entsorgungsangebot.

Häufig fehlt zudem der Blick auf den Auflockerungsfaktor nach dem Abbruch und auf Feuchteanteile, wodurch Container im Betrieb schneller an Gewichtsgrenzen stoßen als erwartet.

Wer zuletzt nur Volumen bestellt und nicht parallel Masse prüft, riskiert Nachladung, Umsetzen oder teure Zusatzfahrten.

Ein weiterer Fehler ist, den Auflockerungsfaktor komplett zu ignorieren: Ausgebrochener Beton nimmt lose deutlich mehr Raum ein als im kompakten Zustand, sodass ein rein aus dem Bauteilvolumen bestellter Container zu klein ausfällt.

Ebenso unterschätzt wird die Feuchte: Durchnässter Estrich oder durchnässtes Mauerwerk wiegt merklich mehr und bringt den Container an die Tonnagegrenze, bevor er optisch voll wirkt.

Unterschätzt wird schließlich das Feld Wandstärke selbst: Wer eine 11,5 cm starke Trennwand mit der Voreinstellung von 24 cm rechnet, verdoppelt Volumen, Gewicht und Containerzahl in einem Schritt — bei 60 m² Beton sind das 23,04 statt 11,04 m³ und vier statt zwei Mulden.

Der Fehler bleibt unsichtbar, weil das Ergebnis in sich schlüssig aussieht.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Abriss-Schutt-Rechner schätzt aus Fläche, Dicke und Materialart das Gewicht und Schüttvolumen von Rückbaumaterial und leitet daraus den Containerbedarf ab.

Das Ergebnis hilft, die Entsorgungslogistik frühzeitig zu planen und zu vermeiden, dass Gewichtsgrenzen oder Volumen erst auf der Baustelle zum Problem werden.

Als nächsten Schritt gibst du Fläche und Materialstärke ein und prüfst, ob das Gewicht oder das Volumen den Container-Engpass bestimmt.

Rechne bei schwerem Material wie Beton und Estrich vor allem mit der Tonnage, weil der Container meist am Gewicht und nicht am sichtbaren Füllstand seine Grenze erreicht, und plane den Auflockerungsfaktor sowie mögliche Feuchte gleich mit ein.

Die Materialwahl ist dabei der größte Hebel, weil sie Rohdichte und Auflockerungsfaktor gleichzeitig steuert: Gipskarton lockert um Faktor 1,4 auf, Ziegel und Mischmauerwerk um 1,5, Beton um 1,6 — bei identischer Geometrie verschieben sich Tonnage und loses Volumen also gegenläufig zueinander.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Schuttvolumen ca. 4,83 m³, Gewicht ca. 7,73 t, 1 Container à 5 m³

Altbauwand aus Ziegeln

Fläche
42 m²
Wandstärke
11,5 cm
Material
Ziegel
Container
5 m³

Beispiel 2 · Mittel · Schuttvolumen ca. 3,36 m³, Gewicht ca. 7,73 t, 2 Container à 3 m³

Garagenrückbau aus Beton

Fläche
24 m²
Wandstärke
14 cm
Material
Beton
Container
3 m³

Beispiel 3 · Komplex · Schuttvolumen ca. 12,24 m³, Gewicht ca. 23,26 t, 2 Container à 7 m³

Mischmauerwerk im Anbau

Fläche
68 m²
Wandstärke
18 cm
Material
Mischmauerwerk
Container
7 m³

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Weiternutzung

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  • Vergleich zwischen kompaktem Bauteil und losem Schutt nach Abbruch. Faktor 1,4 bis 1,6 bedeutet dass 1 Kubikmeter kompakt zu 1,4 bis 1,6 Kubikmeter losem Schutt wird. Der Rechner nutzt 1,5 fuer Ziegel und Mischmauerwerk, 1,6 fuer Beton, 1,4 fuer Gipskarton.

    Abriss: Auflockerungsfaktor

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  • Berechnung für 60 m² Bodenplatte mit 12 cm Beton bei 2300 kg/m³. Ergibt 7,2 m³ kompakt, 16,6 t Gewicht und 11,5 m³ loses Schüttgut, ein 7-m³-Container reicht nicht.

    Abrissvolumen – Praxisbeispiel Monika

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    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/abriss-schutt-rechner
  • Dreistufiger Berechnungsablauf für Abriss-Schutt: Aus Fläche und Dicke wird das Volumen berechnet, mit Rohdichte das Gewicht, daraus folgt die Containerwahl. Typische Dichten des Rechners: Beton 2300, Ziegel 1600, Mischmauerwerk 1900 kg pro Kubikmeter. Der Container wird nach dem losen Schuttvolumen gewählt.

    Abriss-Schutt: Volumen, Gewicht, Container

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           alt="Dreistufiger Berechnungsablauf für Abriss-Schutt: Aus Fläche und Dicke wird das Volumen berechnet, mit Rohdichte das Gewicht, daraus folgt die Containerwahl. Typische Dichten des Rechners: Beton 2300, Ziegel 1600, Mischmauerwerk 1900 kg pro Kubikmeter. Der Container wird nach dem losen Schuttvolumen gewählt."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/abriss-schutt-rechner">Abriss-Schutt: Volumen, Gewicht, Container auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/abriss-schutt-rechner
  • Infografik: Abriss-Schutt: Container nach Projektgröße, ABSETZCONTAINER (MULDEN), 3 m³, Klein-, mengen, 5 m³, Bad-, sanierung

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           alt="Infografik: Abriss-Schutt: Container nach Projektgröße, ABSETZCONTAINER (MULDEN), 3 m³, Klein-, mengen, 5 m³, Bad-, sanierung"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/abriss-schutt-rechner">Abriss Schutt-Rechner Containergroessen auf Rechner-Portal</a></p>

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Typische Rohdichten und Volumenannahmen aus Baustellenpraxis für Rückbau und Entsorgung.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Beton & Mauerwerk
Formeln basieren auf
Schuttvolumen = Fläche × Wandstärke; Schuttgewicht = Volumen × materialtypische Rohdichte; Containerzahl = Volumen / Containergröße.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Bauschutt-Rechner: Volumen, Gewicht & Container. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/abriss-schutt-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Bauschutt-Rechner: Volumen, Gewicht & Container. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/abriss-schutt-rechner

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