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Blutdruck-Rechner: Blutdruckwerte einordnen

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Kurzantwort

130/85 mmHg gelten nach ESC/ESH-Leitlinie 2018 als hochnormal. Ab 140/90 mmHg beginnt Hypertonie Grad 1. Der Rechner ordnet ein, stellt aber keine Diagnose.

Blutdruckwerte nach der ESC/ESH-Leitlinie 2018 einordnen

Kilian AchatzFachredaktion Gesundheit
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Aug. 2026)Stand:

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Überblick

Was macht der Blutdruck-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Blutdruck-Rechner ordnet systolischen und diastolischen Blutdruck in die Kategorien der ESC/ESH-Leitlinie 2018 ein: optimal, normal, hochnormal, Hypertonie Grad 1 bis 3 oder isolierte systolische Hypertonie. Diese Leitlinie der European Society of Cardiology und der European Society of Hypertension (Williams et al., European Heart Journal 2018) ist weltweit der Referenzstandard für die Einteilung von Blutdruckwerten und wird auch von der Deutschen Hochdruckliga e.V.

(DHL) in ihren Leitlinien 2023 bestätigt. Blutdruck-Klassifikation nach ESC/ESH 2018: sieben Kategorien von optimal bis Hypertonie Grad 3 Zusätzlich berechnet der Rechner den mittleren arteriellen Druck (MAP) und den Pulsdruck (Pulse Pressure) und beurteilt den eingegebenen Ruhepuls als bradykard, normal oder tachykard.

Die Klassifikation folgt einer festen Tabelle: Wenn systolischer und diastolischer Wert in unterschiedliche Kategorien fallen, gilt die jeweils höhere Einstufung.

Dieser Rechner stellt keine Diagnose, gibt keine Therapieempfehlung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Drei Eingaben: systolischer Wert (oberer Blutdruckwert), diastolischer Wert (unterer Blutdruckwert) und optional der Ruhepuls. Alle Werte in ganzen Zahlen eingeben, wie sie das Messgerät anzeigt.

Der systolische Wert liegt typischerweise zwischen 90 und 200 mmHg, der diastolische zwischen 50 und 130 mmHg. Für verlässliche Eingaben: Blutdruck im Sitzen nach fünf Minuten Ruhe messen, den Arm auf Herzhöhe halten, nicht sprechen.

Für Verlaufsmessungen immer zur selben Tageszeit und unter gleichen Bedingungen messen. Häufige Messfehler sind eine zu enge oder zu lockere Manschette, Messen direkt nach Sport oder Koffein und das Übereinanderschlagen der Beine.

Der Puls wird als optionale dritte Eingabe erfasst und dient der Pulsbeurteilung (bradykard unter 60, normal 60 bis 100, tachykard über 100 Schläge pro Minute).

Der Rechner akzeptiert systolische Werte von 60 bis 300 mmHg, diastolische von 30 bis 200 mmHg und Pulse von 30 bis 220 Schläge pro Minute.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Klassifikation folgt keiner Rechenformel, sondern einer Nachschlagetabelle: Der Rechner vergleicht den systolischen und den diastolischen Wert jeweils einzeln mit den ESC/ESH-Grenzwerten und nimmt die höhere Einstufung. Optimal ist unter 120 systolisch und unter 80 diastolisch, normal 120 bis 129 und/oder 80 bis 84, hochnormal 130 bis 139 und/oder 85 bis 89, Hypertonie Grad 1 ab 140 und/oder 90, Grad 2 ab 160 und/oder 100, Grad 3 ab 180 und/oder 110.

Der Sonderfall isolierte systolische Hypertonie greift, wenn der systolische Wert mindestens 140 mmHg beträgt, der diastolische aber unter 90 mmHg liegt. MAP und Pulsdruck: Formel und Beispielrechnung mit 130/85 mmHg Zwei rechnerische Kennzahlen ergänzen die Klassifikation: Der mittlere arterielle Druck MAP = diastolisch + (systolisch minus diastolisch) geteilt durch 3, also ein gewichteter Mittelwert, der die Diastole stärker einbezieht, weil das Herz länger in der Entspannungsphase ist als in der Kontraktionsphase.

Für 130/85 mmHg ergibt sich MAP = 85 + (130 minus 85) / 3 = 85 + 15 = 100 mmHg. Der Pulsdruck PP = systolisch minus diastolisch = 130 minus 85 = 45 mmHg. Beide Werte werden auf ganze mmHg gerundet.

Formeln für mittleren arteriellen Druck und Pulsdruck: MAP gleich DBP plus (SBP minus DBP) geteilt durch 3, Pulsdruck gleich SBP minus DBP.
Der mittlere arterielle Druck (MAP) und der Pulsdruck (PP) ergänzen die ESC/ESH-Klassifikation um zwei rechnerische Kennzahlen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Blutdruck-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welche Blutdruckwerte gelten nach ESC/ESH 2018 als optimal, normal und hochnormal?

Die ESC/ESH-Leitlinie 2018 (Williams et al., European Heart Journal 2018) teilt Blutdruckwerte in sieben Kategorien ein. Optimal bedeutet einen systolischen Wert unter 120 mmHg und einen diastolischen unter 80 mmHg.

Normal umfasst systolisch 120 bis 129 mmHg und diastolisch 80 bis 84 mmHg. Hochnormal liegt bei systolisch 130 bis 139 mmHg und diastolisch 85 bis 89 mmHg.

Diese drei Bereiche erfordern nach Leitlinie keine medikamentöse Therapie, wobei bei hochnormalen Werten regelmäßige Kontrolle empfohlen wird, besonders bei Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder familiärer Vorbelastung.

Der Rechner ordnet den eingegebenen Wert in genau diese Tabelle ein, wobei immer die höhere der beiden Einzeleinstufungen zählt. Er stellt keine Diagnose, sondern zeigt die Leitlinienkategorie für eine einzelne Messung an.

Für eine ärztliche Blutdruckdiagnose sind wiederholte Messungen an verschiedenen Tagen unter standardisierten Bedingungen nötig.

Ab welchem Blutdruck spricht man von Hypertonie Grad 1, 2 oder 3?

Hypertonie Grad 1 beginnt ab systolisch 140 mmHg oder diastolisch 90 mmHg. Grad 2 liegt ab systolisch 160 mmHg oder diastolisch 100 mmHg vor, Grad 3 ab systolisch 180 mmHg oder diastolisch 110 mmHg.

Bei Grad 3 empfiehlt die ESC/ESH-Leitlinie 2018 umgehende ärztliche Abklärung, da das Risiko für Organschäden deutlich erhöht ist. Der Rechner unterscheidet diese drei Stufen und zeigt bei Grad 3 einen entsprechend dringlicheren Arzt-Hinweis an.

Wichtig zu verstehen: Die Einstufung erfolgt anhand des jeweils höheren Einzelwerts. Wenn der systolische Wert in Grad 1 fällt und der diastolische in Grad 2, gilt insgesamt Grad 2.

Eine Ausnahme bildet die isolierte systolische Hypertonie, bei der ein systolischer Wert ab 140 mmHg mit einem diastolischen unter 90 mmHg einhergeht.

Diese wird als eigene Kategorie ausgewiesen und kommt besonders bei älteren Menschen vor, da die Gefäßsteifigkeit mit dem Alter zunimmt.

Warum gilt bei unterschiedlichen Kategorien die höhere Einstufung?

Die ESC/ESH-Leitlinie 2018 legt fest, dass bei systolischem und diastolischem Wert in verschiedenen Kategorien die höhere Einstufung maßgeblich ist.

Der Grund: Das kardiovaskuläre Risiko richtet sich nach dem ungünstigeren der beiden Werte, nicht nach dem Mittelwert.

Beispiel: Bei 145/82 mmHg fällt der systolische Wert in Hypertonie Grad 1 (140 bis 159), der diastolische in den normalen Bereich (80 bis 84). Das Gesamtergebnis ist Hypertonie Grad 1, nicht ein Mittelwert aus beiden Kategorien.

Ein zweites Beispiel: Bei 125/92 mmHg ist der systolische Wert normal (120 bis 129), der diastolische aber bereits in Hypertonie Grad 1 (90 bis 99). Auch hier zählt Hypertonie Grad 1 als Gesamtergebnis.

Der Rechner wendet diese Regel automatisch an und zeigt in der Ausgabe beide Einzelbereiche separat an, sodass der Nutzer nachvollziehen kann, welcher Wert die höhere Einstufung ausgelöst hat.

Diese Darstellung beider Einzeleinstufungen macht die Zuordnung transparent.

Was bedeutet isolierte systolische Hypertonie und wann tritt sie auf?

Von isolierter systolischer Hypertonie spricht man, wenn der obere Wert mindestens 140 mmHg beträgt, der untere aber unter 90 mmHg liegt. Der systolische Druck ist erhöht, der diastolische unauffällig.

Diese Konstellation ist bei älteren Menschen besonders häufig, weil die Arterien mit zunehmendem Alter steifer werden und den systolischen Druckgipfel weniger abfedern.

In der ESC/ESH-Leitlinie 2018 wird sie als eigene Kategorie neben den drei Hypertoniegraden geführt.

Der Rechner erkennt diesen Sonderfall automatisch: Sobald der systolische Wert mindestens 140 mmHg beträgt und der diastolische unter 90 mmHg liegt, wird die Kategorie als isolierte systolische Hypertonie ausgewiesen, unabhängig davon, in welche der drei Hypertonie-Grade der systolische Wert fallen würde.

Beispiel: 160/75 mmHg ergibt isolierte systolische Hypertonie, nicht Hypertonie Grad 2, obwohl der systolische Wert in den Grad-2-Bereich fällt. Der erhöhte Pulsdruck bei dieser Konstellation kann zusätzlich auf Gefäßsteifigkeit hinweisen.

Wie berechnet der Rechner den mittleren arteriellen Druck (MAP)?

Der mittlere arterielle Druck wird nach der Standardformel MAP = diastolisch + (systolisch minus diastolisch) geteilt durch 3 berechnet, das Ergebnis auf eine ganze Zahl gerundet.

Die Formel gewichtet den diastolischen Wert stärker als den systolischen, weil das Herz während eines Schlagzyklus etwa zwei Drittel der Zeit in der Diastole verbringt und nur ein Drittel in der Systole.

Für die Standardeingabe 130/85 mmHg ergibt sich: MAP = 85 + (130 minus 85) / 3 = 85 + 15 = 100 mmHg. Ein MAP zwischen 70 und 105 mmHg gilt als physiologisch unauffälliger Bereich.

Unter 60 mmHg droht eine unzureichende Organdurchblutung, über 110 mmHg ist eine Drucküberlastung möglich. Der MAP ist ein ergänzender Kennwert und ersetzt nicht die ESC/ESH-Kategorie.

In der klinischen Praxis wird er insbesondere in der Intensivmedizin und Anästhesie verwendet, um die Organperfusion einzuschätzen. Im Rechner dient er als zusätzliche Orientierungsgröße neben der Leitlinienklassifikation.

Was sagt der Pulsdruck aus und wann ist er auffällig?

Der Pulsdruck (Pulse Pressure) ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck: PP = systolisch minus diastolisch. Für 130/85 mmHg ergibt sich ein Pulsdruck von 45 mmHg, was im Normalbereich von 30 bis 50 mmHg liegt.

Ein Pulsdruck unter 25 mmHg kann auf eine eingeschränkte Herzleistung hinweisen, ein Pulsdruck über 60 mmHg auf steifere Arterien.

Bei älteren Menschen mit isolierter systolischer Hypertonie ist der Pulsdruck typischerweise erhöht, weil der systolische Wert steigt, während der diastolische stabil bleibt oder sogar sinkt.

Beispiel: 170/70 mmHg ergibt einen Pulsdruck von 100 mmHg, was deutlich über dem Normalbereich liegt. Der Rechner berechnet den Pulsdruck automatisch und zeigt ihn neben der Kategorie an.

Er ist eine rein rechnerische Kennzahl und kein eigenständiges Diagnosekriterium, liefert aber einen zusätzlichen Anhaltspunkt zur Einschätzung der Gefäßelastizität. Die ärztliche Bewertung bleibt unersetzlich.

Wie wird der Ruhepuls beurteilt und was bedeuten bradykard, normal und tachykard?

Der Rechner teilt den eingegebenen Puls in drei Bereiche ein: bradykard bei unter 60 Schlägen pro Minute, normal bei 60 bis 100 Schlägen pro Minute und tachykard bei über 100 Schlägen pro Minute.

Diese Einteilung entspricht der allgemein anerkannten klinischen Konvention. Ein bradykarder Puls ist nicht automatisch bedenklich: Bei trainierten Ausdauersportlern sind Ruhepulse von 40 bis 55 Schlägen pro Minute üblich und physiologisch normal.

Ebenso ist ein leicht erhöhter Puls nach Koffein oder Aufregung noch kein Zeichen für Tachykardie im krankheitsbedeutenden Sinn. Der Puls fließt nicht in die Blutdruckkategorie ein, er wird separat ausgewiesen.

Für eine verlässliche Pulsmessung: in Ruhe sitzen, zwei Minuten warten und erst dann den Wert vom Messgerät ablesen oder am Handgelenk zählen.

Bei Beschwerden wie Schwindel, Atemnot oder Herzstolpern sollte unabhängig vom Zahlenwert ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Rechner ordnet ein, stellt aber keine Diagnose.

Warum ersetzt der Rechner keine ärztliche Blutdruckdiagnose?

Der Rechner ordnet eine einzelne Messung in die ESC/ESH-Tabelle ein.

Eine ärztliche Blutdruckdiagnose nach den Leitlinien erfordert dagegen mindestens zwei bis drei Messungen an verschiedenen Tagen, idealerweise ergänzt durch eine 24-Stunden-Langzeitmessung (ABPM).

Nur so lassen sich situative Schwankungen wie den Weißkitteleffekt (erhöhte Werte in der Arztpraxis) oder maskierte Hypertonie (normale Praxiswerte, aber erhöhte Werte im Alltag) erkennen.

Zudem berücksichtigt die ärztliche Diagnose Begleitfaktoren wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen, Medikation und individuelle Risikoprofile, die der Rechner weder abfragt noch einbezieht.

Auch der angegebene Puls wird nur orientierend beurteilt und ersetzt kein EKG zur Rhythmusdiagnostik.

Der Rechner dient der informierten Vorbereitung auf ein Arztgespräch und der Selbstkontrolle zwischen Praxisterminen, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage für Behandlungen. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der Rechner zeigt die ESC/ESH-Kategorie, den systolischen und diastolischen Bereich mit Grenzwerten, den MAP, den Pulsdruck und eine Pulsbeurteilung. Bei hochnormalen Werten empfiehlt sich regelmäßige Kontrolle, insbesondere bei Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel oder familiärer Vorbelastung.

Ab Hypertonie Grad 1 ist ärztliche Abklärung empfehlenswert, ab Grad 3 umgehend. Für die Praxis: Ein einzelner Messwert ist eine Momentaufnahme.

Für eine verlässliche Einordnung empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga mindestens drei Messungen an verschiedenen Tagen. Miss morgens und abends, jeweils nach fünf Minuten Ruhe, und bilde den Durchschnitt.

Ergänze die Einordnung mit dem BMI-Rechner und dem Taillenumfang-Rechner, um ein breiteres Risikoprofil zu erhalten.

Ein MAP zwischen 70 und 105 mmHg gilt als physiologisch unauffällig, ein Pulsdruck über 60 mmHg kann auf steifere Arterien hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Eine 52-jährige Frau hat beim Hausarztbesuch 142/88 mmHg gemessen bekommen und möchte den Wert vor dem nächsten Termin einordnen. Eingaben: systolisch 142, diastolisch 88, Puls 76.

Ergebnis: systolisch fällt in Hypertonie Grad 1 (140 bis 159 mmHg), diastolisch in hochnormal (85 bis 89 mmHg).

Da der systolische Wert die höhere Kategorie ergibt und gleichzeitig der diastolische Wert unter 90 mmHg liegt, wird dies als isolierte systolische Hypertonie eingestuft.

MAP = 88 + (142 minus 88) / 3 = 88 + 18 = 106 mmHg, knapp über dem oberen Normalbereich von 105 mmHg. Pulsdruck = 142 minus 88 = 54 mmHg, im akzeptablen Bereich. Puls 76: Normalbereich. Der Arzt-Hinweis empfiehlt ärztliche Abklärung.

Zweites Beispiel: Ein 35-jähriger Mann misst morgens nach dem Aufwachen 118/72 mmHg bei Puls 58. Eingaben: systolisch 118, diastolisch 72, Puls 58. Ergebnis: Kategorie optimal (unter 120 und unter 80).

MAP = 72 + (118 minus 72) / 3 = 72 + 15 = 87 mmHg, gut im Normalbereich. Pulsdruck = 46 mmHg, unauffällig. Puls 58: bradykard (unter 60), was bei trainierten Sportlern durchaus normal sein kann, aber bei Beschwerden abgeklärt werden sollte.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Erste Fehlannahme: Der Rechner stellt eine Diagnose. Er tut das ausdrücklich nicht.

Eine ärztliche Blutdruckdiagnose erfordert wiederholte Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten unter standardisierten Bedingungen. Der Rechner ordnet einen einzelnen Messwert in die ESC/ESH-Tabelle ein, nicht mehr.

Zweite Fehlannahme: Der niedrigere Wert zählt, wenn systolisch und diastolisch in verschiedene Kategorien fallen. Tatsächlich gilt die höhere Einstufung, wie die ESC/ESH-Leitlinie 2018 es vorgibt.

Beispiel: 145/82 mmHg ergibt systolisch Hypertonie Grad 1, diastolisch normal, das Gesamtergebnis ist Hypertonie Grad 1. Dritte Fehlannahme: Der MAP sei ein Durchschnitt aus den beiden Messwerten.

Er ist ein gewichteter Mittelwert (diastolisch zählt doppelt), kein arithmetisches Mittel. Vierte Fehlannahme: Isolierte systolische Hypertonie sei harmloser als normale Hypertonie.

Das Gegenteil kann zutreffen, besonders bei älteren Menschen, da sie auf erhöhte Gefäßsteifigkeit hinweist. Fünfte Fehlannahme: Der Puls gehöre zwingend zur Blutdruckmessung.

Der Rechner nimmt den Puls als optionale Eingabe auf und beurteilt ihn separat, aber er fließt nicht in die Blutdruckkategorie ein.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Blutdruck-Rechner ordnet systolische und diastolische Werte nach der ESC/ESH-Leitlinie 2018 in sieben Kategorien ein, berechnet MAP und Pulsdruck und beurteilt den Ruhepuls.

Die ESC/ESH-Tabelle ist der internationale Referenzstandard, bestätigt durch die Deutsche Hochdruckliga. Bei hochnormalen Werten regelmäßig kontrollieren, ab Hypertonie Grad 1 ärztlich abklären lassen, ab Grad 3 umgehend.

Der Rechner stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Für eine breitere Einordnung des Herz-Kreislauf-Risikos ergänze den Blutdruck mit dem BMI-Rechner und dem Taillenumfang-Rechner.

Wer neben dem Blutdruck auch Blutzuckerwerte im Blick hat, kann diese mit dem Blutzucker-Umrechner zwischen mg/dl und mmol/l umrechnen. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Normal – MAP 93 mmHg, Pulsdruck 40 mmHg, Puls im Normalbereich.

Normaler Blutdruck – 120/80 mmHg

Systolischer Wert
120 mmHg
Diastolischer Wert
80 mmHg
Puls
68 Schläge/min

Beispiel 2 · Mittel · Hypertonie Grad 1 – MAP 115 mmHg, Pulsdruck 60 mmHg, Puls im Normalbereich.

Hypertonie Grad 1 – 155/95 mmHg

Systolischer Wert
155 mmHg
Diastolischer Wert
95 mmHg
Puls
82 Schläge/min

Beispiel 3 · Komplex · Isolierte systolische Hypertonie – MAP 107 mmHg, Pulsdruck 87 mmHg, Puls im Normalbereich.

Isolierte systolische Hypertonie – 165/78 mmHg

Systolischer Wert
165 mmHg
Diastolischer Wert
78 mmHg
Puls
90 Schläge/min

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dieser Rechner ordnet Blutdruckwerte nach der ESC/ESH-Leitlinie 2018 ein. Er stellt keine Diagnose, gibt keine Therapieempfehlung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Die Einordnung eines Messwerts obliegt ausschließlich medizinischem Fachpersonal. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose.

Quelle: ESC/ESH-Leitlinie 2018; DHL-Leitlinien 2023; WHO/ISH Hypertension Guidelines

Stand: 2026-08-29

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
29. August 2026
Fachbereich
Gesundheit / Gewicht & Körperbau
Formeln basieren auf
ESC/ESH-Leitlinie 2018 (Williams et al., European Heart Journal 2018, 39:3021–3104); Deutsche Hochdruckliga e.V. (DHL) Leitlinien 2023
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Blutdruck-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/gesundheit/gewicht-koerper/blutdruck-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Blutdruck-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/gesundheit/gewicht-koerper/blutdruck-rechner

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