Überblick
Was ist der Trinkwasser-Bedarf-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
An einem Sommersporttag (60 Min. Joggen, 28 °C) steigt der Bedarf auf 3,5–3,9 Liter; die pauschale Zwei-Liter-Regel trifft dann nicht mehr zu.
Die oft genannte Zwei-Liter-Regel ist eine Vereinfachung, die für viele Situationen nicht passt: Ein 100-Kilogramm-Mann benötigt deutlich mehr als eine 55-Kilogramm-Frau, und ein Sportler im Sommer braucht das Dreifache einer Person, die den Tag sitzend verbringt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterscheidet zwischen Trinkmenge (ca. 1,5 Liter täglich als Basisempfehlung) und Gesamtwasseraufnahme (ca. 2,2 Liter täglich, also 1,5 Liter trinken plus 0,7 Liter aus fester Nahrung wie Obst und Gemüse).
Beide Werte gelten für ruhige Alltagsbedingungen bei normaler Temperatur ohne Sport. Bei Hitze, körperlicher Arbeit und intensivem Sport steigen die Werte deutlich.
Der Rechner eignet sich für alle, die ihren Hydrationsbedarf genauer einschätzen wollen, als es pauschale Empfehlungen erlauben.
Als Ausgabe nennt er den Basisbedarf, die einzelnen Zuschläge für Aktivität, Klima und Ernährung, den Gesamtbedarf in Millilitern und Litern sowie ein Empfehlungsband als untere und obere Grenze.
So siehst du nicht nur eine Endzahl, sondern auch, welcher Faktor deinen Bedarf an einem konkreten Tag am stärksten nach oben treibt – bei Hitze das Klima, beim Sport die Aktivität. **Wie viel Wasser pro Tag?
Richtwerte nach Gewicht:** Die DGE nennt als Mindesttrinkmenge rund 1,5 Liter täglich — für ruhige Alltagsbedingungen ohne Sport, unabhängig vom Körpergewicht.
Der Rechner schätzt den gewichtsabhängigen Gesamtbedarf: Bei 60 kg sitzend 2,1 Liter, bei 70 kg sitzend 2,45 Liter, bei 80 kg sitzend 2,8 Liter. Bei moderater Aktivität steigen die Werte auf 2,52 (60 kg), 2,94 (70 kg) und 3,36 Liter (80 kg).
Die DGE-Angabe von 1,5 Litern ist der Mindest-Getränkerichtwert; der Rechner gibt den gewichtsabhängigen Gesamtflüssigkeitsbedarf aus Getränken und Nahrungswasser an — daher liegt sein Ergebnis systematisch über der DGE-Getränkeempfehlung.
Zu viel Wasser trinken — wann wird es problematisch? Bei gesunden Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion ist eine Überhydrierung im Alltag praktisch nicht möglich, wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) feststellt.
Relevant wird das Risiko bei Extremsport mit großen Mengen Leitungswasser ohne Elektrolytausgleich — dann kann die Natriumkonzentration im Blut gefährlich absinken (Hyponatriämie).
Erste Anzeichen einer Überhydrierung: Übelkeit, Kopfschmerz, Verwirrtheit.
Wer an einer Nierenerkrankung, Herzinsuffizienz oder anderen Erkrankungen mit Flüssigkeitsrestriktionen leidet, sollte die Trinkmenge ärztlich absprechen und sich nicht allein auf einen Rechner stützen.