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Wasserbedarf-Rechner: Tägliche Trinkmenge berechnen

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Körperliche Aktivität
Klima / Umgebung
Ernährung
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Kurzantwort

Trinkwasser-Bedarf-Rechner: Gib Körpergewicht und Alter ein und erhalte die empfohlene Trinkmenge (l/Tag) als Ergebnis. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Wie viel Wasser am Tag? Trinkmenge nach Körpergewicht (30–35 ml/kg), Aktivität

Kilian AchatzFachredaktion Gesundheit
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Datenschutz: Alle Eingaben werden ausschließlich in Ihrem Browser verarbeitet und nicht an uns oder Dritte übertragen.

Überblick

Wie viel Wasser sollte man am Tag trinken?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Täglicher Wasserbedarf: Bürotag 2,4 Liter vs. Sporttag im Sommer 3,9 Liter 30–35 ml pro Kilogramm Körpergewicht täglich ist der DGE-Basiswert — für 70 kg sind das 2,1–2,45 Liter.

An einem Sommersporttag (60 Min. Joggen, 28 °C) steigt der Bedarf auf 3,5–3,9 Liter; die pauschale Zwei-Liter-Regel trifft dann nicht mehr zu.

Die oft genannte Zwei-Liter-Regel ist eine Vereinfachung, die für viele Situationen nicht passt: Ein 100-Kilogramm-Mann benötigt deutlich mehr als eine 55-Kilogramm-Frau, und ein Sportler im Sommer braucht das Dreifache einer Person, die den Tag sitzend verbringt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterscheidet zwischen Trinkmenge (ca. 1,5 Liter täglich als Basisempfehlung) und Gesamtwasseraufnahme (ca. 2,2 Liter täglich, also 1,5 Liter trinken plus 0,7 Liter aus fester Nahrung wie Obst und Gemüse).

Beide Werte gelten für ruhige Alltagsbedingungen bei normaler Temperatur ohne Sport. Bei Hitze, körperlicher Arbeit und intensivem Sport steigen die Werte deutlich.

Der Rechner eignet sich für alle, die ihren Hydrationsbedarf genauer einschätzen wollen, als es pauschale Empfehlungen erlauben.

Als Ausgabe nennt er den Basisbedarf, die einzelnen Zuschläge für Aktivität, Klima und Ernährung, den Gesamtbedarf in Millilitern und Litern sowie ein Empfehlungsband als untere und obere Grenze.

So siehst du nicht nur eine Endzahl, sondern auch, welcher Faktor deinen Bedarf an einem konkreten Tag am stärksten nach oben treibt – bei Hitze das Klima, beim Sport die Aktivität. **Wie viel Wasser pro Tag?

Richtwerte nach Gewicht:** Die DGE nennt als Mindesttrinkmenge rund 1,5 Liter täglich — für ruhige Alltagsbedingungen ohne Sport, unabhängig vom Körpergewicht.

Der Rechner schätzt den gewichtsabhängigen Gesamtbedarf: Bei 60 kg sitzend 2,1 Liter, bei 70 kg sitzend 2,45 Liter, bei 80 kg sitzend 2,8 Liter. Bei moderater Aktivität steigen die Werte auf 2,52 (60 kg), 2,94 (70 kg) und 3,36 Liter (80 kg).

Die DGE-Angabe von 1,5 Litern ist der Mindest-Getränkerichtwert; der Rechner gibt den gewichtsabhängigen Gesamtflüssigkeitsbedarf aus Getränken und Nahrungswasser an — daher liegt sein Ergebnis systematisch über der DGE-Getränkeempfehlung.

Zu viel Wasser trinken — wann wird es problematisch? Bei gesunden Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion ist eine Überhydrierung im Alltag praktisch nicht möglich, wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) feststellt.

Relevant wird das Risiko bei Extremsport mit großen Mengen Leitungswasser ohne Elektrolytausgleich — dann kann die Natriumkonzentration im Blut gefährlich absinken (Hyponatriämie).

Erste Anzeichen einer Überhydrierung: Übelkeit, Kopfschmerz, Verwirrtheit.

Wer an einer Nierenerkrankung, Herzinsuffizienz oder anderen Erkrankungen mit Flüssigkeitsrestriktionen leidet, sollte die Trinkmenge ärztlich absprechen und sich nicht allein auf einen Rechner stützen.

Eingaben

Trinkmenge nach Körpergewicht, Alter und Aktivität eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Als Haupteingaben nutzt du dein Körpergewicht, das Aktivitätsniveau und die Umgebungstemperatur. Diese drei Faktoren bestimmen den Tageskorridor am stärksten.

Körpergewicht: Der DGE-Basiswert liegt bei 30–35 ml je Kilogramm täglich. Eine 70-Kilogramm-Person benötigt damit 2,1–2,45 Liter als Ausgangswert.

Aktivitätsniveau: Jede halbe Stunde intensiver Sport erhöht den Bedarf um rund 500 ml, da Schweiß Wasser und Elektrolyte entzieht.

Umgebungstemperatur: Über 25 Grad Celsius steigt der Bedarf durch verstärkte Schweißproduktion um rund 300–500 ml pro Tag, bei noch höheren Temperaturen entsprechend mehr.

Ernährungsbesonderheiten können ergänzt werden: Salzreiche Kost erhöht den Bedarf um 200–300 ml täglich, wasserreiche Kost (viel Obst, Gemüse, Suppen) entlastet ihn leicht.

Typischer Fehler: Aktivitätsniveau für Sporttage pauschal auf Ruhetage übertragen.

Im Rechner wählst du das Aktivitätsniveau als Stufe von sitzend über leicht und moderat bis sehr oder extrem aktiv, das Klima von kühl über mild und warm bis heiß-tropisch sowie die Ernährung als ausgewogen, salzreich-proteinreich oder Low-Carb.

Jede Stufe steht für einen festen prozentualen Zuschlag auf den Basiswert, sodass du keine Minutenwerte für einzelne Sporteinheiten schätzen musst, sondern nur die passende Kategorie für deinen Tag auswählst.

Zusätzlich fragt der Rechner dein Alter ab, weil es den Basiswert verschiebt: Bis 18 Jahre rechnet er mit 40 ml je Kilogramm, von 19 bis 59 Jahren mit 35 ml und ab 60 Jahren mit 28 ml, da das Durstempfinden und der Wasseranteil des Körpers im Alter sinken.

Praxisfälle

Trinkmenge in typischen Alltagssituationen

Sechs durchgerechnete Fälle zeigen, wie stark Körpergewicht, Alter, Sport, Hitze und Ernährung den Tagesbedarf verschieben — jede Zahl stammt direkt aus dem Rechner oben.

  1. Trinkmenge nach Körpergewicht: 60 kg gegenüber 90 kg

    „Wie viel Wasser sollte ich bei 60 kg oder bei 90 kg Körpergewicht trinken?“

    Eingabe
    Körpergewicht 60 kg bzw. 90 kg, Alter 35, Sitzend, Mild, Ausgewogen
    Ergebnis
    2.100 ml (2,1 Liter) bei 60 kg gegenüber 3.150 ml (3,15 Liter) bei 90 kg
  2. Trinkmenge im Alter ab 65 Jahren

    „Wie viel sollte ich mit 65 Jahren oder älter trinken?“

    Eingabe
    68 kg, Alter 67, Leicht aktiv, Mild, Ausgewogen
    Ergebnis
    2.094 ml (2,09 Liter) Gesamtbedarf, Empfehlungsband 2,04–3,06 Liter
  3. Trinkmenge bei Sport in tropischer Hitze

    „Wie viel trinken bei intensivem Sport und großer Hitze?“

    Eingabe
    90 kg, Alter 30, Sehr aktiv, Heiß/Tropisch, Ausgewogen
    Ergebnis
    5.198 ml (5,2 Liter) – 3.150 ml Basis plus 1.103 ml Aktivitäts- und 945 ml Klimazuschlag
  4. Sind 3 Liter bei 55 kg und sitzender Tätigkeit zu viel?

    „Sind 3 Liter Wasser am Tag bei 55 kg zu viel?“

    Eingabe
    55 kg, Alter 35, Sitzend, Mild, Ausgewogen
    Ergebnis
    1.925 ml (1,93 Liter), Empfehlungsband 1,65–2,48 Liter – 3 Liter liegen über dem oberen Rand
  5. Trinkmenge bei Low-Carb-Ernährung an warmen Tagen

    „Muss ich bei Low-Carb-Ernährung im Sommer mehr trinken?“

    Eingabe
    65 kg, Alter 29, Moderat aktiv, Warm, Low-Carb/Keto
    Ergebnis
    3.253 ml (3,25 Liter) – 2.275 ml Basis plus 455 ml Aktivitäts-, 341 ml Klima- und 182 ml Ernährungszuschlag
  6. Trinkmenge bei salzreicher, proteinreicher Ernährung

    „Muss ich bei salzreicher oder proteinreicher Kost mehr trinken?“

    Eingabe
    80 kg, Alter 40, Moderat aktiv, Mild, Salzreich/Proteinreich
    Ergebnis
    3.640 ml (3,64 Liter) – 2.800 ml Basis plus 560 ml Aktivitäts- und 280 ml Ernährungszuschlag

Berechnung

Wasserbedarf pro Kilogramm Körpergewicht berechnen

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung startet mit dem Basiswert: Tägliche Trinkmenge = Körpergewicht in kg × 30 bis 35 ml. Diesen Basiswert ergänzen Zuschlagsfaktoren.

Sport: +500 ml je 30 Minuten intensiver Belastung. Hitze über 25 Grad Celsius: +300 bis 500 ml pro Tag. Schwere körperliche Arbeit (Schweißverlust stark): +700 ml bis 1.000 ml täglich. Salzreiche Ernährung: +200 bis 300 ml täglich.

Beispielrechnung für einen 75-Kilogramm-Mann an einem normalen Bürotag ohne Sport: 75 kg × 32 ml = 2.400 ml (2,4 Liter) als Basiswert.

An einem Sporttag mit einer Stunde Joggen im Sommer kommen hinzu: +1.000 ml für Sport, +400 ml für Hitze = Gesamtkorridor 3,8 Liter.

Die DGE-Gesamtempfehlung von 2,2 Litern bezieht sich auf ruhige Alltagsbedingungen ohne besonderen Aufwand — das ist der Mindestwert, kein Maximalwert.

Der Rechner selbst arbeitet etwas anders als diese Faustformel: Er nutzt 35 ml je Kilogramm als Basiswert und schlägt darauf prozentuale Zuschläge für Aktivität, Klima und Ernährung auf.

Ein mit dem Rechner geprüftes Beispiel: 75 kg ergeben 2.625 ml Basis; moderate Aktivität fügt 525 ml hinzu, mildes Klima 0 ml, sodass 3.150 ml – also 3,15 Liter – herauskommen.

Als Orientierungsband nennt der Rechner zusätzlich rund 30 bis 45 ml je Kilogramm, für 75 kg also etwa 2,25 bis 3,38 Liter.

Formel zur Berechnung des täglichen Flüssigkeits-Basisbedarfs aus dem Körpergewicht.

Nachschlagen

Wasserbedarf nach Körpergewicht und Aktivitätsniveau (ml/Tag)

Der tägliche Flüssigkeitsbedarf hängt von Körpergewicht, Aktivität, Temperatur und Ernährung ab. Die Tabelle zeigt Richtwerte für Erwachsene (19–59 Jahre) bei mildem Klima und ausgewogener Ernährung — exakt die Werte, die der Rechner bei diesen Einstellungen ausgibt.

Empfohlene tägliche Wasserzufuhr in ml nach Körpergewicht und Aktivitätsniveau (Basis: 35 ml/kg, mildes Klima, ausgewogene Ernährung)
KörpergewichtSitzendLeicht aktivModerat aktivSehr aktivExtrem aktiv
40 kg1.400 ml1.540 ml1.680 ml1.890 ml2.100 ml
50 kg1.750 ml1.925 ml2.100 ml2.363 ml2.625 ml
60 kg2.100 ml2.310 ml2.520 ml2.835 ml3.150 ml
70 kg2.450 ml2.695 ml2.940 ml3.308 ml3.675 ml
80 kg2.800 ml3.080 ml3.360 ml3.780 ml4.200 ml
90 kg3.150 ml3.465 ml3.780 ml4.253 ml4.725 ml
100 kg3.500 ml3.850 ml4.200 ml4.725 ml5.250 ml

Basis: 35 ml/kg Körpergewicht für Erwachsene 19–59 Jahre; Aktivitätszuschläge: Leicht aktiv +10 %, Moderat aktiv +20 %, Sehr aktiv +35 %, Extrem aktiv +50 %. Mildes Klima und ausgewogene Ernährung ohne Zuschlag. Quellen: DGE Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (Wasser), EFSA (2010), WHO. Bei Hitze, Fieber oder körperlicher Schwerarbeit deutlich erhöhen; unter 18 Jahren und ab 60 Jahren gelten abweichende Basiswerte.

Wie viel Wasser am Tag? DGE-Richtwerte nach Alter

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht feste Richtwerte für die Gesamtwasserzufuhr je Altersgruppe — unabhängig vom individuellen Körpergewicht. Diese Werte sind Nachschlagewerte der Primärquelle, keine Ausgabe des Rechners oben; für eine an dein Gewicht angepasste Schätzung nutze den Rechner oder die Tabelle nach Körpergewicht.

DGE-Referenzwerte für die Wasserzufuhr nach Altersgruppe: Anteil über Getränke und Gesamtwasserzufuhr (Getränke + feste Nahrung + Oxidationswasser) in ml/Tag
AltersgruppeDavon GetränkeGesamtwasserzufuhrml je kg Körpergewicht
15 bis unter 19 Jahre1.530 ml2.800 ml40 ml/kg
19 bis unter 25 Jahre1.470 ml2.700 ml35 ml/kg
25 bis unter 51 Jahre1.410 ml2.600 ml35 ml/kg
51 bis unter 65 Jahre1.230 ml2.250 ml30 ml/kg
65 Jahre und älter1.310 ml2.250 ml30 ml/kg
Schwangere1.470 ml2.700 ml35 ml/kg
Stillende1.710 ml3.100 ml45 ml/kg

Gesamtwasserzufuhr = Wasser aus Getränken + fester Nahrung + Oxidationswasser aus dem Stoffwechsel; die Spalte "Davon Getränke" ist bereits in der Gesamtwasserzufuhr enthalten, keine zusätzliche Menge. Werte gelten bei bedarfsgerechter Energiezufuhr und durchschnittlichen Klimabedingungen in Deutschland; bei Hitze, Fieber, Durchfall, hoher Proteinzufuhr oder starkem Schwitzen steigt der Bedarf zusätzlich. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Kapitel Wasser (dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/, abgerufen 27.09.2026). Werte für Kinder und Säuglinge liegen niedriger (680–2.450 ml/Tag) und sind hier nicht aufgeführt, da dieser Rechner für Erwachsene ab 15 Jahren ausgelegt ist.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Trinkwasser-Bedarf-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viel Wasser pro Kilogramm Körpergewicht sollte ich am Tag trinken?

30 bis 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht sind der Basiswert, den der Rechner für Erwachsene zwischen 19 und 59 Jahren ansetzt: Bei 60 Kilogramm ergeben sich daraus 2,1 Liter, bei 90 Kilogramm 3,15 Liter – allein durch die Gewichtsdifferenz die anderthalbfache Menge.

Der Basiswert ist zusätzlich altersabhängig, weil sich Wasseranteil und Durstempfinden über die Lebensspanne verändern: Unter 18 Jahren rechnet der Rechner mit 40 ml/kg, sodass ein 60 Kilogramm schwerer 16-Jähriger auf 2,4 Liter kommt; ab 60 Jahren sinkt der Ansatz auf 28 ml/kg, wodurch für dieselben 60 Kilogramm nur noch 1,68 Liter Basis herauskommen.

Dieser Wert ist ausdrücklich ein Startpunkt und keine feste Zielmenge – Aktivität, Klima und Ernährung addieren danach eigene Zuschläge, bevor der endgültige Tageskorridor feststeht.

Wer sein Körpergewicht kennt, kann den Basiswert in Sekunden überschlagen, sollte ihn aber nicht isoliert betrachten. Bei chronischen Nieren- oder Herzerkrankungen ersetzt der pauschale ml/kg-Wert keine individuelle ärztliche Trinkmengenvorgabe.

Sind 3 oder 4 Liter Wasser am Tag zu viel?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten, sondern hängt von Körpergewicht und Aktivität ab: Für eine 55 Kilogramm schwere, sitzend arbeitende Person liegt der vom Rechner ausgewiesene Empfehlungsbereich bei 1,65 bis 2,48 Litern – 3 Liter wären damit spürbar über dem oberen Rand und im ruhigen Alltag ohne Sport meist nicht nötig.

Für eine 90 Kilogramm schwere, sehr aktive Person in tropischer Hitze berechnet der Rechner dagegen einen Gesamtbedarf von 5,2 Litern, zusammengesetzt aus 3,15 Litern Basis, 1,1 Litern Aktivitäts- und 0,95 Litern Klimazuschlag – hier wären selbst 4 Liter noch zu wenig.

Als Faustregel gilt: 3 bis 4 Liter sind bei niedrigem bis mittlerem Körpergewicht ohne Hitze oder intensiven Sport meist mehr als nötig, bei hohem Gewicht, starker Belastung oder Hitze dagegen plausibel bis knapp bemessen.

Wer regelmäßig deutlich über dem berechneten Korridor trinkt, ohne dass Gewicht, Sport oder Klima das erklären, sollte ärztlich prüfen lassen, ob eine Nieren- oder Herzerkrankung vorliegt, bei der zu viel Trinken riskant werden kann.

Zählen Kaffee, Tee oder andere Getränke im Trinkwasser-Rechner mit?

Kaffee und schwarzer Tee tragen zur täglichen Flüssigkeitsbilanz bei — die harntreibende Wirkung von Koffein ist bei normalen Trinkmengen (bis 400 mg Koffein täglich, entspricht ca. drei bis vier Tassen Kaffee) minimal und wird durch den Wassergehalt der Getränke mehr als ausgeglichen.

Das bestätigen aktuelle EFSA-Bewertungen, die den verbreiteten Mythos vom entwässernden Kaffee klar widerlegen.

Süße Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte zählen ebenfalls als Flüssigkeit, bringen aber zusätzliche Kalorien und Zucker mit und sind daher nur eingeschränkt empfehlenswert.

Auch Milch und Saftschorlen tragen zur Bilanz bei, sollten wegen ihres Energiegehalts aber nicht die Hauptquelle sein.

Am effizientesten für die Hydration bleiben Wasser und ungesüßter Kräutertee, da sie keine Kalorien, keine Zuckerlast und keine nennenswerte Harnstimulation einbringen.

Der berechnete Tagesbedarf bezieht sich auf die gesamte aufgenommene Flüssigkeit, nicht ausschließlich auf reines Wasser.

Wer morgens mit einem großen Glas Wasser startet und über den Tag Kräutertee und Mineralwasser mit dem Kaffee kombiniert, deckt die Gesamtflüssigkeit ohne großen Aufwand.

Zählt Bier oder Wein zur täglichen Trinkmenge?

Bier und Wein zählen nur eingeschränkt zur berechneten Trinkmenge, weil Alkohol harntreibend wirkt: Ab einem Alkoholgehalt von etwa 2 Volumenprozent kehrt sich die Flüssigkeitsbilanz häufig um, sodass die ausgeschiedene Urinmenge die aufgenommene Getränkemenge übersteigt – das betrifft die meisten Biere mit rund 5 Volumenprozent und Weine mit 11 bis 13 Volumenprozent.

Alkoholfreies Bier mit unter 0,5 Volumenprozent wirkt dagegen kaum harntreibend und lässt sich näherungsweise wie ein normales Getränk zur Tagesmenge zählen.

Praktisch bedeutet das: Wer abends zwei Gläser Wein trinkt, sollte diese Menge nicht von der berechneten Trinkempfehlung abziehen, sondern zusätzlich Wasser trinken, um den harntreibenden Effekt auszugleichen – als Faustregel ein Glas Wasser je alkoholischem Getränk.

Besonders wichtig wird das bei Hitze oder nach dem Sport, wenn der Körper ohnehin einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat und Alkohol den Effekt zusätzlich verstärkt.

Der Rechner selbst modelliert Alkoholkonsum nicht als eigenen Eingabewert, sondern setzt eine alkoholfreie Flüssigkeitszufuhr voraus.

Wie stark hilft wasserreiche Nahrung bei der Tagesmenge?

Obst, Gemüse und Suppen können die nötige Trinkmenge spürbar reduzieren, aber weniger, als viele annehmen: Die DGE beziffert den Beitrag fester Nahrung zur Gesamtwasserbilanz für Erwachsene zwischen 25 und 51 Jahren auf 860 Milliliter täglich, hinzu kommen 330 Milliliter sogenanntes Oxidationswasser aus dem Stoffwechsel – zusammen rund 1,19 Liter, die nicht durch aktives Trinken gedeckt werden müssen.

Gurken, Tomaten und Wassermelone bestehen zu 90 bis 96 Prozent aus Wasser, auch Salate, Joghurt und gekochtes Gemüse liefern reichlich Flüssigkeit.

Wer viel frisches Gemüse, Obst und Suppen isst, deckt einen relevanten Teil seines Gesamtbedarfs bereits über die Nahrung und kann die direkte Trinkmenge etwas niedriger ansetzen als jemand mit wenig Frischkost.

Der Trinkwasser-Bedarf-Rechner berechnet die empfohlene Flüssigkeitszufuhr über Getränke; der zusätzliche Nahrungswasser-Beitrag kommt real oben drauf und erklärt, warum die reine Getränkeempfehlung der DGE von rund 1,5 Litern unter der Gesamtwasserzufuhr liegt, die zusätzlich Nahrung und Oxidationswasser einschließt.

Kann zu viel Wasser ebenfalls problematisch sein?

Ja, bei extremen Mengen kann auch zu viel Wasser schädlich sein.

Eine Hyponatriämie (Natriumverdünnung im Blut) entsteht, wenn zu viel Wasser in kurzer Zeit ohne ausreichende Elektrolytaufnahme getrunken wird — klassisch bei Marathonläufern, die während des Rennens übermäßig viel reines Trinkwasser konsumieren.

Symptome reichen von Kopfschmerzen und Übelkeit bis hin zu Verwirrtheit und sind in schweren Fällen ein medizinischer Notfall.

Im normalen Alltag ist übermäßiges Trinken bei gesunder Nierenfunktion selten gefährlich; die Nieren können bis zu 0,8–1,0 Liter pro Stunde ausscheiden.

Problematisch wird es jedoch, wenn ärztlich eine Trinkmengenbegrenzung vorliegt — etwa bei Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz. Dann gilt der Rechnerwert ausdrücklich nicht und die ärztliche Vorgabe hat Vorrang.

Für gesunde Erwachsene ist es am sichersten, die Trinkmenge über den Tag zu verteilen, statt große Mengen auf einmal zu trinken.

Als Faustregel gilt, die Flüssigkeit auf fünf bis sechs Trinkmomente à 200–300 ml über den Tag zu verteilen — so belastet man die Nieren gleichmäßig und hält den Hydrationsstatus konstant.

Warum gehören Schweiß und Salzverlust zur Einordnung dazu?

Schweiß enthält neben Wasser auch Elektrolyte, vor allem Natrium, Kalium und Magnesium. Der Körper kann bei intensiver Belastung und Hitze 1 bis 2 Liter Schweiß pro Stunde verlieren, in Extremfällen sogar mehr.

Wer bei hoher Aktivität oder starker Hitze viel schwitzt und nur reines Trinkwasser trinkt, kann seine Elektrolytbalance stören und Leistungseinbußen, Muskelkrämpfe oder Kopfschmerzen riskieren.

Bei Ausdauerbelastungen über 60 Minuten empfiehlt sich deshalb zusätzlich eine elektrolythaltige Flüssigkeit, etwa eine Saftschorle mit einer Prise Salz oder ein isotonisches Getränk.

Der Rechner zeigt die empfohlene Trinkmenge; der Wasserverlust durch Schweiß ist dabei eine wichtige Komponente der tatsächlichen Flüssigkeitsbilanz, die oft unterschätzt wird.

Wer den Sportzuschlag im Rechner wählt, berücksichtigt diesen erhöhten Bedarf bereits — bei sehr starkem Schwitzen sollte die Menge zusätzlich über Körpergewichtskontrolle vor und nach der Belastung überprüft werden.

Jedes verlorene Kilogramm Körpergewicht entspricht dabei annähernd einem Liter Flüssigkeitsverlust und sollte in den folgenden Stunden mit Wasser und einem elektrolythaltigen Getränk ausgeglichen werden.

Was verraten Durst und Urinfarbe im Vergleich zum Rechnerwert?

Urinfarbe ist das zuverlässigste und einfachste Alltagssignal für den Hydrationsstatus. Hellgelb bis strohfarben signalisiert gute Hydration; dunkelgelber bis orangefarbener Urin deutet auf Flüssigkeitsmangel hin.

Sehr klarer, fast farbloser Urin kann dagegen auf übermäßige Hydration hinweisen.

Durst setzt zeitlich verzögert ein: Bei einem Flüssigkeitsdefizit von einem Prozent des Körpergewichts (750 ml bei 75 kg) zeigt sich bereits ein messbarer Leistungs- und Konzentrationsabfall; das Durstgefühl beginnt jedoch meist erst bei 1,5–2 Prozent Defizit.

Das bedeutet: Wer erst bei Durst trinkt, ist häufig schon leicht unterversorgt — besonders bei älteren Menschen, deren Durstempfinden mit dem Alter nachlässt.

Der Trinkwasser-Rechner liefert den Tagesbedarf als Planungsgrundlage; die Urinfarbe ist die tägliche Rückmeldung, ob die Planung in der Praxis aufgeht. Beide zusammen ergeben ein verlässliches Bild der eigenen Versorgung.

Besonders aufschlussreich ist der erste Morgenurin: Ist er tief dunkelgelb, hat der Körper über Nacht zu wenig Flüssigkeitsreserven gehabt — ein klares Signal, die Trinkmenge am nächsten Tag gezielt anzupassen.

Wie kombiniere ich Trinkmenge mit hohem Proteinbedarf oder Hitze?

Hoher Proteinbedarf erhöht die Wasseranforderung: Der Körper benötigt mehr Wasser für die Harnstoffausscheidung, die beim Proteinabbau in der Leber und in den Nieren entsteht.

Sportler mit hoher Proteinzufuhr (über 2 g/kg täglich) sollten deshalb mindestens 35 ml/kg Körpergewicht als Basistrinkmenge ansetzen, eher am oberen Rand des Korridors.

An heißen Tagen und bei gleichzeitig hoher Belastung addieren sich Hitzezuschlag (+0,4–0,5 Liter) und Sportzuschlag (+1,0 Liter je Stunde intensiver Belastung).

Praxisbeispiel: Eine Person mit 75 kg, intensivem Krafttraining und sommerlichen Temperaturen kommt leicht auf 3,5–4 Liter Tagesbedarf — mehr als das Doppelte der pauschalen Zwei-Liter-Empfehlung.

Wichtig ist, diese Menge gleichmäßig über den Tag zu verteilen und vor, während und nach dem Training bewusst zu trinken, statt die Hauptmenge erst am Abend nachzuholen. So bleiben Leistung und Regeneration über den ganzen Tag stabil.

Ein weiterer Faktor für Kraftsportler: Glykogeneinlagerung nach dem Training bindet Wasser im Verhältnis etwa 1:3, was den Wasserbedarf in der Erholungsphase um 200–400 ml zusätzlich erhöhen kann.

Wie unterscheidet sich der Wasserbedarf in Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Herz- und Nierenerkrankungen?

Nach den DGE-Referenzwerten liegt die empfohlene Gesamtwasserzufuhr für Schwangere bei 2,7 Litern und für Stillende bei 3,1 Litern pro Tag – verglichen mit rund 2,6 Litern bei nicht-schwangeren Erwachsenen zwischen 25 und 51 Jahren, also einem Mehrbedarf von etwa 100 Millilitern in der Schwangerschaft und 500 Millilitern in der Stillzeit.

Diese Werte umfassen die gesamte Wasserzufuhr aus Getränken und fester Nahrung, nicht nur die reine Trinkmenge.

Bei Herz- und Nierenerkrankungen, Leberzirrhose mit Wasseransammlungen im Bauch, Dialyse und bestimmten Medikamenten wie Diuretika oder Lithium gelten dagegen abweichende, teils niedrigere Trinkmengenempfehlungen – hier kann zu viel Flüssigkeit gefährlich werden, weshalb die ärztliche Vorgabe immer Vorrang vor dem Rechnerwert hat.

Anhaltende Symptome wie starkes Durstgefühl trotz ausreichendem Trinken, ungeklärte Ödeme oder dunkler Urin trotz normaler Trinkmenge sollten ärztlich abgeklärt werden.

Der Rechner bildet weder Schwangerschaft noch Erkrankungen als eigene Eingabe ab und dient in diesen Fällen nur als grobe Orientierung, nicht als medizinische Empfehlung.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Urinfarben-Hydrationsskala: Von hellgelb (optimal) bis braun (Arzt) Die empfohlene Trinkmenge setzt sich zusammen aus dem Basisbedarf (30–35 ml/kg Körpergewicht), dem Zuschlag Aktivität für Sport, dem Zuschlag Klima bei Hitze sowie dem Zuschlag Ernährung bei salzreicher Kost — diese Aufschlüsselung zeigt dir, welche Faktoren deinen Bedarf am stärksten beeinflussen. Das Ergebnis zeigt deinen Tageskorridor in Litern.

Dieser Wert ist der Startpunkt, kein starres Gebot — reale Ergebnisse hängen von Mahlzeiten, Klima und Aktivität ab.

Urinfarbe ist der praktischste Alltagsindikator: Hellgelb bedeutet gute Hydration, dunkles Gelb oder Orange zeigen Flüssigkeitsmangel an.

Durstgefühl ist ein verzögertes Signal — wenn Durst auftritt, besteht meist bereits ein Defizit von 1–2 Prozent des Körpergewichts, was Konzentrations- und Leistungseinbußen verursacht.

Zu viel Trinken ist bei normaler Nierenfunktion selten gefährlich, kann aber laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei extremen Mengen zu einer Hyponatriämie (Natriumverdünnung) führen — dies ist bei Ausdauerwettkämpfen mit übermäßiger Wasseraufnahme ohne Elektrolyte relevant.

Praktische Umsetzung: Trinkmenge auf feste Zeitpunkte verteilen statt auf Durst warten. Morgens nach dem Aufstehen 300–400 ml, zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser, vor und nach dem Sport bewusst trinken.

Weil der Rechner die Zuschläge einzeln ausweist, erkennst du sofort, ob an einem heißen Trainingstag eher das Klima oder die Aktivität den Ausschlag gibt, und kannst die zusätzliche Trinkmenge gezielt auf die betroffenen Stunden verteilen statt sie gleichmäßig über den ganzen Tag zu strecken.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein 35-jähriger Mann (75 kg, Bürojob, einmal täglich Sport, Sommertag bei 28 Grad Celsius) möchte seinen tatsächlichen Trinkwasserbedarf ermitteln.

Eingaben im Trinkwasser-Bedarf-Rechner: Körpergewicht 75 kg, Alter 35, Klima warm, Aktivitätsniveau je nach Tagesform moderat aktiv bis sehr aktiv.

Der Rechner liefert damit 3.544 bis 3.938 ml – auf der Basis von 2.625 ml (75 kg × 35 ml) plus 525 bis 919 ml Aktivitätszuschlag und 394 ml Klimazuschlag.

Zur Plausibilisierung dieselbe Größenordnung über die Faustformel von Hand: Basiswert 75 kg × 33 ml = 2.475 ml, Sportzuschlag eine Stunde intensiv +1.000 ml, Hitzezuschlag über 25 Grad +400 ml, zusammen rund 3,9 Liter.

Ergebnis: Empfohlener Tageskorridor ca. 3,5–3,9 Liter. Bisherige Gewohnheit: 1,5 Liter täglich — deutlich unter dem Bedarf. Nachmittagsmüdigkeit und Konzentrationsprobleme können eine direkte Folge sein.

Plan zur Umsetzung: Morgens beim Aufstehen 400 ml, zum Frühstück 300 ml, zur Mittagspause 400 ml, beim Sport 600 ml, nachmittags 400 ml, abends 300 ml.

Das ergibt 2.400 ml aus gezieltem Trinken; der Rest kommt aus Mahlzeiten und wasserreicher Nahrung.

Als nächste Entscheidung: Urinfarbe über eine Woche beobachten und Trinkmenge schrittweise erhöhen, bis sie dauerhaft hellgelb ist — das ist verlässlicher als jedes starre Tagesziel. Trinkplan 3,5-3,9 Liter an einem Sommersporttag aufgeteilt auf 6 Zeitpunkte

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Drei Fehlannahmen sind beim Trinkwasser-Bedarf-Rechner besonders verbreitet. Erstens: Pauschal zwei Liter täglich trinken, unabhängig von Körpergröße und Aktivität.

Ein 90-Kilogramm-Mann mit körperlicher Arbeit im Sommer braucht das Doppelte dieser Menge. Zwei Liter sind für eine kleine, ruhig lebende Person in gemäßigtem Klima richtig — für alle anderen zu wenig.

Zweitens: Kaffee und Tee als entwässernd betrachten. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, ist aber wissenschaftlich widerlegt.

Kaffee und schwarzer Tee tragen zur täglichen Flüssigkeitsbilanz bei; nur bei sehr hohem Koffeinkonsum über 400 mg täglich (ca. vier große Tassen Filterkaffee oder fünf Espressi) gibt es einen geringfügig harntreibenden Effekt.

Drittens: Nur dann trinken, wenn Durst entsteht. Durst ist ein verspätetes Signal, das bei Hitze, Sport und im Alter noch träger wird.

Wer ausschließlich auf Durst reagiert, trinkt systematisch zu wenig — besonders an heißen Tagen und in Stressphasen.

Für Stirnrunzeln sorgt regelmäßig noch etwas anderes, diesmal im Ergebnis: Empfehlungsspanne und Gesamtmenge folgen zwei verschiedenen Rechnungen.

Die Spanne leitet sich allein aus dem Körpergewicht ab, die Gesamtmenge dagegen aus Gewicht plus den Zuschlägen für Aktivität, Klima und Ernährung.

Deshalb kann die Gesamtmenge oberhalb der direkt daneben stehenden Empfehlung landen: Ein 90-Kilogramm-Mann, sehr aktiv, im heißen Klima kommt auf 5,2 Liter, während die ausgewiesene Spanne 2,7 bis 4,05 Liter nennt.

Das ist kein Widerspruch im Körper, sondern einer in der Darstellung — die Spanne beschreibt einen ruhigen Tag im milden Klima, die Gesamtmenge seinen tatsächlichen.

Wer beide Zahlen für eine Antwort auf dieselbe Frage hält, hält den Rechner für defekt, obwohl er zwei Fragen gleichzeitig beantwortet.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Trinkwasser-Bedarf-Rechner berechnet einen Tageskorridor aus dem Körpergewicht (Basis 35 ml/kg, altersabhängig 28–40 ml/kg) plus prozentualen Zuschlägen für Aktivität (bis +50 Prozent), Klima (bis +30 Prozent) und Ernährung (bis +10 Prozent); als Faustformeln entsprechen diese Zuschläge etwa +500 ml je 30 Minuten Sport und +300–500 ml an Tagen über 25 Grad Celsius.

Die oft genannte pauschale Zwei-Liter-Regel trifft nur für kleine, ruhig lebende Personen in gemäßigtem Klima zu — für die meisten Alltagssituationen mit Sport oder Wärme ist der individuelle Bedarf deutlich höher.

Für die Umsetzung die Trinkmenge auf feste Zeitpunkte über den Tag verteilen und Urinfarbe als einfachen Hydrations-Check nutzen — hellgelb zeigt gute Versorgung, alles dunkler signalisiert Nachholbedarf.

Gib dafür Körpergewicht, Alter, Aktivitätsniveau, Klima und Ernährung ein und lies den Gesamtbedarf zusammen mit dem Empfehlungsband von rund 30 bis 45 ml je Kilogramm ab, das dir für schwankende Tage eine untere und obere Grenze statt einer einzigen starren Zahl liefert.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Basisbedarf: 2.625 ml | Aktivitätszuschlag: +525 ml | Gesamt: 3.150 ml (3,15 Liter) | Empfohlener Bereich: 2,25–3,38 Liter

Trinkmenge bei moderater Aktivität und mildem Klima

Körpergewicht
75 kg
Alter
35 Jahre
Körperliche Aktivität
Moderat aktiv
Klima / Umgebung
Mild

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Basisbedarf: 1.680 ml | Klimaabschlag: -84 ml | Gesamt: 1.596 ml (1,6 Liter) | Empfohlener Bereich: 1,8–2,7 Liter

Trinkmenge bei sitzender Tätigkeit im kühlen Klima

Körpergewicht
60 kg
Alter
60 Jahre
Körperliche Aktivität
Sitzend
Klima / Umgebung
Kühl

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Basisbedarf: 2.975 ml | Aktivitätszuschlag: +1.041 ml | Klimazuschlag: +893 ml | Ernährungszuschlag: +298 ml | Gesamt: 5.206 ml (5,21 Liter) | Empfohlener Bereich: 2,55–3,83 Liter

Trinkmenge bei sehr aktivem Training in Hitze

Körpergewicht
85 kg
Alter
28 Jahre
Körperliche Aktivität
Sehr aktiv
Klima / Umgebung
Heiß/Tropisch

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Basisbedarf: 1.904 ml | Aktivitätszuschlag: +190 ml | Gesamt: 2.094 ml (2,09 Liter) | Empfohlener Bereich: 2,04–3,06 Liter

Trinkmenge im Alter ab 65 Jahren

Körpergewicht
68 kg
Alter
67 Jahre
Körperliche Aktivität
Leicht aktiv
Klima / Umgebung
Mild

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · Basisbedarf: 2.800 ml | Aktivitätszuschlag: +560 ml | Ernährungszuschlag: +280 ml | Gesamt: 3.640 ml (3,64 Liter) | Empfohlener Bereich: 2,4–3,6 Liter

Trinkmenge bei salzreicher, proteinreicher Ernährung

Körpergewicht
80 kg
Alter
40 Jahre
Körperliche Aktivität
Moderat aktiv
Klima / Umgebung
Mild

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Bildschirmabstand-RechnerBildschirmabstand-Rechner: optimalen Sitzabstand zum Monitor basierend auf Größe, Auflösung und Nutzungsart berechnen – mit PPI, Pixelgröße und Ergonomie-Empfehlungen.Kaloriendefizit-RechnerKaloriendefizit berechnen: aus Tagesbedarf und gewünschtem Defizit die Zielkalorien sowie den möglichen Gewichtsverlust pro Woche und Monat ableiten.IdealgewichtIdealgewicht nach Robinson, Miller, Devine und Hamwi berechnen – inklusive Mittelwert, BMI-Gewichtsspanne und Einordnung nach Körperbautyp.BMI KinderBMI für Kinder und Jugendliche mit Alter, Geschlecht und Perzentilen einordnen und Wachstum nicht mit Erwachsenen-Grenzwerten verwechseln.Kalorienbedarf-RechnerTäglichen Kalorienbedarf (TDEE) aus Grundumsatz nach Mifflin-St-Jeor und Aktivitätsfaktor (PAL) berechnen – mit Zielwert für Abnehmen, Halten oder Zunehmen.Grundumsatz-RechnerGrundumsatz (BMR) nach Mifflin-St-Jeor und Harris-Benedict berechnen und beide Formeln samt Mittelwert vergleichen.Taille-Hüfte-VerhältnisTaille-Hüfte-Verhältnis (WHR) und Taille-Größe-Index (WHtR) berechnen – Risikoindikatoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, inklusive Apfel-/Birnentyp.Körperfettanteil-RechnerKörperfettanteil nach der U.S.-Navy-Methode aus Hals-, Taillen- und Hüftumfang sowie Körpergröße berechnen – mit Einordnung und Fett-/Magermasse.Körperoberflächen-RechnerKörperoberfläche (KOF) nach DuBois, Mosteller und Haycock aus Körpergröße und Körpergewicht berechnen – alle drei Formeln im Vergleich, mit Mittelwert.Taillenumfang-Rechner (WHtR)Taillenumfang einordnen und das Taille-Größe-Verhältnis (WHtR) berechnen – mit WHO-Grenzwerten, Zielwert und Risiko-Einstufung für Bauchfett.Blutzucker-UmrechnerBlutzuckerwerte von mg/dl in mmol/l umrechnen oder umgekehrt – reine Einheitenumrechnung mit dem Faktor 18,016, ohne Bewertung des Werts.Blutdruck-RechnerBlutdruckwerte nach ESC/ESH-Leitlinie 2018 einordnen: Kategorie, mittlerer arterieller Druck (MAP) und Pulsdruck berechnen – keine Diagnose, nur Klassifikation.Kreatinin-UmrechnerKreatinin von mg/dl in µmol/l umrechnen (Faktor 88,42) und Harnstoff mg/dl in mmol/l (Faktor 0,1665) – reine Einheitenumrechnung ohne Bewertung.BRI-Rechner (Body Roundness Index)Body Roundness Index (BRI) aus Körpergröße und Taillenumfang berechnen – Einordnung nach Zhang et al. 2024 Quintilen plus WHtR-Vergleich.HbA1c-UmrechnerHbA1c-Werte von % (NGSP) in mmol/mol (IFCC) umrechnen oder umgekehrt – reine Einheitenumrechnung nach der IFCC/NGSP-Master-Gleichung, ohne Bewertung des Werts.

Weiternutzung

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Alle 3 Grafiken dieser Seite darfst du in eigenen Artikeln und Beiträgen verwenden.

Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Trinkplan: Bisherige 1,5 Liter vs. Bedarf 3,5-3,9 Liter mit Aufschlüsselung nach Basis, Sport und Hitze

    Praxisbeispiel: Tagestrinkplan 3,5-3,9 Liter für 75 kg mit Sport und Hitze

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    <a href="https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf">
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           alt="Trinkplan: Bisherige 1,5 Liter vs. Bedarf 3,5-3,9 Liter mit Aufschlüsselung nach Basis, Sport und Hitze"
           width="760" height="340">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf">Praxisbeispiel: Tagestrinkplan 3,5-3,9 Liter für 75 kg mit Sport und Hitze auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf
  • Vergleich des täglichen Wasserbedarfs einer 75-kg-Person: Normaler Bürotag 2,4 Liter, Sporttag mit Hitze 3,9 Liter aufgeschlüsselt nach Basiswert, Sport- und Hitzezuschlag.

    Wasserbedarf: Bürotag vs. Sporttag

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/gesundheit/wasserverbrauch-tagesbedarf-vergleich.svg"
           alt="Vergleich des täglichen Wasserbedarfs einer 75-kg-Person: Normaler Bürotag 2,4 Liter, Sporttag mit Hitze 3,9 Liter aufgeschlüsselt nach Basiswert, Sport- und Hitzezuschlag."
           width="760" height="320">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf">Wasserbedarf: Bürotag vs. Sporttag auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf
  • Farbskala mit 6 Stufen: Klar/hellgelb = optimale Hydration, Strohgelb = gut, Gelb = leicht unterversorgt, Dunkelgelb = trinken, Bernstein = deutlicher Mangel, Braun/Orange = ärztliche Abklärung.

    Urinfarben-Hydrationsskala

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/gesundheit/wasserverbrauch-urinfarben-skala.svg"
           alt="Farbskala mit 6 Stufen: Klar/hellgelb = optimale Hydration, Strohgelb = gut, Gelb = leicht unterversorgt, Dunkelgelb = trinken, Bernstein = deutlicher Mangel, Braun/Orange = ärztliche Abklärung."
           width="760" height="300">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf">Urinfarben-Hydrationsskala auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dies ist keine medizinische Beratung. Die Berechnung liefert Orientierungswerte für die tägliche Trinkmenge. Erkrankungen, Schwangerschaft, Medikamente, starkes Schwitzen oder ärztlich angeordnete Flüssigkeitsrestriktionen müssen individuell medizinisch abgeklärt werden.

Quelle: Schätzung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs aus Körpergewicht, Altersgruppe, Aktivität, Klima und Ernährungsform mit separaten Zuschlägen für Belastung und Umgebung.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Gesundheit / Ernährung & Kalorien
Formeln basieren auf
Basiswert je Kilogramm Körpergewicht mit altersabhängigem Ansatz, ergänzt um prozentuale Zuschläge für Aktivität, Klima und Ernährungsform; Ausgabe als tägliche Trinkmenge in Milliliter und Liter.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Trinkwasser-Bedarf-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Trinkwasser-Bedarf-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/gesundheit/ernaehrung-kalorien/trinkwasser-bedarf

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.