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Körperoberfläche berechnen (KOF): DuBois, Mosteller, Haycock

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Kurzantwort

Körperoberfläche: Gib Körpergröße und Körpergewicht ein und erhalte die Körperoberfläche (m²) nach DuBois, Mosteller und Haycock sowie deren Mittelwert. Kein Ersatz für medizinische Dosierungsentscheidungen.

Körperoberfläche (KOF, Body Surface Area) berechnen nach DuBois

Kilian AchatzFachredaktion Gesundheit
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Aug. 2026)Stand:

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Überblick

Was ist die Körperoberfläche?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Körperoberfläche berechnen (KOF): Die Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA) beschreibt die gesamte äußere Hautfläche des Körpers in Quadratmetern und wird aus Körpergröße und Körpergewicht geschätzt. Beispiel: 175 cm und 75 kg ergeben nach der Mosteller-Formel BSA = Wurzel aus (175 × 75 ÷ 3600) = 1,9094 m².

Ein durchschnittlicher erwachsener Mensch hat eine Körperoberfläche von etwa 1,7 bis 2,0 m² — der medizinische Referenzwert 1,73 m² dient unter anderem zur Normierung von Nierenfunktionswerten.

Der Körperoberflächen-Rechner berechnet die KOF parallel nach drei etablierten, publizierten Formeln — DuBois & DuBois (1916), Mosteller (1987) und Haycock (1978) — und zeigt zusätzlich deren Mittelwert.

Anders als Gewicht oder BMI wird die Körperoberfläche in der Medizin vor allem zur Dosierung von Medikamenten mit enger therapeutischer Breite herangezogen, allen voran Chemotherapeutika, deren Dosis häufig in Milligramm pro Quadratmeter Körperoberfläche angegeben wird.

Weitere Anwendungen sind der Herzindex in der Kardiologie und die Einschätzung von Verbrennungsflächen.

Für normalgewichtige Erwachsene liefern alle drei Formeln sehr ähnliche Werte innerhalb weniger Hundertstel Quadratmeter; an den Rändern des Größen- und Gewichtsspektrums können sie stärker auseinanderlaufen, weshalb der Vergleich aller drei Werte mehr Orientierung bietet als eine einzelne Formel allein.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benötigt genau zwei Angaben: Körpergröße in Zentimeter und Körpergewicht in Kilogramm. Für verlässliche Ergebnisse gilt: Körpergröße aufrecht ohne Schuhe an einer geraden Wand messen, Körpergewicht morgens nüchtern und ohne schwere Kleidung auf einer geeichten Waage.

Da alle drei Formeln Größe und Gewicht als Potenzfunktionen verrechnen, wirken sich Messfehler gedämpft, aber spürbar auf das Ergebnis aus: Ein Zentimeter oder ein halbes Kilogramm Abweichung verändern die berechnete Körperoberfläche typischerweise nur um wenige Tausendstel Quadratmeter, während grob geschätzte oder veraltete Werte aus der Erinnerung die Abweichung deutlich vergrößern können. Für eine medizinisch relevante Anwendung — etwa als Grundlage für ein Arztgespräch — sollten stattdessen die zuletzt in der Praxis gemessenen Werte verwendet werden, nicht Schätzwerte.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner wertet drei Formeln parallel aus. DuBois & DuBois (1916): BSA = 0,007184 × Größe^0,725 × Gewicht^0,425 — die älteste und meistzitierte Formel, ursprünglich an nur neun Probanden validiert.

Mosteller (1987): BSA = Wurzel aus (Größe × Gewicht ÷ 3600) — eine deutlich einfachere Formel, die in vielen Kliniken wegen ihrer leichten Berechenbarkeit bevorzugt wird.

Haycock (1978): BSA = 0,024265 × Größe^0,3964 × Gewicht^0,5378 — speziell an Säuglingen, Kindern und Erwachsenen validiert und deshalb über einen besonders breiten Altersbereich zuverlässig.

Beispielrechnung für 175 cm und 75 kg: DuBois ergibt 0,007184 × 175^0,725 × 75^0,425 = 1,9031 m², Mosteller ergibt Wurzel aus (175 × 75 ÷ 3600) = 1,9094 m², Haycock ergibt 0,024265 × 175^0,3964 × 75^0,5378 = 1,9166 m².

Der ausgewiesene Mittelwert ist das arithmetische Mittel der drei Werte: (1,9031 + 1,9094 + 1,9166) ÷ 3 = 1,9097 m².

Alle vier Ergebnisse werden auf vier Nachkommastellen gerundet ausgegeben, da bereits die dritte oder vierte Nachkommastelle bei medizinischer Weiterverwendung (z. B. Dosisberechnung) relevant sein kann.

Formeln zur Berechnung der Körperoberfläche nach DuBois, Mosteller und Haycock sowie deren Mittelwert.
Drei etablierte Körperoberflächen-Formeln aus Körpergröße und Körpergewicht, plus arithmetischer Mittelwert.

Nachschlagen

Körperoberfläche nach Größe und Gewicht (Referenztabelle)

BSA-Werte für gängige Körpermaße nach DuBois (1916), Mosteller (1987) und Haycock (1978) sowie deren Mittelwert. Alle Werte in m², auf vier Nachkommastellen gerundet.

Körperoberfläche (BSA) in m² nach drei Formeln für neun Größe-Gewicht-Kombinationen
Größe / GewichtDuBois (m²)Mosteller (m²)Haycock (m²)Mittelwert (m²)
155 cm / 50 kg1,46701,46721,46871,4676
160 cm / 55 kg1,56321,56351,56551,5641
165 cm / 60 kg1,65871,65831,66071,6592
170 cm / 65 kg1,75361,75201,75431,7533
175 cm / 75 kg1,90311,90941,91661,9097
180 cm / 80 kg1,99642,00002,00662,0010
185 cm / 85 kg2,08962,09002,09572,0918
190 cm / 90 kg2,18282,17942,18412,1821
195 cm / 100 kg2,32622,32742,33532,3296

Berechnet nach DuBois & DuBois (1916), Mosteller (1987) und Haycock (1978). Der medizinische Referenzwert für einen durchschnittlichen Erwachsenen liegt bei 1,73 m².

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Körperoberfläche

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die Körperoberfläche (KOF) und wofür wird sie gebraucht?

Die Körperoberfläche (KOF, englisch Body Surface Area, BSA) beschreibt die gesamte äußere Hautfläche eines Menschen in Quadratmetern.

Anders als Gewicht oder BMI wird sie in der Medizin vor allem zur Dosierung von Medikamenten herangezogen, deren Wirkung stärker mit der Körperoberfläche als mit dem reinen Körpergewicht korreliert — klassisch bei Chemotherapeutika in der Onkologie, aber auch bei bestimmten Herz-Kreislauf-Kennzahlen wie dem Herzindex (Herzzeitvolumen bezogen auf die KOF) oder bei der Einschätzung von Verbrennungsflächen.

Ein durchschnittlicher erwachsener Mensch hat eine Körperoberfläche von etwa 1,7 bis 2,0 m².

Da sich die Körperoberfläche nicht direkt und praktikabel im Alltag messen lässt, wird sie seit über hundert Jahren aus den leicht messbaren Größen Körpergröße und Körpergewicht mit statistischen Formeln geschätzt.

Dieser Rechner berechnet die KOF parallel nach drei etablierten Formeln und zeigt zusätzlich deren Mittelwert.

Die bekannteste der drei Formeln stammt von DuBois und DuBois aus dem Jahr 1916 und wird bis heute als Referenz in klinischen Studien und Lehrbüchern zitiert.

Welche drei Formeln verwendet der Rechner und woher stammen sie?

Der Rechner nutzt drei historisch und klinisch etablierte Formeln. Erstens DuBois & DuBois aus dem Jahr 1916 (BSA = 0,007184 × Größe^0,725 × Gewicht^0,425), die älteste und bis heute meistzitierte Formel, ursprünglich an nur neun Probanden validiert.

Zweitens Mosteller aus dem Jahr 1987 (BSA = Wurzel aus [Größe × Gewicht ÷ 3600]), eine deutlich einfachere Formel, die in vielen Kliniken wegen ihrer leichten Berechenbarkeit bevorzugt wird und in großen Vergleichsstudien sehr nah an DuBois liegt.

Drittens Haycock aus dem Jahr 1978 (BSA = 0,024265 × Größe^0,3964 × Gewicht^0,5378), die speziell an Säuglingen, Kindern und Erwachsenen validiert wurde und deshalb über einen besonders breiten Altersbereich als zuverlässig gilt.

Alle drei Formeln liefern für normalgewichtige Erwachsene sehr ähnliche Werte innerhalb weniger Hundertstel Quadratmeter; bei sehr kleinen, sehr großen oder untergewichtigen bzw. stark übergewichtigen Körpermaßen können sich die Formeln stärker unterscheiden.

Warum unterscheiden sich die drei Ergebniswerte, obwohl dieselben Eingaben verwendet werden?

Jede Formel wurde an einem anderen Probandenkollektiv mit unterschiedlichen Methoden entwickelt und gewichtet Größe und Gewicht deshalb leicht unterschiedlich.

DuBois und Haycock verwenden Potenzfunktionen mit empirisch ermittelten Exponenten für Größe und Gewicht getrennt, während Mosteller auf der einfacheren Quadratwurzel aus dem Produkt beider Werte beruht.

Für die meisten Erwachsenen im Normalbereich weichen die drei Werte um weniger als 0,03 m² voneinander ab — das ist klinisch meist unbedeutend.

Größere Abweichungen zeigen sich vor allem an den Rändern des Größen- und Gewichtsspektrums, etwa bei sehr kleinen oder sehr schweren Personen, weil die Formeln dort außerhalb der Bereiche extrapolieren, an denen sie ursprünglich validiert wurden.

Der ausgewiesene Mittelwert der drei Formeln reduziert diesen Einzelformel-Fehler und gilt in der Praxis oft als robusterer Schätzwert als eine einzelne Formel allein.

Beispiel: Bei 175 cm und 75 kg liegen alle drei Werte zwischen 1,90 und 1,92 m² — eine Spanne von weniger als 0,02 m², die klinisch in der Regel unbedeutend ist.

Welche Formel sollte ich für mein Ergebnis bevorzugen?

Für die allermeisten Alltagszwecke spielt es keine Rolle, welche der drei Formeln man heranzieht, da sie bei normalen Erwachsenenmaßen fast identische Ergebnisse liefern.

In der klinischen Praxis wird Mosteller wegen der einfachen Berechnung häufig als Standard verwendet, DuBois gilt historisch als Referenzformel vieler Studien, und Haycock wird bevorzugt, wenn Kinder oder sehr kleine Erwachsene betroffen sind, weil das Validierungskollektiv einen größeren Altersbereich abdeckt.

Für eine konkrete medizinische Dosierungsentscheidung — etwa bei einer Chemotherapie — legt jedoch ausschließlich das behandelnde medizinische Fachpersonal fest, welche Formel und welcher genaue Wert verwendet wird; dieser Rechner ersetzt diese fachliche Entscheidung nicht, sondern dient der allgemeinen Orientierung und dem Vergleich der drei Ansätze.

Der ausgewiesene Mittelwert aller drei Formeln bietet zusätzlich eine pragmatische Orientierung: Liegen die drei Einzelwerte eng beieinander, bestätigt das die Robustheit der Schätzung, und klaffen sie stärker auseinander, signalisiert das eine erhöhte Unsicherheit bei den eingegebenen Körpermaßen.

Wie genau sind Körperoberflächen-Formeln im Vergleich zu einer direkten Messung?

Alle drei Formeln sind statistische Schätzverfahren, keine direkten Messungen.

Die historisch korrekte, aber aufwendige Methode misst die Körperoberfläche mit Papierstreifen oder 3D-Body-Scannern direkt am Körper — ein Verfahren, das im klinischen Alltag praktisch nie zum Einsatz kommt.

Im Vergleich zu solchen direkten Messungen liegen die Schätzformeln bei normalgewichtigen Erwachsenen meist innerhalb weniger Prozentpunkte Abweichung, was für die allermeisten Anwendungen ausreichend genau ist.

Bei stark von der Norm abweichenden Körperproportionen — etwa bei ausgeprägter Adipositas, bei sehr muskulösen Körpern oder bei ödembedingter Gewichtszunahme — können alle drei Formeln systematisch ungenauer werden, weil Gewicht dann kein zuverlässiger Indikator mehr für die tatsächliche Körperoberfläche ist.

Für die individuelle medizinische Einordnung eines solchen Grenzfalls ist deshalb immer fachliche Beurteilung notwendig, nicht der alleinige Rechnerwert.

Im klinischen Alltag wird die Genauigkeit der drei Formeln dennoch als ausreichend angesehen, weshalb sie seit Jahrzehnten in Routineanwendungen im Einsatz sind und sich keine einzelne Formel als klar überlegen durchgesetzt hat.

Wofür wird die Körperoberfläche in der Medizin konkret verwendet?

Der wichtigste Anwendungsfall ist die Dosierung von Medikamenten mit enger therapeutischer Breite, allen voran Chemotherapeutika in der Onkologie: Die Dosis wird dort häufig in Milligramm pro Quadratmeter Körperoberfläche angegeben, weil Stoffwechselrate und Ausscheidungsleistung besser mit der Körperoberfläche als mit dem Körpergewicht allein korrelieren.

Weitere Anwendungen sind der Herzindex in der Kardiologie (Herzzeitvolumen geteilt durch die Körperoberfläche, zur vergleichbaren Bewertung der Herzleistung unabhängig von der Körpergröße), die Einschätzung von Verbrennungsflächen in Prozent der Körperoberfläche sowie bestimmte Nierenfunktionswerte, die auf eine Standard-Körperoberfläche von 1,73 m² normiert werden.

Auch in der pädiatrischen Dosierung spielt die Körperoberfläche eine zentrale Rolle, da Kinder andere Körperproportionen als Erwachsene aufweisen und gewichtsbasierte Dosierungen allein deshalb weniger zuverlässig sind — hier wird bevorzugt die Haycock-Formel herangezogen, weil sie speziell an Säuglingen und Kindern validiert wurde.

In all diesen medizinischen Kontexten trifft ausschließlich Fachpersonal die konkrete Entscheidung über den zu verwendenden Wert — dieser Rechner liefert dafür keine medizinische Empfehlung.

Was bedeutet ein Ergebnis nahe 1,73 m²?

Der Wert 1,73 m² ist in der Medizin als Standard-Körperoberfläche eines durchschnittlichen erwachsenen Menschen etabliert und wird unter anderem zur Normierung von Nierenfunktionswerten (glomeruläre Filtrationsrate) verwendet.

Wer mit diesem Rechner ein Ergebnis nahe 1,73 m² erhält, hat also eine statistisch durchschnittliche Körperoberfläche für einen Erwachsenen — das ist weder besonders auffällig noch aussagekräftig für die individuelle Gesundheit, sondern lediglich ein Vergleichswert.

Deutlich höhere Werte ergeben sich vor allem bei größeren und schwereren Körpermaßen, deutlich niedrigere bei kleineren und leichteren.

Die Nähe zu 1,73 m² allein lässt keinerlei Rückschluss auf Gesundheitszustand, Gewichtsklasse oder medizinischen Handlungsbedarf zu. Der historische Referenzwert geht auf Vermessungsdaten des frühen 20.

Jahrhunderts zurück und wurde gewählt, weil er den Durchschnitt der damaligen Probandenkollektive widerspiegelte.

Eine Person mit 175 cm und 75 kg erreicht beispielsweise einen Mittelwert von etwa 1,91 m² — rund 10 Prozent über der Referenzfläche, was bei überdurchschnittlicher Körpergröße und entsprechendem Gewicht ein erwartbarer und unauffälliger Wert ist.

Wie genau muss ich Körpergröße und Körpergewicht für den Rechner messen?

Da alle drei Formeln Größe und Gewicht als Potenzfunktionen verrechnen, wirken sich Messfehler direkt, aber gedämpft auf das Ergebnis aus — ein Zentimeter oder ein halbes Kilogramm Abweichung verändern die berechnete Körperoberfläche typischerweise nur um wenige Tausendstel Quadratmeter.

Für eine verlässliche Eingabe gilt trotzdem: Körpergröße aufrecht ohne Schuhe an einer geraden Wand messen, Körpergewicht morgens nüchtern und ohne schwere Kleidung auf einer geeichten Waage.

Wer die Werte aus der Erinnerung oder von einem älteren Ausweisdokument einträgt, riskiert eine Abweichung von mehreren Zentimetern beziehungsweise Kilogramm, die sich in der Summe deutlicher im Ergebnis bemerkbar macht als eine einzelne kleine Ungenauigkeit.

Für eine medizinisch relevante Anwendung — etwa als Grundlage für ein Arztgespräch — sollten stattdessen die zuletzt in der Praxis gemessenen Werte verwendet werden.

Die Körpergröße kann sich zudem im Tagesverlauf um bis zu einen Zentimeter unterscheiden, da die Wirbelsäule durch Belastung leicht komprimiert wird — morgens ist man geringfügig größer als abends.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der Rechner zeigt vier Werte: die drei Einzelformeln nach DuBois, Mosteller und Haycock sowie deren Mittelwert als hervorgehobenes Hauptergebnis. Liegen die drei Einzelwerte nahe beieinander — wie bei den meisten normalgewichtigen Erwachsenen —, ist der Mittelwert eine robuste Orientierung.

Weichen die drei Werte deutlicher voneinander ab, etwa bei sehr kleinen, sehr großen oder stark über- beziehungsweise untergewichtigen Körpermaßen, lohnt ein Blick auf alle drei Einzelwerte statt nur auf den Mittelwert.

Für eine konkrete medizinische Entscheidung — etwa die Dosierung eines Medikaments — legt ausschließlich das behandelnde medizinische Fachpersonal fest, welche Formel und welcher genaue Wert verwendet wird.

Der Rechner ersetzt diese fachliche Entscheidung nicht, sondern dient dem allgemeinen Vergleich der drei etablierten Ansätze.

Ergänzend liefert der BMI-Rechner eine Einordnung des Körpergewichts nach WHO-Kategorien, die die Körperoberfläche allein nicht abbildet.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein 42-jähriger Mann (190 cm, 95 kg) möchte seine Körperoberfläche zum Vergleich mit dem medizinischen Referenzwert 1,73 m² kennen, nachdem sein Arzt diesen Wert im Zusammenhang mit einer Nierenfunktionsuntersuchung erwähnt hat.

Eingaben: Körpergröße 190 cm, Körpergewicht 95 kg. Ergebnis: DuBois 2,2335 m², Mosteller 2,2392 m², Haycock 2,2485 m², Mittelwert 2,2404 m².

Alle drei Formeln liegen innerhalb von 0,015 m² beieinander — ein typisches Muster bei Körpermaßen, die nicht weit von der Norm abweichen.

Sein Mittelwert von 2,2404 m² liegt deutlich über dem Referenzwert 1,73 m², was seiner überdurchschnittlichen Körpergröße und seinem Gewicht entspricht — ein erwartbarer und für sich genommen unauffälliger Unterschied.

Für die konkrete Einordnung seines Nierenfunktionswerts, der auf die Standard-Körperoberfläche 1,73 m² normiert wird, bespricht er das Ergebnis mit seinem Arzt, der die individuelle Umrechnung und Bewertung vornimmt.

Der Rechner liefert ihm dafür lediglich die notwendige Ausgangsgröße, keine medizinische Einschätzung.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Drei typische Fehlannahmen beim Umgang mit der Körperoberfläche: Erstens wird die Körperoberfläche mit dem BMI verwechselt. Beide nutzen dieselben zwei Eingaben, messen aber Unterschiedliches — der BMI ordnet das Gewicht relativ zur Größe in Gewichtsklassen ein, die Körperoberfläche schätzt die tatsächliche Hautfläche in Quadratmetern und dient vor allem der Medikamentendosierung, nicht der Gewichtsbewertung.

Zweitens wird angenommen, alle drei Formeln müssten exakt denselben Wert liefern — sie sind jedoch unabhängig voneinander an unterschiedlichen Probandenkollektiven entwickelte Schätzverfahren, die naturgemäß leicht voneinander abweichen. Drittens wird der Rechnerwert als medizinisch verbindliche Dosierungsgrundlage missverstanden: Für tatsächliche Dosierungsentscheidungen, etwa bei einer Chemotherapie, ist ausschließlich die individuelle Festlegung durch medizinisches Fachpersonal maßgeblich, das dabei auch Faktoren wie Organfunktion, Begleiterkrankungen und aktuelle Laborwerte berücksichtigt, die dieser Rechner nicht kennt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Körperoberflächen-Rechner berechnet aus Körpergröße und Körpergewicht die Körperoberfläche (KOF) nach drei etablierten Formeln — DuBois & DuBois (1916), Mosteller (1987) und Haycock (1978) — sowie deren Mittelwert.

Für normalgewichtige Erwachsene liefern alle drei Formeln ähnliche Werte um 1,7 bis 2,0 m²; der medizinische Referenzwert liegt bei 1,73 m².

Die Körperoberfläche dient in der Medizin vor allem der Dosierung von Medikamenten und der Berechnung des Herzindex — konkrete medizinische Entscheidungen trifft dabei ausschließlich Fachpersonal.

Gib Körpergröße und Körpergewicht ein und vergleiche die drei Formelwerte mit dem Mittelwert. Für eine ergänzende Einordnung des Körpergewichts eignet sich der BMI-Rechner, für den Energiebedarf der Kalorienbedarf-Rechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · DuBois 1,6221 m² | Mosteller 1,6330 m² | Haycock 1,6405 m² | Mittelwert 1,6319 m²

160 cm bei 60 kg

Körpergröße
160 cm
Körpergewicht
60 kg

Beispiel 2 · Mittel · DuBois 2,2335 m² | Mosteller 2,2392 m² | Haycock 2,2485 m² | Mittelwert 2,2404 m²

190 cm bei 95 kg

Körpergröße
190 cm
Körpergewicht
95 kg

Beispiel 3 · Komplex · DuBois 1,5984 m² | Mosteller 1,5877 m² | Haycock 1,5847 m² | Mittelwert 1,5903 m²

165 cm bei 55 kg

Körpergröße
165 cm
Körpergewicht
55 kg

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Weiternutzung

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  • Körperoberfläche bei 175 cm und 75 kg: DuBois 1,9031, Mosteller 1,9094, Haycock 1,9166, Mittelwert 1,9097 Quadratmeter

    Körperoberfläche: Drei Formeln im Vergleich

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/gesundheit/gewicht-koerper/koerperoberflaeche-rechner
  • Körperoberfläche bei unterschiedlichen Körpermaßen: 160 cm und 60 kg ergeben 1,6319 Quadratmeter, 190 cm und 95 kg ergeben 2,2404 Quadratmeter

    Körperoberfläche bei unterschiedlichen Körpermaßen

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  • Praxisbeispiel Körperoberfläche: Mann 190 cm und 95 kg erreicht 2,2404 Quadratmeter, deutlich über dem medizinischen Standard-Referenzwert von 1,73 Quadratmetern

    Praxisbeispiel: Körperoberfläche im Vergleich zum medizinischen Referenzwert

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dies ist keine medizinische Beratung. Die Körperoberfläche dient in der Medizin unter anderem der Dosierung von Medikamenten (z. B. Chemotherapeutika) und wird dort ausschließlich von medizinischem Fachpersonal festgelegt. Konsultieren Sie bei medizinischen Fragen immer einen Arzt.

Quelle: Körperoberflächen-Formeln nach DuBois & DuBois (1916), Mosteller (1987) und Haycock (1978)

Stand: 2026-08-29

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
29. August 2026
Fachbereich
Gesundheit / Gewicht & Körperbau
Formeln basieren auf
Drei etablierte, publizierte Körperoberflächen-Formeln (DuBois, Mosteller, Haycock)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Körperoberfläche. Abgerufen von https://rechner-portal.de/gesundheit/gewicht-koerper/koerperoberflaeche-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Körperoberfläche. Available at: https://rechner-portal.de/gesundheit/gewicht-koerper/koerperoberflaeche-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.