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Spinewertrechner 2026: Pfeil-Spine für Bogensport berechnen

Sport & OutdoorStand Noch keine Bewertung
Bogentyp
lbs
Zoll
grain
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Kurzantwort

Spinewertrechner: Zuggewicht, Pfeillänge und Spitzengewicht eingeben – sofort den empfohlenen Spine-Wert für Compound, Recurve oder Langbogen erhalten.

Spinewert nach Easton-Methode berechnen: Zuggewicht

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Sport (Sept. 2026)Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

4 Annahmen und 4 Grenzen

Annahmen

  • Die Spine-Tabelle basiert auf dem Easton Arrow Selection Chart (2024) für Carbon-/Aluminium-Pfeile.
  • Der Referenzwert für die Pfeillänge ist 28 Zoll (AMO-Standard).
  • Die Korrektur für Spitzengewicht setzt einen Referenzwert von 100–125 grain voraus.
  • Bei Compound-Bögen wird das Peak Weight als Zuggewicht angenommen.

Grenzen

  • Die Berechnung gilt für Standard-Carbon- und Aluminium-Pfeile. Holzpfeile und Bambuspfeile folgen anderen Regeln.
  • Der dynamische Spine (abhängig von Cam-Profil, Standhöhe, Grip, Release) kann nur durch einen praktischen Tuning-Test bestimmt werden.
  • Hersteller-spezifische Spine-Werte (z. B. Gold Tip, Carbon Express) können von der Easton-Tabelle abweichen.
  • Extreme Pfeillängen (unter 24 oder über 32 Zoll) erfordern individuelle Beratung.

Stand der Prüfung: Easton Arrow Selection Chart 2024, AMO/ATA-Standards.

Überblick

Was sagt der Spinewert bei Pfeilen aus?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Spine-Wert beschreibt die statische Biegesteifigkeit eines Carbonpfeilschafts und bestimmt, ob ein Pfeil zum Bogen passt. Gemessen wird er nach Easton-Standard: Ein 29 Zoll langer Schaft wird mittig mit 1,94 Pfund belastet, und die Durchbiegung in Tausendstel Zoll ergibt den Spine-Wert.

Ein Spine von 500 bedeutet also eine Durchbiegung von 0,500 Zoll. Je niedriger der Zahlenwert, desto steifer der Schaft.

Der Spine-Rechner bestimmt anhand von Zuggewicht, Pfeillänge, Spitzengewicht und Bogentyp den empfohlenen Spine-Wert und zeigt gleichzeitig den nutzbaren Spine-Bereich sowie die einzelnen Korrekturfaktoren an, die das korrigierte Zuggewicht vom nominalen Zuggewicht unterscheiden.

Eingaben

Zuggewicht, Pfeillänge und Spitzengewicht eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Vier Eingaben bestimmen die Spine-Empfehlung. Das Zuggewicht des Bogens wird in Pfund (lbs) eingetragen und bildet den Ausgangswert für die gesamte Berechnung.

Die Pfeillänge in Zoll beeinflusst die Längenkorrektur: Längen über 28 Zoll erhöhen das korrigierte Zuggewicht, kürzere Pfeile senken es.

Das Spitzengewicht in Grain bestimmt die Spitzenkorrektur, wobei Gewichte bis etwa 125 Grain keinen Aufschlag erzeugen und schwerere Spitzen den korrigierten Wert erhöhen. Der Bogentyp wird im Feld modus gewählt: Compound, Recurve oder Langbogen.

Recurve und Langbogen erzeugen einen Abzug auf das korrigierte Zuggewicht, weil diese Bogentypen den Pfeil weniger beschleunigen als ein Compound.

Alle vier Felder zusammen ergeben den korrigierten Zuggewichtswert, aus dem der Rechner den empfohlenen Spine und den Spine-Bereich ableitet.

Praxisfälle

Typische Spinewert-Szenarien nach Bogentyp und Zuggewicht

Sieben durchgerechnete Fälle für die häufigsten Kombinationen aus Zuggewicht, Pfeillänge, Spitzengewicht und Bogentyp – alle Werte stammen direkt aus dem Rechner.

  1. Spinewertrechner: 40 lbs Compound, 28 Zoll, 100 Grain

    „Welcher Spine passt zu 40 lbs Zuggewicht?“

    Eingabe
    Zuggewicht 40 lbs, Pfeillänge 28 Zoll, Spitzengewicht 100 grain, Bogentyp Compound
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 40 lbs, empfohlener Spine 500, Bereich 500–560
  2. Spine-Rechner für Recurve: 45 lbs, 29 Zoll, 125 Grain

    „Gibt es einen Spinerechner für Recurvepfeile?“

    Eingabe
    Zuggewicht 45 lbs, Pfeillänge 29 Zoll, Spitzengewicht 125 grain, Bogentyp Recurve
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 42 lbs, empfohlener Spine 500, Bereich 500–520
  3. Spinewerttabelle für den 25-Pfund-Einsteigerbogen

    „Welche Pfeile brauche ich für einen 25-Pfund-Bogen?“

    Eingabe
    Zuggewicht 25 lbs, Pfeillänge 28 Zoll, Spitzengewicht 100 grain, Bogentyp Recurve
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 20 lbs, empfohlener Spine 1.000, Bereich 880–1.120
  4. Spinewert bei 200-Grain-Jagdspitze

    „Wie viel Grain sollte eine Jagdspitze haben?“

    Eingabe
    Zuggewicht 45 lbs, Pfeillänge 28 Zoll, Spitzengewicht 200 grain, Bogentyp Compound
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 60 lbs, empfohlener Spine 340, Bereich 316–376
  5. Langbogen-Spine bei 35 lbs Zuggewicht

    „Welcher Spine passt zum Langbogen?“

    Eingabe
    Zuggewicht 35 lbs, Pfeillänge 28 Zoll, Spitzengewicht 125 grain, Bogentyp Langbogen
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 25 lbs, empfohlener Spine 800, Bereich 740–920
  6. Wettkampf-Compound mit 65 lbs Zuggewicht

    „Welcher Spine passt zu einem starken Compoundbogen?“

    Eingabe
    Zuggewicht 65 lbs, Pfeillänge 28 Zoll, Spitzengewicht 100 grain, Bogentyp Compound
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 65 lbs, empfohlener Spine 300, Bereich 300–324
  7. Pfeillänge 30 statt 28 Zoll: Einfluss auf den Spine

    „Welche Pfeillänge passt bei 28 Zoll Auszugslänge?“

    Eingabe
    Zuggewicht 50 lbs, Pfeillänge 30 Zoll, Spitzengewicht 100 grain, Bogentyp Compound
    Ergebnis
    Korrigiertes Zuggewicht 54 lbs, empfohlener Spine 400, Bereich 376–400 (Längenkorrektur +4 lbs)

Berechnung

Wie der Rechner den Spinewert aus dem Zuggewicht ermittelt

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner addiert drei Korrekturen zum nominalen Zuggewicht: eine Längenkorrektur, eine Spitzenkorrektur und eine Bogentyp-Korrektur. Die Längenkorrektur beträgt etwa 2 lbs pro Zoll Abweichung von 28 Zoll nach oben, bei kürzeren Pfeilen entsprechend negativ.

Die Spitzenkorrektur steigt erst bei schwereren Spitzen über 125 Grain linear an. Die Bogenkorrektur ist bei Compound gleich null, bei Recurve minus 5 lbs und bei Langbogen minus 10 lbs.

Das korrigierte Zuggewicht wird dann einer Easton-Zuordnungstabelle gegenüber gestellt, die jedem Gewichtsbereich einen Spine-Wert zuweist.

Beispiel: Bei einem Recurve mit 60 lbs, 30 Zoll Pfeillänge und 150 Grain Spitze ergibt sich ein korrigiertes Zuggewicht von 64 lbs und ein empfohlener Spine von 308, der Spine-Bereich liegt zwischen 300 und 332.

Formel für korrigiertes Zuggewicht: Zuggewicht plus Bogentyp-Korrektur plus Längenkorrektur plus Spitzengewicht-Korrektur.
Das korrigierte Zuggewicht bestimmt den empfohlenen Spine-Wert aus der Easton-Tabelle (2024).

Nachschlagen

Spine-Tabelle: Empfohlener Spine-Wert nach korrigiertem Zuggewicht (Easton)

Welcher Spine-Wert passt zu welchem Zuggewicht? Zuordnungstabelle nach Easton Arrow Selection Chart 2024 für Carbon-Pfeilschäfte zum schnellen Nachschlagen.

Empfohlener Spine-Wert nach korrigiertem Zuggewicht (Easton-Standard, Carbonschäfte)
Korrigiertes Zuggewicht (lbs)Empfohlener Spine
151.200
201.000
25800
30700
35600
40500
50400
60340
65300
75250
80200

Werte gelten für Carbon-Pfeilschäfte nach dem Easton-Messverfahren (29 Zoll Schaft, 1,94 lbs Mittenlast, Durchbiegung in Tausendstel Zoll). Das korrigierte Zuggewicht ergibt sich aus dem nominalen Zuggewicht plus Längen-, Spitzen- und Bogenkorrektur. Zwischen den Stufen interpoliert der Rechner linear. Spine 500 bei 40 lbs ist ein gängiger Ausgangspunkt für Compound-Schützen mit 28 Zoll Pfeillänge und 100 Grain Spitze. Recurve-Schützen beachten den Abzug von minus 5 lbs, Langbogen-Schützen minus 10 lbs auf das korrigierte Zuggewicht.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Spinewert

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was sagt der Spinewert bei Pfeilen aus?

Der Spine-Wert beschreibt die statische Biegesteifigkeit eines Pfeilschafts nach dem Easton-Messstandard: Ein 29 Zoll langer Schaft wird mittig mit 1,94 Pfund belastet, und die Durchbiegung in Tausendstel Zoll ergibt den Spine-Wert.

Ein Spine von 500 bedeutet eine Durchbiegung von 0,500 Zoll, ein Spine von 300 nur 0,300 Zoll – je niedriger die Zahl, desto steifer der Schaft.

Im Rechner ergibt zum Beispiel ein Compound mit 40 lbs Zuggewicht, 28 Zoll Pfeillänge und 100 Grain Spitzengewicht einen empfohlenen Spine von 500, also einen mittelsteifen Schaft für einen durchschnittlichen Bogen.

Wähle den Spine immer anhand des korrigierten Zuggewichts und nicht anhand des reinen Bogengewichts, denn Pfeillänge und Spitzengewicht verschieben den passenden Wert deutlich.

Liegt der gewählte Schaft mehr als 100 Punkte neben der Empfehlung, fliegt der Pfeil beim Abschuss instabil und lässt sich auch durch Tuning kaum noch korrigieren.

Wie berechnet man den Spinewert für Pfeile?

Der Spinewert wird nicht direkt aus dem nominalen Zuggewicht abgelesen, sondern über ein korrigiertes Zuggewicht in der Easton-Zuordnungstabelle nachgeschlagen: Zum Zuggewicht addiert der Rechner eine Korrektur für Bogentyp, Pfeillänge und Spitzengewicht und sucht dann den passenden Tabellenwert.

Die Tabelle stuft in festen Schritten, etwa 25 lbs für Spine 800, 35 lbs für Spine 600, 50 lbs für Spine 400 und 75 lbs für Spine 250, und interpoliert zwischen den Stufen.

Ein Compound mit 45 lbs, 28 Zoll und 100 Grain kommt so auf ein korrigiertes Zuggewicht von 45 lbs und Spine 500; erhöht man nur das Spitzengewicht auf 200 Grain, steigt das korrigierte Zuggewicht durch die Spitzenkorrektur von 15 lbs auf 60 lbs, und der passende Spine sinkt auf 340.

Trage deine drei Werte und den Bogentyp ein, um die Tabellen-Interpolation automatisch berechnen zu lassen, statt die Easton-Tabelle von Hand abzulesen.

Ohne die drei Korrekturfaktoren führt eine reine Zuggewichtsangabe häufig zu einem falschen, meist zu weichen Spine.

Wie viel Spine braucht man bei 40 lbs Zuggewicht?

Bei 40 lbs Zuggewicht hängt der passende Spine stark vom Bogentyp ab: Ein Compound-Bogen mit 28 Zoll Pfeillänge und 100 Grain Spitzengewicht kommt ohne weitere Korrektur auf ein korrigiertes Zuggewicht von 40 lbs und einen empfohlenen Spine von 500.

Bei einem Recurve mit denselben Eingaben sinkt das korrigierte Zuggewicht durch die Bogenkorrektur von minus 5 lbs auf 35 lbs, wodurch sich ein weicherer Spine von 600 ergibt.

Ein Langbogen mit 40 lbs korrigiert sogar um minus 10 lbs auf 30 lbs und benötigt einen noch weicheren Spine von 700.

Gib deinen tatsächlichen Bogentyp zusammen mit Pfeillänge und Spitzengewicht ein, um nicht versehentlich einen zu steifen Schaft für Recurve oder Langbogen zu wählen.

Bei identischem nominalem Zuggewicht kann die Spine-Empfehlung je nach Bogentyp um 200 Punkte auseinanderliegen, weshalb die Bogentyp-Angabe nie übersprungen werden sollte.

Welche Pfeile passen zu einem 25-Pfund-Bogen?

Bei einem 25-Pfund-Bogen fällt die Spine-Empfehlung deutlich weicher aus als bei stärkeren Zuggewichten und unterscheidet sich je nach Bogentyp erheblich: Ein Recurve mit 25 lbs, 28 Zoll Pfeillänge und 100 Grain Spitzengewicht ergibt ein korrigiertes Zuggewicht von 20 lbs und einen empfohlenen Spine von 1.000, mit einem Bereich von 880 bis 1.120.

Ein Compound mit denselben Eingaben bleibt ohne Bogenkorrektur bei 25 lbs korrigiertem Zuggewicht und benötigt mit Spine 800 einen spürbar steiferen Schaft.

Diese Spanne zeigt, dass leichte Bögen um 25 lbs, wie sie häufig bei Einsteigern und Jugendlichen vorkommen, sehr weiche Schäfte im vierstelligen Spine-Bereich brauchen.

Prüfe bei so leichten Zuggewichten zusätzlich, ob der gewählte Schaft überhaupt verfügbar ist, denn nicht jeder Hersteller bietet Carbonschäfte in einem so weichen Spine-Bereich an.

Ohne Angabe des Bogentyps bleibt die Empfehlung für einen 25-Pfund-Bogen ungenau, weil der Unterschied zwischen Recurve und Compound hier 200 Spine-Punkte ausmacht.

Wie viel Grain sollte eine Pfeilspitze haben?

Wie viel Grain die Pfeilspitze haben sollte, hängt vom Einsatzzweck ab: Feldspitzen liegen meist bei 80 bis 125 Grain und lösen im Rechner keine Spitzenkorrektur aus, während schwerere Jagdspitzen mit 200 Grain und mehr eine zusätzliche Korrektur zum Zuggewicht addieren.

Bei einem Compound mit 45 lbs, 28 Zoll und 100 Grain bleibt das korrigierte Zuggewicht bei 45 lbs und ergibt Spine 500.

Erhöht man nur das Spitzengewicht auf 200 Grain, steigt die Spitzenkorrektur auf 15 lbs, das korrigierte Zuggewicht springt auf 60 lbs, und der passende Spine sinkt auf einen deutlich steiferen Wert von 340.

Wähle die Spitze zuerst nach dem geplanten Einsatz, Scheibe, Feld oder Jagd, und trage danach das tatsächliche Gewicht in Grain ein, statt den Standardwert von 100 Grain unverändert zu lassen.

Unterhalb von 75 Grain zieht der Rechner umgekehrt 5 lbs vom korrigierten Zuggewicht ab, weil sehr leichte Spitzen nicht denselben steifen Schaft benötigen wie schwere.

Welche Pfeillänge passt zu 28 Zoll Auszugslänge?

Pfeillänge und Auszugslänge sind zwei unterschiedliche Maße: Die Auszugslänge beschreibt die individuelle Körperspanne des Schützen, die Pfeillänge im Rechner dagegen die tatsächliche Schaftlänge von der Nockkerbe bis zum Schaftende.

Bei 28 Zoll Auszugslänge wählen viele Bogenschützinnen und -schützen eine Pfeillänge nahe diesem Wert mit etwas Überstand für die Pfeilauflage, üblicherweise zwischen 27 und 29 Zoll.

Der Unterschied wirkt sich direkt auf den Spine aus: Ein Compound mit 40 lbs und 100 Grain ergibt bei 27 Zoll Pfeillänge ein korrigiertes Zuggewicht von 38 lbs und Spine 540, bei 29 Zoll dagegen 42 lbs und Spine 500.

Miss deine Pfeillänge immer am fertigen Schaft nach, statt nur die Auszugslänge zu übernehmen, denn schon 2 Zoll Unterschied verschieben den empfohlenen Spine um 40 Punkte.

Zu kurze Pfeile können zudem beim Vollauszug von der Pfeilauflage rutschen, was ein Sicherheitsrisiko darstellt und nicht unterschätzt werden sollte.

Gibt es einen Spine-Rechner für Recurve-Pfeile?

Ja, dieser Rechner deckt Recurve-Pfeile über die Bogentyp-Auswahl ab und wendet automatisch eine Korrektur von minus 5 lbs auf das Zuggewicht an.

Ein Recurve mit 45 lbs, 29 Zoll Pfeillänge und 125 Grain Spitzengewicht ergibt ein korrigiertes Zuggewicht von 42 lbs und einen empfohlenen Spine von 500.

Derselbe Bogen als Compound gerechnet bliebe bei 47 lbs korrigiertem Zuggewicht und würde mit Spine 460 einen etwas steiferen Schaft verlangen, weil Compound-Bögen die Energie ohne Let-off-Ausgleich direkter übertragen.

Wähle für Recurve-Pfeile nicht den Modus Compound, sondern Recurve, damit die Bogenkorrektur automatisch angewendet wird und die Empfehlung nicht zu steif ausfällt.

Für Recurve gilt zudem, dass der statische Spine der wichtigste Richtwert bleibt, weil hier kein Let-off-Effekt den dynamischen Spine zusätzlich verschiebt.

Was passiert, wenn der Spinewert zu hoch oder zu niedrig ist?

Ein zu steifer Schaft biegt sich beim Abschuss zu wenig und kann nicht sauber um den Bogen schwingen: Der Pfeil fliegt bei einem Rechtshandschützen nach links, das Trefferbild wird unruhig, und die Befiederung kann das Flugverhalten nicht ausreichend korrigieren.

Ein zu weicher Schaft biegt sich dagegen zu stark, flattert und trifft rechts. Bei extremer Abweichung kann der Pfeil die Pfeilauflage berühren und unkontrollierbar werden.

Im Rechner zeigt der Spine-Bereich den Korridor, innerhalb dessen der Pfeil durch Tuning passend gemacht werden kann.

Liegt der gewählte Schaft außerhalb dieses Bereichs, etwa ein Spine 500 bei einem empfohlenen Wert von 332 mit Bereich 308 bis 364, ist eine Korrektur durch Spitzengewicht oder Pfeillänge allein nicht mehr möglich und ein anderer Schaft nötig.

Innerhalb des Bereichs genügt meistens die Feinabstimmung über den Blankschaft-Test.

Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Spine?

Der statische Spine ist die reine Biegesteifigkeit, die im Labor unter definierter Last gemessen wird und als Zahl auf dem Schaft steht. Der dynamische Spine beschreibt dagegen, wie steif sich der Schaft beim tatsächlichen Abschuss verhält.

Pfeillänge, Spitzengewicht, Nockengewicht, Schaftwandstärke und vor allem der Bogentyp verändern das dynamische Verhalten gegenüber dem statischen Wert.

Ein Compound mit Let-off erzeugt eine andere Kraftkurve als ein Recurve, weshalb der Rechner bei Compound den dynamischen Hinweis auf 1 setzt, bei Recurve und Langbogen auf 0.

Ein Pfeil mit statischem Spine 400 kann sich beim Compound dynamisch steifer verhalten als derselbe Schaft auf einem Recurve, weil der Compound die Energie abrupter freisetzt.

Für die erste Pfeilauswahl genügt der statische Spine; der dynamische Feinabgleich erfolgt danach über den Blankschaft-Test.

Wie funktioniert ein Blankschaft-Test zur Feinabstimmung?

Beim Blankschaft-Test wird ein Pfeil ohne Befiederung auf eine Scheibe in 15 bis 20 Meter Entfernung geschossen und die Einschlagposition mit der eines befiederten Pfeils verglichen.

Trifft der blanke Schaft rechts vom befiederten Pfeil bei einem Rechtshandschützen, ist der Schaft zu weich und braucht einen niedrigeren Spine-Wert. Trifft er links, ist der Schaft zu steif; ist die Abweichung gering, passt der gewählte Spine.

Der Rechner liefert dafür den statischen Ausgangspunkt, etwa Spine 400 bei einem Compound mit 50 lbs und 30 Zoll, und der Blankschaft-Test prüft, ob der dynamische Spine unter realen Abschussbedingungen ebenfalls stimmt.

Statt gleich den Schaft zu wechseln, lassen sich kleine Abweichungen oft nur durch Anpassung des Spitzengewichts korrigieren: mehr Gewicht macht den Pfeil dynamisch weicher, weniger Gewicht macht ihn steifer.

Hinweise

Pfeilauswahl und Blankschaft-Test in der Praxis

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der empfohlene Spine-Wert ist ein Ausgangspunkt, kein abschließender Wert. Erst ein Blankschaft-Test auf der Scheibe zeigt, ob der Pfeil tatsächlich gerade aus dem Bogen fliegt oder seitlich abdriftet.

Ein zu weicher Schaft schwingt stärker und trifft rechts vom Ziel (beim Rechtshandschützen), ein zu steifer Schaft links davon. Neben dem statischen Spine beeinflusst der dynamische Spine das tatsächliche Flugverhalten.

Beim Compound ist der dynamische Spine durch den Let-off höher als der statische Wert, weshalb der Rechner bei Compound einen Hinweis auf den dynamischen Faktor ausgibt. Für eine erste Pfeilauswahl genügt die statische Empfehlung.

Wer feinjustieren will, variiert Spitzengewicht und Pfeillänge in kleinen Schritten und beobachtet die Änderung des korrigierten Zuggewichts. Der Spine-Bereich zeigt den Korridor, innerhalb dessen ein Schaft durch Tuning passend gemacht werden kann.

Anwendung

Beispiel: Recurve-Pfeile für 3D-Turniere auswählen

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Anna schießt einen Recurve mit 45 lbs Zuggewicht und möchte auf 3D-Turniere umsteigen. Ihre Pfeile sind 31 Zoll lang, und sie verwendet 200-Grain-Jagdspitzen. Sie gibt Zuggewicht 45, Pfeillänge 31, Spitzengewicht 200 und modus Recurve ein.

Das Ergebnis zeigt ein korrigiertes Zuggewicht von 61 lbs, einen empfohlenen Spine von 332, einen Spine-Bereich von 308 bis 364 und die einzelnen Korrekturen: Längenkorrektur plus 6 lbs, Spitzenkorrektur plus 15 lbs, Bogenkorrektur minus 5 lbs.

Anna erkennt, dass die schweren Spitzen den stärksten Einfluss auf das korrigierte Zuggewicht haben. Für leichtere 100-Grain-Feldspitzen würde das korrigierte Zuggewicht deutlich sinken und ein weicherer Spine genügen.

Sie entscheidet sich für Schäfte mit Spine 340, die innerhalb des angezeigten Bereichs liegen, und plant einen Blankschaft-Test, um die Feinabstimmung per Spitzengewicht vorzunehmen.

Fallstricke

Häufige Fehler beim Spinewert berechnen

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufigster Fehler ist die Eingabe des vom Hersteller angegebenen Peak-Zuggewichts bei einem Compound, obwohl der Bogen nur auf 45 lbs eingestellt ist. Einzutragen ist immer das tatsächlich eingestellte Zuggewicht an den Wurfarmen, nicht der Maximalwert des Bogens.

Zweiter Fehler: Die Pfeillänge wird häufig mit der Auszugslänge verwechselt. Die Pfeillänge misst vom tiefsten Punkt der Nocke bis zum Schaftende ohne Spitze.

Dritter Fehler: Recurve-Schützen wählen versehentlich Compound als Bogentyp, wodurch die Bogenkorrektur von minus 5 lbs entfällt und der empfohlene Spine zu steif ausfällt. Vierter Fehler: Das Spitzengewicht wird geschätzt statt gewogen.

Fünfter Fehler: Ein einzelner Spine-Wert wird als abschließende Entscheidung interpretiert, obwohl der Spine-Bereich den nutzbaren Korridor beschreibt, in dem verschiedene Schäfte funktionieren können.

Sechster Fehler: Die Wirkung schwerer Spitzen wird unterschätzt, obwohl 200 Grain gegenüber 100 Grain das korrigierte Zuggewicht um bis zu 15 lbs anheben können.

Nächster Schritt

Spinewertrechner im Überblick

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Spine-Rechner ermittelt aus Zuggewicht, Pfeillänge, Spitzengewicht und Bogentyp das korrigierte Zuggewicht und ordnet es einer Easton-Spine-Empfehlung zu.

Der Spine-Bereich zeigt den nutzbaren Korridor, und die drei einzeln ausgewiesenen Korrekturen machen transparent, welcher Faktor das Ergebnis am stärksten verschiebt.

Ein Compound mit 50 lbs, 30 Zoll und 125 Grain ergibt ein korrigiertes Zuggewicht von 54 lbs und Spine 400. Ein Recurve mit 45 lbs, 31 Zoll und 200 Grain kommt auf 61 lbs korrigiert und Spine 332.

Die statische Empfehlung ist ein belastbarer Startpunkt für die Pfeilauswahl; die endgültige Abstimmung erfolgt über den Blankschaft-Test auf der Scheibe.

Vertiefung

Beispielrechnungen für Compound, Recurve und Langbogen

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Korrigiertes Zuggewicht 61 lbs | Empfohlener Spine 332 | Spine-Bereich 308-364 | Längenkorrektur +6 lbs | Spitzenkorrektur +15 lbs | Bogenkorrektur -5 lbs | Dynamisch-Hinweis nein

Recurve mit 45 lbs, 31 Zoll und 200 Grain Jagdspitze

Zuggewicht
45 lbs
Pfeillänge
31 Zoll
Spitzengewicht
200 grain
Bogentyp
Recurve

Beispiel 2 · Mittel · Korrigiertes Zuggewicht 27 lbs | Empfohlener Spine 760 | Spine-Bereich 700-840 | Längenkorrektur +2 lbs | Spitzenkorrektur 0 lbs | Bogenkorrektur -10 lbs | Dynamisch-Hinweis nein

Langbogen mit 35 lbs, 29 Zoll und 100 Grain Feldspitze

Zuggewicht
35 lbs
Pfeillänge
29 Zoll
Spitzengewicht
100 grain
Bogentyp
Langbogen

Beispiel 3 · Komplex · Korrigiertes Zuggewicht 65 lbs | Empfohlener Spine 300 | Spine-Bereich 300-324 | Längenkorrektur 0 lbs | Spitzenkorrektur 0 lbs | Bogenkorrektur 0 lbs | Dynamisch-Hinweis ja

Wettkampf-Compound mit 65 lbs, 28 Zoll und 100 Grain Feldspitze

Zuggewicht
65 lbs
Pfeillänge
28 Zoll
Spitzengewicht
100 grain
Bogentyp
Compound

Beispiel 4 · Komplex · Korrigiertes Zuggewicht 20 lbs | Empfohlener Spine 1.000 | Spine-Bereich 880-1.120 | Längenkorrektur 0 lbs | Spitzenkorrektur 0 lbs | Bogenkorrektur -5 lbs | Dynamisch-Hinweis nein

Recurve-Einsteigerbogen mit 25 lbs, 28 Zoll und 100 Grain Feldspitze

Zuggewicht
25 lbs
Pfeillänge
28 Zoll
Spitzengewicht
100 grain
Bogentyp
Recurve

Beispiel 5 · Komplex · Korrigiertes Zuggewicht 72 lbs | Empfohlener Spine 280 | Spine-Bereich 250-300 | Längenkorrektur +2 lbs | Spitzenkorrektur 0 lbs | Bogenkorrektur 0 lbs | Dynamisch-Hinweis ja

Jagd-Compound mit 70 lbs, 29 Zoll und 125 Grain Jagdspitze

Zuggewicht
70 lbs
Pfeillänge
29 Zoll
Spitzengewicht
125 grain
Bogentyp
Compound

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Tabelle der Spine-Werte nach korrigiertem Zuggewicht: 15 lbs ergibt Spine 1200, 20 lbs Spine 1000, 25 lbs Spine 800, 30 lbs Spine 700, 35 lbs Spine 600, 40 bis 45 lbs Spine 500, 50 bis 55 lbs Spine 400, 60 lbs Spine 340, 65 bis 70 lbs Spine 300, 75 lbs Spine 250, 80 lbs Spine 200. Niedrigerer Spine-Wert bedeutet steiferer Pfeil.

    Spine-Tabelle nach Easton (2024) – Korrigiertes Zuggewicht zu Spine-Wert

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           alt="Tabelle der Spine-Werte nach korrigiertem Zuggewicht: 15 lbs ergibt Spine 1200, 20 lbs Spine 1000, 25 lbs Spine 800, 30 lbs Spine 700, 35 lbs Spine 600, 40 bis 45 lbs Spine 500, 50 bis 55 lbs Spine 400, 60 lbs Spine 340, 65 bis 70 lbs Spine 300, 75 lbs Spine 250, 80 lbs Spine 200. Niedrigerer Spine-Wert bedeutet steiferer Pfeil."
           width="760" height="420">
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner">Spine-Tabelle nach Easton (2024) – Korrigiertes Zuggewicht zu Spine-Wert auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner
  • Schaubild der drei Korrekturfaktoren für das Zuggewicht bei der Spine-Berechnung: Bogentyp-Korrektur (Compound 0, Recurve minus 5, Langbogen minus 10 lbs), Längenkorrektur (plus 2 lbs je Zoll über 28 Zoll, minus 2 lbs je Zoll unter 28 Zoll), Spitzengewicht-Korrektur (plus 5 lbs je 25 grain über 125 grain, minus 5 lbs unter 75 grain).

    Korrekturfaktoren für das Zuggewicht – Bogentyp, Pfeillänge, Spitzengewicht

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    <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/sport-outdoor/spinewertrechner-korrekturfaktoren.svg"
           alt="Schaubild der drei Korrekturfaktoren für das Zuggewicht bei der Spine-Berechnung: Bogentyp-Korrektur (Compound 0, Recurve minus 5, Langbogen minus 10 lbs), Längenkorrektur (plus 2 lbs je Zoll über 28 Zoll, minus 2 lbs je Zoll unter 28 Zoll), Spitzengewicht-Korrektur (plus 5 lbs je 25 grain über 125 grain, minus 5 lbs unter 75 grain)."
           width="760" height="380">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner">Korrekturfaktoren für das Zuggewicht – Bogentyp, Pfeillänge, Spitzengewicht auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Spine-Empfehlung ist ein Richtwert auf Basis des korrigierten Zuggewichts nach Easton-Methode. Die endgültige Pfeilabstimmung sollte durch einen Tuning-Test (Paper-Test, Walk-Back-Test) beim Bogenhändler oder im Verein überprüft werden.

Quelle: Easton Arrow Selection Chart (2024), AMO/ATA-Standards für statischen und dynamischen Spine

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Sport & Outdoor / Allgemein
Formeln basieren auf
Easton Arrow Selection Chart (2024), AMO/ATA-Standards für statischen Spine
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Spinewertrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Spinewertrechner. Available at: https://rechner-portal.de/sport-outdoor/allgemein/spinewertrechner

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