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Trittfrequenz-Rechner für Kadenz und Entfaltung

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Zähne
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Kurzantwort

Berechnet Kadenz, Entfaltung und Übersetzung aus Tempo, Reifengröße und Schaltung.

Kadenz aus Tempo, Übersetzung und Reifenumfang berechnen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist die Trittfrequenz?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Aus Geschwindigkeit, Reifengröße und Übersetzung leitet der Trittfrequenz-Rechner eine konkrete Kadenz in Umdrehungen pro Minute ab. Die Kadenz, auch Trittfrequenz genannt, gibt an, wie oft sich die Kurbel pro Minute dreht – ein Wert, der auch in den Trainingsrichtlinien der UCI als Steuerungsgröße gilt.

Damit erkennst du, ob du bei einem bestimmten Gang eher schwer drückst oder locker rund trittst und welche Gangkombination für Training, Anstiege oder lange Touren sinnvoller ist.

Die Übersetzung ergibt sich aus dem Verhältnis von Kettenblatt zu Ritzel, die Entfaltung beschreibt die zurückgelegte Strecke pro Kurbelumdrehung. Beide Größen hängen direkt von der Reifengröße ab, weil der Radumfang in die Entfaltung eingeht.

Ein typischer Ausdauerkorridor liegt für viele Fahrerinnen und Fahrer zwischen 80 und 100 RPM.

Wer Geschwindigkeit, Übersetzung, Entfaltung und Kadenz als Zusammenspiel begreift, wählt seine Gänge bewusster und entlastet bei langer Fahrdauer Knie und Muskulatur. Wind, Steigung und deine tatsächlich getretene Leistung gehen dabei nicht ein.

Der Rechner beantwortet eine rein geometrische Frage: welche Kadenz eine Übersetzung bei einem Wunschtempo erzwingt.

Eingaben

Geschwindigkeit, Reifengröße, Kettenblatt und Ritzel eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die gewünschte Geschwindigkeit, die Reifengröße, die Zähnezahl des Kettenblatts und die des Ritzels ein. Aus diesen Werten bestimmt der Rechner die Übersetzung, die Entfaltung pro Kurbelumdrehung und daraus die Kadenz.

Wichtig ist, dass die Reifengröße zum tatsächlichen Laufrad passt, etwa 700×25 beim Rennrad, weil der Radumfang die Entfaltung verschiebt. Ebenso dürfen Kettenblatt und Ritzel nicht vertauscht werden, sonst kippt das gesamte Übersetzungsverhältnis.

Sinnvoll ist es, mehrere Gänge durchzuspielen und dieselbe Zielgeschwindigkeit mit unterschiedlichen Ritzeln zu vergleichen.

So siehst du sofort, welche Kombination dich in den angestrebten Kadenzkorridor bringt und welche zu einer schweren, niedrigen Trittfrequenz führt.

Die Reifengröße wählst du dabei aus einer festen Liste von sieben Einträgen — 26, 27.5 und 29 Zoll sowie die vier Rennrad-Breiten 700c×23 bis 700c×32. Einen eigenen Radumfang in Millimetern kannst du nicht eintragen.

Wer ein Laufrad fährt, das keiner dieser Kategorien entspricht, nimmt den nächstliegenden Eintrag und liest das Ergebnis als Näherung.

Praxisfälle

Anwendungsfälle: Trittfrequenz für Rennrad, MTB, E-Bike und Indoor-Cycling

Sechs typische Suchfragen rund um die Trittfrequenz – jede mit den passenden Eingaben und dem nachgerechneten Ergebnis.

  1. Optimale Kadenz beim Rennrad bei 35 km/h

    „welche trittfrequenz ist beim Rennrad bei hohem Tempo optimal?“

    Eingabe
    Geschwindigkeit 35 km/h, Reifengröße 700c×25, Kettenblatt 53, Ritzel 17
    Ergebnis
    Kadenz: 89 RPM | Übersetzung: 3,12 | Entfaltung: 6,56 m

    Watt-Rechner

  2. Trittfrequenz am MTB-Anstieg mit leichter Übersetzung

    „welche trittfrequenz ist beim Mountainbike am Berg sinnvoll?“

    Eingabe
    Geschwindigkeit 15 km/h, Reifengröße 29, Kettenblatt 32, Ritzel 28
    Ergebnis
    Kadenz: 94 RPM | Übersetzung: 1,14 | Entfaltung: 2,66 m
  3. Trittfrequenz am MTB-Anstieg mit schwerer Übersetzung

    „warum ist dieselbe Bergauf-Geschwindigkeit mit anderer Übersetzung anstrengender?“

    Eingabe
    Geschwindigkeit 15 km/h, Reifengröße 29, Kettenblatt 32, Ritzel 24
    Ergebnis
    Kadenz: 81 RPM | Übersetzung: 1,33 | Entfaltung: 3,10 m
  4. Trittfrequenz beim E-Bike im Unterstützungsbereich

    „welche trittfrequenz ist beim E-Bike für die Motorunterstützung optimal?“

    Eingabe
    Geschwindigkeit 20 km/h, Reifengröße 700c×32, Kettenblatt 38, Ritzel 20
    Ergebnis
    Kadenz: 81 RPM | Übersetzung: 1,90 | Entfaltung: 4,09 m
  5. Kadenz für ein kleineres Laufradformat vergleichen

    „wie verändert sich die Trittfrequenz zwischen 26 Zoll und 700c?“

    Eingabe
    Geschwindigkeit 30 km/h, Reifengröße 26, Kettenblatt 50, Ritzel 17
    Ergebnis
    Kadenz: 83 RPM (statt 81 RPM bei 700c×25 mit gleicher Übersetzung)
  6. Trittfrequenz für ruhiges Grundlagentraining einstellen

    „welche Übersetzung liefert eine lockere Trittfrequenz für Grundlagenfahrten?“

    Eingabe
    Geschwindigkeit 28 km/h, Reifengröße 700c×25, Kettenblatt 50, Ritzel 19
    Ergebnis
    Kadenz: 84 RPM | Übersetzung: 2,63 | Entfaltung: 5,54 m

    Ritzelrechner

Berechnung

Wie berechnet man die Trittfrequenz beim Fahrrad?

Verstehe den Formelweg.

Formel in Klartext: Zuerst berechnet der Rechner die Übersetzung als Kettenblatt ÷ Ritzel. Daraus und aus dem Radumfang, der sich aus der Reifengröße ergibt, entsteht die Entfaltung pro Kurbelumdrehung in Metern.

Anschließend rechnet er die gewünschte Geschwindigkeit in Meter pro Minute um und teilt diesen Wert durch die Entfaltung, was die Kadenz in Umdrehungen pro Minute liefert.

Beispiel: 30 km/h mit einem 50er Kettenblatt, 17er Ritzel und 700×25-Reifen ergeben eine Übersetzung von rund 2,94 und etwa 80 RPM. Wechselst du bei gleichem Tempo auf ein größeres Ritzel, sinkt die Übersetzung und die nötige Kadenz steigt.

So wird sichtbar, ob dein Wunschtempo zu einer lockeren oder einer schweren, niedrigen Trittfrequenz führt.

Da die Entfaltung linear mit dem Radumfang zusammenhängt, führt schon der Wechsel der Reifengröße bei sonst gleichen Zähnezahlen zu einer leicht veränderten Kadenz für dasselbe Tempo. Trittfrequenz-Berechnung: Von Kettenblatt und Ritzel über die Entfaltung zur Kadenz Wie groß dieser Reifeneffekt ausfällt, hängt davon ab, wie weit die Formate auseinanderliegen.

Bei 30 km/h mit 50er Kettenblatt und 17er Ritzel bleibt der Unterschied innerhalb der Rennradbreiten klein: 700c×23 ergibt 81 und 700c×32 ergibt 79 Umdrehungen.

Zwischen den Laufradformaten wird daraus ein echter Sprung — 26 Zoll verlangt 83, 29 Zoll nur noch 73 Umdrehungen pro Minute. Zehn Umdrehungen sind mehr als die halbe Breite des Ausdauerkorridors.

Formeln für Übersetzungsverhältnis, Entfaltung und Trittfrequenz aus Kettenblatt, Ritzel, Reifenumfang und Geschwindigkeit.
U stammt aus der Reifengrößen-Tabelle (z. B. 700c×25 = 2105 mm, 700c×28 = 2136 mm).

Nachschlagen

Trittfrequenz-Tabelle: Optimale Cadence (RPM) nach Niveau und Gelände

Welche Trittfrequenz (Cadence in RPM) ist optimal? Die empfohlene RPM hängt vom Fahrniveau und Geländetyp ab. Profis fahren meist 90–100 rpm, Einsteiger oft 60–75 rpm.

Empfohlene Trittfrequenz in RPM nach Fahrniveau und Geländetyp (Richtwerte)
NiveauFlach (rpm)Hügel (rpm)Berg (rpm)Sprint (rpm)Hinweis
Einsteiger60–7555–7050–6580–100Kraft statt Drehzahl; Knie schonen
Fortgeschritten80–9070–8065–75100–115Gleichmäßige Kadenz trainieren
Profi / Rennfahrer90–10080–9575–90110–130Hohe Kadenz reduziert Muskelermüdung

Richtwerte nach allgemeiner Trainingslehre (Burke, Cycling Science). Hohe Kadenz (≥ 90 rpm) schont Kniegelenke und reduziert Laktatbildung. Cadence-Sensoren messen Kurbelumdrehungen pro Minute. Beispiel-Rechnung (Näherung): 90 rpm, Ritzel 15 Z., Kettenblatt 50 Z., Reifenumfang 2,10 m → ca. 2,10 m × 50/15 × 90 × 60 / 1000 ≈ 37,8 km/h.

Expertenmodus

Häufige Fragen zur Trittfrequenz beim Radfahren

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welche Trittfrequenz ist beim Radfahren optimal?

Optimal liegt die Trittfrequenz für die meisten Fahrerinnen und Fahrer zwischen 80 und 100 Umdrehungen pro Minute (RPM) auf flachem Terrain, während Werte unter 60 RPM als zu niedrig und über 120 RPM als sehr hoch eingestuft werden.

Der Trittfrequenz-Rechner zeigt diesen Zielbereich direkt in der Ergebnis-Einordnung: Bei 30 km/h mit einem 50er Kettenblatt, 17er Ritzel und 700c×25-Reifen ergibt sich eine Kadenz von 81 RPM, also mitten im empfohlenen Ausdauerkorridor.

Dieser Korridor ist keine feste Regel, sondern eine typische Empfehlung aus der Trainingslehre, die je nach Fitnesslevel, Geländeform und persönlicher Vorliebe variieren darf.

Trage deine Wunschgeschwindigkeit und Übersetzung ein, um zu prüfen, ob dein aktueller Gang dich in diesen Bereich bringt oder ob ein anderes Ritzel nötig ist.

Einsteiger pedalieren oft im unteren Bereich um 70 RPM, erfahrene Fahrer tendieren zu 90 RPM oder mehr, weil eine höhere Kadenz die Muskulatur schont und die Belastung stärker aufs Herz-Kreislauf-System verlagert.

Ist eine hohe oder eine niedrige Trittfrequenz beim Radfahren besser?

Besser ist keine der beiden Extreme, sondern ein mittlerer Bereich von 80 bis 100 RPM, weil hohe und niedrige Kadenzen unterschiedliche Belastungen erzeugen.

Eine niedrige Trittfrequenz unter 70 RPM bedeutet mehr Kraft pro Tritt und belastet Knie sowie Oberschenkelmuskulatur stärker, während eine sehr hohe Kadenz über 110 RPM zwar die Beine entlastet, dafür aber Herz und Kreislauf mehr fordert und mehr koordinativen Aufwand verlangt.

Im Rechner zeigt sich das direkt am Beispiel: Bei 28 km/h mit 700c×25-Reifen liefert ein 50/15-Ritzel nur 67 RPM, ein 50/19-Ritzel dagegen 84 RPM bei nahezu gleichem Tempo.

Vergleiche beide Werte mit deinem Wohlfühlbereich, bevor du eine Übersetzung für lange Fahrten festlegst.

Für kurze Sprints ist eine niedrigere, kraftbetonte Kadenz durchaus sinnvoll, für Ausdauerfahrten über mehrere Stunden gilt eine mittlere bis höhere Trittfrequenz in der Regel als gelenkschonender.

Wie misst man die Trittfrequenz beim Fahrrad?

Gemessen wird die Trittfrequenz in der Praxis mit einem Trittfrequenzsensor oder Kadenzsensor, der an der Kurbel oder Tretlagerachse angebracht wird und die Umdrehungen pro Minute per Bluetooth oder ANT+ an Fahrradcomputer, Smartwatch oder App überträgt.

Ohne Sensor lässt sich die Kadenz nur grob durch Zählen der Kurbelumdrehungen über 15 Sekunden und anschließendes Hochrechnen auf eine Minute schätzen.

Der Trittfrequenz-Rechner ersetzt diese Messung nicht, sondern berechnet die geometrisch erwartete Kadenz aus Geschwindigkeit, Reifengröße und Übersetzung im Voraus – bei 30 km/h mit 50/17 und 700c×25-Reifen etwa 81 RPM.

Nutze den Rechner deshalb zur Planung einer Übersetzung und den Sensor zur Kontrolle während der Fahrt.

Weicht der gemessene Wert dauerhaft mehr als wenige RPM vom berechneten ab, liegt das meist an Reifendruck, Rollwiderstand oder einem falsch hinterlegten Reifenumfang und nicht an einem Rechenfehler.

Welche Trittfrequenz ist beim Rennrad ideal?

Ideal sind beim Rennrad in der Ebene meist 85 bis 95 RPM, während Zeitfahren und Sprints auch kurzzeitig höhere oder bewusst niedrigere Kadenzen verwenden.

Im Rechner zeigt sich der Zusammenhang zwischen Renntempo und Übersetzung deutlich: Bei 35 km/h mit 700c×25-Reifen liefert ein 50/15-Ritzel 83 RPM, ein etwas kleineres 53/17-Ritzel dagegen 89 RPM bei fast identischer Geschwindigkeit.

Wähle für lange Ausfahrten eher die spinnigere Übersetzung mit höherer Kadenz, weil sie die Beinmuskulatur schont und erst später ermüden lässt.

Nur für kurze, kraftbetonte Antritte oder steile Rampen ist eine niedrigere Trittfrequenz mit mehr Kraft pro Tritt sinnvoll.

Prüfe bei jeder neuen Kassette oder jedem Kettenblattwechsel mit dem Rechner, ob deine bevorzugte Renngeschwindigkeit weiterhin in deinen gewohnten Kadenzbereich fällt, bevor du auf der Straße unangenehm überrascht wirst.

Welche Trittfrequenz ist beim Mountainbike sinnvoll?

Sinnvoll ist beim Mountainbike auf Trails und Anstiegen meist eine etwas niedrigere Kadenz als beim Rennrad, weil eine höhere Trittfrequenz auf losem Untergrund leichter zu Traktionsverlust am Hinterrad führt.

Am Berg zeigt der Rechner diesen Effekt klar: Bei 15 km/h mit 29-Zoll-Laufrädern liefert eine leichte Übersetzung von 32/28 rund 94 RPM für runden, kontrollierten Antritt, während eine schwerere 32/24-Kombination nur 81 RPM bei gleichem Tempo ergibt und mehr Kraft pro Umdrehung verlangt.

Wähle am steilen Anstieg tendenziell die leichtere Übersetzung, damit du nicht aus dem Sattel gehen musst und der Hinterreifen nicht durchdreht.

Auf schnellen, flowigen Trails darf die Kadenz dagegen näher an den Rennrad-Bereich von 80 bis 90 RPM heranrücken. Beachte, dass der Rechner nur die geometrische Kadenz berechnet und weder Bodenhaftung noch Fahrtechnik am Trail abbildet.

Ist eine Trittfrequenz von 60 RPM auf dem E-Bike optimal?

Optimal ist 60 RPM auf dem E-Bike nicht grundsätzlich, sondern nur am unteren Rand des Bereichs, in dem Mittelmotoren wie Bosch- oder Shimano-Antriebe laut Herstellerangaben typischerweise am effizientesten unterstützen – meist zwischen 60 und 90 RPM.

Im Rechner lässt sich das mit den eigenen Werten gegenchecken: Bei 20 km/h mit 700c×32-Reifen und einer 38/20-Übersetzung ergibt sich eine Kadenz von 81 RPM, also näher an der Mitte dieses Unterstützungsbereichs als am unteren Rand.

Der Rechner selbst kennt die Motorkennlinie nicht und berechnet ausschließlich die geometrische Kadenz aus Tempo, Reifengröße und Übersetzung, nicht die Motoreffizienz.

Prüfe deshalb zusätzlich die Bedienungsanleitung deines Antriebssystems, wenn du die Motorunterstützung optimal ausnutzen willst.

Fällt deine berechnete Kadenz regelmäßig unter 60 RPM, lohnt in der Regel ein Gang mit kleinerem Kettenblatt oder größerem Ritzel.

Welche Trittfrequenz ist beim Indoor-Cycling optimal?

Optimal sind beim Indoor-Cycling und auf dem Smart-Trainer meist ähnliche Werte wie draußen, also 80 bis 100 RPM für Grundlagenfahrten, wobei Kursformate wie Spinning häufig bewusst mit höheren Kadenzen bis 110 RPM oder gezielten Kraftintervallen bei niedrigerer Trittfrequenz arbeiten.

Der Trittfrequenz-Rechner hilft dabei, eine Outdoor-Übersetzung vorab auf die Indoor-Kadenz zu übertragen: Ergibt eine Straßenübersetzung bei deinem üblichen Tempo etwa 85 RPM, kannst du am Smart-Trainer dieselbe Kadenz als Zielgröße für Intervalle nutzen, unabhängig vom simulierten Widerstand.

Achte darauf, dass viele Indoor-Programme die Kadenz statt der Geschwindigkeit als Steuergröße vorgeben, weil im Raum weder Wind noch echte Steigung wirken.

Nur wenn dein Trainer eine reale Übersetzung simuliert, lässt sich der Rechner direkt für die Gangwahl nutzen; bei reiner Widerstandssteuerung dient er eher als Referenzwert für die gewohnte Trittfrequenz.

Wie erhöhe ich meine Trittfrequenz beim Radfahren?

Erhöhen lässt sich die Trittfrequenz am wirksamsten durch eine leichtere Übersetzung bei gleichbleibendem Tempo und durch gezieltes Kadenztraining mit kurzen, lockeren Intervallen bei bewusst hoher RPM.

Der Rechner macht den Hebel sichtbar: Bei 28 km/h mit 700c×25-Reifen liefert ein 50/15-Ritzel nur 67 RPM, ein 50/17-Ritzel 75 RPM und ein 50/19-Ritzel bereits 84 RPM – drei Ritzel-Stufen heben die Kadenz bei fast gleicher Geschwindigkeit um 17 RPM.

Nutze diesen Vergleich, um ein oder zwei Ritzel größer zu wählen, wenn du dich aktuell im schweren, niedrigtourigen Bereich unter 75 RPM bewegst.

Trainiere zusätzlich lockere Einheiten mit 90 bis 95 RPM auf ebener Strecke, um die Koordination an eine höhere Kadenz zu gewöhnen, statt die Übersetzung allein zu verändern.

Eine zu abrupte Umstellung überfordert in der Regel Herz-Kreislauf-System und Trittkoordination gleichermaßen.

Wie hängen Übersetzung, Entfaltung und Trittfrequenz zusammen?

Zusammen bilden Übersetzung, Entfaltung und Trittfrequenz eine feste Rechenkette: Die Übersetzung ergibt sich aus Kettenblatt geteilt durch Ritzel, die Entfaltung multipliziert diese Übersetzung mit dem Reifenumfang und beschreibt die Strecke pro Kurbelumdrehung, und die Kadenz folgt aus der Zielgeschwindigkeit geteilt durch die Entfaltung.

Bei 30 km/h mit 50er Kettenblatt und 17er Ritzel auf 700c×25-Reifen liefert der Rechner eine Übersetzung von 2,94, eine Entfaltung von 6,19 Metern pro Umdrehung und daraus eine Kadenz von 81 RPM.

Verändere nur eine dieser drei Größen, etwa das Ritzel, und die anderen beiden verschieben sich zwangsläufig mit, weil sie über dieselbe Formel verknüpft sind.

Nutze die Entfaltung als Vergleichsgröße zwischen verschiedenen Laufradformaten, weil sie anders als die reine Übersetzung auch den Reifenumfang berücksichtigt.

Ohne den passenden Reifenumfang bleibt die Übersetzung allein eine unvollständige Angabe für die tatsächliche Kadenz.

Hinweise

Optimale Trittfrequenz für Rennrad, MTB und E-Bike nutzen

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Die passende Trittfrequenz ist immer ein Zusammenspiel aus Übersetzung, Untergrund und persönlichem Stil. Wenn du bei gleichem Tempo mit kleinerem Ritzel plötzlich nur eine sehr niedrige Kadenz fahren kannst, ist das ein Signal für unnötig hohe muskuläre Last und steigert die Kniebelastung.

Nutze den Vergleich der Gänge, um für Flachstücke, Anstiege oder Intervalle gezielt die richtige Kombination aus Kettenblatt und Ritzel zu wählen.

Am Berg darf die Übersetzung ruhig kleiner ausfallen, damit die RPM nicht zu weit unter den Ausdauerkorridor sinkt. Auch der BDR betont die Bedeutung einer angepassten Kadenz für gelenkschonendes Fahren.

Beobachte deine Kadenz über längere Fahrten und korrigiere die Gangwahl, bevor die Beine vorzeitig ermüden.

Ein rundes, gleichmäßiges Pedalieren im mittleren Kadenzbereich fällt vielen Fahrerinnen und Fahrern erst nach einiger Übung leicht, lohnt sich aber, weil es die Muskulatur schont und die Kraft über lange Strecken gleichmäßiger verteilt. Kadenz-Korridor: Empfohlene Trittfrequenz-Bereiche von zu schwer bis zu leicht Wer die optimale Kadenz mit seiner gemessenen Leistungsfähigkeit verknüpfen möchte, berechnet FTP und Trainingszonen im Watt-Rechner.

Den Reifendruck, der zu Laufrad und Untergrund passt, ermittelt der Reifendruck-Rad-Rechner aus Systemgewicht und Reifenbreite. Vergleiche Kadenzwerte zwischen zwei Rädern nur, wenn beide dasselbe Laufradformat haben — sonst vergleichst du Geometrie statt Fahrweise.

Wer statt der Kadenz lieber die resultierende Geschwindigkeit für eine gewählte Trittfrequenz sehen will, findet im Ritzelrechner die umgekehrte Perspektive auf dieselbe Formel.

Steht ein Kettenwechsel an, hilft der Kettenlängen-Rechner bei der richtigen Gliederzahl für die gewählte Übersetzung.

Anwendung

Trittfrequenz in der Praxis: Ritzelvergleich bei 28 km/h

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Anna fährt auf einer flachen Strecke 28 km/h mit einem 50er Kettenblatt, 17er Ritzel und 700×25-Reifen. Sie gibt diese Werte ein. Der Rechner ergibt: Übersetzung = 2,94, Entfaltung ≈ 6,19 m/Kurbelumdrehung, Kadenz ≈ 75 RPM.

Anna erkennt: 75 RPM liegt am unteren Ende des empfohlenen Ausdauerbereichs von 80–100 RPM.

Sie wechselt auf ein 19er Ritzel: Übersetzung = 2,63, Entfaltung ≈ 5,54 m, Kadenz = 84 RPM – damit liegt sie im angenehmen Kadenzkorridor und entlastet die Knie auf langen Touren.

Zum Vergleich: Auf einem 15er Ritzel wären es nur 67 RPM – zu schwer für eine stundenlange Grundlagentour.

Der Vergleich der drei Ritzel macht für Anna anschaulich, dass sie ihr Wunschtempo von 28 Kilometern pro Stunde mit fast identischer Geschwindigkeit, aber sehr unterschiedlicher Beinbelastung fahren kann.

Das 19er Ritzel bringt sie mit 84 Umdrehungen komfortabel in den Ausdauerkorridor, während das schwere 15er Ritzel die Knie über Stunden unnötig belasten würde.

Für ihre nächste lange Tour notiert sie sich deshalb die mittlere Kombination als Standardgang für flache Abschnitte. Annas Ritzelvergleich: 67, 75 und 84 RPM im Kadenzkorridor Hätte Anna dieselbe Übersetzung an einem 29-Zoll-Laufrad gefahren, läge ihre Kadenz noch einmal deutlich niedriger — ein Grund, warum sich Werte vom Gravelbike nicht ungeprüft auf das Rennrad übertragen lassen.

Fallstricke

Häufige Fehler bei der Trittfrequenz-Berechnung

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der folgenschwerste Eingabefehler ist, Kettenblatt und Ritzel zu vertauschen, wodurch die Übersetzung kippt und die berechnete Kadenz komplett falsch wird. Zweitens wird mit einer nur ungefähren Reifengröße gerechnet, obwohl schon kleine Abweichungen beim Radumfang die Entfaltung und damit die Trittfrequenz verschieben.

Drittens setzen viele dieselbe Wunschkadenz für Flachstück, Anstieg und Gegenwind an, obwohl Terrain und Belastung den sinnvollen RPM-Bereich verändern und am Berg eine kleinere Übersetzung gefragt ist.

Ein weiterer Fehler besteht darin, eine rechnerisch passende Kadenz als automatisch biomechanisch optimal zu lesen, obwohl Sitzposition, Fitness und Pedaltechnik genauso entscheidend sind wie Geschwindigkeit und Gangwahl.

Schließlich wird der Ausdauerkorridor von etwa 80 bis 100 RPM oft ignoriert und ein zu schwerer Gang über lange Touren gefahren.

Nicht zuletzt wird die Kadenz gern isoliert betrachtet, obwohl sie erst zusammen mit der gefahrenen Leistung aussagt, ob ein Gang wirklich effizient getreten wird.

Übersehen wird schließlich, dass eine Kadenzangabe ohne das zugehörige Laufradformat wenig wert ist: Dieselbe Übersetzung und dasselbe Tempo ergeben am 29er zehn Umdrehungen weniger als am 26er.

Nächster Schritt

Trittfrequenz-Rechner: Kadenz, Entfaltung und Übersetzung im Fazit

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Übersetzung, Entfaltung und Kadenz berechnet der Trittfrequenz-Rechner aus Kettenblatt, Ritzel und Reifengröße bei einer gewünschten Geschwindigkeit und zeigt alle Werte gleichzeitig.

Das Ergebnis hilft, Gänge für Flachstücke, Anstiege oder Intervalle gezielt auszuwählen und die Kniebelastung durch gezielte Kadenzkorrekturen zu optimieren.

Ein lohnender Feinschliff besteht darin, Kadenz und Leistung gemeinsam zu betrachten: Eine hohe RPM bei niedrigem Widerstand spart Muskelkraft, kann aber bei langer Dauer die kardiovaskuläre Belastung erhöhen.

Wer beide Größen im Blick behält, findet mit der Zeit die persönlich beste Balance aus Trittfrequenz und Krafteinsatz für das jeweilige Streckenprofil.

Halte für den Alltag zwei Dinge fest: Die Kadenz folgt aus Übersetzung, Radumfang und Wunschtempo — mehr braucht der Rechner nicht, und mehr weiß er auch nicht.

Und weil der Radumfang gleichberechtigt in die Entfaltung eingeht, gehört die Reifengröße zu jeder Kadenzangabe dazu wie die Zähnezahlen selbst.

Vertiefung

Beispielrechnungen: Rennrad, Trekking und Renntempo

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Kadenz: 90 U/min, Entfaltung: 5,20 m

Kadenz bei 28 km/h mit Kompaktkurbel

Gewünschte Geschwindigkeit
28 km/h
Reifengröße
700c×25
Ritzel hinten
17
Kettenblatt vorne
42

Beispiel 2 · Mittel · Kadenz: 94 U/min, Entfaltung: 3,90 m

Kadenz mit Trekkingübersetzung bei 22 km/h

Gewünschte Geschwindigkeit
22 km/h
Reifengröße
700c×32
Ritzel hinten
21
Kettenblatt vorne
38

Beispiel 3 · Komplex · Kadenz: 74 U/min, Entfaltung: 7,93 m

Kadenz mit großem Kettenblatt bei 35 km/h

Gewünschte Geschwindigkeit
35 km/h
Reifengröße
700c×23
Ritzel hinten
14
Kettenblatt vorne
53

Beispiel 4 · Komplex · Kadenz: 94 U/min, Entfaltung: 2,66 m

MTB-Anstieg mit leichter Übersetzung bei 15 km/h

Gewünschte Geschwindigkeit
15 km/h
Reifengröße
29
Ritzel hinten
28
Kettenblatt vorne
32

Beispiel 5 · Komplex · Kadenz: 81 U/min, Entfaltung: 4,09 m

E-Bike im Motor-Unterstützungsbereich bei 20 km/h

Gewünschte Geschwindigkeit
20 km/h
Reifengröße
700c×32
Ritzel hinten
20
Kettenblatt vorne
38

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Ablaufdiagramm: 700c×25, Kettenblatt 50, Ritzel 17 → Reifenumfang 2,105 m, Entfaltung 6,19 m/U, bei 30 km/h ≈ 81 RPM

    Trittfrequenz-Berechnung: Reifenumfang → Entfaltung → Kadenz

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    <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/sport-outdoor/trittfrequenz-berechnung-ablauf.svg"
           alt="Ablaufdiagramm: 700c×25, Kettenblatt 50, Ritzel 17 → Reifenumfang 2,105 m, Entfaltung 6,19 m/U, bei 30 km/h ≈ 81 RPM"
           width="760" height="300">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz">Trittfrequenz-Berechnung: Reifenumfang → Entfaltung → Kadenz auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz
  • Zonenskala: unter 60 RPM zu schwer, 60–80 RPM ineffizient, 80–100 RPM Ausdaueroptimum, über 100 RPM zu schnell

    Optimaler Kadenz-Korridor beim Radfahren

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           alt="Zonenskala: unter 60 RPM zu schwer, 60–80 RPM ineffizient, 80–100 RPM Ausdaueroptimum, über 100 RPM zu schnell"
           width="760" height="300">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz">Optimaler Kadenz-Korridor beim Radfahren auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz
  • Balkendiagramm: 700c×25, 50er Kettenblatt, 28 km/h — 15er Ritzel: 67 RPM (zu niedrig), 17er: 75 RPM (grenzwertig), 19er: 84 RPM (optimal)

    Ritzelvergleich: Kadenz bei 28 km/h, Kettenblatt 50

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           alt="Balkendiagramm: 700c×25, 50er Kettenblatt, 28 km/h — 15er Ritzel: 67 RPM (zu niedrig), 17er: 75 RPM (grenzwertig), 19er: 84 RPM (optimal)"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz">Ritzelvergleich: Kadenz bei 28 km/h, Kettenblatt 50 auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Fahrradkinematik und Übersetzungslogik aus Trainingspraxis und technischen Grundlagen des Radsports, Stand Mai 2026.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Sport & Outdoor / Radfahren
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Trittfrequenz. Abgerufen von https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Trittfrequenz. Available at: https://rechner-portal.de/sport-outdoor/radfahren/trittfrequenz

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