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Powerstation Solar berechnen: Ladezeit und Panelgröße

Technik & DigitalStand Noch keine Bewertung
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Sonnenlage für die Ladezeit
Aufstellung des Panels
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Kurzantwort

Ein 200-Wp-Panel liefert bei sonnigem Sommermittag am Eingang 140 W und lädt mit 90 % Wirkungsgrad 126 W in den Akku. Eine Powerstation mit 1.000 Wh braucht von 10 auf 100 % (900 Wh) dann rund 7 Stunden 9 Minuten; im Juni deckt ein 200-Wp-Panel bei 30° Neigung 927 Wh pro Tag.

Solarladezeit einer Powerstation berechnen: Panel in Wp

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Okt. 2026)Stand:

Überblick

Was berechnet der Powerstation-Solar-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Powerstation-Solar-Rechner zeigt, wie schnell ein Solarpanel eine Powerstation lädt und ob die Panelleistung für deinen Tagesbedarf reicht. Du trägst Kapazität in Wattstunden, Solareingang in Watt und Panelleistung in Watt Peak ein und wählst die Sonnenlage.

Heraus kommen die effektive Ladeleistung im Akku, die Ladezeit und der Tagesertrag eines Monats. Bei 1.000 Wh, 200 Wp und sonnigem Sommermittag sind das 126 W, für 900 Wh (10 auf 100 %) rund 7 Stunden 9 Minuten.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Panel und Eingang. Die Nennleistung in Wp gilt nur unter Standard-Testbedingungen mit 1.000 W/m² und 25 °C Zelltemperatur, draußen kommt meist weniger an.

Der maximale Solareingang der Powerstation setzt eine Obergrenze, und der MPPT-Laderegler verliert einen Teil der Energie. Der Rechner macht diese drei Stufen sichtbar und nennt, welche gerade begrenzt.

Gedacht ist die Seite für Camping, Gartenhaus, Balkon und Notstrom-Vorsorge: Du entscheidest, ob ein Panel genügt, ob ein zweites sinnvoll ist oder ob der Solareingang schon der Engpass ist.

Eine Ortseingabe gibt es bewusst nicht, der Tagesertrag stammt aus PVGIS-Monatsmitteln für Mitteldeutschland. Alle Ergebnisse sind Überschlagswerte mit offen genannten Annahmen.

Eingaben

Powerstation, Panel und Sonnenlage eintragen

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Die ersten drei Felder beschreiben die Powerstation: die Kapazität in Wh aus dem Datenblatt sowie Start- und Ziel-Ladestand in Prozent. Dazwischen liegt die Energie, die das Panel liefern muss, bei 10 auf 100 % von 1.000 Wh also 900 Wh.

Den maximalen Solareingang übernimmst du ebenfalls in Watt aus dem Datenblatt; der Rechner kennt keine Modelle und schätzt nichts. Die Panelleistung ist die Summe der Nennleistungen aller angeschlossenen Panels in Wp.

Der Wirkungsgrad der Solar-Ladeelektronik ist mit 90 % vorbelegt, das ist eine Annahme und kein Messwert; steht im Datenblatt eine eigene Zahl, trage sie ein.

Die Sonnenlage ist ein Szenario mit 70 % (sonnig), 40 % (wechselhaft), 10 % (trüb) oder 19 % (Winter) der Nennleistung.

Monat und Aufstellung bestimmen den Tagesertrag, Leistung und Betriebsdauer der Verbraucher den Tagesbedarf, der Wechselrichter-Wirkungsgrad (85 %) die Verluste beim Entladen.

Typische Eingabefehler: die Spannung statt der Leistung des Solareingangs, Ah statt Wh bei der Kapazität und die Spitzenleistung eines Geräts statt seines Durchschnitts.

Berechnung

Solarladezeit berechnen: Panel, Solareingang und Wirkungsgrad

Verstehe den Formelweg.

Die Ladeleistung entsteht in drei Schritten. Erst die Panelleistung am Eingang: Nennleistung mal Faktor der Sonnenlage, bei 200 Wp und 0,70 also 140 W.

Dann der Deckel: Die Powerstation nimmt höchstens ihren maximalen Solareingang auf, hier 400 W, es zählt das Minimum beider Werte. Zuletzt die Ladeelektronik: 140 W × 0,90 = 126 W kommen im Akku an.

Die Ladezeit ist die Energie geteilt durch diese Leistung, 900 Wh ÷ 126 W = 7,14 h, also 7 Stunden 9 Minuten. Der Deckel erklärt, warum mehr Panel nicht immer mehr Tempo bedeutet.

400 Wp an einem Eingang mit 200 W liefern bei sonnigem Mittag 280 W, die Powerstation nimmt 200 W auf, im Akku landen 180 W. Für 1.000 Wh dauert das 5 Stunden 33 Minuten statt 7 Stunden 56 Minuten bei 200 Wp.

Das zweite Panel spart also nur 2 Stunden 23 Minuten, hilft aber bei schwacher Sonne weiter. Der Tagesertrag nutzt PVGIS-Monatswerte je Kilowatt Peak, im Juni bei 30° Neigung und Südausrichtung 5,15 kWh.

Damit sind es 200 Wp × 5,15 h = 1.030 Wh am Panel und 927 Wh im Akku. Der Solareingang deckelt auch den Tagesertrag, konservativ gerechnet, sodass sehr große Panels eher unterschätzt werden.

Die nötige Panelleistung kehrt das um: 600 Wh Tagesbedarf ÷ 0,85 ÷ (5,15 × 0,90) = 152 Wp, aufgerundet auf 160 Wp. Ladeleistung in drei Stufen: 200 Wp mal 0,70 gleich 140 W am Eingang, bei 400 W Solareingang unbegrenzt, mal 0,90 gleich 126 W im Akku, Ladezeit 7 Stunden 9 Minuten

Formelgrafik: Ladezeit gleich Energie durch Ladeleistung, Ladeleistung gleich Panelleistung mal Sonnenlage mal Wirkungsgrad oder Solareingang mal Wirkungsgrad, Tagesertrag und nötige Panelleistung.
Formeln des Powerstation-Solar-Rechners: Ladezeit aus Energie und Ladeleistung, Ladeleistung mit und ohne Deckel durch den Solareingang, Tagesertrag aus PVGIS-Werten und die Panelleistung für einen Tagesbedarf.

Nachschlagen

Solarladezeit einer 1.000-Wh-Powerstation nach Panelleistung und Sonnenlage

Jede Zeile nennt eine Panelleistung, jede Spalte eine Sonnenlage und darunter die Ladezeit von 0 auf 100 % bei gleichbleibender Einstrahlung. Die Werte entstehen aus denselben Funktionen wie im Rechner oben (Solareingang 400 W, Wirkungsgrad 90 %). Bei 400 Wp und sonnigem Mittag begrenzt noch nicht der Eingang: Das Panel liefert 280 W, der Eingang würde 400 W zulassen.

Solarladezeit 0 auf 100 % für 1.000 Wh nach Panelleistung und Sonnenlage
Panelleistungsonnig (Sommer, Mittag), 70 %wechselhaft, leicht bewölkt, 40 %trüb, stark bewölkt, 10 %Winter, Mittag, 19 %
50 Wp31 h 45 min55 h 33 min222 h 13 min116 h 58 min
100 Wp15 h 52 min27 h 47 min111 h 7 min58 h 29 min
200 Wp7 h 56 min13 h 53 min55 h 33 min29 h 14 min
400 Wp3 h 58 min6 h 57 min27 h 47 min14 h 37 min

Annahmen: 1.000 Wh nutzbare Kapazität, Solareingang 400 W, Wirkungsgrad der Ladeelektronik 90 %, Sonnenlagen als Anteil der Nennleistung (Szenarien, keine Messwerte). Die Zeiten gelten bei gleichbleibender Einstrahlung, nicht für einen realen Tag mit wandernder Sonne. Stand: 09.10.2026.

Tagesertrag im Akku für 200 Wp nach Monat und Aufstellung

Die Tabelle zeigt, wie viele Wattstunden ein Panel mit 200 Wp im Mittel pro Tag in die Powerstation bringt. Grundlage sind die PVGIS-Monatswerte je kWp für Mitteldeutschland, der Solareingang von 400 W und der Wirkungsgrad von 90 %. Die Spreizung zwischen Sommer und Winter ist größer als jeder Unterschied zwischen zwei Panels.

Tagesertrag im Akku für 200 Wp nach Monat und Aufstellung (Wh pro Tag)
Monatflach liegend (0°)30° geneigt, nach Süden60° steil, nach Süden
Januar112 Wh205 Wh245 Wh
Februar238 Wh371 Wh416 Wh
März461 Wh605 Wh621 Wh
April725 Wh828 Wh772 Wh
Mai846 Wh877 Wh752 Wh
Juni932 Wh927 Wh765 Wh
Juli877 Wh886 Wh745 Wh
August743 Wh810 Wh729 Wh
September560 Wh698 Wh693 Wh
Oktober308 Wh452 Wh493 Wh
November142 Wh241 Wh283 Wh
Dezember86 Wh169 Wh209 Wh

Annahmen: PVGIS 5.3 (EU JRC, Datenbank PVGIS-SARAH3, Mittel 2005 bis 2023, Punkt 51° N 10° O, Süd, Systemverluste 0 %), Wirkungsgrad der Ladeelektronik 90 %, kein Schatten. Der Jahresmittelwert steht im Rechner unter Monat. Stand: 09.10.2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Powerstation-Solar-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie lange lädt ein 200-Wp-Panel meine Powerstation?

Das hängt von der Sonnenlage ab. Für 1.000 Wh von 0 auf 100 % bei 200 Wp und einem Solareingang von 400 W rechnet der Rechner mit 126 W im Akku, wenn die Sonne sommerlich hoch steht (70 % der Nennleistung, Wirkungsgrad 90 %).

Das ergibt 7 Stunden 56 Minuten. Bei wechselhaftem Wetter sind es 13 Stunden 53 Minuten, bei trübem Himmel 55 Stunden 33 Minuten, im Winter mittags 29 Stunden 14 Minuten.

Diese Zeiten setzen gleichbleibende Einstrahlung voraus, sie sind also Stunden bei konstanter Leistung und keine Uhrzeiten.

Rechne praktisch in Tagen: Im Juni bringt das Panel bei 30° Neigung 927 Wh pro Tag in den Akku, die Powerstation ist damit in gut einem Sonnentag voll.

Trage deine eigene Kapazität, den Solareingang und den Monat ein, dann siehst du beide Zahlen nebeneinander.

Wolken lassen die Leistung im Alltag schnell schwanken; der Rechner glättet das mit festen Anteilen der Nennleistung, und ein Start am Vormittag verlängert das nutzbare Ladefenster.

Reicht ein 100-Watt-Solarpanel für die Powerstation?

Für kleine Verbraucher ja, für große Akkus nur mit viel Geduld. Ein 100-Wp-Panel liefert bei sonnigem Sommermittag 63 W im Akku. Eine Powerstation mit 1.000 Wh braucht von 0 auf 100 % damit 15 Stunden 52 Minuten gleichbleibende Sonne.

Im Juni bringt das Panel bei 30° Neigung 464 Wh pro Tag in den Akku, das reicht für eine Kühlbox mit 35 W über zehn Stunden (aus dem Akku rund 412 Wh), aber nicht für 600 Wh Tagesbedarf.

Mit 200 Wp verdoppelt sich der Ertrag im Juni auf 927 Wh pro Tag, das ist die einfachste Stellschraube. Für diesen Bedarf nennt der Rechner 160 Wp als nötige Panelleistung.

Entscheidend ist also nicht, ob 100 Wp irgendetwas laden, sondern ob der Ertrag am Tag zum Verbrauch passt. Wer nur ein Handy und eine Lampe versorgt, kommt mit 100 Wp aus, wer kühlt oder kocht, braucht mehr.

Wie viel Panelleistung darf ich anschließen?

Der Rechner prüft die Leistung, nicht die elektrischen Grenzwerte. Der maximale Solareingang aus dem Datenblatt in Watt ist der Deckel für die Ladeleistung.

Schließt du 400 Wp an einen Eingang mit 200 W, nimmt die Powerstation bei sonnigem Mittag nur 200 W auf, im Akku kommen 180 W an statt 252 W.

Das Mehr an Panel verfällt bei starker Sonne ungenutzt, hilft aber bei Wolken, weil dann auch das größere Panel noch unter dem Deckel bleibt.

Ob ein Panel den Eingang technisch verträgt, entscheiden zusätzlich Spannungs- und Strombereich des Eingangs; diese Werte stehen im Datenblatt und gehören vor dem Kauf geprüft.

Als Faustregel für die Auswahl gilt: Panelleistung etwa so groß wie der Solareingang, nur mit Absicht größer, wenn du viel Bewölkung erwartest.

Der Rechner schreibt in der Zeile Was begrenzt die Ladeleistung? ausdrücklich, ob Panel oder Eingang bremst, das hilft bei der Kaufentscheidung.

Warum liefert mein Panel nur die halbe Nennleistung?

Weil die Nennleistung unter Standard-Testbedingungen gemessen wird, also bei 1.000 W/m² und 25 °C Zelltemperatur. Draußen kommen selten beide Bedingungen zusammen.

Der Rechner setzt deshalb Szenarien an: sonnig mit 70 %, wechselhaft mit 40 %, trüb mit 10 % und Winter mit 19 % der Nennleistung. Bei 200 Wp sind das 140 W, 80 W, 20 W und 38 W am Eingang. Dazu kommen die Verluste der Ladeelektronik (Annahme 90 %).

Wer die halbe Nennleistung misst, liegt also im erwarteten Bereich der Szenarien sonnig bis wechselhaft. Verbessern kannst du das durch Ausrichtung auf die Sonne, Nachführen von Hand, weniger Verschattung und saubere Flächen.

Der Rechner kann diese Effekte nicht kennen, du kannst sie aber über die Sonnenlage abbilden, indem du das Szenario wählst, das deiner Messung am nächsten kommt.

Hilfreich ist ein Blick auf die Anzeige der Powerstation, falls sie die Eingangsleistung zeigt: 140 W bei klarem Mittag entsprechen dem Szenario sonnig.

Wie viel Solar brauche ich für 600 Wh pro Tag?

Das hängt vom Monat.

Mit den Standardannahmen (Wechselrichter 85 %, Ladeelektronik 90 %, 30° Neigung, Süd) zeigt der Rechner für 600 Wh Tagesbedarf, also etwa 60 W über zehn Stunden: 160 Wp im Juni und Juli, 240 Wp im Jahresmittel, 320 Wp im Oktober und 840 Wp im Dezember.

Ein Panel für den Sommer deckt den Rest des Jahres also nur zum Teil. Rechne daher mit dem Monat, in dem du die Powerstation wirklich nutzt.

Liegt die nötige Panelleistung über dem Solareingang, wie im Dezember bei einem Eingang von 400 W, reicht Sonne allein rechnerisch nicht, dann hilft nur weniger Verbrauch, ein steilerer Winkel oder eine zweite Ladequelle.

Die Zahl wird auf 10 Wp aufgerundet, weil kein Panel genau trifft und ein kleiner Puffer für Verschmutzung und Wolken sinnvoll ist. Der Jahresmittelwert taugt für eine grobe Dauerplanung, der Sommermonat für den Urlaub.

Lädt Solar im Winter überhaupt noch sinnvoll?

Begrenzt. In Mitteldeutschland liefert 1 kWp bei 30° Neigung im Dezember im Mittel 0,94 kWh am Tag, im Juni 5,15 kWh (PVGIS 5.3, 2005 bis 2023). Ein 200-Wp-Panel bringt im Dezember daher 169 Wh in den Akku, das sind 24 % von 600 Wh Tagesbedarf.

Die Aufstellung hilft: Bei 60° Neigung steigt der Dezember-Wert auf 1,16 kWh, das Panel liefert 209 Wh im Akku und deckt 30 %. Flach liegend sind es nur 0,48 kWh, also 86 Wh.

Für den Winter lohnt sich Solar deshalb vor allem als Zusatz bei kleinem Verbrauch, etwa für Licht und Handy, oder mit steil gestellten Panels.

Wer im Winter eine Kühlbox oder Heizung betreibt, plant zusätzlich Landstrom oder Auto-Laden ein, weil die Sonne dafür nicht reicht.

Beachte außerdem Verschattung durch Bäume und Gebäude: Die tiefe Wintersonne trifft sie stärker, der Rechner bildet das nicht ab.

Panel flach legen oder schräg aufstellen?

Für das Jahr lohnt das Aufstellen. PVGIS-Jahreserträge für Mitteldeutschland pro kWp: flach liegend 1.022 kWh, 30° geneigt nach Süden 1.196 kWh, 60° steil 1.137 kWh. Schräg stellen bringt also rund 17 % mehr als flach legen.

Der Unterschied liegt im Winter: Im Dezember liefern flach 0,48, bei 30° 0,94 und bei 60° 1,16 kWh je kWp und Tag. Im Juni liegen alle drei Aufstellungen nah beieinander (5,18, 5,15 und 4,25 kWh), flach liegend ist dort sogar knapp vorn.

Wer nur im Sommer zeltet, kann die Panels deshalb bequem flach lassen. Wer im Herbst oder Frühling reist, gewinnt durch Neigen deutlich, im Oktober bringen 200 Wp flach 308 Wh, bei 30° 452 Wh und bei 60° 493 Wh in den Akku.

Die Ausrichtung nach Süden ist dabei angenommen. Alle Werte gelten für den PVGIS-Punkt bei 51° N, 10° O; an anderen Orten verschieben sie sich.

Stimmt der Wirkungsgrad von 90 Prozent bei meinem Gerät?

Der Wert 90 % ist eine Annahme, keine belegte Zahl, und deshalb ein Eingabefeld.

Der Rechner stützt sich bei Einstrahlung und Tagesertrag auf PVGIS, für den Wirkungsgrad von Laderegler und Wechselrichter gibt es keine einheitliche Quelle, weil er je Gerät und Betriebspunkt schwankt.

Prüfe dein Datenblatt oder die Angaben des Herstellers und trage die Zahl ein.

Wie stark das wirkt, zeigt ein Vergleich: Bei 200 Wp, sonnig und 1.000 Wh von 0 auf 100 % dauert das mit 90 % 7 Stunden 56 Minuten, mit 80 % schon 8 Stunden 56 Minuten, also eine Stunde länger.

Der Wechselrichter-Wirkungsgrad (85 %) verschiebt dagegen den Verbrauch: Für 600 Wh am Gerät fließen 706 Wh aus dem Akku. Wer nur Gleichstromgeräte betreibt, setzt den Wert höher.

Ändere beide Wirkungsgrade passend zum Datenblatt gemeinsam, dann bleibt der Vergleich nachvollziehbar.

Hinweise

Ladezeit und Tagesertrag richtig lesen

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lies zuerst die Zeile Was begrenzt die Ladeleistung?. Steht dort, dass das Panel begrenzt, bringt ein größeres Panel direkt mehr Tempo: Bei 200 Wp und sonnigem Mittag sind es 126 W, mit 400 Wp wären es 252 W, und die Ladezeit für 900 Wh sinkt von 7 Stunden 9 Minuten auf 3 Stunden 34 Minuten.

Steht dort der Solareingang, ist die Powerstation der Engpass, und eine bessere Ausrichtung nützt mehr als zusätzliche Watt. Die Ladezeit gilt bei gleichbleibender Sonne.

Für den Alltag zählt der Tagesertrag: Im Juni bringt das 200-Wp-Panel 927 Wh in den Akku und deckt den Tagesbedarf von 600 Wh zu 131 %, im Dezember sind es nur 169 Wh oder 24 %.

Der Monat wirkt damit stärker als jedes Zubehör: Zwischen Juni und Dezember liegt ein Faktor von rund 5,5 (5,15 zu 0,94 kWh je kWp).

Im Jahresmittel bringen 200 Wp 590 Wh pro Tag in den Akku und decken 84 % des Tagesbedarfs; das taugt für die grobe Dauerplanung, nicht für einen Urlaub im Winter. Die Monatstabelle zeigt, wann ein zweites Panel nötig wird.

Im Oktober kommt dasselbe Panel auf 452 Wh und 64 % Deckung, nötig wären 320 Wp. Liegt die nötige Panelleistung über dem Solareingang, hilft auch mehr Fläche nicht, dann musst du den Bedarf senken oder anders nachladen. Tagesertrag eines 200-Wp-Panels im Akku nach Monat: Juni 927 Wh, Oktober 452 Wh, Dezember 169 Wh, der Tagesbedarf von 600 Wh wird im Winter nicht erreicht

Anwendung

Praxisbeispiel: Camping im Juni und im Oktober

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Marta fährt im Juni mit Zelt und Kühlbox auf einen Campingplatz ohne Strom. Ihre Powerstation hat 1.000 Wh und einen Solareingang bis 400 W, dazu kommt ein Panel mit 200 Wp.

Kühlbox und Licht ziehen im Schnitt 60 W über 10 Stunden, das sind 600 Wh am Tag. Sie trägt 1.000 Wh, 10 % Start, 100 % Ziel, 200 Wp, 400 W, Sonnenlage sonnig, Juni und 30° Neigung ein.

Ergebnis: Die Ladeleistung liegt bei 126 W, 900 Wh dauern 7 Stunden 9 Minuten bei gleichbleibender Sonne. Der Tagesertrag im Akku beträgt 927 Wh, das sind 131 % des Tagesbedarfs, nötig wären 160 Wp. Im Sommer reicht ein Panel.

Zur Probe: 900 Wh geteilt durch 927 Wh im Akku ergeben rund einen Sonnentag, die 7 Stunden 9 Minuten passen also zu einem langen Sommertag, nicht zu einem kurzen Herbsttag.

Im Oktober sieht dieselbe Reise anders aus: Der Tagesertrag im Akku sinkt auf 452 Wh, die Deckung auf 64 %, nötig wären 320 Wp. Mit zwei Panels (400 Wp, der Solareingang von 400 W reicht aus) steigt der Ertrag auf 904 Wh und die Deckung auf 128 %.

Entscheidung: Marta kauft kein größeres Panel für den Sommer, sondern leiht sich für Herbstreisen ein zweites 200-Wp-Panel. Für Dezember reicht auch das nicht, dann deckt 400 Wp nur 48 % und die nötigen 840 Wp liegen über dem Solareingang.

Winterreisen plant sie mit Landstrom.

Fallstricke

Häufige Fehler bei der Solarladung: Wp, Eingang, Winter und Verluste

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Fehler 1: 200 Wp bedeuten 200 W Ladeleistung. Die Nennleistung gilt nur unter Standard-Testbedingungen.

Bei sonnigem Mittag rechnet der Rechner mit 70 %, also 140 W am Eingang und 126 W im Akku. Fehler 2: Mehr Panel lädt immer schneller. Der Solareingang deckelt: 400 Wp an einem Eingang mit 200 W laden mit 180 W, nicht mit 252 W.

Prüfe das Datenblatt, bevor du kaufst. Fehler 3: Die Ladezeit gilt für den ganzen Tag. Die 7 Stunden 9 Minuten setzen gleichbleibende Sonne voraus. Real wandert die Sonne, deshalb ist der Tagesertrag die belastbarere Zahl: 927 Wh im Juni.

Fehler 4: Der Winter ist nur etwas schlechter. Im Dezember liefert 1 kWp bei 30° Neigung 0,94 kWh am Tag, im Juni 5,15 kWh; flach liegend sind es im Dezember sogar nur 0,48 kWh. Das 200-Wp-Panel deckt dann 24 % statt 131 %.

Fehler 5: Der Verbrauch am Gerät ist der Verbrauch am Akku. Wegen des Wechselrichters fließen für 600 Wh am Gerät 706 Wh aus dem Akku (Annahme 85 %). Fehler 6: Ein größerer Akku lädt schneller.

Die Kapazität bestimmt, wie viel Energie fehlt, nicht wie schnell sie ankommt. Bei gleichem Panel mit 200 Wp brauchen 2.000 Wh doppelt so lange wie 1.000 Wh, nämlich 15 Stunden 52 Minuten statt 7 Stunden 56 Minuten. Zwei Panels bei gleicher Sonne: 200 Wp liefert 126 W, 400 Wp bei 200 W Solareingang nur 180 W statt 252 W, der Deckel kostet 72 W

Nächster Schritt

Powerstation Solar berechnen: das Wichtigste in Kürze

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Powerstation-Solar-Rechner rechnet die Ladeleistung als Panelleistung mal Sonnenlage, begrenzt durch den Solareingang, mal Wirkungsgrad der Ladeelektronik: 126 W bei 200 Wp und sonnigem Mittag.

Daraus folgen Ladezeit, Tagesertrag je Monat, Deckung und nötige Panelleistung. Im Juni bringt ein 200-Wp-Panel 927 Wh in den Akku, im Dezember 169 Wh. Mehr Panel hilft nur bis zum Solareingang.

Lies zuerst, was die Ladeleistung begrenzt, dann die Monatstabelle, und prüfe die Wirkungsgrade gegen dein Datenblatt; alle Beispielzahlen lassen sich mit den genannten Eingaben nachrechnen.

Die Sonnenlage-Faktoren und Wirkungsgrade sind Szenarien und als solche ausgewiesen, die PVGIS-Werte gelten für Mitteldeutschland. Wie lange die Powerstation einen Verbraucher versorgt, zeigt der Akkulaufzeit-Rechner.

Für das Laden am Netz nutzt du den Akku-Ladezeit-Rechner, für eine feste Anlage am Haus den Balkonkraftwerk-Rechner.

Vertiefung

Rechenbeispiele: Solarladezeit, Winter und Solareingang

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 63 W im Akku | 600 Wh in 9 h 31 min | Juni: Ladung im Akku 464 Wh pro Tag, Deckung von 600 Wh Tagesbedarf 66 % | nötig 160 Wp

100 Wp, 20 auf 80 % bei 1.000 Wh

Kapazität der Powerstation
1.000 Wh
Start-Ladestand
20 %
Ziel-Ladestand
80 %
Panelleistung (Nennleistung)
100 Wp

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · 180 W im Akku (200 W × 0,90) | 1.000 Wh in 5 h 33 min | das Panel liefert 280 W, der Solareingang begrenzt

400 Wp an einem Solareingang mit 200 W

Kapazität der Powerstation
1.000 Wh
Start-Ladestand
0 %
Ziel-Ladestand
100 %
Panelleistung (Nennleistung)
400 Wp

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · 108 W im Akku | 2.000 Wh in 18 h 31 min | Tagesertrag im Akku 1.315 Wh, rund 1,5 Tage bis voll | Deckung 224 % | nötig 140 Wp

300 Wp bei wechselhaftem Wetter im Mai, 2.000 Wh

Kapazität der Powerstation
2.000 Wh
Start-Ladestand
0 %
Ziel-Ladestand
100 %
Panelleistung (Nennleistung)
300 Wp

Weitere 5 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · 17,1 W im Akku | 500 Wh in 29 h 14 min | Tagesertrag im Akku 104 Wh, rund 4,8 Tage bis voll | Deckung 49 % | nötig 210 Wp

100 Wp im Dezember bei 60° Neigung

Kapazität der Powerstation
500 Wh
Start-Ladestand
0 %
Ziel-Ladestand
100 %
Panelleistung (Nennleistung)
100 Wp

Weitere 6 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Ladeleistung in drei Stufen: 200 Wp mal 0,70 gleich 140 W am Eingang, bei 400 W Solareingang unbegrenzt, mal 0,90 gleich 126 W im Akku, Ladezeit 7 Stunden 9 Minuten.

    Powerstation-Solar-Rechner: Von 200 Wp zu 126 W im Akku

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner">Powerstation-Solar-Rechner: Von 200 Wp zu 126 W im Akku auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner
  • Tagesertrag eines 200-Wp-Panels im Akku nach Monat: Juni 927 Wh, Oktober 452 Wh, Dezember 169 Wh, der Tagesbedarf von 600 Wh wird im Winter nicht erreicht.

    Powerstation-Solar-Rechner: Tagesertrag im Akku je Monat

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/technik-digital/powerstation-solar-monatsertrag.svg"
           alt="Tagesertrag eines 200-Wp-Panels im Akku nach Monat: Juni 927 Wh, Oktober 452 Wh, Dezember 169 Wh, der Tagesbedarf von 600 Wh wird im Winter nicht erreicht."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner">Powerstation-Solar-Rechner: Tagesertrag im Akku je Monat auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner
  • Zwei Panels bei gleicher Sonne: 200 Wp liefert 126 W, 400 Wp bei 200 W Solareingang nur 180 W statt 252 W, der Deckel kostet 72 W.

    Powerstation-Solar-Rechner: Der Solareingang deckelt die Ladeleistung

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    <a href="https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/technik-digital/powerstation-solar-eingang-deckel.svg"
           alt="Zwei Panels bei gleicher Sonne: 200 Wp liefert 126 W, 400 Wp bei 200 W Solareingang nur 180 W statt 252 W, der Deckel kostet 72 W."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner">Powerstation-Solar-Rechner: Der Solareingang deckelt die Ladeleistung auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechner liefert eine Überschlagsrechnung mit Szenarien. Die Sonnenlagen sind keine Messwerte, der Tagesertrag stammt aus Monatsmitteln für Mitteldeutschland, und die Wirkungsgrade von Laderegler und Wechselrichter sind Annahmen. Maßgeblich sind das Datenblatt deiner Powerstation und die tatsächliche Einstrahlung vor Ort.

Quelle: Ertrag je kWp: PVGIS 5.3 (EU JRC, PVGIS-SARAH3, 2005 bis 2023, 51° N 10° O, abgerufen 09.10.2026); Wp nach Standard-Testbedingungen DIN EN IEC 60904-3; Sonnenlage-Szenarien und Wirkungsgrade als Annahmen

Stand: 2026-10-09

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
09. Oktober 2026
Fachbereich
Technik & Digital / Akku & Energie
Formeln basieren auf
P = min(Wp × f; Solareingang) × η, t = Energie ÷ P, Tagesertrag = min(Wp; Solareingang) × E_d (PVGIS), Ladetage = Energie ÷ (Tagesertrag × η), Wp nötig = Tagesbedarf ÷ η_WR ÷ (E_d × η)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Powerstation-Solar-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Powerstation-Solar-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/technik-digital/akku-energie/powerstation-solar-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.