Überblick
Was ist die Schneelast auf dem Dach?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Schneelast-Rechner übersetzt Schneelastzone, Geländehöhe und Dachneigung in die Schneelast, mit der ein Dach nach DIN EN 1991-1-3/NA (Eurocode 1, Nationaler Anhang Deutschland) bemessen wird. Grundlage ist die charakteristische Schneelast s_k: ein Bodenwert je Zone und Höhe über Normalnull, aus dem über den Formbeiwert μ1 die tatsächliche Dachlast folgt.
Wer ein Satteldach, Pultdach oder Carport plant, prüft hier vorab, in welcher Größenordnung sich die Norm-Auslegungslast bewegt, bevor ein Tragwerksplaner die endgültige Statik festlegt. Gerechnet werden zwei Fälle.
Im Modus „Dachlast“ liefert der Rechner die Norm-Auslegungslast für Neubau und Sanierung.
Im Modus „Schneegewicht“ schätzt er dagegen die tatsächlich auf einem Bestandsdach liegende Last aus gemessener Schneehöhe und Schneeart – praktisch, wenn nach einer schneereichen Woche die Frage aufkommt, ob geräumt werden muss.
Die Schneelastzone (1 bis 3, inklusive der Sonderzonen 1a und 2a) ist dabei bewusst eine Nutzereingabe: Eine verlässlich zitierfähige Postleitzahl-Zuordnung existiert nicht, die eigene Zone lässt sich aber in der amtlichen DIBt-Schneelastzonenkarte landkreisgenau nachschlagen.
Bei 400 m Höhe in Zone 2 etwa ergibt sich eine charakteristische Schneelast von 124 kg pro Quadratmeter Grundfläche – der Ausgangswert für jede weitere Berechnung.
Häufig gesucht wird dabei die schlichte Frage, wie viele Kilogramm Schnee in Zone 2 oder Zone 3 tatsächlich auf einem Quadratmeter lasten: Bei 400 m Höhe sind das 124 kg/m² in Zone 2 und 181 kg/m² in Zone 3 – Werte, die Bauherren, Statiker in der Vorprüfung und Hausverwaltungen bei Bestandsdächern gleichermaßen interessieren.