Überblick
Was ist die Windlast auf Zaun und Carport-Dach?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Windlast-Rechner übersetzt Windzone, Lage und Bauteilmaße von Zaun oder Carport in die Kraft, die der Wind tatsächlich auf die Konstruktion ausübt. Grundlage ist das vereinfachte Verfahren der DIN EN 1991-1-4/NA (Eurocode 1, Windlasten): Aus Windzone und Höhenband liefert die Tabelle NA.B.3 den Böengeschwindigkeitsdruck q_p in Kilonewton pro Quadratmeter angeströmter Fläche.
Multipliziert mit dem bauteilabhängigen Kraftbeiwert c_f ergibt sich die Flächenlast, aus Länge und Höhe die Gesamtkraft auf Pfosten oder Stützen.
Gerechnet werden drei Fälle: der geschlossene Sichtschutzzaun, der durchlässige Zaun mit Völligkeitsgrad (Lattenzaun, Maschendraht) und das freistehende Carport-Dach mit Druck- und Sogbeiwert.
Bei 10 m Länge und 1,8 m Höhe in Windzone 2, Binnenland, ergibt sich eine charakteristische Flächenlast von 0,845 kN/m² – rund 86 kg auf jedem Quadratmeter Zaunfläche, mit Sicherheitsbeiwert ein Bemessungswert von 22,82 kN auf den gesamten Abschnitt.
Wer Pfostenfundamente, Zaunfelder oder eine Carport-Verankerung plant, sieht hier vorab, in welcher Größenordnung sich die Windkraft bewegt, bevor ein Tragwerksplaner die endgültige Bemessung übernimmt.
Gesucht wird das typischerweise vor dem Materialkauf: Wer weiß, ob 22,8 kN oder 55 kN Bemessungswert auf dem Zaunabschnitt lasten, kann Pfostendurchmesser und Fundamenttiefe realistisch einschätzen, statt sich auf eine pauschale Handwerker-Faustregel zu verlassen, die die eigene Windzone gar nicht kennt.