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Schneelast-Rechner: Gewicht und Dachlast pro m² ermitteln

Wetter und KlimaStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Der Schneefall-Rechner wandelt Schneehöhe in Wasseräquivalent und Schneelast um. Damit schätzen Sie Lasten auf Dächern, Carports und Flächen schneller ein.

Schneehöhe in Wasseräquivalent umrechnen, Schneelast pro Quadratmeter abschätzen und...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Schneefall-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Sobald aus einer beobachteten Schneehöhe eine reale Lastabschätzung werden soll, ist der Schneefall-Rechner das passende Werkzeug für Hausbesitzer, Hallenbetreiber, Carports, Gewächshäuser und Winterdienste. Er übersetzt eine reine Zentimeterangabe in eine belastbare Flächenlast in kg/m² und das Gesamtgewicht in Kilogramm.

Entscheidend dafür ist die Schneeart, denn sie bestimmt die Schneedichte: 10 cm Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m² (Schneedichte ca. 100 kg/m³).

10 cm Nassschnee wiegen mit der im Rechner hinterlegten Dichte von 300 kg/m³ bereits 30 kg/m², bei extrem durchnässtem Schnee von 400 kg/m³ wären es sogar 40 kg/m². 10 cm verdichteter Altschnee kommen mit 450 kg/m³ auf 45 kg/m².

Lockerer Neuschnee wiegt mit rund 100 kg/m³ also nur einen Bruchteil dessen, was Nassschnee mit 300 kg/m³ oder verdichteter Altschnee mit 450 kg/m³ auf die Konstruktion bringt.

Dieselbe Schneehöhe kann deshalb harmlos oder gefährlich sein, je nachdem, ob frischer Pulverschnee oder durchnässter Pappschnee auf dem Dach liegt. Schneemessmethoden und Schneedichtetabellen dokumentiert der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Neben der Flächenlast gibt der Rechner das Wasseräquivalent in Millimetern aus, also die Wassermenge, die im Schnee gespeichert ist.

So lässt sich abschätzen, ob ein Carport, ein Flachdach oder ein Gewächshaus die anliegende Last noch trägt oder ob geräumt werden muss, bevor zulässige Grenzwerte überschritten werden.

Ab 60 kg/m² Schneelast kann ein Standardcarport in Gefahr geraten – viele Hersteller geben 60 bis 75 kg/m² als zulässige Grenzlast an. Schneearten im Vergleich: 10 cm Schnee wiegen je nach Dichte 10 bis 50 kg/m²

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Schneehöhe in Zentimetern, die passende Schneeart und die belastete Fläche in Quadratmetern ein. Die Schneehöhe misst man idealerweise an mehreren repräsentativen Punkten mit Meterstab oder Zollstock und nimmt den mittleren Wert, nicht den Spitzenwert einer einzelnen Verwehung.

Bei der Schneeart wählst du zwischen lockerem Neuschnee, Nassschnee und verdichtetem Altschnee, je nachdem wie feucht und alt die Auflage ist; diese Wahl steuert die angesetzte Schneedichte und damit das Ergebnis am stärksten.

Die belastete Fläche stammt aus Bauunterlagen, Dachmaßen oder einer abgegrenzten Teilfläche, etwa nur dem Carport-Vordach.

Drücke das Dach dabei als projizierte Grundfläche aus, nicht als geneigte Schrägfläche, damit die berechnete Flächenlast zur tatsächlichen Belastung passt.

Hinter den drei Schneearten stecken feste Dichten: 100 kg/m³ für lockeren Frischschnee, 300 kg/m³ für Nassschnee und 450 kg/m³ für verdichteten Altschnee.

Diese Wahl ist der mit Abstand größte Hebel — dieselben 20 cm wiegen als Nassschnee dreimal und als Altschnee viereinhalbmal so viel wie als Pulver. Die Schneehöhe reicht von 0 bis 400 cm, die Fläche von 1 bis 200.000 m².

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Kernantwort auf „Wie viel wiegt Schnee?“ mit den drei Dichten des Rechners: 10 cm Pulverschnee ≈ 10 kg/m² (Schneedichte 100 kg/m³). 10 cm Nassschnee ≈ 30 kg/m² (Schneedichte 300 kg/m³) — erst bei stark durchnässtem Schnee mit 400 kg/m³ wären es 40 kg/m².

20 cm verdichteter Altschnee ≈ 90 kg/m² (Schneedichte 450 kg/m³); wo Tabellenwerke mit lockereren 200 bis 400 kg/m³ rechnen, ergäben dieselben 20 cm 40 bis 80 kg/m². 1 kN/m² entspricht ca. 100 kg/m² Schneelast.

Die Berechnung nutzt typische Schneedichten je Schneeart als Umrechnungsfaktor. Zuerst wird die Schneehöhe von Zentimetern in Meter umgerechnet, indem durch 100 geteilt wird.

Danach ergibt Schneehöhe in Meter multipliziert mit der Schneedichte in kg/m³ direkt die Flächenlast in kg/m². Dieselbe Multiplikation liefert zugleich das Wasseräquivalent in Millimetern, weil 1 mm Wasser genau 1 kg/m² entspricht.

Mit der belasteten Fläche multipliziert der Rechner anschließend die Flächenlast zum Gesamtgewicht in Kilogramm. Die hinterlegten Dichten liegen bei 100 kg/m³ für lockeren Neuschnee, 300 kg/m³ für Nassschnee und 450 kg/m³ für verdichteten Altschnee.

Beispiel: 25 cm Nassschnee mit rund 300 kg/m³ Dichte ergeben 0,25 m mal 300, also ungefähr 75 kg/m². Auf 80 m² Lastfläche entspricht das rund 6.000 kg Gesamtgewicht.

Formelgrafik: Schneelast pro Quadratmeter und Gesamtgewicht aus Schneehöhe, Dichte und Fläche.
Schneedichten nach DIN EN 1991-1-3, Tabelle E.1: Frischschnee 100 kg/m³, gesetzter Schnee 200 kg/m³, Altschnee 250-350 kg/m³, Nassschnee 400 kg/m³.

Nachschlagen

Schneefall-Tabelle: Niederschlag in mm → Schneehöhe, Dichte und Last

Aus dem Niederschlag in mm lässt sich die Schneehöhe (cm) und Schneelast (kg/m²) schätzen – je nach Dichte des Schnees (frisch bis nass).

Umrechnung Niederschlag (mm Wasser) in Schneehöhe (cm) und Schneelast (kg/m²) nach Schneedichte
Niederschlag (mm)Frischschnee (cm, 100 kg/m³)Altschnee (cm, 300 kg/m³)Nassschnee (cm, 400 kg/m³)Last (kg/m²)
0,50,50,20,10,5
11,00,30,31
22,00,70,52
33,01,00,83
55,01,71,35
1010,03,32,510
2020,06,75,020
3030,010,07,530

Die Dichten entsprechen DIN EN 1991-1-3 (Eurocode 1, Schneelasten), Anhang E, Tabelle E.1: frischer Schnee 100 kg/m³, gesetzter Schnee 200 kg/m³, Altschnee 250–350 kg/m³ (hier mit 300 angesetzt), Nassschnee 400 kg/m³. Dieselben Werte verwendet der Rechner auf dieser Seite, Tabelle und Ergebnis können also nicht auseinanderlaufen. Zu lesen ist die Tabelle so: Dieselbe Wassermenge ergibt bei lockerem Neuschnee die vierfache Höhe wie bei Nassschnee — für die Dachlast zählt aber allein die Wassermenge, nicht die Höhe. Die Schneelast in kg/m² entspricht zahlenmäßig dem Niederschlag in mm (1 mm = 1 l/m² = 1 kg/m²). Maßgeblich für die Bemessung eines Daches ist der Nassschnee-Fall: 20 cm Nassschnee wiegen mit 80 kg/m² viermal so viel wie 20 cm Frischschnee. Die standortabhängigen Schneelastzonen und Bemessungswerte regelt DIN EN 1991-1-3 mit ihrem Nationalen Anhang; dieser Rechner ersetzt keine statische Bemessung.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Schneefall-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie misst du Schneehöhe für den Rechner, ohne Verwehungen zu überschätzen?

Miss an mehreren repräsentativen Punkten der Fläche und bilde einen Mittelwert, statt nur an der höchsten Verwehung abzulesen.

Einzelspitzen an Kanten, Kehlen oder im Windschatten verzerren die berechnete Last stark nach oben und führen zu unnötiger Panik oder falschen Räumentscheidungen.

Für die Bewertung zählt am Ende die belastbare Flächenlast in kg/m², die der Rechner aus Höhe und Schneeart ableitet.

Praktisch nimmst du drei bis fünf Messpunkte über die Dachfläche verteilt, notierst die Werte in Zentimetern und gibst den Durchschnitt ein.

Ein Meterstab oder Zollstock reicht als Messwerkzeug vollständig aus; wichtiger als das Werkzeug ist die Lage der Punkte, die du gleichmäßig über Trauf-, First- und Mittelzone verteilen solltest.

Exponierte Zonen mit erkennbarer Anhäufung schätzt du danach zusätzlich separat ab, damit du Räumung und Lastkontrolle verlässlicher planst als mit einer einzelnen spektakulären Messung.

Wiederhole die Messung nach weiterem Schneefall oder Tauphasen, weil Dichte und Höhe sich innerhalb von Stunden stark verändern können.

Welche Schneeart solltest du wählen, wenn du dir nicht sicher bist?

Wähle im Zweifel die dichtere und damit konservativere Variante, besonders bei Tauwetter, einer älteren Schneedecke oder nach Frost-Tau-Wechseln.

So vermeidest du, dass nasser oder verdichteter Schnee fälschlich wie leichter Pulverschnee gerechnet wird und die Last zu niedrig erscheint.

Frischer Pulverschnee hat oft nur rund 30 bis 50 kg pro Kubikmeter, während nasser oder gesetzter Schnee leicht 300 kg und mehr pro Kubikmeter erreicht.

Ein einfacher Feldtest hilft bei der Einschätzung: Nimmst du eine Handvoll Schnee und formst sie leicht zusammen, bleibt Nassschnee als kompakter Ballen haften, während Pulverschnee sofort auseinanderfällt.

Nassschnee bildet sich typischerweise bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt oder wenn Regen auf eine bestehende Schneedecke fällt und das Wasser eingebunden wird.

Dieser Faktor von rund zehn macht die Schneeart zum entscheidenden Hebel im Ergebnis. Wenn du Aussehen und Griffigkeit nicht sicher einschätzen kannst, ist die schwerere Annahme die sichere Wahl, weil sie dich eher zu früh als zu spät warnt.

Wie wird aus Zentimetern Schnee im Rechner eine Last in kg/m²?

Der Rechner rechnet die eingegebene Schneehöhe zunächst von Zentimetern in Meter um und multipliziert sie mit der typischen Dichte der gewählten Schneeart in kg/m³.

Aus diesem Produkt entstehen direkt das Wasseräquivalent und die Flächenlast in kg/m². Ein Beispiel: 20 cm entsprechen 0,2 m, multipliziert mit einer Nassschneedichte von etwa 300 kg/m³ ergeben sich rund 60 kg/m².

So wird aus der rein optischen Höhe eine physikalisch brauchbare Gewichtsabschätzung, mit der du arbeiten kannst.

Das Wasseräquivalent entspricht dabei der Wassermenge, die nach vollständigem Schmelzen pro Quadratmeter übrig bliebe, und ist zugleich das Gewicht in Kilogramm pro Quadratmeter.

Die Flächenlast ist deshalb aussagekräftiger als die bloße Zentimeterzahl, weil sie Höhe und Schneeart in einem einzigen, vergleichbaren Wert zusammenführt.

Um das Gesamtgewicht zu erhalten, multiplizierst du die angezeigte Flächenlast noch mit der belasteten Fläche: Bei einem 20 m² großen Vordach und 60 kg/m² ergibt das 1.200 kg, die die Konstruktion in diesem Moment tragen muss.

Warum können 10 cm Nassschnee gefährlicher sein als 25 cm Pulverschnee?

Nassschnee enthält deutlich mehr Wasser pro Volumen und erzeugt damit eine viel höhere Schneelast als die gleiche oder sogar eine größere Höhe an trockenem Pulverschnee. Die Höhe allein sagt deshalb wenig über die reale Belastung aus.

Ein Rechenbeispiel macht es greifbar: 10 cm Nassschnee mit etwa 300 kg/m³ ergeben rund 30 kg/m², während 25 cm Pulverschnee mit nur 40 kg/m³ lediglich etwa 10 kg/m² bringen.

Trotz weniger als der halben Höhe ist die nasse Variante hier rund dreimal so schwer.

Besonders gefährlich sind Spätwintertage, an denen Temperaturen knapp über null liegen und der Schnee direkt als Nassschnee fällt oder der vorhandene Pulverschnee aufschmilzt und wieder gefriert.

Auf einem 30 m² großen Carportdach entsprechen 30 kg/m² bereits 900 kg Gesamtlast, also rund das Gewicht eines mittelgroßen Pkw.

Erst die Kombination aus Nassschneedichte und Schneehöhe, die der Schneefall-Rechner als Last in kg/m² ausgibt, macht das tatsächliche Risiko für Dach oder Carport sichtbar.

Welche Fläche solltest du bei Dach, Vordach oder Carport ansetzen?

Setze die tatsächlich belastete Teilfläche an und nicht automatisch die gesamte Konstruktion.

Gerade bei Carports, Anbauten oder Teilüberdachungen lohnt sich die genaue Abgrenzung, weil das Gesamtgewicht des Schnees direkt mit der angesetzten Fläche wächst.

Du multiplizierst dazu die Flächenlast in kg/m² mit der überdachten Fläche in Quadratmetern und erhältst die Gesamtlast in Kilogramm.

Ein Beispiel: 60 kg/m² auf einem 15 m² großen Carport ergeben bereits 900 kg, also fast eine Tonne über der Stellfläche.

Die Grundfläche eines Satteldachs ermittelst du einfach als Länge mal Breite des Hauses in der Draufsicht, unabhängig vom Neigungswinkel, weil die horizontale Projektion für die Lastrechnung zählt.

Bei geneigten Dächern liegt die schneebedeckte Grundfläche zugrunde, nicht die schräge Dachfläche, weil der Schnee senkrecht auf der Horizontalen lastet.

Achte außerdem darauf, ob benachbarte höhere Bauteile Schnee auf deine Fläche abrutschen lassen, weil dann mehr als die reine Eigenfläche zu tragen ist.

Wie gehst du mit verdichtetem Altschnee nach mehreren Tagen um?

Behandle gesetzten Altschnee nicht wie frisch gefallenen, lockeren Schnee, denn seine Dichte steigt mit der Zeit deutlich an.

Verdichtung durch Eigengewicht, Wind und wiederholtes Antauen und Wiedergefrieren erhöht die Schneedichte häufig stark, selbst wenn die gemessene Höhe gleich bleibt oder sogar sinkt.

Eine 15 cm hohe, gesetzte Altschneedecke kann dadurch schwerer wiegen als eine frische, doppelt so hohe Pulverschicht.

Für den Schneefall-Rechner ist das ein klarer Fall, eine schwerere Schneeart auszuwählen statt nach der ursprünglichen Frischschneeangabe zu rechnen.

Kommt frischer Schnee auf einen bereits verdichteten Unterbau, addieren sich beide Schichten im Rechner: Miss die Gesamthöhe und wähle einen gemittelten Typ, oder berechne jede Schicht getrennt und addiere die Einzellasten.

Achte zusätzlich auf eingelagerte Eisschichten, weil Eis mit rund 900 kg/m³ jede Last sprunghaft nach oben treibt. Wenn auf die Altschneedecke noch Regen fällt, saugt sie das Wasser auf und wird zusätzlich schwerer, ohne dass die Höhe es verrät.

Wann solltest du wegen Verwehungen, Dachkanten oder Kehlen konservativer rechnen?

Rechne immer dann konservativer, wenn der Schnee sich lokal sammelt oder der Wind ihn gezielt umlagert und an einzelnen Zonen anhäuft.

Die Durchschnittsrechnung des Schneefall-Rechners ist in solchen Fällen nur der Einstieg, nicht das vollständige Bild.

An Kehlen, hinter Aufbauten, an Dachkanten und in Verwehungen kann die örtliche Schneehöhe ein Mehrfaches des Flächenmittels erreichen, sodass das Schneegewicht je nach Schneeart deutlich höher liegt als der Durchschnitt vermuten lässt.

Typische Hotspots sind die Kehle zwischen Hauswand und Garagendach sowie die Leeseite hinter Schornsteinen, Dachfenstern oder Solarmodulen, wo sich der Wind bricht und Schnee ablegt.

Schätze diese exponierten Zonen separat ab und gib für sie die größere Höhe ein.

Rechnest du für eine solche Zone beispielsweise 60 cm statt des Flächenmittels von 20 cm, steigt die örtliche Last auf das Dreifache und zeigt sofort, ob dringendes Handeln nötig ist.

So erkennst du frühzeitig, ob eine punktuelle Überlastung an der kritischsten Stelle droht, lange bevor die mittlere Last bedenklich wirkt.

Wann reicht die Lastabschätzung aus Schneehöhe und Schneeart für Dächer nicht als Entscheidungsgrundlage aus?

Die Überschlagsrechnung reicht nicht aus, sobald Verwehungen, Dachkehlen, große Spannweiten, sichtbare Vorschäden oder unklare Tragreserven im Spiel sind.

Der Rechner liefert eine belastbare Startgröße für Höhe, Dichte, Fläche und resultierende Last, ersetzt aber keinen statischen Nachweis nach der regionalen Schneelastzone der DIN-Norm.

Diese Normwerte hängen stark von Standort und Geländehöhe ab und können je nach Region zwischen wenigen und über mehreren Kilonewton pro Quadratmeter liegen.

Für Gebäude in Schneelastzone 3 oder höher, zu der viele Mittelgebirgslagen ab etwa 400 Metern Höhe gehören, sind die normativen Lastannahmen oft deutlich strenger als ein einfacher Überschlag vermuten lässt.

Bei Zweifeln an der Tragfähigkeit, bei Knack- oder Knistergeräuschen, sich öffnenden Rissen oder klemmenden Türen solltest du die Fläche räumen und Fachleute hinzuziehen.

Ein Statiker oder erfahrener Zimmermann kann vor Ort beurteilen, welche Tragreserven die Konstruktion noch hat und ob sofortige Räumung oder Stützmaßnahmen nötig sind.

Die Rechnung ist eine Orientierung, kein Ersatz für die Vor-Ort-Prüfung kritischer Bauteile.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nicht die Schneehöhe allein entscheidet über die Gefahr, sondern ihre Kombination mit der Schneeart und der daraus folgenden Schneedichte. Zur Einordnung lohnt der Vergleich: 30 cm lockerer Neuschnee können harmloser sein als 12 bis 15 cm schwerer Nassschnee auf demselben flachen Dach, weil die Flächenlast in kg/m² stark auseinanderfällt.

Sobald der Rechner hohe Flächenlasten ausweist, dient das als konkrete Entscheidungshilfe für Schneeräumung, Sperrung oder zusätzliche Beobachtung der Konstruktion.

Behalte die zulässige Last deines Carports, Gewächshauses oder Daches im Blick und vergleiche sie direkt mit dem berechneten Wert. Weiterführende Informationen zu Lawinenschutz und Schneedeckenanalyse bietet das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF.

Miss nach starkem Schneefall lieber einmal zu oft, denn nasse Auflagen verdichten sich weiter und das Gesamtgewicht steigt, auch ohne dass neuer Schnee fällt.

Wenn der Schnee schmilzt, wird aus der Schneelast Niederschlag – die entstehende Wassermenge lässt sich anschließend mit dem Regenmenge-Rechner in Liter pro m² und Gesamtvolumen umrechnen. Schneelast-Grenzwerte: Ab wann Dächer und Carports gefährdet sind

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Klaus hat einen Carport mit 34 m² Dachfläche aus Polycarbonat. Nach einer Nacht mit starkem Schneefall misst er an drei Stellen 20 cm Nassschnee.

Er wählt 'Nassschnee', gibt 20 cm und 34 m² ein und erhält eine Flächenlast von rund 60 kg/m² und ein Gesamtgewicht von etwa 2.040 kg.

Er vergleicht das mit der Herstellerangabe von 60 kg/m² für sein Carportmodell und entscheidet: Die Last liegt exakt an der Grenze.

Klaus räumt sofort die Hälfte der Fläche ab und prüft die Stützen auf Verformungen. Carport: 20 cm Nassschnee auf 34 m² ergibt 60 kg/m² – exakt an der Grenzlast Zur Kontrolle rechnet Klaus den Grenzfall gegen: Wären dieselben 20 cm lockerer Frischschnee statt Nassschnee gefallen, läge die Flächenlast bei nur rund 20 kg/m² und das Gesamtgewicht bei etwa 680 kg – dieselbe Höhe, aber ein Drittel der Last.

Genau deshalb misst er nach jedem Wintereinbruch neu und wählt die Schneeart bewusst zwischen Frischschnee-locker, Nassschnee und verdichtetem Altschnee aus.

Überschreitet die berechnete Last die Herstellergrenze, räumt er sofort und beginnt an der windabgewandten Seite, weil sich dort Verwehungen sammeln und die örtliche Schneehöhe den gemessenen Mittelwert oft deutlich übersteigt.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein häufiger Irrtum im Schneefall-Rechner ist die Annahme, dass frischer und nasser Schnee bei gleicher Höhe ähnlich schwer seien, obwohl die gewählte Schneeart direkt die Dichte und damit kg/m² bestimmt. Ebenso problematisch ist es, nur die frei liegende Fläche als Eingabe zu nutzen und Dachkehlen, Aufkantungen oder Verwehungszonen nicht mitzudenken.

Ein dritter Fehler ist die Verwechslung von Wasseräquivalent und tatsächlicher Schneehöhe: 50 mm Wasser entsprechen eben nicht automatisch 50 mm Schnee.

Zusätzlich wird oft nur ein Messpunkt verwendet, obwohl gerade mehrere cm-Messungen über die belastete Fläche für eine belastbare Lastabschätzung entscheidend sind.

Ein weiterer Fehler ist, die geneigte Schrägfläche des Daches statt der projizierten Grundfläche einzugeben, wodurch die Flächenlast überschätzt wird – meteorologisch fällt Schnee wie Regen senkrecht, sodass für die Belastung nur die waagerechte Grundfläche zählt.

Und schließlich wird häufig übersehen, dass sich Nassschnee über Tage weiter verdichtet: Dieselbe Schneehöhe kann nach Regen oder einsetzendem Tauwetter deutlich mehr wiegen als beim frischen Fall, weil eindringendes Wasser die Zwischenräume füllt und die Schneedichte erhöht.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Schneefall-Rechner berechnet aus Schneehöhe, Schneeart und Lastfläche die tatsächliche Flächenlast in kg/m² und das Gesamtgewicht in Kilogramm und macht damit die echte Belastung von Carport, Gewächshaus oder Dach aus einer simplen Zentimeterangabe nachvollziehbar.

Als nächsten Schritt gibst du deine gemessene Schneehöhe und die passende Schneeart ein, vergleichst das Ergebnis mit der zulässigen Last deiner Konstruktion und entscheidest, ob Räumen, Sperrung oder statische Prüfung notwendig ist.

Wenn der Schnee schmilzt, lässt sich das entstehende Schmelzwasser mit dem Regenmenge-Rechner berechnen – 1 mm Wasseräquivalent entspricht 1 Liter pro m².

Im Winter gehören Schneelast und Niederschlag zusammen: Der UV-Index-Rechner hilft zusätzlich einzuschätzen, wie stark die Sonneneinstrahlung auch bei Schneebedeckung wirkt.

Praktisch ist dabei, dass Wasseräquivalent und Schneelast zahlengleich herauskommen: 1 mm Wasser entspricht exakt 1 kg/m².

Bei 20 cm nennt der Rechner deshalb 20 mm und 20 kg/m² für Frischschnee, 60 mm und 60 kg/m² für Nassschnee und 90 mm und 90 kg/m² für Altschnee.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Wasseräquivalent: 140 mm | Schneegewicht pro Quadratmeter: 140 kg/m² | Gesamtgewicht auf Fläche: 11.200 kg

Schneelast auf dem Dach nach einem Wintersturm

Schneehöhe
35 cm
Schneeart
nassschnee
Fläche
80 m²

Beispiel 2 · Mittel · Wasseräquivalent: 20 mm | Schneegewicht pro Quadratmeter: 20 kg/m² | Gesamtgewicht auf Fläche: 2.000 kg

Wie schwer ist frischer, lockerer Schnee pro Quadratmeter?

Schneehöhe
20 cm
Schneeart
frischschnee-locker
Fläche
100 m²

Beispiel 3 · Komplex · Wasseräquivalent: 90 mm | Schneegewicht pro Quadratmeter: 90 kg/m² | Gesamtgewicht auf Fläche: 4.500 kg

Altschnee, verdichtet – wie schwer wird er?

Schneehöhe
30 cm
Schneeart
altschnee-verdichtet
Fläche
50 m²

Weiterführende Rechner und Themen

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Weiternutzung

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  • Schneelast 0–150+ kg/m² in fünf Zonen nach Eurocode 1.

    Schneelast-Grenzwerte für Dächer und Carports

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  • Pulverschnee 10 kg/m², Nassschnee 30 kg/m², verdichteter Altschnee 45 kg/m² bei je 10 cm.

    10 cm Schnee – aber wie schwer?

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/niederschlag/schneefall-rechner">10 cm Schnee – aber wie schwer? auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Schneelastberechnung: 20 cm Nassschnee mit 300 kg/m³ Dichte ergibt 60 kg/m² Flächenlast und 2040 kg Gesamtgewicht auf 34 m² Carport – exakt am Herstellerlimit von 60 kg/m².

    Carport: 20 cm Nassschnee auf 34 m² ergibt 60 kg/m² – exakt an der Grenzlast

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/niederschlag/schneefall-rechner">Carport: 20 cm Nassschnee auf 34 m² ergibt 60 kg/m² – exakt an der Grenzlast auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: Schneefall: Wassergehalt und Schneelast, SCHNEEART — DICHTE — WASSERÄQUIVALENT — DACHLAST (10 cm), Pulverschnee, 30–50 kg/m³, 0,3–0,5 mm/cm, 3–5 kg/m², Neuschnee, 50–100 kg/m³

    Schneefall-Rechner Wassergehalt

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           alt="Infografik: Schneefall: Wassergehalt und Schneelast, SCHNEEART — DICHTE — WASSERÄQUIVALENT — DACHLAST (10 cm), Pulverschnee, 30–50 kg/m³, 0,3–0,5 mm/cm, 3–5 kg/m², Neuschnee, 50–100 kg/m³"
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/niederschlag/schneefall-rechner">Schneefall-Rechner Wassergehalt auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/niederschlag/schneefall-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

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Quelle: Schneedichte-Richtwerte aus meteorologischer Praxis; Umrechnung mit Wasserdichte 1000 kg/m³.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Wetter und Klima / Niederschlag
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Schneefall-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/wetter-klima/niederschlag/schneefall-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Schneefall-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/wetter-klima/niederschlag/schneefall-rechner

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