Überblick
Was ist der Schneefall-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Sobald aus einer beobachteten Schneehöhe eine reale Lastabschätzung werden soll, ist der Schneefall-Rechner das passende Werkzeug für Hausbesitzer, Hallenbetreiber, Carports, Gewächshäuser und Winterdienste. Er übersetzt eine reine Zentimeterangabe in eine belastbare Flächenlast in kg/m² und das Gesamtgewicht in Kilogramm.
Entscheidend dafür ist die Schneeart, denn sie bestimmt die Schneedichte: 10 cm Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m² (Schneedichte ca. 100 kg/m³).
10 cm Nassschnee wiegen mit der im Rechner hinterlegten Dichte von 300 kg/m³ bereits 30 kg/m², bei extrem durchnässtem Schnee von 400 kg/m³ wären es sogar 40 kg/m². 10 cm verdichteter Altschnee kommen mit 450 kg/m³ auf 45 kg/m².
Lockerer Neuschnee wiegt mit rund 100 kg/m³ also nur einen Bruchteil dessen, was Nassschnee mit 300 kg/m³ oder verdichteter Altschnee mit 450 kg/m³ auf die Konstruktion bringt.
Dieselbe Schneehöhe kann deshalb harmlos oder gefährlich sein, je nachdem, ob frischer Pulverschnee oder durchnässter Pappschnee auf dem Dach liegt. Schneemessmethoden und Schneedichtetabellen dokumentiert der Deutsche Wetterdienst (DWD).
Neben der Flächenlast gibt der Rechner das Wasseräquivalent in Millimetern aus, also die Wassermenge, die im Schnee gespeichert ist.
So lässt sich abschätzen, ob ein Carport, ein Flachdach oder ein Gewächshaus die anliegende Last noch trägt oder ob geräumt werden muss, bevor zulässige Grenzwerte überschritten werden.
Ab 60 kg/m² Schneelast kann ein Standardcarport in Gefahr geraten – viele Hersteller geben 60 bis 75 kg/m² als zulässige Grenzlast an.