Überblick
Was ist der Frequenzweichen-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Eine Frequenzweiche wird unverzichtbar, sobald zwei oder mehr Treiber mit unterschiedlichen Übertragungsbereichen in einem Gehäuse spielen. Der Hochpass schützt den Hochtöner vor tiefen Frequenzen, der Tiefpass begrenzt den Tieftöner.
Ohne Weiche spielen beide über das volle Spektrum – das schadet dem Hochtöner bei Bässen und verschlechtert den Klang im Übergangsbereich.
Eine passive Frequenzweiche berechnest du mit dem Frequenzweichen-Rechner: Aus der Trennfrequenz und der Lautsprecherimpedanz ergeben sich praxisnahe Bauteilwerte für Kondensator und Spule.
Der Kondensator bildet im Hochpass den Schutz des Hochtöners, die Spule im Tiefpass die Begrenzung für Tief- oder Tiefmitteltöner – Grundlagen dazu beschreibt Linkwitz Lab.
Er ist für passive 2-Wege-Boxen oder einfache Mehrwege-Konzepte geeignet, bei denen aus Trennfrequenz und Nennimpedanz erste elektrische Startwerte entstehen sollen.
Die Berechnung entscheidet außerdem, welche Größenordnung an Bauteilen bei einer Weiche erster oder zweiter Ordnung (6 oder 12 dB pro Oktave) sinnvoll ist.
Eine Filterordnung erster Ordnung kommt mit je einem Bauteil pro Zweig aus, eine zweite Ordnung trennt steiler, braucht aber Kondensator und Spule je Zweig.
Das ist nützlich, wenn ein Hochtöner thermisch geschützt, ein Mitteltöner sauber angebunden oder ein Prototyp vor dem Messen schnell überschlagen werden soll.
Das Zusammenspiel von Ordnung und Filtertyp überrascht dabei manche: Bei erster Ordnung bleibt die Typwahl folgenlos, Butterworth und Linkwitz-Riley liefern dort identische Bauteilwerte.
Das ist kein Versehen, sondern Physik — ein einzelnes Bauteil pro Zweig hat keine Güte, über die sich Alignments unterscheiden ließen.
Der Rechner sagt das in der Ausgabe auch offen und kennzeichnet die erste Ordnung als typunabhängig; wirksam wird die Auswahl erst ab der zweiten Ordnung.