Überblick
Was ist der Schärfentiefe-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
85 mm Brennweite bei f/1,8 auf Vollformat in 2 m Aufnahmeabstand ergeben nur etwa 3,4 cm scharf wirkenden Bereich — Augen und Nasenspitze liegen bereits außerhalb derselben Schärfeebene. Bei f/5,6 wächst die Zone auf rund 17 cm, bei f/8 auf etwa 24 cm.
Der Rechner bestimmt aus Brennweite, Blendenzahl, Fokusdistanz und Sensorformat Nahpunkt, Fernpunkt und Schärfentiefe und zeigt, wie sensitiv die Zone auf kleine Änderungen von Abstand oder Blende reagiert.
Er ist besonders nützlich für Porträts, Makro, Produktfotos und Landschaft, weil du schon vor der Aufnahme sehen kannst, ob der Hintergrund weich genug wird oder ob wichtige Motivteile unscharf aus dem Fokus fallen.
Entscheidend für das Ergebnis sind vier Eingabegrößen: die Brennweite des Objektivs, die Blendenzahl, der Motivabstand zum Fokuspunkt und das Sensorformat, das über den zulässigen Zerstreuungskreis in die Rechnung eingeht.
Aus diesen Werten ermittelt der Rechner Nahpunkt, Fernpunkt und die Gesamttiefe der scharf wirkenden Zone.
So erkennst du, wie schmal der scharfe Bereich bei offener Blende und kurzem Abstand tatsächlich wird und wann eine kleine Verschiebung von Blende oder Abstand den Bildeindruck spürbar verändert.
Die Schärfentiefe ist dabei kein harter Schnitt, sondern ein gradueller Übergang, dessen wahrgenommene Grenze auch von Ausgabegröße und Betrachtungsabstand abhängt.