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Reifengrößen-Rechner: Außendurchmesser und Abrollumfang berechnen

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Kurzantwort

Der Reifengrößen-Rechner zeigt dir sofort, wie groß dein Reifen wirklich ist – in mm, cm und als Abrollumfang. So erkennst du auf einen Blick, ob eine alternative Reifengröße zum selben Außendurchmesser führt.

Reifengröße ablesen und in physische Maße umrechnen: Außendurchmesser

Kilian AchatzFachredaktion Auto & Mobilität
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Reifengrößen-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Reifengrößen-Rechner liest die genormte Reifenbezeichnung (z. B.

205/55 R16) aus und berechnet daraus den Außendurchmesser, die Flankenhöhe und den Abrollumfang in Millimetern und Zentimetern.

Das Kürzel auf der Reifenflanke kodiert drei Werte: Reifenbreite in mm, Querschnittsverhältnis in Prozent und Felgendurchmesser in Zoll. Aus diesen drei Zahlen lässt sich der gesamte Raumbedarf des Reifens exakt ableiten.

Der Rechner nimmt dir diese Umrechnung ab und zeigt die physischen Maße sofort.

Praktisch nützlich ist das beim Vergleich von Alternativgrößen, bei der Frage ob eine Winterreifengröße zum selben Außendurchmesser führt wie die Serienbereifung und bei der ersten Plausibilitätsprüfung vor einem Reifenumbau – auch wenn für die offizielle Freigabe immer die Fahrzeugdokumente und der Fahrzeugschein gelten.

Wichtig ist, was der Rechner bewusst nicht tut: Er bewertet nur eine einzige Größe und stellt keine zwei Größen gegenüber.

Eine fertige Prozentzeile zur Tachoabweichung gibt er deshalb nicht aus – die entsteht erst, wenn du zwei Läufe vergleichst und die Außendurchmesser ins Verhältnis setzt.

Wer diesen Vergleich samt Tachoabweichung, Kilometerfehler und möglichem Mehrverbrauch in einem Schritt haben will, ist beim Reifengröße-Verbrauchsrechner richtig.

Dieser Rechner hier liefert die drei sauberen Grundmaße – Flankenhöhe, Außendurchmesser und Abrollumfang –, auf denen jeder solche Vergleich aufbaut.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst Reifenbreite (z. B.

205 mm), Querschnittsverhältnis (z. B. 55 %) und Felgendurchmesser (z. B. 16 Zoll) ein – exakt die drei Zahlen, die du auf der Reifenflanke siehst. Wichtig: Das Querschnittsverhältnis ist kein Millimeterwert, sondern eine Prozentzahl.

Bei 205/55 R16 bedeutet das 55 % von 205 mm = 112,75 mm Flankenhöhe pro Seite.

Für einen Schnellvergleich genügt es, zwei Größen nacheinander einzugeben und die Durchmesser zu vergleichen – der Rechner zeigt sofort, ob eine neue Kombination denselben Außendurchmesser hat oder stark davon abweicht.

Achte darauf, die Werte immer in dieser Reihenfolge zu lesen: Die erste Zahl ist die Breite in Millimetern, die zweite der Querschnitt in Prozent, die Zahl hinter dem R der Felgendurchmesser in Zoll.

Buchstaben wie Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex spielen für die Geometrie keine Rolle.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung folgt dem ETRTO-Standard und ist vollständig deterministisch: Flankenhöhe = Reifenbreite × Querschnitt / 100 (in mm); Außendurchmesser = Felgendurchmesser × 25,4 + 2 × Flankenhöhe (in mm); Abrollumfang = π × Außendurchmesser. Beispiel 205/55 R16: Flankenhöhe = 205 × 0,55 = 112,75 mm; Felge = 16 × 25,4 = 406,4 mm; Außendurchmesser = 406,4 + 225,5 = 631,9 mm; Abrollumfang = π × 631,9 ≈ 1.985 mm (= 198,5 cm).

Der Faktor 25,4 taucht auf, weil der Felgendurchmesser als einzige Größe in Zoll angegeben wird und ein Zoll genau 25,4 Millimeter misst. Die Flankenhöhe wird doppelt gezählt, weil der Reifen die Felge oben und unten umschließt.

Aus dem Außendurchmesser folgt der Abrollumfang über die Kreiszahl Pi, denn ein Radumlauf entspricht genau dem Umfang des Kreises.

Ein zweites Beispiel verdeutlicht die Logik: Bei 225/45 R17 beträgt die Flankenhöhe 225 mal 0,45 gleich 101,25 mm, die Felge misst 17 mal 25,4 gleich 431,8 mm, der Außendurchmesser also 431,8 plus 202,5 gleich 634,3 mm.

Trotz breiterem Reifen und größerer Felge liegt der Durchmesser damit nur rund 2 mm über dem der Ausgangsgröße.

Formeln für den Außendurchmesser und Abrollumfang eines Reifens aus Breite, Querschnitt und Felgengröße.

Nachschlagen

Abrollumfang-Tabelle: Gängige Reifengrößen mit Außendurchmesser und Abrollumfang

ETRTO-Formel: Außendurchmesser (mm) = (Querschnitt × 2 × Querschnittsverhältnis / 100) + (Felgendurchmesser × 25,4). Abrollumfang (mm) = Außendurchmesser × π.

Abrollumfang und Außendurchmesser für häufige PKW-Reifengrößen (ETRTO-Norm)
ReifengrößeQuerschnitt (mm)Flankenhöhe (mm)Außendurchmesser (mm)Abrollumfang (mm)
175/65 R141751145831.832
185/65 R151851206221.953
195/65 R151951276351.994
195/55 R161951076211.951
205/55 R162051136321.985
205/60 R162051236522.050
215/55 R172151186682.100
215/60 R172151296902.167
225/45 R172251016341.993
225/50 R172251136572.063
225/55 R172251246792.134
235/45 R182351066692.101
255/35 R19255896612.077

Werte nach ETRTO-Norm (European Tyre and Rim Technical Organisation). Berechnungsformel: Außendurchmesser = 2 × (Querschnitt × Verhältnis/100) + Felge × 25,4; Abrollumfang = Außendurchmesser × π. Abweichungen von ±2–3 % je nach Hersteller und Reifendruck möglich. Bei 205/55 R16 ergibt das: Flankenhöhe = 205 × 0,55 = 112,75 mm, Außendurchmesser = 2 × 112,75 + 16 × 25,4 = 631,9 mm, Abrollumfang = 631,9 × π ≈ 1.985 mm. Quelle: ETRTO Standards Manual.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Reifengrößen-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was bedeuten die drei Zahlen einer Reifenbezeichnung wie 205/55 R16?

Die erste Zahl (205) ist die Reifenbreite in Millimetern. Die zweite Zahl (55) ist das Querschnittsverhältnis in Prozent – also das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite. Die Zahl nach dem R gibt den Felgendurchmesser in Zoll an (16 Zoll = 406,4 mm).

Das R steht für Radial und bezeichnet den Reifenbautyp. Aus diesen drei Werten lässt sich der Außendurchmesser vollständig berechnen.

Genau diese drei Zahlen sind auch die einzigen Eingaben des Rechners – Breite, Querschnitt und Felgengröße, voreingestellt auf 205, 55 und 16. Merke dir vor allem die Rolle der mittleren Zahl: Sie ist ein Prozentsatz, keine Länge in Millimetern.

Bei 205/55 beträgt die Flankenhöhe 112,8 mm, bei 225/55 dagegen 123,75 mm – dieselbe 55, aber eine deutlich höhere Flanke, weil sie sich auf die größere Breite bezieht.

Die Seriengröße deines Fahrzeugs findest du im Fahrzeugschein unter Feld 15.1 – trag sie als Ausgangspunkt ein, bevor du Alternativen berechnest.

Wie wird der Außendurchmesser eines Reifens berechnet?

Außendurchmesser = Felgendurchmesser × 25,4 + 2 × Flankenhöhe. Die Flankenhöhe ergibt sich aus: Reifenbreite × Querschnittsverhältnis / 100.

Bei 205/55 R16 gilt: Flankenhöhe = 205 × 0,55 = 112,75 mm; Felge = 16 × 25,4 = 406,4 mm; Außendurchmesser = 406,4 + 2 × 112,75 = 631,9 mm. Das entspricht etwa 63,2 cm.

Die Flanke zählt doppelt, weil sie oben und unten am Rad sitzt – das ist der Grund für den Faktor 2. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass eine kleinere Felge automatisch einen kleineren Reifen bedeutet.

Gegenbeispiel zum Nachrechnen: 195/65 R15 hat die kleinere Felge, kommt aber auf 381 + 2 × 126,75 = 634,5 mm und ist damit größer als das 205/55 R16 mit 631,9 mm.

Entscheidend ist immer die Summe aus Felge und doppelter Flanke, nie die Zollzahl allein. Wer zwei Größen vergleichen will, berechnet beide nacheinander und vergleicht die angezeigten Außendurchmesser.

Liegt die Differenz unter 2 %, ist die Alternative in der Regel tachofehlerarm – genug für ein faktenbasiertes Gespräch beim Reifenhändler.

Was ist der Abrollumfang und wofür wird er gebraucht?

Der Abrollumfang ist der geometrische Umfang des Reifens: π × Außendurchmesser. Er gibt an, wie viele Meter der Reifen pro Umdrehung zurücklegt.

Das Fahrzeugsteuergerät nutzt Umdrehungszähler der Räder und den Abrollumfang, um Geschwindigkeit und Tachoanzeige zu berechnen. Weicht der tatsächliche Abrollumfang vom einprogrammierten Wert ab, entsteht ein Tachofehler.

Bei 205/55 R16 beträgt der Abrollumfang ca. 1.985 mm.

Die Richtung des Fehlers wird oft falsch geraten: Ein größerer Reifen legt pro Umdrehung mehr Strecke zurück, das Steuergerät zählt aber weniger Umdrehungen – der Tacho zeigt daher WENIGER an, als du tatsächlich fährst.

Ein kleinerer Reifen bewirkt das Gegenteil. Beim 195/65 R15 mit 634,5 mm Durchmesser sind es rund 1.993 mm Umfang, also gut 8 mm mehr als beim 205/55 R16.

Praktisch relevant wird der Abrollumfang auch beim jährlichen Reifenwechsel: Wenn Sommer- und Wintergröße unterschiedlich groß sind, zeigt der Tacho im Winter-Betrieb systematisch andere Werte – der Rechner liefert dir den genauen prozentualen Unterschied beider Umfänge.

Wann ist eine alternative Reifengröße als gleichwertig anzusehen?

Als grobe Faustregel gilt: Eine alternative Reifengröße ist unbedenklich, wenn ihr Außendurchmesser um weniger als 2–3 % vom Original abweicht. Bei mehr als 3 % entstehen spürbare Tachofehler, bei über 5 % ist die Abweichung rechtlich relevant.

Für die offizielle Freigabe und Fahrzeugzulassung ist immer die Übereinstimmungsbescheinigung (CoC) oder ein Eintrag in den Fahrzeugschein (Teil I oder II) entscheidend – keine rechnerische Schätzung.

Der rechtliche Hintergrund: Nach § 57 StVZO (Richtlinie 75/443/EWG, ECE-R39) darf der Tacho nie weniger anzeigen als die tatsächliche Geschwindigkeit; nach oben sind 10 % + 4 km/h erlaubt.

Bei 100 km/h real sind also bis zu 114 km/h Anzeige zulässig, aber kein einziges km/h darunter.

Weil ein größerer Reifen die Anzeige nach unten zieht, verbraucht er genau die Reserve, die der Hersteller bewusst eingeplant hat – deshalb ist Vergrößern die kritische Richtung.

Praktisch empfiehlt es sich, die Abweichung zuerst mit diesem Rechner zu messen und erst danach beim Reifenhändler nach einer offiziellen Freigabe zu fragen.

Kann ich Sommer- und Winterreifen unterschiedlicher Größe kombinieren?

Ja, solange der Außendurchmesser der Winterreifengröße nahezu identisch mit dem Sommerprofil ist. Gib beide Größen nacheinander in den Rechner ein und vergleiche die Außendurchmesser.

Abweichungen unter 2 % sind in der Praxis unbedenklich; trotzdem sollte die Winterreifengröße im Fahrzeugschein eingetragen oder durch eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) abgedeckt sein.

Ein durchgerechnetes Beispiel: Sommer 205/55 R16 (631,9 mm) und Winter 195/65 R15 (634,5 mm) unterscheiden sich um 2,6 mm, also 0,41 % – eine klassische, unproblematische Winterkombination, bei der die schmalere Felge sogar Kosten spart.

Achte beim Vergleich unbedingt darauf, beide Größen mit derselben Größe zu vergleichen: Stelle Durchmesser gegen Durchmesser oder Umfang gegen Umfang, niemals Durchmesser gegen Umfang.

Dein Reifenhändler kann die Wintergröße in der Regel zulassen, wenn der Durchmesserunterschied unter 3 % liegt.

Beachte außerdem: Schmalere Winterreifen (zum Beispiel 195 statt 205 mm) liefern bei Schnee und Matsch oft bessere Traktion, weil der höhere Aufstandsdruck den Reifen tiefer ins Schneepaket drückt – ein praktischer Vorteil, den du mit diesem Rechner vorab absichern kannst.

Welchen Abrollumfang hat ein Reifen der Größe 205/55 R16?

Der Abrollumfang der 205/55 R16 beträgt rund 1.985 mm (198,5 cm). Grundlage ist die ETRTO-Formel: Außendurchmesser = 2 × (Breite × Querschnitt/100) + Felge × 25,4; Abrollumfang = Außendurchmesser × π.

Bei 205/55 R16 ergibt das: Flankenhöhe = 205 × 0,55 = 112,75 mm; Felgensitz = 16 × 25,4 = 406,4 mm; Außendurchmesser = 406,4 + 225,5 = 631,9 mm; Abrollumfang = 631,9 × π ≈ 1.985 mm. Das bedeutet: Bei 100 km/h dreht der Reifen rund 840 Mal pro Minute.

Ein zweites häufiges Beispiel ist 195/65 R15: Flankenhöhe 126,75 mm, Außendurchmesser 634,5 mm, Abrollumfang rund 1.993 mm.

Der Unterschied von nur 8 mm Umfang entspricht einer Tachoabweichung von weniger als 0,5 % – im Alltag kaum spürbar, aber für das Steuergerät messbar.

Der Abrollumfang ist entscheidend für die korrekte Tachoanzeige: Ein größerer Reifen legt pro Umdrehung mehr Strecke zurück, das Steuergerät zählt aber dieselben Impulse – es zeigt daher weniger an, als du tatsächlich fährst.

Gib einfach Breite, Querschnitt und Felge in den Rechner ein, um Abrollumfang und Außendurchmesser für jede beliebige Reifengröße sofort zu berechnen.

Ändert ein größerer Außendurchmesser den Kraftstoffverbrauch?

Ein größerer Außendurchmesser erhöht das rotierende Trägheitsmoment und kann den Rollwiderstand leicht erhöhen. Messbar sind Unterschiede vor allem bei deutlichen Änderungen (+/− 5 mm Außendurchmesser).

Im Alltag überwiegt der Einfluss des Rollwiderstandskoeffizienten (Reifenlabel) gegenüber reinen Maßunterschieden. Für eine detaillierte Verbrauchsbetrachtung nutze den Reifengröße-Verbrauchsrechner, der Serien- und Zielgröße direkt vergleicht.

Ein zweiter, oft übersehener Effekt: Weil ein größerer Reifen die Tachoanzeige nach unten zieht, zählt auch der Kilometerzähler zu wenig.

Die getankten Liter verteilen sich dann rechnerisch auf zu wenige Kilometer – der angezeigte Verbrauch pro 100 km steigt, obwohl das Auto real kaum mehr braucht.

Dieser Rechner liefert dafür die Basis: Er zeigt Außendurchmesser und Umfang beider Größen, aus denen sich die prozentuale Abweichung direkt ablesen lässt.

Ein konkretes Beispiel: Der Wechsel von 205/55 R16 (631,9 mm) auf 215/55 R16 (642,9 mm) entspricht einem Durchmesserunterschied von 11 mm oder 1,7 % – bei echten 100 km/h zeigt der Tacho dann nur noch 98,3 km/h an, was auf 10.000 km einen Odometerunterschied von rund 170 km ergibt.

Für welche Reifengrößen gilt der Rechner?

Der Rechner gilt für alle PKW- und leichten Nutzfahrzeugreifen im ETRTO-Format (Breite 125–395 mm, Querschnitt 25–80 %, Felge 12–24 Zoll).

Nicht abgedeckt sind Motorradreifen (anderes Maßsystem), Industriereifen oder Run-Flat-Reifen mit abweichender Flankenhöhenberechnung. Das Ergebnis ist ein geometrischer Idealwert; der reale Abrollumfang unter Last kann um 1–3 % abweichen.

Achte beim Lesen der Ergebnisse auf die Bezugsgröße, denn hier entsteht der häufigste Fehler: 10 mm mehr Umfang sind bei 1.985 mm nur rund 0,5 % Abweichung, 10 mm mehr Durchmesser bei 631,9 mm dagegen rund 1,6 % – also mehr als das Dreifache.

Beide Angaben in Millimetern nebeneinander zu vergleichen, führt deshalb zu völlig falschen Schlüssen. Rechne Abweichungen immer in Prozent um, dann sind Durchmesser und Umfang gleichwertig.

Praktischer Tipp für den Alltag: Gib zuerst deine aktuelle Serienreifengröße aus dem Fahrzeugschein (Feld 15.1) ein und notiere Außendurchmesser und Abrollumfang als Referenz, bevor du eine Alternativgröße einträgst – so erkennst du die Abweichung auf einen Blick, ohne selbst subtrahieren zu müssen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Ein identischer Außendurchmesser bedeutet keinen Tachofehler und keinen nennenswerten Mehrverbrauch. Faustregel: ±2 bis 3 % Abweichung gelten in der Praxis oft als tolerierbar, über ±5 % entstehen spürbare Tacho- und Kilometerfehler.

Den Außendurchmesser zweier Größen zu vergleichen ist einfacher als Flankenhöhen zu addieren.

Sobald du einen Kandidaten gefunden hast, vergleiche den Abrollumfang: 10 mm mehr Außendurchmesser entsprechen bei dieser Größenklasse bereits etwa 1,6 % mehr Abrollumfang und damit rund 1,6 % Tachoabweichung, während 10 mm mehr am Umfang selbst nur etwa 0,5 % ausmachen.

Für eine stimmige Winterreifenwahl hilft es, Sommer- und Wintergröße nacheinander einzugeben und die Außendurchmesser zu vergleichen.

Praktisch hilfreich ist die Merkregel, dass Breite und Querschnitt gegenläufig wirken: Wird der Reifen breiter, muss der Querschnitt sinken, damit der Außendurchmesser gleich bleibt.

Genau darauf beruhen die gängigen Alternativgrößen aus den Fahrzeugpapieren.

Prüfe zusätzlich, ob die Wunschgröße überhaupt auf die vorhandene Felgenbreite passt, denn der Rechner beantwortet nur die Frage nach der Geometrie, nicht die nach der Montierbarkeit.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall – Winterreifengröße prüfen: Ein Fahrzeug hat serienmäßig 205/55 R16. Für den Winter steht 195/65 R15 zur Auswahl. Passt der Außendurchmesser?

Serie: Flankenhöhe = 205 × 0,55 = 112,75 mm; Außendurchmesser = 16 × 25,4 + 2 × 112,75 = 406,4 + 225,5 = 631,9 mm. Alternative: Flankenhöhe = 195 × 0,65 = 126,75 mm; Außendurchmesser = 15 × 25,4 + 2 × 126,75 = 381,0 + 253,5 = 634,5 mm.

Die Differenz beträgt 634,5 − 631,9 = 2,6 mm, also rund 0,4 Prozent. Das liegt klar unter der Faustregel von ±2 bis 3 Prozent und ist damit geometrisch unkritisch. Interpretation: Bei 0,4 Prozent Abweichung bleibt der Tachofehler vernachlässigbar.

Entscheidung: Die Wintergröße 195/65 R15 ist von der Geometrie her ein passender Kandidat – die verbindliche Freigabe liefert aber weiterhin nur der Fahrzeugschein beziehungsweise die CoC-Papiere, nicht diese Berechnung.

Ergänzend lohnt der Blick auf den Abrollumfang: Die Serie 205/55 R16 hat π × 631,9 mm ≈ 1.985 mm, die Alternative π × 634,5 mm ≈ 1.993 mm.

Die 8 mm Mehrumfang entsprechen rund 0,4 Prozent – der Tacho zeigt bei echten 100 km/h dann etwa 99,6 km/h, also eine in der Praxis vernachlässigbare Abweichung.

Bemerkenswert ist der Weg dorthin: Die Wintergröße ist 10 mm schmaler und sitzt auf einer um einen Zoll kleineren Felge, kommt aber trotzdem 2,6 mm höher heraus – weil der Querschnitt von 55 auf 65 Prozent steigt und die zusätzliche Flankenhöhe doppelt zählt.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein häufiger Fehler ist, das Querschnittsverhältnis als Millimeterwert einzugeben. Bei 205/55 R16 bedeutet 55 nicht 55 mm, sondern 55 % von 205 mm = 112,75 mm Flankenhöhe.

Ein weiterer Irrtum: Zwei Größen mit sehr ähnlicher Breite und ähnlichem Querschnitt als austauschbar zu betrachten, ohne den Außendurchmesser zu prüfen.

195/60 R16 und 205/55 R16 haben einen sehr ähnlichen Außendurchmesser, 205/60 R16 dagegen ist deutlich größer. Die Berechnungsergebnisse ersetzen keine Freigabe durch CoC, Fahrzeugschein oder technische Prüfstelle.

Ein dritter Fehler ist, den Felgendurchmesser in Millimetern statt in Zoll einzutragen: Aus 16 Zoll werden dann 16 Millimeter, und das Ergebnis liegt um Hunderte Millimeter daneben.

Ebenso wird der Zusammenhang zwischen Durchmesser und Tacho gern falsch herum gedacht – ein größerer Außendurchmesser lässt den Tacho langsamer laufen, sodass die reale Geschwindigkeit über der angezeigten liegt.

Und schließlich sind die Ergebnisse rein geometrische Orientierungswerte ohne Gewähr, weil Fertigungstoleranzen und Profiltiefe den realen Abrollumfang zusätzlich verschieben.

Wie schnell die Intuition daneben liegt, zeigt ein Dreiervergleich bei gleicher 16-Zoll-Felge: 205/55 kommt auf 631,9 mm, das schmalere 195/60 trotz geringerer Breite auf 640,4 mm und 205/60 auf 652,4 mm.

Nicht die Breite entscheidet über den Durchmesser, sondern der Querschnitt – und der wirkt doppelt, weil er oben und unten zählt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Reifengrößen-Rechner übersetzt Breite, Querschnitt und Felgengröße in Außendurchmesser und Abrollumfang und macht damit sofort sichtbar, ob eine Alternativgröße geometrisch passt oder deutlich abweicht.

Als nächsten Schritt vergleichst du die Außendurchmesser der aktuellen und der geplanten Reifengröße – und prüfst mit dem Reifengröße-Verbrauchsrechner, ob eine Umrüstung auch Tachoabweichung und Verbrauch verschiebt.

Als Faustregel für die Praxis gilt: Bleibt der Außendurchmesser innerhalb von rund zwei Prozent der Serienbereifung, sind Tachoabweichung und Kilometerfehler vernachlässigbar.

Halte dabei die Arbeitsteilung im Kopf: Dieser Rechner liefert die Maße einer Größe – Flankenhöhe, Außendurchmesser und Abrollumfang –, die Abweichung zwischen zwei Größen bildest du aus zwei Läufen.

Für 205/55 R16 sind das 112,8 mm, 631,9 mm und 1.985,2 mm; die Wintergröße 195/65 R15 kommt auf 126,8 mm, 634,5 mm und 1.993,3 mm.

Die Berechnung ist ein geometrischer Orientierungswert ohne Gewähr und ersetzt die verbindliche Freigabe über Fahrzeugschein, CoC-Papiere oder technische Prüfstelle ausdrücklich nicht.

Wer neben der Geometrie auch wissen möchte, was falscher Reifendruck im Jahr kostet, rechnet Mehrverbrauch und Jahreskosten im Reifendruck-Verbrauchsrechner durch.

Wer bei einem Felgenwechsel wissen möchte, wie die neue Einpresstiefe die Spurweite verschiebt, berechnet das im ET-Rechner für Felgen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Flankenhöhe: 126,8 mm; Außendurchmesser: 634,5 mm (63,45 cm); Abrollumfang: 1.993,3 mm (199,33 cm)

Sparsame Kompaktgröße 195/65 R15

Reifenbreite
195 mm
Querschnittsverhältnis
65 %
Felgendurchmesser
15 Zoll

Beispiel 2 · Mittel · Flankenhöhe: 101,3 mm; Außendurchmesser: 634,3 mm (63,43 cm); Abrollumfang: 1.992,7 mm (199,27 cm)

Breiter Reifen 225/45 R17 (Sport/Tuning)

Reifenbreite
225 mm
Querschnittsverhältnis
45 %
Felgendurchmesser
17 Zoll

Beispiel 3 · Komplex · Flankenhöhe: 141 mm; Außendurchmesser: 739,2 mm (73,92 cm); Abrollumfang: 2.322,3 mm (232,23 cm)

SUV-Größe 235/60 R18

Reifenbreite
235 mm
Querschnittsverhältnis
60 %
Felgendurchmesser
18 Zoll

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Weiternutzung

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  • Infografik: Reifenbezeichnung lesen: 205/55 R16 91V, 205 / 55 R 16 91 V, Breite in mm, Querschnitt %, (Höhe/Breite), Radial-Bauart, (Standard), Felge in Zoll

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Richtwerte; für Freigaben und Eintragungen gelten die Fahrzeugunterlagen und amtliche Prüfstellen.

Quelle: ETRTO-Maßlogik: Flankenhöhe = Breite × Querschnitt/100; Außendurchmesser = Felge×25,4 + 2×Flankenhöhe.

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Auto / Verbrauch senken
Formeln basieren auf
Flankenhöhe = Reifenbreite × Querschnitt / 100; Außendurchmesser = Felgendurchmesser × 25,4 + 2 × Flankenhöhe; Abrollumfang = π × Außendurchmesser
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Reifengrößen-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/auto/verbrauch-senken/reifengroessen-umrechner

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