Überblick
Was ist der Grundierung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Aus Wandfläche, Untergrundtyp und Grundierungsart leitet der Grundierung-Rechner einen belastbaren Bedarf für Tiefengrund, Haftgrund oder ähnliche Voranstriche ab. Das ist besonders wichtig, weil Grundierung selten die sichtbare Endschicht ist, aber häufig über Haftung, Saugverhalten und Gleichmäßigkeit der folgenden Beschichtung entscheidet.
Der Bedarf ergibt sich aus der Fläche multipliziert mit dem Verbrauch je Quadratmeter, den der Rechner aus der Kombination von Untergrund und Grundierungsart hinterlegt; danach wird die Literzahl auf gängige Gebindegrößen aufgerundet.
Entscheidend ist der Grundierungstyp: Tiefengrund verfestigt stark saugende Altflächen, Haftgrund verbessert die Anbindung auf glatten oder dichten Untergründen, und beide haben unterschiedliche Verbräuche.
Auf stark saugendem Untergrund kann ein zweiter Auftrag von Hand nötig werden, der die reale Materialmenge gegenüber dem Ein-Lagen-Bedarf des Rechners verdoppelt.
Wer den Bedarf zu knapp plant, riskiert Haftungsprobleme und ungleichmäßiges Saugverhalten der folgenden Schicht, was sich im Endanstrich als Wolkenbildung oder schlechte Deckkraft zeigt.
Die hinterlegten Verbrauchswerte liegen enger beieinander, als die Produktvielfalt vermuten lässt: Für Tiefengrund rechnet der Rechner mit 0,1 l/m² auf neuem Kalk-/Gipsputz und auf Gipskarton, mit 0,08 l/m² auf Beton und mit 0,12 l/m² auf Altanstrich.
Der Wechsel auf Haftgrund hebt den Wert dagegen auf 0,15 l/m² — die Grundierungsart bewegt damit mehr als der Untergrund.