Überblick
Was berechnet der Flaschenzug-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Ein Flaschenzug verteilt das Gewicht einer Last auf mehrere Seilstränge, sodass du am Zugende nur einen Bruchteil der Gewichtskraft aufbringen musst. Der Flaschenzug-Rechner liefert für drei Bauarten die Zugkraft, den nötigen Seilweg, die Hubarbeit und den Verlust durch Reibung.
Im Standardfall hängen 100 kg an einem Faktorenflaschenzug mit 4 tragenden Seilsträngen: Die Gewichtskraft beträgt 980,7 N, die Zugkraft ohne Verluste 245,2 N, das ist die Gewichtskraft von 25 kg.
Dafür holst du 4 m Seil ein, damit die Last 1 m steigt. Entscheidend ist die Zahl der tragenden Seilstränge an der Unterflasche, nicht die Zahl der Rollen.
Beim Potenzflaschenzug halbiert jede lose Rolle die Kraft: Drei lose Rollen ergeben ein Achtel der Gewichtskraft, der Seilweg wächst dafür auf das Achtfache.
Der Differentialflaschenzug nutzt zwei fest verbundene Rollen mit verschiedenem Radius; seine Zugkraft hängt vom Unterschied R − r ab und wird bei kleinem Unterschied sehr klein, dafür wird der Zugweg sehr lang.
Für alle drei gilt die Goldene Regel der Mechanik: Was du an Kraft sparst, zahlst du mit Weg, die Hubarbeit bleibt gleich. Echte Seilrollen verlieren durch Lager- und Seilreibung zusätzlich etwas.
Bei einem Wirkungsgrad von 96 % je Rolle steigen die 245,2 N des Vierseilzugs auf 260,4 N. Der Rechner richtet sich an alle, die eine Last in Werkstatt, Garten oder auf dem Boot heben wollen oder eine Physikaufgabe nachrechnen.
Er rechnet nur Physik und prüft nicht, was Seil, Rolle oder Haken tragen dürfen.