Überblick
Was berechnet der Riementrieb-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Ein Riementrieb überträgt die Drehung einer Antriebswelle über einen Riemen auf eine zweite Welle. Wer ihn plant, braucht fünf Werte: die Übersetzung, die Abtriebsdrehzahl, das Drehmoment an der Abtriebswelle, die Riemenlänge und den Umschlingungswinkel.
Als Kontrolle kommt die Riemengeschwindigkeit hinzu. Dieser Rechner liefert alle Werte für den offenen Zweischeiben-Trieb in einem Schritt.
Zwei Scheiben mit 100 und 200 mm Durchmesser ergeben bei 1.450 1/min am Motor die Übersetzung 2, eine Abtriebsdrehzahl von 725 1/min und bei 400 mm Achsabstand eine Riemenlänge von 1.277,5 mm.
Die Ergebnisse helfen Hobbybauern, Werkstätten und Konstrukteuren, die einen Kompressor, einen Lüfter oder eine Werkzeugmaschine antreiben und Scheiben oder Riemen auswählen wollen.
Der Rechner ersetzt keine Auslegung beim Hersteller: Er zeigt Geometrie und Kinematik, nicht die übertragbare Leistung. Das Verhältnis der beiden Scheibendurchmesser bestimmt die Übersetzung.
Ein kleiner Durchmesser an der Motorwelle und ein großer an der Abtriebswelle bremsen die Drehzahl und erhöhen das Moment, eine kleine getriebene Scheibe beschleunigt sie.
Mit dem Achsabstand legst du zugleich Riemenlänge und Umschlingungswinkel fest, deshalb gehören alle Größen auf eine Seite. Vorbelegt sind 1,5 kW Motorleistung und 96 % Wirkungsgrad, damit sofort ein Abtriebsmoment erscheint.
Drei Dinge unterscheiden den Rechner von einer bloßen Längenformel: Er lässt die zweite Scheibe über den Durchmesser oder über die Übersetzung vorgeben, er rechnet Drehzahl und Drehmoment mit, und er warnt, wenn der Umschlingungswinkel der kleinen Scheibe unter 120° fällt.
Die Tabelle zeigt zusätzlich, wie sich andere Scheibengrößen bei gleichem Achsabstand auswirken.