Überblick
Was ist der Wärmeausdehnung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die lineare Längenänderung ΔL eines Bauteils bei einer Temperaturänderung berechnet der Wärmeausdehnung-Rechner. Grundlage ist die Formel ΔL = α · L · ΔT mit dem Ausdehnungskoeffizienten α, der Ausgangslänge L und der Temperaturdifferenz ΔT.
Feste Werkstoffe dehnen sich beim Erwärmen aus und ziehen sich beim Abkühlen zusammen. Wie stark, hängt vom Material ab: Der Ausdehnungskoeffizient unterscheidet sich je Werkstoff deutlich, Aluminium dehnt sich etwa fast doppelt so stark wie Stahl.
Die Referenzwerte für Ausdehnungskoeffizienten dokumentiert unter anderem das NIST. Das ist vor allem bei Rohren, Profilen, Führungsschienen, Fassadenteilen oder Montagefugen wichtig.
Schon wenige Millimeter Längenänderung können dort über Spiel, Spannung oder Klemmen entscheiden. Der Rechner zeigt diese Längenänderung aus Ausgangslänge, Ausdehnungskoeffizient und Temperaturdifferenz schnell und vergleichbar an.
Behandelt wird dabei ausschließlich die lineare Ausdehnung, also die Längenänderung in einer Richtung.
Für Flächen und Volumina gelten daraus abgeleitete Kennwerte: Bei isotropen Werkstoffen beträgt der Flächenausdehnungskoeffizient näherungsweise das Doppelte und der Volumenausdehnungskoeffizient rund das Dreifache des Längenwerts.
Ein Stahlbauteil mit α = 12 · 10⁻⁶/K dehnt sich im Volumen also mit etwa 36 · 10⁻⁶/K aus.
Wer den Inhalt eines Tanks, das Spiel einer Passung oder eine Schrumpfverbindung über alle drei Achsen beurteilen muss, rechnet deshalb mit rund dem Dreifachen dessen, was dieser Rechner für eine einzelne Kante ausweist.