Überblick
Einspeisevergütung berechnen: Was zahlt der Netzbetreiber je Kilowattstunde?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Einspeisevergütung ist der feste Preis, den dir der Netzbetreiber für jede Kilowattstunde Solarstrom zahlt, die deine Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz einspeist. Dieser Rechner ermittelt den Satz für deine Anlage aus dem Zeitraum der Inbetriebnahme und der Leistung in Kilowattpeak, rechnet daraus den Erlös im ersten Jahr und über die 20 Jahre Vergütungsdauer und stellt Überschusseinspeisung und Volleinspeisung gegenüber.
Gedacht ist die Seite für Betreiber, die eine Anlage planen oder gerade in Betrieb genommen haben und wissen wollen, was auf dem Konto ankommt. Freiflächenanlagen und Anlagen über 100 kWp folgen anderen Regeln und sind nicht abgebildet.
Der Satz entsteht nicht nach Gutdünken des Netzbetreibers, sondern aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Für Anlagen auf Gebäuden gelten drei Leistungsstufen: bis 10, bis 40 und bis 100 Kilowattpeak.
Der anzulegende Wert jeder Stufe sinkt seit Februar 2024 alle sechs Monate um 1 Prozent, und bei der Einspeisevergütung werden davon noch 0,4 Cent abgezogen. Für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. August und dem 31.
Dezember 2026 in Betrieb gehen, ergibt das 7,70 Cent je Kilowattstunde bei Überschusseinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung. Dieser Satz bleibt für 20 Jahre fest.
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Sätze je Halbjahr in einer Tabelle; der Rechner nutzt dieselben Werte und prüft sie gegen das Gesetz.
Wer mehr als 10 kWp installiert, bekommt keinen einheitlichen Satz, sondern eine Mischvergütung: Die ersten 10 kWp werden mit dem höchsten, die nächsten 30 kWp mit einem niedrigeren Satz vergütet.
Bei 14 kWp liegt der Mischsatz deshalb bei 7,40 statt 7,70 Cent. Der Rechner zeigt die Stufen einzeln, damit die Abrechnung des Netzbetreibers nachvollziehbar bleibt.
Die zweite Hälfte der Seite beantwortet die Frage, die der Satz allein offen lässt: Lohnt sich die Überschusseinspeisung mit Eigenverbrauch oder die Volleinspeisung mit dem höheren Satz?
Im Standardfall mit 8 kWp und 35 Prozent Eigenverbrauch bringt die Überschusseinspeisung 1.231,58 Euro im Jahr (380,38 Euro Vergütung plus 851,20 Euro Wert des Eigenverbrauchs), die Volleinspeisung nur 928,72 Euro.
Ob sich die Anlage samt Kaufpreis rechnet, zeigt der PV-Amortisationsrechner; hier geht es allein um die Vergütung.