Rechenbasis
Annahmen und Grenzen
Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.
3 Annahmen und 3 Grenzen
Annahmen
- Fettfreie Masse = Gewicht × (1 − Körperfettanteil / 100); der Körperfettanteil ist entweder dein Eingabewert oder der Schätzwert der Navy-Methode, die auf eine Nachkommastelle gerundet wird.
- Die Normalisierung rechnet den FFMI auf 1,80 m Körpergröße um und nutzt den Faktor 6,3 aus dem Abstract von Kouri et al. (1995). Die Studie bezieht sich auf Männer; bei Frauen ist es dieselbe Umrechnung ohne eigenen Vergleichswert.
- Die Vergleichsmediane (FFMI 18,9 kg/m² bei Männern, 15,4 kg/m² bei Frauen; FMI 4,0 und 5,5 kg/m²) gelten für 18- bis 34-Jährige einer Schweizer Stichprobe mit Bioimpedanz-Messung (Schutz et al. 2002) und sind kein Soll.
Grenzen
- Der FFMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln, Organen, Knochen und Wasser: Die Fettfreie Masse ist Gewicht minus geschätztes Fett, keine Muskelmessung.
- Die Genauigkeit hängt am Körperfettanteil. Körperanalysewaagen, Hautfaltenmessung, DEXA und Navy-Methode liefern für dieselbe Person unterschiedliche Werte; jeder Prozentpunkt Abweichung verschiebt den FFMI bei 80 kg und 1,80 m um etwa 0,25 kg/m².
- Die Studie von Kouri et al. (1995) beschreibt eine kleine Stichprobe männlicher Kraftsportler. Ihr Höchstwert von 25,0 in der Vergleichsgruppe ist kein Grenzwert; der Rechner bewertet keine Person und keinen Trainingsweg.
Stand der Prüfung: Studienwerte aus den Abstracts von Kouri et al. (1995, PMID 7496846) und Schutz et al. (2002, PMID 12080449) am 09.10.2026 abgerufen; die Perzentiltabelle der zweiten Studie war nicht frei zugänglich und wird nicht verwendet.