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Wie viel Bildschirmzeit ist gesund? Rechner nach Alter

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Kurzantwort

Rechnet die Bildschirmzeit von Werktag und Wochenende auf Tag, Woche und Jahr hoch, zeigt den Anteil an der Wachzeit und vergleicht mit dem Richtwert der AWMF-Leitlinie für die Altersgruppe.

Bildschirmzeit von Werktag und Wochenende auf Tag

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Okt. 2026)Stand:

Überblick

Bildschirmzeit berechnen und mit der Altersempfehlung vergleichen

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wer fragt, wie viel Bildschirmzeit gesund ist, bekommt im Netz meist eine einzelne Zahl. Dieser Rechner geht den umgekehrten Weg: Du trägst ein, wie viele Stunden ein Kind, eine Jugendliche oder du selbst tatsächlich vor Smartphone, Tablet, Fernseher, Computer und Spielkonsole verbringst, und erfährst, was das auf Tag, Woche und Jahr bedeutet.

Die Hochrechnung trennt Werktag und Wochenende, denn ein langes Wochenende hebt den Wochendurchschnitt stärker an, als es sich anfühlt.

Aus dem Durchschnitt entstehen der Anteil an der Wachzeit und der Abstand zur Obergrenze der Leitlinie für die gewählte Altersgruppe. Gemeint ist die Freizeit-Bildschirmzeit, also ohne Unterricht und Arbeit.

Als Maßstab dient die AWMF-Leitlinie 027-075 zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend, Version 1.0 mit Geltung ab dem 15.07.2023.

Sie nennt je Altersgruppe einen Höchstwert, zum Beispiel 45 bis 60 Minuten pro Tag von 9 bis 11 Jahren und 1 bis 2 Stunden von 12 bis 15 Jahren. Für Erwachsene gibt es keinen Wert, dort zeigt der Rechner nur die Hochrechnung.

Der Vergleich ist eine Orientierung und keine Diagnose. Der Rechner ist für zwei Situationen gedacht.

Eltern wollen vor einer Regel wissen, wo die Familie steht, und Jugendliche oder Erwachsene möchten ihre eigene Nutzung einmal in Wochen- und Jahresstunden sehen.

In beiden Fällen zählt das Ergebnis erst im Vergleich: Eine Zahl wie 1.669 Stunden im Jahr bekommt Gewicht, wenn daneben steht, dass die Obergrenze für 12 bis 15 Jahre bei täglicher Nutzung 730 Stunden im Jahr ergäbe.

Eingaben

Bildschirmzeit eintragen: Altersgruppe, Werktag, Wochenende und Schule

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Zuerst wählst du die Altersgruppe: 0 bis 2, 3 bis 5, 6 bis 8, 9 bis 11, 12 bis 15 oder 16 bis 17 Jahre, dazu Erwachsene ab 18. Sie legt fest, welcher Leitlinienwert als Obergrenze gilt.

Die Leitlinie spricht von 3 bis 6, 6 bis 9, 9 bis 12 und 12 bis 16 Jahren; der Rechner liest diese Grenzen als vollendete Lebensjahre. Dann folgen die Stunden an einem normalen Werktag und an einem Wochenendtag.

Schätze alle Bildschirme zusammen und trage die Zahl dezimal ein: 1:30 Stunden sind 1,5, 3:45 Stunden sind 3,75. Ein häufiger Eingabefehler ist 1,30 für eineinhalb Stunden, das wären nur 1 Stunde 18 Minuten.

Mehr als 24 Stunden lässt der Rechner nicht zu. Im Feld „Davon für Schule oder Arbeit“ steht die Zeit am Bildschirm, die zum Unterricht, zu Hausaufgaben oder zur Arbeit gehört.

Sie wird am Werktag abgezogen, damit nur die Freizeit mit der Leitlinie verglichen wird. Die Schlafdauer pro Nacht dient allein der Wachzeit; der Vorgabewert von 8 Stunden ist eine Annahme, die du durch die tatsächliche Dauer ersetzt.

Berechnung

Bildschirmzeit hochrechnen: Werktag, Wochenende, Woche und Jahr

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner bildet zuerst die Freizeit am Werktag: Bildschirmzeit am Werktag minus Zeit für Schule oder Arbeit. Daraus entsteht der Durchschnitt pro Tag: fünf Werktage plus zwei Wochenendtage, geteilt durch sieben.

Bei 4 Stunden am Werktag und 6 Stunden am Wochenende sind das (5 × 4 + 2 × 6) ÷ 7 = 4,57 Stunden, also 4 Stunden 34 Minuten, und nicht 4 Stunden. Die Woche ergibt sich als sieben Mal der Durchschnitt, hier 32 Stunden.

Für das Jahr wird die Woche mit 365 geteilt durch 7 Wochen vervielfacht: 1.669 Stunden. Durch 24 geteilt sind das 69,5 volle Tage.

Rechnet man den Durchschnitt direkt hoch, kommt dasselbe heraus: 4,57 Stunden mal 365 Tage sind ebenfalls 1.669 Stunden.

Der Anteil an der Wachzeit ist der Durchschnitt geteilt durch 24 Stunden minus Schlafdauer; bei 8 Stunden Schlaf sind es 28,6 Prozent.

Zuletzt zieht der Rechner die Obergrenze der Leitlinie in Minuten vom Durchschnitt ab: 274 − 120 = 154 Minuten über dem Wert für 12 bis 15 Jahre.

Es wird nichts gerundet, bevor das Ergebnis feststeht; die Minuten im Text und der Abstand stammen aus derselben ungerundeten Zahl. Hochrechnung von 4 Stunden am Werktag und 6 Stunden am Wochenende auf Tag, Woche und Jahr

Durchschnitt pro Tag gleich fünf mal Werktag minus Schule plus zwei mal Wochenende durch sieben; Jahr gleich Durchschnitt mal 365; Wachzeit-Anteil und Abstand zur Obergrenze in Minuten.
Die Obergrenze G stammt aus der AWMF-Leitlinie 027-075 (Version 1.0, 2023) und ist kein Eingabefeld; Werktage und Wochenendtage sind mit 5 und 2 je Woche angenommen, das Jahr mit 365 Tagen.

Nachschlagen

Bildschirmzeit nach Alter: Richtwerte der Leitlinie und Jahresstunden

Die Tabelle liest dieselbe Rechenlogik wie der Bildschirmzeit-Rechner. Sie nennt je Altersgruppe die Freizeit-Obergrenze der AWMF-Leitlinie 027-075 und zeigt, wie viele Stunden pro Woche und pro Jahr zusammenkommen, wenn die Obergrenze an jedem Tag ausgeschöpft wird.

Richtwerte der AWMF-Leitlinie 027-075 je Altersgruppe mit Wochen- und Jahresstunden bei täglich ausgeschöpfter Obergrenze
AltersgruppeRichtwert der Leitlinie (Freizeit, pro Tag)ObergrenzeStunden pro WocheStunden pro Jahr (365 Tage)
0 bis 2 Jahrekeine Nutzung0 min0 h0 h
3 bis 5 Jahrebis 30 min30 min3,5 h182,5 h
6 bis 8 Jahre30 bis 45 min45 min5,3 h273,8 h
9 bis 11 Jahre45 bis 60 min60 min7 h365 h
12 bis 15 Jahre60 bis 120 min120 min14 h730 h
16 bis 17 Jahrebis 120 min120 min14 h730 h
Erwachsene (18 Jahre und älter)kein Wert–––

Quelle: AWMF-Leitlinie Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend (027-075, S2k, Version 1.0, gültig ab 15.07.2023), Abschnitt 3.2, Empfehlungen 25, 26, 27, 30, 33 und 37, abgerufen am 09.10.2026. Für 3 bis 8 Jahre nennt die Leitlinie Höchstwerte an einzelnen Tagen, für 16 bis 17 Jahre einen Richtwert je nach Reife; für Erwachsene gibt es keinen Wert. Die Jahresstunden zeigen die Rechengröße bei täglich ausgeschöpfter Obergrenze und sind kein Zielwert.

Expertenmodus

Häufige Fragen zur Bildschirmzeit nach Alter

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viel Bildschirmzeit ist für 12-Jährige in Ordnung?

Die AWMF-Leitlinie 027-075 nennt für 12 bis 16 Jahre höchstens 1 bis 2 Stunden pro Tag in der Freizeit und empfiehlt, spätestens um 21 Uhr aufzuhören (Empfehlung Nr. 33). Das ist eine Obergrenze und kein Ziel, das man ausschöpfen soll.

Ein Beispiel mit den Vorgabewerten des Rechners: 3 Stunden am Werktag und 4,5 Stunden am Wochenendtag ergeben 3 Stunden 26 Minuten im Durchschnitt, das sind 86 Minuten mehr als die obere Grenze von 2 Stunden.

Trage die Zeit für Schule und Hausaufgaben im Feld „Davon für Schule oder Arbeit“ ab, damit nur die Freizeit verglichen wird. Wer deutlich über dem Wert liegt, kann zuerst das Wochenende anpassen, denn dort ist der Hebel meist am größten.

Der Vergleich ist eine Orientierung für Gespräche in der Familie und keine Aussage über die Gesundheit eines einzelnen Kindes. Bei Sorgen hilft die Kinder- und Jugendarztpraxis.

Wie rechne ich Bildschirmzeit auf Woche und Jahr hoch?

Zuerst brauchst du den Durchschnitt pro Tag: fünf Werktage und zwei Wochenendtage, zusammen geteilt durch sieben. Bei 4 Stunden am Werktag und 6 Stunden am Wochenende ergibt (5 × 4 + 2 × 6) ÷ 7 genau 4,57 Stunden, also 4 Stunden 34 Minuten.

Mal sieben sind das 32 Stunden pro Woche. Für das Jahr multiplizierst du die Woche mit 365 geteilt durch 7 und erhältst 1.669 Stunden, das entspricht 69,5 vollen Tagen zu je 24 Stunden.

Wichtig ist die dezimale Eingabe: 1:30 Stunden schreibst du als 1,5, nicht als 1,30. Wer nur den Werktag nimmt und mit sieben multipliziert, liegt hier bei 28 Stunden pro Woche und damit 4 Stunden zu niedrig.

Ferien und Feiertage sind in der Rechnung nicht gesondert berücksichtigt; verändert sich der Alltag stark, rechne beide Abschnitte getrennt. Die Hochrechnung ist eine Rechengröße und sagt nichts über den Inhalt der Nutzung aus.

Zählt die Bildschirmzeit für Schule und Arbeit mit?

Für den Vergleich mit der Leitlinie nicht, denn ihre Werte gelten für die Freizeit (Empfehlungen Nr. 30 und 33). Deshalb gibt es das Feld „Davon für Schule oder Arbeit“, das am Werktag abgezogen wird.

Ein Beispiel: 4 Stunden am Werktag und 6 am Wochenende, davon 2 Stunden für den Unterricht. Die Freizeit-Bildschirmzeit sinkt dann von 4 Stunden 34 Minuten auf 3 Stunden 9 Minuten im Durchschnitt, der Abstand zu 2 Stunden von 154 auf 69 Minuten.

Die Gesamtzeit von 32 Stunden pro Woche zeigt der Rechner trotzdem an.

Für digitalen Fernunterricht nennt die Leitlinie eigene Werte: in der Grundschule höchstens 60 Minuten, in der weiterführenden Schule höchstens 120 Minuten Bildschirmzeit pro Tag (Empfehlung Nr. 41).

Trage die Schulzeit realistisch ein und nicht großzügig, sonst wirkt die Freizeit kleiner, als sie ist. Hausaufgaben am Computer gehören in dieses Feld, Videos zum Vergnügen nicht.

Wie viel Bildschirmzeit ist bei Kleinkindern empfohlen?

Die deutsche Leitlinie rät, Kinder unter 3 Jahren von aktiver und passiver Nutzung von Bildschirmmedien fernzuhalten (Empfehlung Nr. 25). Ab 3 Jahren nennt sie höchstens 30 Minuten an einzelnen Tagen und nur in Anwesenheit der Eltern (Nr. 26).

Die WHO empfiehlt 2019 für Kinder unter einem Jahr keine Bildschirmzeit, für 1 Jahr keine sitzende Bildschirmzeit und ab 2 Jahren höchstens 1 Stunde, wobei weniger besser ist.

Der Rechner folgt der deutschen Leitlinie, weil sie strenger ist: Bei 3 bis 5 Jahren und 1 Stunde pro Tag liegt der Durchschnitt 30 Minuten über der Obergrenze von 30 Minuten.

Für 0 bis 2 Jahre ist die Obergrenze 0, jede eingetragene Minute liegt darüber. Wer Fernsehen im Hintergrund laufen lässt, sollte diese Zeit mitzählen, denn auch passive Nutzung ist in der Empfehlung eingeschlossen.

Würde ein Kind jeden Tag genau 30 Minuten nutzen, wären das im Jahr 182,5 Stunden.

Wie stark hebt das Wochenende den Durchschnitt?

Zwei von sieben Tagen machen gut 28 Prozent der Woche aus, und lange Wochenendtage ziehen den Durchschnitt entsprechend nach oben.

Bei 4 Stunden am Werktag und 6 Stunden am Wochenende liegt der Durchschnitt bei 4,57 Stunden; wäre das Wochenende ebenfalls bei 4 Stunden, wären es genau 4 Stunden und 28 Stunden pro Woche statt 32.

Der Unterschied macht über das Jahr 209 Stunden aus: 1.460 statt 1.669. Wer die Bildschirmzeit senken möchte, spart deshalb mit einer Stunde weniger je Wochenendtag 2 Stunden pro Woche, mit einer Stunde weniger je Werktag aber 5 Stunden.

Der Hebel hängt also davon ab, wo die Stunden liegen. Probiere beide Felder nacheinander aus und lies jeweils die Zeile „Pro Woche“ ab. So siehst du, welche Regel in eurem Alltag wirklich etwas verändert und welche nur gut klingt.

Rechne beide Varianten durch, bevor ihr eine Regel festlegt.

Gilt der Richtwert jeden Tag oder im Durchschnitt?

Das hängt von der Altersgruppe ab. Für 9 bis 12 Jahre nennt die Leitlinie 45 bis 60 Minuten am Tag in der Freizeit, und nicht an jedem Tag (Nr. 30).

Für 3 bis 9 Jahre gelten die Höchstwerte von 30 beziehungsweise 30 bis 45 Minuten ausdrücklich nur an einzelnen Tagen (Nr. 26 und 27).

Der Rechner vergleicht den Durchschnitt über die Woche mit der Obergrenze, das ist eine strengere Lesart für die Jüngeren.

Ein Durchschnitt unter dem Richtwert beweist außerdem nicht, dass jeder Tag darunter liegt: Bei 9 bis 11 Jahren, 0,5 Stunden am Werktag und 2,5 Stunden am Wochenende beträgt der Durchschnitt 1 Stunde 4 Minuten, nur 4 Minuten über 60, obwohl jeder Wochenendtag 90 Minuten darüber liegt.

Prüfe deshalb Werktag und Wochenende einzeln gegen die Tagesgrenze, bevor du das Ergebnis als Entwarnung liest. Die Leitlinie empfiehlt außerdem, die Regeln schriftlich zu vereinbaren (Nr. 10).

Wie viel Prozent der Wachzeit sind 3 Stunden Bildschirm?

Das kommt auf die Schlafdauer an, denn die Wachzeit sind 24 Stunden minus Schlaf. Bei 8 Stunden Schlaf sind es 16 Stunden Wachzeit, und 3 Stunden Bildschirm an jedem Tag machen 18,8 Prozent aus.

Bei 7,5 Stunden Schlaf sinkt der Anteil auf 18,2 Prozent, bei 10 Stunden Schlaf, wie sie bei jüngeren Kindern vorkommen, steigt er auf 21,4 Prozent. Der Anteil beschreibt, wie viel der wachen Zeit mit Bildschirm verbracht wird, und bewertet nichts.

Übersteigt er 100 Prozent, laufen mehrere Geräte gleichzeitig oder die Schlafdauer ist zu hoch eingetragen; der Rechner weist dann mit einem Warnsatz darauf hin.

Die Leitlinie empfiehlt außerdem, in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen keine Bildschirmmedien zu nutzen (Empfehlung Nr. 5), was sich im Rechner nur über die Schlafdauer, nicht über die Uhrzeit abbilden lässt.

Der Wert hilft vor allem beim Vergleich zweier Szenarien mit gleicher Schlafdauer.

Gibt es einen Richtwert für Erwachsene?

Nein. Die AWMF-Leitlinie 027-075 gilt für Kindheit und Jugend, und bis 18 Jahre nennt sie als letzten Wert einen Richtwert von 2 Stunden pro Tag für 16 bis 18 Jahre (Empfehlung Nr. 37).

Für Erwachsene gibt es keinen vergleichbaren Wert, deshalb zeigt der Rechner bei dieser Auswahl nur die Hochrechnung und den Abstand 0.

Wer 2 Stunden am Werktag und 2 Stunden am Wochenende verbringt, kommt auf 14 Stunden pro Woche und 730 Stunden pro Jahr, das sind 30,4 volle Tage.

Bei 2,5 Stunden am Werktag und 4,5 am Wochenende sind es 21,5 Stunden pro Woche und 1.121 Stunden im Jahr. Setze dir selbst ein Ziel, etwa eine halbe Stunde weniger pro Tag; das entspricht 182,5 Stunden im Jahr.

Trage Arbeitszeit am Bildschirm im Feld für Schule oder Arbeit ab, wenn du nur die private Nutzung betrachten willst.

Hinweise

Bildschirmzeit einordnen: Abstand zur Obergrenze und Hebel im Alltag

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lies zuerst die Zeile mit dem Abstand zur Obergrenze. Ein positiver Wert wie 154 Minuten heißt: Im Durchschnitt liegt die Freizeit-Bildschirmzeit so weit über dem Leitlinienwert, und das an jedem Tag der Woche.

Ein negativer Wert zeigt Reserve. Bei 12 bis 15 Jahren nennt die Leitlinie 1 bis 2 Stunden und rät, nach 21 Uhr nicht mehr zu nutzen; der Rechner prüft nur die Dauer, nicht die Uhrzeit. Den größten Hebel hat meist das Wochenende.

Wer bei 4 und 6 Stunden das Wochenende auf 4 Stunden senkt, kommt auf 4 Stunden pro Tag und 28 Stunden pro Woche statt 32; das spart rund 209 Stunden im Jahr (1.460 statt 1.669).

Probiere solche Schritte mit den Feldern aus, bevor ihr eine Familienregel vereinbart. Ein Ergebnis unter der Obergrenze ist Reserve und kein Anlass, sie auszuschöpfen.

Wer bei 12 bis 15 Jahren an jedem Tag 2 Stunden nutzt, kommt auf 14 Stunden pro Woche und 730 Stunden im Jahr und sieht beim Abstand eine 0. Ein Wachzeit-Anteil von 28,6 Prozent heißt: Fast jede dritte wache Stunde läuft mit Bildschirm.

Das ist eine Beschreibung, kein Urteil. Die Leitlinie empfiehlt außerdem, schriftlich Regeln zu vereinbaren und die Nutzung eine Stunde vor dem Schlafengehen zu beenden. Obergrenzen der AWMF-Leitlinie je Altersgruppe in Minuten pro Tag

Anwendung

Beispiel: 14-Jährige mit 4 Stunden am Werktag und Schulzeit

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Eine Familie möchte vor den Sommerferien Regeln für ihre 14-jährige Tochter vereinbaren. Sie schätzt die Bildschirmzeit auf 4 Stunden am Werktag und 6 Stunden am Wochenende, bei 9 Stunden Schlaf.

Zwei der Werktagsstunden gehören zu Unterricht und Hausaufgaben am Laptop. Im Rechner steht: Altersgruppe 12 bis 15 Jahre, Werktag 4, Wochenende 6, davon für Schule 2, Schlaf 9.

Das Ergebnis: Die Freizeit-Bildschirmzeit beträgt im Durchschnitt 3 Stunden 9 Minuten pro Tag, 22 Stunden pro Woche und 1.147 Stunden pro Jahr, das sind 47,8 volle Tage. Der Anteil an der Wachzeit liegt bei 21,0 Prozent.

Gegenüber der Obergrenze von 2 Stunden bleiben 69 Minuten Abstand. Zusammen mit Schule sind es 32 Stunden pro Woche. Die Familie entscheidet sich für den Hebel mit der größten Wirkung.

Sie legt das Wochenende auf 4 Stunden fest, was den Durchschnitt auf 2 Stunden 34 Minuten und den Abstand auf 34 Minuten senkt, und bespricht mit der Tochter, welche Zeiten Freizeit bleiben und welche für Videos nebenher laufen.

Nach einem Monat tragen sie die neuen Werte ein und vergleichen. Praxisfall: 14-Jährige mit 4 Stunden am Werktag, davon 2 für die Schule

Fallstricke

Typische Fehler beim Berechnen der Bildschirmzeit

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Die erste Fehlannahme: Die gesamte Bildschirmzeit gehöre mit dem Leitlinienwert verglichen. Die Leitlinie meint die Freizeit.

Wer 4 Stunden am Werktag einträgt und davon 2 Stunden Unterricht abzieht, vergleicht 3 Stunden 9 Minuten statt 4 Stunden 34 Minuten; ohne den Abzug fiele der Durchschnitt um rund 86 Minuten pro Tag zu hoch aus.

Die zweite: Das Wochenende dürfe man weglassen oder mit dem Werktag gleichsetzen. Bei 4 und 6 Stunden ergibt der Durchschnitt 4,57 Stunden pro Tag; setzt man beide Tage mit 4 Stunden an, fehlen rechnerisch 4 Stunden pro Woche.

Die dritte: Die Obergrenze sei ein Tagesziel, das man ausschöpfen darf. Sie ist ein Höchstwert, und für 3 bis 8 Jahre meint die Leitlinie sogar nur einzelne Tage.

Die vierte Falle ist die Eingabe in Minuten statt Dezimalstunden: 90 im Stundenfeld würde 90 Stunden bedeuten und wird als über 24 Stunden abgelehnt. Schließlich: Läuft nebenher ein zweites Gerät, zählt die Zeit nur einmal.

Sonst übersteigt der Wachzeit-Anteil schnell 100 Prozent, was der Rechner mit einem Warnsatz anzeigt. Eine weitere Fehlannahme: Liegt der Durchschnitt unter der Obergrenze, sei jeder einzelne Tag unproblematisch.

Bei 9 bis 11 Jahren mit 0,5 Stunden am Werktag und 2,5 Stunden am Wochenende beträgt der Durchschnitt 1 Stunde 4 Minuten und damit nur 4 Minuten über dem Wert, obwohl jeder Wochenendtag 90 Minuten darüber liegt.

Prüfe beide Tagesarten deshalb einzeln.

Nächster Schritt

Bildschirmzeit berechnen: Ergebnis, Quellen und Grenzen

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Bildschirmzeit-Rechner macht aus zwei Schätzwerten, Werktag und Wochenende, eine belastbare Hochrechnung: Durchschnitt pro Tag, Stunden pro Woche und Jahr, Anteil an der Wachzeit und den Abstand zur Obergrenze der Leitlinie.

Bei 4 und 6 Stunden sind das 4 Stunden 34 Minuten pro Tag, 32 Stunden pro Woche und 1.669 Stunden im Jahr.

Grundlage der Richtwerte ist die AWMF-Leitlinie 027-075, Version 1.0, gültig ab dem 15.07.2023; für Kinder unter 5 Jahren ergänzt die WHO-Leitlinie von 2019 den Blick.

Die Leitliniengruppe sieht regelmäßige Aktualisierungen vor; die Seite der Leitlinie nannte am 09.10.2026 weiter Version 1.0, der Vergleich gilt also mit dem Stand Oktober 2026.

Grenzen: Der Rechner kennt weder Inhalt noch Uhrzeit der Nutzung, nimmt fünf Werktage und zwei Wochenendtage an und stellt keine Diagnose.

Als nächster Schritt eignen sich die Felder selbst: Senke einen Wert, sieh dir den Abstand an und lege danach eine Regel fest. Bei Sorgen um die Mediennutzung hilft die Kinder- und Jugendarztpraxis.

Zur Haltung am Bildschirm passt der Bildschirmabstand-Rechner, zum Schlaf der Schlaf-Rechner.

Vertiefung

Beispielrechnungen: Jugendliche, Grundschulkind und Erwachsene

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Durchschnitt pro Tag: 2 h – pro Woche: 14 Stunden – pro Jahr: 730 Stunden (30,4 Tage) – Anteil an der Wachzeit: 13,3 % – Abstand zur Obergrenze: 0 Minuten

Genau auf der Obergrenze mit 2 Stunden täglich

Altersgruppe
12 bis 15 Jahre
Bildschirmzeit an einem Werktag
2 Stunden
Bildschirmzeit an einem Wochenendtag
2 Stunden
Davon für Schule oder Arbeit (pro Werktag)
0 Stunden

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Durchschnitt pro Tag: 1 h – pro Woche: 7 Stunden – pro Jahr: 365 Stunden (15,2 Tage) – Anteil an der Wachzeit: 7,1 % – Abstand zur Obergrenze: 15 Minuten

Grundschulkind mit 1 Stunde täglich

Altersgruppe
6 bis 8 Jahre
Bildschirmzeit an einem Werktag
1 Stunde
Bildschirmzeit an einem Wochenendtag
1 Stunde
Davon für Schule oder Arbeit (pro Werktag)
0 Stunden

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Durchschnitt pro Tag: 3 h 34 min – pro Woche: 25 Stunden – pro Jahr: 1.304 Stunden (54,3 Tage) – Anteil an der Wachzeit: 21,6 % – Abstand zur Obergrenze: 0 Minuten (kein Leitlinienwert)

Erwachsener mit 3 und 5 Stunden

Altersgruppe
Erwachsene (ab 18 Jahren)
Bildschirmzeit an einem Werktag
3 Stunden
Bildschirmzeit an einem Wochenendtag
5 Stunden
Davon für Schule oder Arbeit (pro Werktag)
0 Stunden

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Durchschnitt pro Tag: 3 h 9 min – pro Woche: 22 Stunden – pro Jahr: 1.147 Stunden (47,8 Tage) – Anteil an der Wachzeit: 21,0 % – Abstand zur Obergrenze: 69 Minuten

14-Jährige mit 2 Stunden Unterricht am Werktag

Altersgruppe
12 bis 15 Jahre
Bildschirmzeit an einem Werktag
4 Stunden
Bildschirmzeit an einem Wochenendtag
6 Stunden
Davon für Schule oder Arbeit (pro Werktag)
2 Stunden

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Bei 4 Stunden an fünf Werktagen und 6 Stunden an zwei Wochenendtagen sind es 32 Stunden pro Woche, 4 Stunden 34 Minuten pro Tag und 1669 Stunden pro Jahr, das sind 69,5 Tage.

    Hochrechnung der Bildschirmzeit von Werktag und Wochenende

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/technik-digital/mediennutzung/bildschirmzeit-rechner">Hochrechnung der Bildschirmzeit von Werktag und Wochenende auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Obergrenzen der Freizeit-Bildschirmzeit nach AWMF-Leitlinie: unter 3 Jahren keine, 3 bis 5 Jahre 30 Minuten, 6 bis 8 Jahre 45 Minuten, 9 bis 11 Jahre 60 Minuten, 12 bis 15 Jahre 120 Minuten, 16 bis 17 Jahre Richtwert 120 Minuten.

    Obergrenzen der Leitlinie je Altersgruppe in Minuten pro Tag

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           alt="Obergrenzen der Freizeit-Bildschirmzeit nach AWMF-Leitlinie: unter 3 Jahren keine, 3 bis 5 Jahre 30 Minuten, 6 bis 8 Jahre 45 Minuten, 9 bis 11 Jahre 60 Minuten, 12 bis 15 Jahre 120 Minuten, 16 bis 17 Jahre Richtwert 120 Minuten."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/technik-digital/mediennutzung/bildschirmzeit-rechner">Obergrenzen der Leitlinie je Altersgruppe in Minuten pro Tag auf Rechner-Portal</a></p>

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  • 14-Jährige mit 4 Stunden am Werktag und 6 am Wochenende, davon 2 Stunden Schule: Freizeit 3 Stunden 9 Minuten, 22 Stunden pro Woche, 69 Minuten über 2 Stunden; mit 4 Stunden am Wochenende nur noch 34 Minuten.

    Praxisfall: 14-Jährige mit 4 Stunden am Werktag, davon 2 Stunden Schule

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechner vergleicht eine Zeitangabe mit einem Richtwert und stellt keine Diagnose. Er sagt nichts darüber, ob die Mediennutzung einer Person problematisch ist; bei Sorgen hilft die Kinder- und Jugendarztpraxis oder eine Beratungsstelle.

Quelle: AWMF-Leitlinie Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend (027-075, Version 1.0, 2023), Empfehlungen 25 bis 39; WHO-Leitlinie 2019 für Kinder unter 5 Jahren; Stand Oktober 2026.

Stand: 2026-10-09

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
09. Oktober 2026
Fachbereich
Technik & Digital / Mediennutzung
Formeln basieren auf
Durchschnitt pro Tag = (5 × (Werktag − Schule/Arbeit) + 2 × Wochenendtag) ÷ 7; Woche = 7 × Durchschnitt; Jahr = Woche × 365 ÷ 7; Anteil an der Wachzeit = Durchschnitt ÷ (24 − Schlaf). Richtwerte nach AWMF-Leitlinie 027-075 (Version 1.0, 2023), Abschnitt 3.2, Empfehlungen 25, 26, 27, 30, 33 und 37.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Bildschirmzeit-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/technik-digital/mediennutzung/bildschirmzeit-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Bildschirmzeit-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/technik-digital/mediennutzung/bildschirmzeit-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.