Ausgangslage: Julia verlegt auf einer 20 m² Terrasse (5 m × 4 m) Lärchendielen mit 145 mm Nennbreite. Die Dielen werden trocken geliefert (Einbaufeuchte ca. 15 %), die Terrasse ist südexponiert mit starker Sonneneinstrahlung.
Eingaben: Dielenbreite = 145 mm, Holzart = Lärche, Einbaufeuchte = 15 %, erwartete Betriebsfeuchte = 22 %. Der Rechner ergibt: Empfohlener Fugenabstand bei Einbau ≈ 7,4 mm, maximale Ausdehnung je Diele ≈ 2,4 mm.
Dielenanzahl für 5 m Terrassenbreite: 5.000 ÷ (145 + 7,4) ≈ 33 Dielen. Bei 60 cm Unterkonstruktionsabstand und 4 m Länge: 7 Befestigungspunkte je Diele, ca. 231 Schrauben gesamt.
Julia entscheidet: 7,4 mm Startfuge, 34 Dielen für Endverschnitt bestellen, 250 Edelstahlschrauben (10 % Reserve).
Weil die Terrasse voll in der Sonne liegt, durchläuft das Holz besonders starke Feuchtezyklen; Julia wählt deshalb den oberen Rand des empfohlenen Startabstands, damit die Fugen auch nach dem ersten nassen Herbst nicht vollständig zufahren.
Als Befestigung nutzt sie durchgehend Edelstahlschrauben, weil Lärche gerbsäurehaltig ist und einfachen Stahl rasch schwarz verfärben würde. Ein Probeverlegen der ersten drei Dielen bestätigt das Fugenmaß, bevor sie die gesamte Fläche verschraubt.
Hätte Julia statt Lärche Thermoholz gewählt, wäre die Rechnung anders ausgegangen: Bei derselben Breite und Feuchtespanne liegt dessen Quellmaß bei knapp 60 Prozent des Lärchenwerts, und die Startfuge fiele entsprechend knapper aus.
Für ihre südexponierte Fläche bleibt die Lärche mit der größeren Fuge aber die robustere Wahl.