Überblick
Was ist der Holzfeuchte-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Aus Ausgangsfeuchte, Holzart, Materialstärke und Lagerbedingungen leitet der Holzfeuchte-Trocknungs-Rechner eine realistische Trocknungsdauer bis zur Zielfeuchte ab. Das ist besonders wichtig, wenn Brennholz, sichtbare Innenbauteile oder Holz für den konstruktiven Einbau nicht nur grob lagern, sondern zum richtigen Zeitpunkt einsatzfähig sein sollen.
Frisch geschlagenes Holz enthält je nach Art 50 bis 60 Prozent Feuchte, während Brennholz erst unter etwa 20 Prozent sauber brennt und Innenausbau meist 8 bis 12 Prozent verlangt.
Die Trocknungsdauer hängt dabei nicht nur von dieser Feuchtedifferenz ab, sondern stark von der Materialstärke, weil Wasser nur langsam aus dem Kern an die Oberfläche wandert, und von der Lagerung mit Belüftung, Sonne und Witterungsschutz.
Der Rechner verbindet diese Größen zu einer begründeten Zeitspanne, statt sich auf pauschale Faustregeln wie „ein Jahr je Zentimeter“ zu verlassen.
Er arbeitet dabei mit Praxis-Richtwerten und genau drei Stellschrauben: einer wöchentlichen Trocknungsrate je nach Lagerort, einem Faktor für die Holzart und einem linearen Aufschlag für die Dicke.
Was er bewusst nicht kennt, ist ebenso wichtig: Jahreszeit, Witterung, Luftfeuchte am Lagerort, Stapelbauweise, Windrichtung und Sonneneinstrahlung sind keine Eingaben.
Holz, das im Oktober aufgesetzt wird, verliert den ganzen Winter über kaum Feuchte – der Rechner rechnet trotzdem stur durch. Lies das Ergebnis deshalb als Größenordnung unter guten Bedingungen und nicht als Kalenderdatum.
Die verbindliche Antwort gibt am Ende nur eine Messung am frischen Anschnitt.