Überblick
Wie lange braucht ein Bautrockner? Dauer und Kosten berechnen
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Bautrockner-Rechner beantwortet zwei Fragen auf einmal: Wie viele Tage braucht ein Kondensationstrockner, um Estrich, Putz oder Mauerwerk trocken genug für die Weiterverarbeitung zu bekommen, und was kostet dieser Einsatz an Strom und Miete? Dafür verknüpft er die abzuführende Baufeuchte mit der realen Entfeuchtungsleistung des eingesetzten Geräts unter dem tatsächlichen Raumklima – zwei Größen, die in Ratgebern meist getrennt behandelt werden, obwohl erst ihr Zusammenspiel die Trocknungsdauer ergibt.
Zwei Eingabewege stehen dafür bereit. Im Modus „Bauteile“ schätzt der Rechner die Wassermenge aus Flächen und dokumentierten Richtwerten je Quadratmeter: Zementestrich, Innenputz und optional Mauerwerk.
Im Modus „Wasserschaden“ trägst du stattdessen eine bereits bekannte oder vom Gutachter geschätzte Wassermenge direkt ein – etwa nach einem Rohrbruch, bei dem die Baufeuchte-Richtwerte nicht zutreffen.
Beide Wege münden in denselben nächsten Schritt: Aus Nennleistung, Klimafaktor, Geräteanzahl und Laufzeit ergibt sich die reale Entfeuchtungsleistung, aus dem Verhältnis von Zielwassermenge zu dieser Leistung die Trocknungsdauer.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung: 60 m² Zementestrich bei 5 cm Dicke enthalten als Richtwert 1.350 Liter Baufeuchte. Bei einem Zielanteil von 70 Prozent sollen 945 Liter aktiv entzogen werden.
Ein Standardgerät mit 30 Liter Nennleistung erreicht bei normalem Baustellenklima (ca. 20 °C/60 % rF) real nur 13,5 Liter je Tag – daraus ergeben sich 70 Tage Trocknungsdauer.
Der Rechner ersetzt dabei keine Feuchtemessung vor Ort: Ob Estrich, Putz oder Mauerwerk tatsächlich belegreif bzw. trocken sind, bestätigt ausschließlich eine CM-Messung oder ein vergleichbares Feuchtemessgerät.