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Festmeter Rechner: fm, rm und srm Holz umrechnen

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Kurzantwort

Holz umrechnen: Menge und Einheit (fm, rm oder srm) eingeben und Holzart wählen — der Rechner gibt alle drei Einheiten plus Energiegehalt aus.

Festmeter (fm), Raummeter (rm) und Schüttraummeter (srm) Holz umrechnen

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist ein Festmeter Holz?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Holz wird in drei Volumenmaßen gehandelt, die sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden, aber in der Praxis erheblich auseinanderklaffen: Festmeter (fm), Raummeter (rm) und Schüttraummeter (srm). Ein Festmeter beschreibt das reine Holzvolumen ohne Luftzwischenräume – also wie viel kompaktes Holz tatsächlich im Stapel steckt.

Ein Raummeter ist ein Stapel von einem Meter Höhe, einem Meter Breite und einem Meter Tiefe aus geschichtetem Scheitholz, enthält aber nur rund 0,65 bis 0,70 Festmeter Holz.

Ein Schüttraummeter entspricht locker eingeworfenem, nicht gestapeltem Holz und enthält noch weniger Festholz.

Wer Brennholz kauft oder verkauft, muss schnell zwischen den Einheiten wechseln können – und darf dabei die Holzart nicht vergessen: gespaltenes Hartholz stapelt sich anders als Rundholz oder Hackschnitzel, was die Umrechnungsfaktoren verschiebt.

Der Rechner übernimmt diese holzartabhängige Umrechnung und gibt zusätzlich den Energiegehalt in Kilowattstunden aus.

Wie weit die Einheiten auseinanderliegen, zeigt derselbe Zahlenwert in drei Läufen mit gespaltenem Hartholz: 5 Festmeter entsprechen 7,15 Raummetern und 10 Schüttraummetern mit 15.015 kWh, 5 Raummeter nur 3,5 Festmetern mit 10.500 kWh, und 5 Schüttraummeter schrumpfen auf 2,5 Festmeter mit 7.507 kWh.

Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegt exakt der Faktor zwei — bei identischer Zahl auf dem Lieferschein.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Eingaben sind die Menge in einer wählbaren Einheit (fm, rm oder srm) sowie die Holzart: gespaltenes Hartholz (z.B. Buche, Eiche), gespaltenes Weichholz (Fichte, Kiefer), Rundholz (nicht gespalten) oder Hackschnitzel.

Der Rechner berücksichtigt, dass die Stapeleffizienz je nach Holzart variiert: gespaltenes Holz lässt sich dichter stapeln als Rundholz, Hackschnitzel liegt locker und hat den geringsten Festmeteranteil pro Raumvolumen.

Alle Eingaben lassen sich direkt aus dem Lieferschein des Holzhändlers übernehmen. Wenn der Händler in Raummetern liefert, gibt man die rm-Menge ein und erhält sofort den Festmeteräquivalent sowie den Energiegehalt für den Heizungsvergleich.

Die Holzart wirkt dabei auf zwei Ebenen zugleich. Sie steuert die Stapelfaktoren — gespaltenes Holz rechnet mit 1,43 rm je fm, Rundholz mit 1,67 und Hackschnitzel mit 2,5 — und zugleich den hinterlegten Heizwert.

Deshalb liefern gespaltenes Hartholz und gespaltenes Weichholz bei 5 Raummetern identische 3,5 Festmeter, aber 10.500 gegenüber 7.500 kWh. Wer nur das Volumen vergleicht, übersieht genau diesen Unterschied.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Umrechnungsfaktoren (rm pro fm): gespaltenes Hartholz und Weichholz: 1,43 rm = 1 fm; Rundholz: 1,67 rm = 1 fm; Hackschnitzel: ~2,5 rm = 1 fm. Schüttraummeter (srm) zu Raummeter (rm): gespaltenes Holz 1 srm ≈ 0,72 rm; Rundholz und Hackschnitzel 1 srm ≈ 0,84 rm.

Energiegehalt je Raummeter (lufttrocken, 15-20 % Restfeuchte): Hartholz ca. 2.100 kWh/rm; Weichholz ca. 1.500 kWh/rm; Rundholz ca. 1.800 kWh/rm; Hackschnitzel ca. 700 kWh/srm. Praxisbeispiel: 5 Raummeter gespaltene Buche ÷ 1,43 = 3,50 Festmeter.

Energiegehalt: 5 rm × 2.100 kWh ≈ 10.500 kWh. Zum Vergleich: 5 rm Fichte × 1.500 kWh = 7.500 kWh – rund 29 % weniger Heizenergie bei identischem Raumvolumen.

Diese Faktoren sind Durchschnittswerte für sauber geschichtetes Scheitholz; krumme oder astige Stücke stapeln sich lockerer und senken den Festmeteranteil zusätzlich.

Wer den Energiegehalt aus dem Rechner mit dem Preis je Einheit ins Verhältnis setzt, erkennt schnell, ob ein vermeintlich günstiges Angebot in Wahrheit teure Kilowattstunden liefert.

Ein Rechenbeispiel für Hackschnitzel macht die Spannweite deutlich: 5 Raummeter ergeben nur 2 Festmeter und 4.200 kWh — gegenüber 10.500 kWh bei gespaltener Buche im selben Raummaß.

Der Grund ist vor allem der schlechtere Stapelfaktor: Dieselben 5 Raummeter enthalten bei Hackschnitzel nur 2 Festmeter Holz statt 3,5 wie bei gespaltener Buche.

Formel für die Umrechnung von Raum- oder Schüttraummeter in Festmeter.
Umrechnungsfaktoren: Hartholz gespalten RM/FM = 1,43, SRM/FM = 2,0. Rundholz RM/FM = 1,67. Hackschnitzel SRM/FM = 3,0.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Festmeter-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Festmeter (fm), Raummeter (rm) und Schüttraummeter (srm)?

Ein Festmeter (fm) entspricht einem Kubikmeter reines, kompaktes Holz ohne Luftzwischenräume – also dem tatsächlichen Holzanteil in einem Stapel.

Ein Raummeter (rm) ist ein Stapel aus Scheitholz oder Rundholz mit den Außenmaßen 1 m × 1 m × 1 m, enthält aber wegen der Luftzwischenräume nur etwa 0,65–0,70 fm Holz.

Ein Schüttraummeter (srm) beschreibt locker eingeworfenes, nicht gestapeltes Holz und enthält noch weniger Festholz pro Raumeinheit – bei Scheitholz etwa 0,60–0,65 rm je srm, bei Hackschnitzeln noch weniger.

Praktisch bedeutet das: Wer 5 rm Brennholz kauft, bekommt nur ca. 3,25–3,50 fm echtes Holz. Diese Umrechnungsunterschiede machen den Festmeter-Rechner unverzichtbar beim Vergleich verschiedener Angebote.

Holzhändler rechnen häufig in rm, Forstwirtschaft und Holzindustrie dagegen in fm – ohne Umrechnung sind Preisvergleiche zwischen Angeboten irreführend.

Ein typischer Holzofen-Haushalt verbraucht pro Jahr 4–6 fm, was je nach Holzart 5,7–9,0 rm entspricht. Als Energierichtwert enthält ein Festmeter Buchenholz rund 2.100 kWh – das entspricht etwa 210 Litern Heizöl.

Wie rechne ich Raummeter in Festmeter um und umgekehrt?

Die Umrechnung zwischen Raummetern und Festmetern hängt von der Holzart und der Aufbereitung ab. Für gespaltenes Scheitholz (Hartholz oder Weichholz) gilt: 1 fm = 1,43 rm, oder umgekehrt: 1 rm = 0,70 fm.

Für Rundholz (nicht gespalten) ist die Luftmenge größer: 1 fm = 1,67 rm. Für Hackschnitzel gilt: 1 fm = ca. 2,5 rm. Das heißt: Wenn der Händler 10 rm gespaltene Buche liefert, sind das 10 ÷ 1,43 = 6,99 fm ≈ 7 fm reines Holz.

Umgekehrt: Wer 5 fm braucht, bestellt 5 × 1,43 = 7,15 rm. Diese Faktoren sind Durchschnittswerte – in der Praxis variieren sie je nach Sorgfalt der Stapelung und Schlagdicke der Scheite leicht.

Ein locker gestapelter Raummeter enthält messbar weniger Festholz als ein sauber geschichteter Stapel derselben Außenmaße. Forstbetriebe berechnen Holzpreise meist in fm, da dieser Wert unabhängig von Aufbereitung und Stapelmethode ist.

Wer beim Händler rm-Preise vergleicht, sollte deshalb immer zuerst in fm umrechnen.

Warum hat Hartholz (Buche) mehr Heizwert als Weichholz (Fichte)?

Hartholz wie Buche oder Eiche ist deutlich dichter als Weichholz wie Fichte oder Kiefer. Das bedeutet: Pro Festmeter steckt mehr Holzmasse – und damit mehr chemisch gebundene Energie – in Hartholz.

Bei gleichem Wassergehalt liefert ein Festmeter Buche etwa 2.100 kWh Heizenergie, ein Festmeter Fichte dagegen nur ca. 1.400 kWh – ein Unterschied von 50 %.

Bezogen auf gleiche Raumvolumen fällt der Unterschied noch größer aus, da Weichholz auch leichter ist und pro rm weniger wiegt. Für dieselbe Heizleistung braucht man also deutlich mehr Raummeter Weichholz als Hartholz.

Für knappen Lagerplatz ist Hartholz daher effizienter; wer leichten Transport oder einfaches Anzünden schätzt, greift auf Weichholz zurück. Buche wiegt lufttrocken etwa 720 kg/fm, Fichte nur rund 430 kg/fm.

Ein Lastwagen mit 10 t Nutzlast transportiert deshalb rund 13,9 fm Buche oder 23,3 fm Fichte. Preislich kostet ein fm Buche im Handel durchschnittlich 80–120 €, Fichte 50–80 €; bezogen auf kWh ist der Buchenkauf oft das bessere Angebot.

Was ist ein Schüttraummeter (srm) und wann wird er verwendet?

Ein Schüttraummeter (srm) ist das Volumenmaß für locker eingeworfenes, ungestabliertes Holz – typischerweise Hackschnitzel, Holzpellets oder kleinere Scheitholzstücke, die nicht sauber gestapelt sind.

Beim Kauf von Hackschnitzeln für Heizanlagen wird fast immer in srm abgerechnet, weil die Ware in Containern oder Lkw-Kippmulden transportiert und eingeblasen wird.

Das Verhältnis von srm zu fm variiert stark: Bei Hackschnitzeln entspricht 1 fm etwa 2,5–3,0 srm, bei locker eingeworfenen Scheitholzstücken etwa 1,3–1,5 srm.

Wer Hackschnitzel kauft und den Lieferschein in srm erhält, sollte den Rechner nutzen, um den tatsächlichen Brennwert und die äquivalente Scheitholzmenge zu berechnen und Angebote fair zu vergleichen.

Eine typische Hackschnitzel-Heizanlage für ein Einfamilienhaus benötigt pro Saison etwa 80–120 srm; das entspricht 27–48 fm Festholz.

Selbst bei gleichem Lieferpreis pro srm kann die Energiemenge je nach Hackgut-Qualität und Feuchtigkeit um bis zu 40 % variieren, weshalb der Energiegehalt pro fm die verlässlichere Vergleichsgröße ist.

Wie viel Energie steckt in einem Festmeter Holz – und wie vergleicht das mit Heizöl?

Der Energiegehalt pro Festmeter Holz (lufttrocken, ca. 15 % Restfeuchte) beträgt: Hartholz (Buche, Eiche) ca. 2.100 kWh/fm, Weichholz (Fichte, Kiefer) ca. 1.400 kWh/fm, Misch-Rundholz ca. 1.800 kWh/fm, Hackschnitzel ca. 900 kWh/fm.

Zum Vergleich: Ein Liter Heizöl liefert ca. 10 kWh. Damit entspricht 1 fm Hartholz etwa 210 Liter Heizöl, 1 fm Weichholz etwa 140 Litern. Bei einem Heizölpreis von 0,90 €/l hat 1 fm Hartholz einen Energiewert von ca. 189 €.

Kauft man Hartholz für unter 100 €/fm, ist es im Energiepreis-Vergleich deutlich günstiger als Heizöl – bei höheren Holzpreisen nähern sich die Werte an.

Frisch geschlagenes Holz (Grünholz, 35–50 % Feuchte) hat deutlich weniger Brennwert und sollte mindestens 2 Jahre trocknen. 1 fm Hartholz entspricht auch rund 200 m³ Erdgas (bei 10,5 kWh/m³).

Wer von Öl oder Gas auf Holz umsteigt, kann mit dem Festmeter-Rechner seinen bisherigen Jahresverbrauch direkt in die benötigte Holzmenge umrechnen.

Wie unterscheiden sich gespaltenes Scheitholz und Rundholz beim Festmeter-Umrechnen?

Der Unterschied liegt in der Stapeleffizienz: Gespaltenes Scheitholz lässt sich dichter stapeln, weil die flachen Schnittflächen besser aneinanderliegen. Damit enthält ein Raummeter gespaltenes Holz mehr Festmeter als ein Raummeter Rundholz.

Konkret: 1 fm gespaltenes Scheitholz = 1,43 rm, aber 1 fm Rundholz = 1,67 rm.

Wer also Rundholz kauft und es selbst spaltet, erhält bei gleicher Raummeterzahl mehr Festmeter, als auf dem Lieferschein steht – allerdings muss er die Spaltarbeit einrechnen.

Für den Heizwert spielt die Form (gespalten/rund) keine Rolle; nur Holzart, Restfeuchte und Dichte bestimmen den Energiegehalt pro fm. Der Rechner berücksichtigt beide Formen mit ihren jeweiligen Umrechnungsfaktoren.

Als Faustregel: Beim Selbstspalten von 10 rm Rundholz entstehen rund 8,4 rm fertig gespaltenes Scheitholz, weil die Rinde und etwas Verschnitt abfallen und die Stücke jetzt dichter liegen.

Wer viel Kaminholz kauft, sollte immer erfragen, ob der Händler in rm gespaltenes oder rm rundes Holz meint – der Preisunterschied kann 10–15 % betragen.

Wie viel Holz brauche ich pro Heizsaison und wie rechne ich das?

Den Holzbedarf pro Heizsaison ermittelt am genauesten der Brennholz-Bedarf-Rechner, der Wohnfläche, Dämmstandard und Holzart verknüpft.

Als Faustformel gilt für ein durchschnittlich gedämmtes Einfamilienhaus (120 m², Baujahr 1990er): ca. 6–8 rm Buchenholz oder 8–11 rm Fichte pro Heizsaison, wenn Holz die alleinige Heizquelle ist.

Der Festmeter-Rechner hilft dabei, eine gegebene Liefermenge in rm oder srm in fm umzurechnen und den Energiegehalt zu bestimmen – so lässt sich prüfen, ob die bestellte Menge für den Winter ausreicht.

Wer den Heizöläquivalent kennt und weiß, wie viel Liter er früher verbraucht hat, kann einfach zurückrechnen: Ölverbrauch (Liter) ÷ 200 = benötigte fm Hartholz als Richtwert.

Beispiel: Ein Haushalt, der früher 2.000 Liter Heizöl verbrauchte, benötigt als Holzheizer ca. 10 fm Buchenholz – oder gut 14 rm.

Da Buchenholz meist in 2-m³-Schüttkörben oder Paletten à 1 rm verkauft wird, ergeben sich daraus 14 einzelne Bestelleinheiten als Planungsgröße.

Gibt es beim Holzkauf typische Fehler, die ich mit dem Festmeter-Rechner vermeiden kann?

Der häufigste Fehler ist, Raummeter mit Festmetern gleichzusetzen und damit zu viel zu bezahlen oder zu wenig Holz zu bestellen. Wer 5 rm für den Preis von 5 fm kauft, bezahlt 43 % zu viel.

Zweiter Fehler: Holzart wird ignoriert – gleiche Raummeterzahl Fichte liefert 33 % weniger Heizenergie als Buche.

Dritter Fehler: Frischholz (Grünholz) wird sofort verbrennt; es hat bis zu 50 % weniger Heizwert als lufttrockenes Holz und kann den Kamin beschädigen.

Vierter Fehler: Schüttraummeter werden mit Raummetern gleichgesetzt – 10 srm Hackschnitzel sind nicht 10 rm, sondern nur etwa 7 rm.

Der Rechner gibt für alle vier Fehlerquellen die richtigen Umrechnungswerte aus und macht Angebote vergleichbar – unabhängig davon, in welcher Einheit der Händler rechnet.

Fünfter Fehler: der Feuchtegehalt des Holzes wird nicht geprüft – ein Feuchtemessgerät kostet ca. 15–30 € und zeigt binnen Sekunden, ob das gelieferte Holz wirklich unter 20 % Restfeuchte liegt.

Liegt er darüber, sollte das Holz noch mindestens eine Saison nachlüften, bevor es in den Ofen kommt.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der größte Fehler beim Holzkauf ist, Raummeter und Festmeter gleichzusetzen: 5 rm Buche sind etwa 3,5 fm – wer dafür den Festmeterpreis bezahlt, zahlt deutlich zu viel. Achte beim Händler immer auf die angegebene Einheit und rechne zur Sicherheit nach.

Zwei praktische Faustregeln: (1) Hochwertige Hartholz-Qualität (Buche, Eiche) liefert pro Raummeter rund 50 % mehr Heizenergie als Fichte – bei vergleichbarem Gewicht wiegt die Buche mehr, bei gleichem Lagerplatz heizt sie länger.

(2) Hackschnitzel haben den schlechtesten Festmeteranteil pro Raumvolumen; wer sie kauft, sollte unbedingt in srm (Schüttraummeter) rechnen und den Lieferschein kritisch prüfen.

Als Ergänzung zum Festmeter-Rechner zeigt der Brennholz-Bedarf-Rechner, wie viel Holz für die gesamte Heizsaison benötigt wird.

Ein dritter Tipp betrifft die Lieferform: Meterscheite müssen vor dem Verfeuern noch gesägt und gespalten werden, was Zeit kostet, während ofenfertige Ware teurer, aber sofort nutzbar ist und weniger Lagerfläche für den Verarbeitungsprozess braucht.

Beim Rundholz lohnt ein eigener Blick: 5 Raummeter ergeben dort nur 2,99 Festmeter statt 3,5 wie bei gespaltener Ware, weil ungespaltene Stämme lockerer liegen.

Wer Rundholz zum Raummeterpreis von gespaltenem Holz kauft, bekommt für denselben Betrag rund 15 Prozent weniger Holz — die Spaltarbeit kommt obendrauf.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Klaus kauft 10 Raummeter gespaltene Buche (lufttrocken, 15% Feuchte) für 280 €/rm, insgesamt 2.800 €. Er möchte wissen, wie viel Festmeter das sind und ob der Preis fair ist. Eingaben: 10 rm, Holzart gespaltenes Hartholz.

Ergebnis: 10 ÷ 1,43 = 6,99 fm ≈ 7 fm. Energiegehalt: 10 rm × 2.100 kWh = 21.000 kWh. Preis pro fm: 2.800 € ÷ 7 fm = 400 €/fm. Heizöläquivalent: 21.000 kWh ÷ 10 kWh/l = 2.100 Liter Heizöl.

Bei einem Heizölpreis von 0,90 €/l wäre das 1.890 €, Klaus zahlt 2.800 € für die gleiche Energie – Heizöl wäre billiger. Aber: Die CO₂-Bilanz, die Unabhängigkeit und die Kaminatmosphäre spielen für Klaus eine Rolle.

Er entscheidet sich dennoch für das Holz.

Klaus prüft anschließend eine Alternative: Böte ein anderer Händler dieselben zehn Raummeter als Fichte zum niedrigeren Raummeterpreis an, lägen darin nur etwa 15.000 Kilowattstunden je Umrechnung, also deutlich weniger nutzbare Wärme als in der Buche.

Erst der Rechner macht sichtbar, dass der scheinbar günstigere Weichholzstapel pro Kilowattstunde nicht wirklich billiger ist.

Mit dieser Zahlenbasis verhandelt Klaus den Buchenpreis nach und bestellt die Menge in zwei Teillieferungen, um Lagerplatz und Ausgaben über das Jahr zu verteilen.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist das Verwechseln von Festmeter und Raummeter: Ein Raummeter Scheitholz enthält nur ca. 0,65–0,70 fm reines Holz, kein ganzes fm.

Wer 5 rm bestellt und von 5 fm ausgeht, unterschätzt den tatsächlichen Heizenergieanfall um fast 50 %. Ein zweiter Fehler ist das Ignorieren der Holzart: Gleiches Raumvolumen Fichte liefert deutlich weniger Heizenergie als Buche.

Drittens werden Schüttraummeter (locker eingeworfenes Holz) oft mit Raummetern (gestapelt) gleichgesetzt, obwohl 1 srm Hackschnitzel nur etwa 0,6 rm entspricht.

Und schließlich wird die Restfeuchte vergessen: frisch geschlagenes Holz mit 30–40% Feuchte liefert nur die Hälfte der Heizenergie von lufttrockenem Holz (15% Feuchte).

Ein weiterer Irrtum ist der reine Preisvergleich pro Raummeter ohne Blick auf die Holzart, denn ein günstiger Raummeter Weichholz kann pro Kilowattstunde teurer sein als etwas kostspieligeres Hartholz.

Schließlich lohnt es sich, beim Aufmaß auf die Scheitlänge zu achten, weil kürzere Scheite denselben Raummeter dichter füllen.

Ein Fehler mit direkter Preisfolge ist, Schüttraummeter und Raummeter gleichzusetzen: 5 srm gespaltenes Hartholz sind nur 3,58 rm und 2,5 fm.

Wer den Raummeterpreis auf eine Schüttraummeter-Lieferung anwendet, zahlt rund 40 Prozent über dem, was das Holz tatsächlich wert ist.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Festmeter-Rechner wandelt Holzmengen zwischen den drei Handelseinheiten fm, rm und srm um und gibt je nach Holzart (Hartholz, Weichholz, Rundholz, Hackschnitzel) den korrekten Umrechnungsfaktor sowie den Energiegehalt in kWh an.

Das Ergebnis ermöglicht einen direkten Preisvergleich zwischen verschiedenen Holzarten und zwischen Holz und fossilen Brennstoffen. Wie viel Holz tatsächlich für eine ganze Heizsaison benötigt wird, berechnet der Brennholz-Bedarf-Rechner.

Ob das Holz schon ausreichend trocken ist, prüft der Holzfeuchte-Trocknungs-Rechner. So entsteht aus wenigen Angaben eine belastbare Grundlage für Einkauf, Vergleich und Lagerplanung, die vor überteuren oder energiearmen Holzkäufen schützt.

Der Rechner ist damit vor allem ein Preisvergleichs-Werkzeug: Erst wenn Menge und Einheit auf denselben Festmeter- oder Kilowattstundenwert umgerechnet sind, lassen sich zwei Angebote ehrlich nebeneinanderlegen.

5 rm Hartholz mit 10.500 kWh und 5 rm Hackschnitzel mit 4.200 kWh sind dieselbe Zahl auf dem Lieferschein und ein völlig anderes Geschäft.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 3,50 fm, 5,00 rm, 6,99 srm, Energiegehalt ca. 4.895 kWh

Fichtenholz für ergänzende Heizung

Menge
5 Raummeter
Einheit
rm (Raummeter)
Holzart
Gespaltenes Weichholz (Fichte, Kiefer)

Beispiel 2 · Mittel · 8,00 fm, 20,00 srm, Energiegehalt ca. 7.200 kWh

Hackschnitzel in Schüttraummetern umrechnen

Menge
20 Schüttraummeter
Einheit
srm (Schüttraummeter)
Holzart
Hackschnitzel

Beispiel 3 · Komplex · 3,00 fm, 5,01 rm, 6,00 srm, Energiegehalt ca. 5.400 kWh

Rundhölzer (nicht gespalten) umrechnen

Menge
3 Festmeter
Einheit
fm (Festmeter)
Holzart
Rundholz (nicht gespalten)

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  • Infografik: Festmeter: Umrechnungstabelle Holzmaße, VON  NACH, RM (SCHEITHOLZ), SRM (SCHÜTTUNG), HACKSCHNITZEL, 1 Festmeter, 1 Raummeter, 1 Schüttraummeter

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Umrechnungsfaktoren sind Richtwerte nach KWF-Merkblatt. Tatsächliche Werte können je nach Aufmaß, Stückigkeit und Trockenheitsgrad abweichen.

Quelle: KWF-Umrechnungsfaktoren für Holzsortimente; Energiegehalte nach BAFA

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Holz & Statik
Formeln basieren auf
KWF-Umrechnungsfaktoren für Holzsortimente (fm, rm, srm)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Festmeter-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/festmeter-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Festmeter-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/festmeter-rechner

Werbestatus

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