Überblick
Flächenträgheitsmoment und Widerstandsmoment berechnen
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Das Flächenträgheitsmoment I (zweites Flächenmoment) beschreibt, wie stark ein Querschnitt einer Biegeverformung widersteht. Es hängt ausschließlich von der Geometrie ab, nicht vom Werkstoff, und bestimmt gemeinsam mit dem E-Modul die Durchbiegung eines Trägers: f = 5·q·l⁴ / (384·E·I).
Daneben liefert der Rechner das Widerstandsmoment W = I / e, das die maximale Biegespannung am Rand ergibt: σ = M / W.
Der Flächenträgheitsmoment-Rechner berechnet beide Größen für sechs Standard-Querschnittsformen: Rechteck, Kreis, Rohr (Hohlkreis), I-Profil, T-Profil und L-Profil (Winkel).
Zusätzlich berücksichtigt er den Satz von Steiner, wenn die Bezugsachse nicht durch den Schwerpunkt verläuft.
Aus den Eingaben Breite, Höhe, Wandstärke, Flanschmaße und Steiner-Abstand folgen sofort I_y, I_z, W_y, W_z, die Querschnittsfläche A und der Steiner-Anteil.
Ein Vergleich macht den Effekt der Profilform greifbar: Ein Vollrechteck 120 × 240 mm hat I_y = 13.824 cm⁴ bei A = 288 cm².
Ein I-Profil mit ähnlichen Außenmaßen (h = 240, Steg 8 mm, Flansch 120 × 12 mm) erreicht I_y = 4.418,15 cm⁴ bei nur A = 46,08 cm² — weniger als ein Sechstel des Materials, aber knapp ein Drittel der Steifigkeit.
Pro Quadratzentimeter ist das I-Profil also rund doppelt so effizient, weil das Material weit von der Biegeachse sitzt.