Überblick
Was ist eine Passung nach ISO 286?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
ISO 286 definiert ein Buchstaben-Ziffern-System, mit dem sich die Passgenauigkeit zwischen Bohrung und Welle eindeutig beschreiben laesst. Aus Nennmass, Toleranzklasse der Bohrung und Toleranzklasse der Welle ergeben sich die Grenzmasze beider Teile, die Toleranzen in Mikrometern und die Passungsart: Spielpassung, Uebergangspassung oder Presspassung.
Der Passungsrechner uebernimmt die Tabellenarbeit, die bei manueller Auswertung der ISO-286-Tabellen fehleranfaellig ist.
Statt in den Tabellen fuer Grundtoleranzen (IT5 bis IT11) und Grundabmasze (Bohrungsbuchstabe H, Wellenbuchstaben d bis s) den richtigen Nennmassbereich zu suchen und anschliessend Hoechst- und Mindestspiel von Hand auszurechnen, genuegen drei Eingaben: Nennmass in Millimetern, Bohrungstoleranz und Wellentoleranz.
Das Ergebnis zeigt auf einen Blick, ob eine Passung Spielraum fuer Bewegung laesst, ob sie uebergangsweise Spiel oder Uebermaß aufweist oder ob sie nur unter Kraft montiert werden kann.
Fuer die Voreinstellung 50 H7/g6 liefert der Rechner eine Spielpassung mit 9 bis 50 Mikrometern Spiel: Die Bohrung misst 50,000 bis 50,025 mm, die Welle 49,975 bis 49,991 mm.
Aendert man die Wellentoleranz auf k6, entsteht eine Uebergangspassung mit Mindestspiel von minus 18 und Hoechstspiel von plus 23 Mikrometern. Bei s6 zeigt sich eine reine Presspassung, bei der die Welle stets groesser als die Bohrung ist.