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Gewinderechner: Kernloch, Flankendurchmesser und Spannungsquerschnitt

Bau & HandwerkStand Noch keine Bewertung
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Kurzantwort

Gewinderechner: Nenndurchmesser und Steigung eines metrischen ISO-Gewindes eingeben – der Rechner berechnet Kernloch-Durchmesser, Flankendurchmesser (d₂), Kerndurchmesser (d₃/D₁), Gewindetiefe und Spannungsquerschnitt nach DIN 13.

Gewinderechner für metrisches ISO-Gewinde nach DIN 13: Kernloch-Durchmesser

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Technik (Sept. 2026)Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

2 Annahmen und 2 Grenzen

Annahmen

  • Metrisches ISO-Gewinde mit 60°-Gewindeprofil nach DIN 13 / ISO 724.
  • Kernloch-Durchmesser ist der praktische Wert (Nenndurchmesser − Steigung), gerundet auf 0,5 mm.

Grenzen

  • Nur metrisches Regelgewinde – Trapezgewinde (DIN 103), Whitworth (BSW/BSF) und UNC/UNF werden nicht unterstützt.
  • Feingewinde muss manuell über die Steigung eingegeben werden; keine automatische Steigungszuordnung.

Stand der Prüfung: DIN 13:1999-11, zeitunabhängig gültig.

Überblick

Was ist der Gewinderechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Gewinderechner bestimmt alle geometrischen Kenngrößen eines metrischen ISO-Gewindes nach DIN 13 und ISO 261. Aus Nenndurchmesser und Steigung berechnet er den Kernloch-Durchmesser, den Flankendurchmesser, den Kerndurchmesser für Außen- und Innengewinde, die Gewindetiefe sowie den Spannungsquerschnitt.

Für ein M10-Regelgewinde mit 1,5 mm Steigung ergibt der Rechner ein Kernloch von 8,5 mm, einen Flankendurchmesser von 9,026 mm und einen Spannungsquerschnitt von 57,99 mm².

Die Ergebnisse lassen sich direkt in der Werkstatt anwenden: Der Kernloch-Durchmesser bestimmt den Bohrer vor dem Gewindeschneiden, der Spannungsquerschnitt geht in die Festigkeitsberechnung nach VDI 2230 ein.

Sowohl Regelgewinde als auch Feingewinde sind berechenbar.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benötigt zwei Eingaben: den Nenndurchmesser d in Millimetern und die Steigung P in Millimetern. Der Nenndurchmesser reicht von 1 bis 200 mm, die Steigung von 0,2 bis 10 mm.

Für Regelgewinde gelten feste Zuordnungen nach DIN 13: M6 hat 1,0 mm, M8 hat 1,25 mm, M10 hat 1,5 mm und M20 hat 2,5 mm Steigung. Feingewinde verwenden bei gleichem Nenndurchmesser eine kleinere Steigung.

Der Standardwert steht auf M10 mit 1,5 mm Steigung und liefert ein Kernloch von 8,5 mm. Beide Felder lassen sich frei kombinieren, sodass auch Sondermaße abseits der Normreihe geprüft werden können.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Das Gewindeprofil nach DIN 13 folgt dem gleichseitigen Dreieck mit 60-Grad-Flankenwinkel. Die Gewindetiefe ergibt sich als H gleich P mal 0,866025.

Der Flankendurchmesser berechnet sich als d2 gleich d minus 0,649519 mal P, der Kerndurchmesser Außen als d3 gleich d minus 1,226869 mal P und der Kerndurchmesser Innen als D1 gleich d minus 1,082532 mal P.

Das Kernloch folgt der vereinfachten Formel d minus P. Den Spannungsquerschnitt bestimmt As gleich pi geteilt durch vier mal das Quadrat des Mittelwerts von d2 und d3.

Für M10 ergeben diese Formeln 9,026 mm Flankendurchmesser, 8,160 mm Kerndurchmesser und 57,99 mm² Spannungsquerschnitt.

Formeln für metrisches ISO-Gewinde: Flankendurchmesser d2 gleich Nenndurchmesser minus 0,6495 mal Steigung, Kerndurchmesser d3 gleich Nenndurchmesser minus 1,2269 mal Steigung.
Berechnungsformeln für Flanken- und Kerndurchmesser metrischer ISO-Gewinde nach DIN 13 aus Nenndurchmesser d und Steigung P.

Nachschlagen

Metrisches ISO-Gewinde Tabelle: Kernloch, Flankendurchmesser und Kerndurchmesser nach DIN 13

Übersicht der gängigsten metrischen ISO-Gewinde M3 bis M24 mit Regelsteigung, Kernloch-Durchmesser, Flankendurchmesser und Kerndurchmesser Außen nach DIN 13-1.

Metrische Regelgewinde M3 bis M24: Steigung, Kernloch, Flankendurchmesser und Kerndurchmesser nach DIN 13
GewindeSteigung (mm)Kernloch (mm)Flankendurchmesser (mm)Kerndurchmesser (mm)
M30,52,52,6752,387
M40,73,33,5453,141
M50,84,24,4804,019
M61,05,05,3504,773
M81,256,757,1886,466
M101,58,59,0268,160
M121,7510,2510,8639,853
M162,014,014,70113,546
M202,517,518,37616,933
M243,021,022,05120,320

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Gewinderechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was berechnet der Gewinderechner und welche Norm liegt zugrunde?

Der Gewinderechner ermittelt aus Nenndurchmesser und Steigung sechs Kenngrößen eines metrischen ISO-Gewindes nach DIN 13-1 und ISO 724: Kernloch-Durchmesser, Flankendurchmesser, Kerndurchmesser außen und innen, Gewindetiefe und Spannungsquerschnitt.

Für ein Regelgewinde M10 mit 1,5 mm Steigung liefert er ein Kernloch von 8,5 mm, einen Flankendurchmesser von 9,026 mm und einen Spannungsquerschnitt von 57,99 mm².

Die Formeln stammen direkt aus DIN 13-1 und gelten für das genormte 60-Grad-Gewindeprofil, das in Europa Standard ist.

Eingesetzt wird der Rechner in der Werkstatt vor dem Gewindeschneiden ebenso wie in der Konstruktion bei der Auslegung von Schraubverbindungen.

Nenndurchmesser von 1 bis 200 mm und Steigungen von 0,2 bis 10 mm deckt der Rechner ab, womit sich sowohl feine Präzisionsgewinde als auch grobe Bau- und Maschinengewinde berechnen lassen.

Zoll- und Rohrgewinde (UNC, UNF, BSP, Whitworth) gehören nicht zum abgedeckten Bereich.

Wie groß ist das Kernloch für M8 und M10 – und wie berechnet man es allgemein?

Für M8 mit der Regelsteigung 1,25 mm beträgt das Kernloch 6,75 mm, für M10 mit 1,5 mm Steigung sind es 8,5 mm – zwei der meistgesuchten Einzelwerte rund um das Gewindeschneiden.

Berechnet wird das praktische Kernloch nach der Faustformel Nenndurchmesser minus Steigung: Bei M8 ergibt 8 minus 1,25 die 6,75 mm, bei M10 ergibt 10 minus 1,5 die 8,5 mm.

Da handelsübliche Bohrersätze nicht jedes Zwischenmaß führen, wird in der Praxis oft der nächstliegende verfügbare Bohrer verwendet, bei M8 beispielsweise 6,8 mm statt exakt 6,75 mm.

Ein zu kleines Kernloch erhöht das Schneidmoment und kann den Gewindebohrer abbrechen lassen, ein zu großes schwächt die Gewindetiefe und damit die Verbindung.

Der Gewinderechner liefert den exakten Rechenwert für jede beliebige Kombination aus Nenndurchmesser und Steigung, nicht nur für die Normreihe M3 bis M24.

Welcher Bohrer passt zu welchem Gewinde – gibt es eine Tabelle?

Ja: Für die gängigen Regelgewinde ergeben sich aus Nenndurchmesser minus Steigung feste Kernloch-Durchmesser, die als Bohrergröße dienen – M6 benötigt 5,0 mm, M8 braucht 6,75 mm, M10 verlangt 8,5 mm, M12 benötigt 10,25 mm, M16 braucht 14,0 mm und M24 verlangt 21,0 mm.

Diese Werte gelten für Regelgewinde nach DIN 13-1 und liegen dieser Seite als Referenztabelle mit allen gängigen Größen von M3 bis M24 bei.

Bei Feingewinde mit kleinerer Steigung als der Regelsteigung ändert sich der Kernloch-Wert entsprechend, weshalb der Rechner für jede individuelle Steigung neu gerechnet werden sollte statt sich auf Pauschaltabellen zu verlassen.

In der Werkstatt wird üblicherweise der nächstliegende Bohrer aus dem Standardsatz gewählt, wenn das exakte Rechenmaß kein handelsübliches Bohrermaß trifft.

Bei Sacklochgewinden sollte zusätzlich anderthalb Nenndurchmesser Bohrtiefe über die gewünschte Gewindetiefe hinaus eingeplant werden, damit der Gewindebohrer sauber ausläuft.

Wie wird eine Kernbohrung für ein Innengewinde berechnet?

Die Kernbohrung – also das Loch, in das später das Innengewinde geschnitten wird – berechnet sich nach der praktischen Faustformel Kernloch gleich Nenndurchmesser minus Steigung.

Für ein M6-Gewinde mit 1,0 mm Regelsteigung ergibt das 5,0 mm, für M12 mit 1,75 mm Steigung sind es 10,25 mm und für M20 mit 2,5 mm Steigung 17,5 mm.

Diese Faustformel liegt geringfügig über dem theoretischen Kerndurchmesser d₁ aus der exakten DIN-13-Profilgeometrie und ist deshalb der in der Praxis verwendete Bohrerdurchmesser.

Wichtig ist, vor dem Bohren die tatsächliche Steigung zu kennen: Bei Regelgewinde folgt sie fest aus der Normreihe, bei Feingewinde muss sie am Bauteil oder in der Zeichnung abgelesen werden, weil sonst ein falsches Kernloch entsteht.

Der Rechner übernimmt diese Berechnung für beliebige Kombinationen aus Nenndurchmesser und Steigung und erspart das Nachschlagen in Tabellenwerken.

Was ist der Unterschied zwischen Kerndurchmesser außen und Kerndurchmesser innen?

Der Kerndurchmesser außen (d₃) beschreibt den kleinsten Durchmesser des Außengewindes am Schraubenbolzen und berechnet sich als Nenndurchmesser minus 1,226869 mal Steigung.

Der Kerndurchmesser innen (D₁) ist der kleinste Durchmesser des Innengewindes in der Mutter und folgt der Formel Nenndurchmesser minus 1,082532 mal Steigung.

Bei M10 mit 1,5 mm Steigung ergibt sich d₃ zu 8,160 mm und D₁ zu 8,376 mm – der Unterschied von 0,216 mm entsteht durch die unterschiedliche Profilverrundung am Gewindegrund von Bolzen und Mutter nach DIN 13.

Der Kerndurchmesser außen bestimmt den kritischen Querschnitt der Schraube unter Zugbelastung und fließt in die Festigkeitsberechnung nach VDI 2230 ein.

Der Kerndurchmesser innen legt dagegen den kleinstmöglichen Durchmesser der fertigen Gewindebohrung fest. Beide Werte zusammen zeigen, wie viel Spiel im Gewindegrund zwischen Bolzen und Mutter nach der Montage verbleibt.

Was bedeutet der Spannungsquerschnitt und wofür wird er gebraucht?

Der Spannungsquerschnitt Aₛ ist die rechnerische Querschnittsfläche, mit der die Zugspannung in einer Schraube ermittelt wird, und liegt zwischen dem Kernquerschnitt und dem größeren Flankenquerschnitt.

Er berechnet sich als Pi durch vier mal dem Quadrat des Mittelwerts aus Flankendurchmesser d₂ und Kerndurchmesser außen d₃. Für M10 mit 1,5 mm Steigung ergibt das 57,99 mm², für M6 sind es 20,12 mm² und für M20 mit 2,5 mm Steigung 244,79 mm².

Mit dem Spannungsquerschnitt lässt sich die zulässige Vorspannkraft einer Schraube bestimmen, indem er mit der zulässigen Spannung der jeweiligen Festigkeitsklasse (etwa 8.8 oder 10.9) multipliziert wird.

Die Richtlinie VDI 2230 verwendet den Spannungsquerschnitt als zentrale Rechengröße für die Schraubenauslegung im Maschinenbau, weil er die tatsächliche Materialverteilung im Gewindegrund realistischer abbildet als der reine Kerndurchmesser.

Was ist der Unterschied zwischen Regelgewinde und Feingewinde?

Beim Regelgewinde ist jedem Nenndurchmesser nach DIN 13-1 genau eine feste Steigung zugeordnet, zum Beispiel M8 mit 1,25 mm, M10 mit 1,5 mm oder M16 mit 2,0 mm.

Feingewinde verwenden bei gleichem Nenndurchmesser eine kleinere Steigung, etwa M10x1,0 oder M10x1,25 statt der Regelsteigung M10x1,5, und müssen im Gewinderechner mit der abweichenden Steigung eingegeben werden.

Die kleinere Steigung bewirkt eine geringere Gewindetiefe, aber einen größeren Spannungsquerschnitt, weil mehr tragendes Material im Kernquerschnitt verbleibt: Bei M10x1,0 statt M10x1,5 steigt der Spannungsquerschnitt von 57,99 mm² spürbar an.

Feingewinde bieten dadurch höhere Vorspannkräfte bei gleichem Nenndurchmesser und lassen sich feinfühliger einstellen, weshalb sie im Fahrzeugbau, in der Messtechnik und bei dünnwandigen Bauteilen bevorzugt werden.

Der Rechner deckt beide Varianten gleichermaßen ab, sobald die tatsächliche Steigung bekannt ist.

Wie lässt sich die Gewindesteigung an einem vorhandenen Bauteil messen?

Ohne Kennzeichnung auf der Schraube lässt sich die Steigung mit einer Gewindesteigungslehre bestimmen: Die Lehrblättchen werden in das Gewinde gehalten, bis eines passgenau in die Flanken greift – dessen aufgedruckter Wert ist die Steigung in Millimetern.

Alternativ zählt man die Gewindegänge auf einer festen Strecke, etwa 10 Millimetern, mit einer Schieblehre und teilt die Strecke durch die Anzahl der Gänge; bei fünf Gängen auf 10 mm ergibt sich eine Steigung von 2,0 mm.

Zusätzlich braucht es den Außendurchmesser der Schraube, gemessen an der Spitze der Gewindegänge, um den Nenndurchmesser zu bestimmen – bei rund 10 mm Außendurchmesser und 1,5 mm gemessener Steigung liegt ein M10-Regelgewinde vor.

Beide gemessenen Werte lassen sich direkt in den Gewinderechner eingeben, um Kernloch, Flankendurchmesser und Spannungsquerschnitt zu bestimmen, ohne das Bauteil erst identifizieren zu müssen.

Bei beschädigten oder verschlissenen Gewinden liefert die Messung nur einen Näherungswert.

Wie wird ein Gewinde in der technischen Zeichnung bemaßt?

Metrische ISO-Gewinde werden mit dem Buchstaben M, dem Nenndurchmesser und bei Feingewinde zusätzlich der Steigung angegeben, etwa M10 für Regelgewinde oder M10x1,25 für ein Feingewinde mit 1,25 mm Steigung statt der Regelsteigung 1,5 mm.

Bei Regelgewinde wird die Steigung meist weggelassen, weil sie sich eindeutig aus DIN 13-1 ergibt – wer dennoch M10x1,5 schreibt, bemaßt zulässig, aber redundant.

Für die Gewindelänge folgt oft ein Zusatz wie M10x30, wobei 30 die Einschraub- oder Gesamtlänge in Millimetern bezeichnet.

Toleranzklassen wie 6g für Außengewinde oder 6H für Innengewinde werden mit Bindestrich angehängt, etwa M10-6g, und legen das zulässige Spiel am Flankendurchmesser fest.

Der Gewinderechner benötigt für seine Berechnung nur Nenndurchmesser und Steigung aus dieser Bemaßung, nicht die Toleranzklasse oder Gewindelänge, da diese die geometrischen Kenngrößen selbst nicht verändern.

Berechnet der Gewinderechner auch Zoll-Gewinde wie UNC, UNF oder Whitworth?

Nein, der Gewinderechner deckt ausschließlich metrische ISO-Gewinde nach DIN 13-1 und ISO 724 mit dem 60-Grad-Profil ab.

Zoll-Gewinde wie UNC (Unified National Coarse) und UNF (Unified National Fine) folgen einer eigenen Norm mit Gewindegängen pro Zoll statt Steigung in Millimetern, und Whitworth-Gewinde (BSW, BSF) verwenden mit 55 Grad einen abweichenden Flankenwinkel – beide benötigen andere Formeln als die hier hinterlegten DIN-13-Gleichungen.

Auch Rohrgewinde nach britischer Norm (BSP, G-Gewinde) fallen aus dem abgedeckten Bereich, ebenso Trapezgewinde nach DIN 103 für Spindeln und Antriebe.

Wer ein unbekanntes Gewinde identifizieren will, prüft zuerst den Flankenwinkel: 60 Grad deutet auf metrisches oder UNC/UNF-Gewinde hin, 55 Grad auf Whitworth.

Für die eindeutige Unterscheidung zwischen metrisch und Zoll hilft der gemessene Außendurchmesser in Millimetern gegen die runden Zoll-Nennmaße wie 1/4, 3/8 oder 1/2 Zoll, die sich nicht exakt in runde Millimeterwerte übersetzen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das Kernloch ist die wichtigste Praxisgröße: Es bestimmt den Bohrerdurchmesser vor dem Gewindeschneiden. Bei M6 benötigen Sie einen 5,0-mm-Bohrer, bei M8 sind es 6,75 mm, bei M10 genau 8,5 mm und bei M20 einen 17,5-mm-Bohrer.

Ist der exakte Durchmesser kein Standardmaß, wählen Sie den nächstgrößeren Bohrer. Der Spannungsquerschnitt skaliert stark mit dem Nenndurchmesser: M6 liefert 20,12 mm², M10 bereits 57,99 mm² und M20 ganze 244,79 mm².

Für die Vorspannkraft einer Schraubverbindung multiplizieren Sie den Spannungsquerschnitt mit der zulässigen Spannung der Festigkeitsklasse. Die Gewindetiefe zeigt, ob die Wandstärke des Werkstücks für ein Durchgangsgewinde ausreicht.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Ein Maschinenbauer benötigt Kernlochbohrungen für M8-Gewinde in einem Stahlgehäuse. Eingaben: Nenndurchmesser 8 mm, Steigung 1,25 mm.

Der Rechner ergibt: Kernloch 6,75 mm, Flankendurchmesser 7,188 mm, Kerndurchmesser Außen 6,466 mm, Gewindetiefe 1,083 mm und Spannungsquerschnitt 36,61 mm². Der Maschinenbauer wählt einen 6,8-mm-Bohrer, weil 6,75 mm kein gängiges Standardmaß ist.

Zum Vergleich prüft er M6 mit 1,0 mm Steigung: Kernloch 5,0 mm, Spannungsquerschnitt 20,12 mm². Der größere Querschnitt von M8 bietet fast die doppelte Zugfestigkeit. Er entscheidet sich für M8 und bestellt den passenden Gewindebohrer M8x1,25.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Kernloch und Kerndurchmesser. Das Kernloch ist der praktische Bohrerdurchmesser vor dem Gewindeschneiden, der Kerndurchmesser dagegen eine Profilgröße nach DIN 13.

Bei M10 beträgt das Kernloch 8,5 mm, der Kerndurchmesser Außen dagegen 8,160 mm. Ein zweiter Fehler liegt in der falschen Steigung: M8 hat 1,25 mm, nicht 1,0 mm Regelsteigung, und eine falsche Eingabe verschiebt alle Ergebniswerte.

Der Gewindebohrer klemmt oder erzeugt ein unbrauchbares Gewinde. Dritter Fehler: den Spannungsquerschnitt mit dem vollen Nennquerschnitt verwechseln. Bei M10 beträgt As nur 57,99 mm², weil das Gewindeprofil Material vom Bolzen abträgt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Gewinderechner liefert alle geometrischen Kennwerte metrischer ISO-Gewinde nach DIN 13 aus zwei Eingaben: Nenndurchmesser und Steigung.

Damit entfällt das Nachschlagen in Gewindetabellen, und Kernloch, Flankendurchmesser, Kerndurchmesser, Gewindetiefe sowie Spannungsquerschnitt stehen sofort zur Verfügung.

Ein sinnvoller nächster Schritt ist der Vergleich zwischen Regelgewinde und Feingewinde bei gleichem Nenndurchmesser, weil sich dabei zeigt, wie stark die Steigung den Spannungsquerschnitt und die Gewindetiefe beeinflusst.

Der Rechner eignet sich für die Werkstattplanung ebenso wie für die Konstruktion, wenn Vorspannkräfte und Gewindegeometrien schnell geprüft werden müssen. Die Ergebnisse basieren auf den exakten DIN-13-Formeln und sind normkonform.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Kernloch: 5,00 mm | Flankendurchmesser: 5,350 mm | Kerndurchmesser Außen: 4,773 mm | Gewindetiefe: 0,866 mm | Spannungsquerschnitt: 20,12 mm²

M6-Gewinde für Feinmechanik

Nenndurchmesser (d)
6 mm
Steigung (P)
1,0 mm

Beispiel 2 · Mittel · Kernloch: 17,50 mm | Flankendurchmesser: 18,376 mm | Kerndurchmesser Außen: 16,933 mm | Gewindetiefe: 2,165 mm | Spannungsquerschnitt: 244,79 mm²

M20-Gewinde für Schwerlastanker

Nenndurchmesser (d)
20 mm
Steigung (P)
2,5 mm

Beispiel 3 · Komplex · Kernloch: 6,75 mm | Flankendurchmesser: 7,188 mm | Kerndurchmesser Außen: 6,466 mm | Gewindetiefe: 1,083 mm | Spannungsquerschnitt: 36,61 mm²

M8-Regelgewinde für allgemeinen Maschinenbau

Nenndurchmesser (d)
8 mm
Steigung (P)
1,25 mm

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Querschnitt eines metrischen ISO-Gewindeprofils mit 60-Grad-Flankenwinkel. Eingetragen sind Nenndurchmesser d gleich 10 mm, Flankendurchmesser d2 gleich 9,026 mm, Kerndurchmesser d3 gleich 8,160 mm, Steigung P gleich 1,5 mm und Gewindetiefe H gleich 1,299 mm am Beispiel M10.

    Gewindeprofil: Metrisches ISO-Gewinde (M10)

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           alt="Querschnitt eines metrischen ISO-Gewindeprofils mit 60-Grad-Flankenwinkel. Eingetragen sind Nenndurchmesser d gleich 10 mm, Flankendurchmesser d2 gleich 9,026 mm, Kerndurchmesser d3 gleich 8,160 mm, Steigung P gleich 1,5 mm und Gewindetiefe H gleich 1,299 mm am Beispiel M10."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/gewinderechner">Gewindeprofil: Metrisches ISO-Gewinde (M10) auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/gewinderechner
  • Tabellarische Übersicht der Kernlochbohrer-Durchmesser für metrische Regelgewinde von M3 bis M24. Dargestellt sind Nenndurchmesser, Steigung, rechnerischer Kernloch-Durchmesser und der empfohlene Bohrer. Formel: Kernloch gleich Nenndurchmesser minus Steigung.

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           alt="Tabellarische Übersicht der Kernlochbohrer-Durchmesser für metrische Regelgewinde von M3 bis M24. Dargestellt sind Nenndurchmesser, Steigung, rechnerischer Kernloch-Durchmesser und der empfohlene Bohrer. Formel: Kernloch gleich Nenndurchmesser minus Steigung."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/gewinderechner">Kernloch-Tabelle: Metrische Regelgewinde M3–M24 auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/gewinderechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Berechnung erfolgt nach DIN 13 / ISO 724 für metrisches ISO-Regelgewinde mit 60°-Profil. Für Trapez-, Whitworth- oder Sondergewinde gelten andere Formeln.

Quelle: DIN 13-1:1999-11 (Metrisches ISO-Gewinde – Nennmaße); ISO 724:1993 (Basic dimensions)

Stand: 2026-09-29

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
29. September 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Holz & Statik
Formeln basieren auf
DIN 13 / ISO 724: d₂ = d − 0,6495 × P; D₁ = d − 1,0825 × P; d₃ = d − 1,2269 × P; Kernloch ≈ d − P; Aₛ = π/4 × ((d₂+d₃)/2)²
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Gewinderechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/gewinderechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Gewinderechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/gewinderechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.