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Holzverbindungs-Rechner: Abstände und Traglast berechnen

Bau & HandwerkStand Noch keine Bewertung
mm
Verbindungsmitteltyp
Belastungsrichtung
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Kurzantwort

Der Rechner gibt orientierende Mindestabstände, Randabstände und eine Traglast je Verbindungsmittel aus. So lassen sich Schrauben- und Nageldetails im Holzbau früh plausibilisieren.

Mindestabstände und Traglast je Schraube oder Nagel aus Holzdicke und Belastungsrichtung...

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

2 Annahmen und 2 Grenzen

Annahmen

  • Mindestabstände und Randabstände folgen vereinfachten Eurocode-5-Faktoren für Nagel oder Schraube in Abhängigkeit von Faserrichtung und Holzdicke.
  • Die Traglast je Verbindungsmittel wird als orientierender Basiswert aus Verbindungsmitteltyp, Holzdicke und Belastungsrichtung skaliert.

Grenzen

  • Gruppeneffekte, Stahl-Holz-Details, ETA-Werte, Ausziehwiderstände und projektspezifische Lastkombinationen fehlen in der Vorrechnung.
  • Die Ausgabe ist nur eine Anschlussvorprüfung und ersetzt keinen normativen Nachweis für tragende Verbindungen.

Stand der Prüfung: Holzverbindungs- und Abstandslogik fachlich geprüft, Stand 20.05.2026.

Überblick

Holzverbindungen im Überblick

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Schrauben- und Nageldetails ordnet der Holzverbindungs-Rechner grob auf Mindestabstände, Randbedingungen und die Traglast je Verbindungsmittel hin vor. Das ist besonders nützlich, wenn ein Anschlussdetail früh technisch plausibilisiert werden soll, ohne sofort in eine vollständige Bemessung einzusteigen.

Bei stiftförmigen Verbindungsmitteln wie Nagel und Schraube hängt die Tragfähigkeit nicht nur am Durchmesser, sondern entscheidend daran, dass genügend Abstand zum Rand, zum Hirnholzende und zwischen den einzelnen Mitteln eingehalten wird, damit das Holz nicht aufspaltet.

Diese Mindestabstände werden in der Regel als Vielfaches des Durchmessers angegeben und unterscheiden sich längs und quer zur Faser.

Der Rechner verknüpft Holzdicke, Verbindungsmitteltyp und Belastungsrichtung zur Faser zu Richtwerten für genau diese Abstände und liefert zugleich eine orientierende Traglast, sodass ein Detail vor der genauen statischen Bemessung schon auf Plausibilität geprüft werden kann.

Die Größenordnungen macht ein Durchlauf mit 60 mm Holzdicke greifbar: Längs zur Faser nennt der Rechner für die Schraube 40 mm Achsabstand, 21 mm quer dazu und 25 mm Randabstand bei einer orientierenden Traglast von 52,5 kg je Verbindungsmittel; für den Nagel sind es 36, 21 und 24 mm bei 27 kg.

Quer zur Faser sinkt die Traglast auf 42 beziehungsweise 21,6 kg. Alle Werte sind Richtwerte für die Vorprüfung und ersetzen die Bemessung durch eine Fachplanung nicht.

Eingaben

Schraubenabstand und Randabstand für Holzverbindungen berechnen: diese Angaben braucht der Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Erfasse Holzdicke, Verbindungsmitteltyp und die Belastungsrichtung zur Faser. Sinnvoll ist ein klarer Detailfall, etwa Schraube längs oder Nagel quer zur Faser.

Gib die Holzdicke realistisch an, denn sie begrenzt nicht nur die mögliche Einschraub- oder Einschlagtiefe, sondern wirkt zugleich auf die einzuhaltenden Mindestabstände.

Die Belastungsrichtung relativ zur Faser ist ebenso wichtig, weil ein Verbindungsmittel längs zur Faser andere Rand- und Achsabstände verlangt als quer dazu, und genau diese Unterscheidung entscheidet, ob das Anschlussdetail aufgeht.

Sinnvoll ist außerdem, den geplanten Durchmesser des Verbindungsmittels und die vorgesehene Anzahl in einer Reihe anzugeben, weil daraus die Summe der einzuhaltenden Achsabstände folgt.

Auch ob vorgebohrt wird oder nicht, gehört zur Eingabe, da dies bei Nägeln die zulässigen Randabstände und die Spaltgefahr im Holz beeinflusst.

Praxisfälle

Schraubenabstand für Eckverbindung, Zapfen und Balken: typische Suchfragen aus dem Alltag

Jede Karte zeigt eine häufige Suchfrage, die passende Eingabe im Holzverbindungs-Rechner und das nachgerechnete Ergebnis. Alle Zahlen stammen aus der Rechenfunktion dieses Rechners.

  1. Randabstand bei dünnem Holz (Terrassendiele, 25 mm)

    „Welcher Randabstand gilt bei dünnem Holz wie einer Terrassendiele?“

    Eingabe
    Holzdicke 25 mm, Verbindungsmittel Schraube, Belastungsrichtung längs zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 40 mm längs, 20 mm quer, 25 mm Randabstand. Der Normhinweis warnt zugleich: 25 mm unterschreiten die Mindesteinschlagtiefe von 40 mm (8 × 5 mm) – die Schraube muss also tiefer ins tragende Holz darunter fassen.
  2. Eckverbindung an Balken sichern (100 mm, quer zur Faser)

    „Welcher Schraubenabstand gilt für eine Eckverbindung an Balken?“

    Eingabe
    Holzdicke 100 mm, Verbindungsmittel Schraube, Belastungsrichtung quer zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 60 mm längs, 35 mm quer, 40 mm Randabstand und 70,0 kg Traglast je Verbindungsmittel.
  3. Zapfenverbindung mit Sicherungsschraube (60 mm)

    „Welchen Schraubenabstand braucht die Sicherung einer Zapfenverbindung?“

    Eingabe
    Holzdicke 60 mm, Verbindungsmittel Schraube, Belastungsrichtung längs zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 40 mm längs, 21 mm quer, 25 mm Randabstand und 52,5 kg Traglast je Verbindungsmittel.
  4. Balken der Länge nach verbinden (Laschenstoß, 120 mm)

    „Wie verbinde ich zwei Balken der Länge nach?“

    Eingabe
    Holzdicke 120 mm, Verbindungsmittel Schraube, Belastungsrichtung längs zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 72 mm längs, 42 mm quer, 48 mm Randabstand und 87,5 kg Traglast je Verbindungsmittel – ab 100 mm wächst die Traglast nicht weiter.

    Zum Holzbalken-Tragfähigkeit-Rechner

  5. Dachlatten vernageln ohne Vorbohren (30 mm)

    „Welcher Nagelabstand gilt für dünne Dachlatten?“

    Eingabe
    Holzdicke 30 mm, Verbindungsmittel Nagel, Belastungsrichtung längs zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 31 mm längs, 16 mm quer, 22 mm Randabstand und 13,5 kg Traglast je Verbindungsmittel.
  6. Pergola-Kantholz verschrauben (140 mm)

    „Welcher Schraubenabstand gilt für dicke Pergola-Kanthölzer?“

    Eingabe
    Holzdicke 140 mm, Verbindungsmittel Schraube, Belastungsrichtung längs zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 84 mm längs, 49 mm quer, 56 mm Randabstand. Die Traglast bleibt bei 87,5 kg, weil ab 100 mm das Fließmoment der Schraube die Grenze setzt, nicht mehr die Holzdicke.
  7. Windrispenband quer vernageln (40 mm)

    „Welcher Nagelabstand gilt quer zur Faser?“

    Eingabe
    Holzdicke 40 mm, Verbindungsmittel Nagel, Belastungsrichtung quer zur Faser
    Ergebnis
    Mindestabstand 24 mm längs, 16 mm quer, 16 mm Randabstand und 14,4 kg Traglast je Verbindungsmittel – rund 20 Prozent weniger als längs zur Faser bei gleicher Dicke.

Berechnung

Mindestabstand nach Eurocode 5: So rechnet der Holzverbindungs-Rechner

Verstehe den Formelweg.

Klartextformel: Der Rechner legt für Nagel oder Schraube feste Abstandsregeln an und verknüpft diese mit der Holzdicke. So entstehen Mindestabstände längs und quer zur Faser sowie ein Mindestrandabstand; parallel wird eine orientierende Traglast je Verbindungsmittel aus Typ, Dicke und Belastungsrichtung skaliert.

Die Abstandsregeln werden dabei als Vielfaches des Durchmessers angesetzt, etwa ein höherer Faktor für den belasteten Rand längs zur Faser und ein kleinerer für den unbelasteten Rand quer dazu.

Die orientierende Traglast steigt mit dem Durchmesser des Verbindungsmittels und der wirksamen Holzdicke, fällt aber ab, sobald die Belastungsrichtung ungünstig zur Faser liegt.

So wird sichtbar, ob das geplante Detail die Geometrie überhaupt zulässt, bevor eine genaue Bemessung folgt. Verbindungsmittel Nagel (3,1 mm) und Schraube (5,0 mm) mit den Mindestabständen a1, a2 und e Zusätzlich spielt die Einbindetiefe eine Rolle, denn erst ab einer ausreichenden Einschraub- oder Einschlagtiefe kann das Verbindungsmittel seine volle Tragwirkung entfalten.

Ein zu kurz eingebundenes Mittel zieht früher aus und mindert die aufnehmbare Last, obwohl die Randabstände auf dem Papier stimmen.

Eurocode-5-Formel für die Bemessungstragfähigkeit einer Holzverbindung.
Tragfähigkeit nach Eurocode 5 aus effektiver Verbindungsmittelzahl, charakteristischer Einzeltragfähigkeit und γ_M = 1,3.

Nachschlagen

Holzverbindungen: Scherfestigkeit, Zugfestigkeit und Einsatzbereich nach Verbindungstyp

Richtwerte für charakteristische Tragfähigkeiten nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5). Tatsächliche Werte hängen von Holzfeuchte, Holzklasse und Einbaurichtung ab.

Holzverbindungsarten mit Scher- und Zugfestigkeit sowie Norm-Verweis
VerbindungstypScherfestigkeit (kN, Richtwert)Zugfestigkeit (kN, Richtwert)EinsatzbereichNorm
Nagel (Ø 3,1 mm)0,6–1,00,4–0,6Leichte Verbindungen, SchalungDIN EN 1995 / DIN 1052
Holzschraube (Ø 5 mm)1,5–2,52,0–4,0Allgemeiner Holzbau, MöbelDIN EN 1995 / ETA-Zulassung
Bolzen (M12)8–1510–20Schwerer Holzbau, FachwerkverbindungenDIN EN 1995 / DIN 571
Zapfenverbindung5–12 (abhängig von Zapfenquerschnitt)–Traditioneller Zimmerbau, SparrenverbindungenDIN EN 1995 / DIN 1052
Keilzinkenverbindung–18–22 (BSH-Niveau)Brettschichtholz, Verlängerung von TraggliedernDIN EN 385 / DIN EN 14080
Dübel-Verbinder (Typ C, Ø 65 mm)15–30–Fachwerkknoten, Pfetten, TrägeranschlüsseDIN EN 912 / DIN EN 1995

Quelle: Richtwerte nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) und DIN 1052. Alle Werte ohne Sicherheitsbeiwert (charakteristische Tragfähigkeit Rk). Für Nachweise im Hochbau Teilsicherheitsbeiwert γM = 1,3 anwenden. Herstellerspezifische ETAs beachten.

Holzverbindungsarten: Prinzip, Einsatzbereich und Verbindungsmittel im Überblick

Nachschlagewerk zu gängigen Holzverbindungen – zusätzlich zur Tragfähigkeitstabelle oben. Zimmermannsmäßige (formschlüssige) Verbindungen übertragen Kräfte durch die Holzgeometrie selbst, Verbindungsmittel-Anschlüsse über Nagel, Schraube oder Bolzen. Mindestabstände für ergänzende Verbindungsmittel liefert der Rechner oben.

Holzverbindungsarten mit Formschluss-Prinzip, typischem Einsatzbereich und Verbindungsmittelbezug
VerbindungsartPrinzipTypischer EinsatzbereichVerbindungsmittel
ZapfenverbindungFormschluss: Zapfen greift in Zapfenloch, überträgt Druck- und SchubkräftePfosten-Riegel, Fachwerk, Pergola, DachstuhlOft zusätzlich mit Holznagel oder Schraube gegen Verrutschen gesichert
SchwalbenschwanzverbindungFormschluss durch trapezförmige Zinken, hält auch auf Zug quer zur FügerichtungGratsparren, Möbelbau (Zinkung), EckverbindungenMeist ohne Verbindungsmittel, bei tragenden Anschlüssen zusätzlich verschraubt
ÜberblattungBeide Hölzer je zur Hälfte ausgeklinkt und bündig ineinandergelegtKreuzungspunkte im Dachstuhl, Fachwerk-Diagonalen, BalkenverlängerungFür Zugbeanspruchung zusätzlich mit Schrauben oder Bolzen gesichert
HakenblattFormschlüssiger Balkenstoß mit hakenförmiger Verzahnung, überträgt Zug und DruckTraditionelle Balkenverlängerung im Bestand und DachstuhlTraditionell ohne Metall, moderne Ausführungen mit Schraubensicherung
Gerberstoß / StirnversatzGelenkiger Balkenstoß, überträgt Querkraft, kein BiegemomentDurchlaufende Pfetten und Träger über mehreren FeldernAuflager meist mit Bolzen oder Stahlformteil gesichert
Kopfband / KopfbandverbindungSchräges Aussteifungsholz zwischen Stiel und Rähm, reduziert die StützweiteFachwerk- und Rahmenbau zur Aussteifung gegen HorizontalkräfteMeist mit Zapfen und ergänzender Schraubensicherung
Steckverbindung (Nut-Feder, Dübel)Formschluss über eingesetztes Zwischenteil (Feder, Rundholzdübel)Massivholzplatten, Terrassendielen, MöbelbauHäufig mit Holzdübel oder Lamello, ergänzend verschraubt
Eckverbindung (verschraubt)Zwei Kanthölzer im rechten Winkel, Kraftübertragung über das VerbindungsmittelRahmen, Carports, Hochbeete, einfache Pergola-EckenKantholzschraube oder Winkelverbinder – Mindestabstände siehe Rechner oben

Für zimmermannsmäßige (formschlüssige) Verbindungen gibt es keine einzelne Bemessungsnorm; sie beruhen auf handwerklicher Fachpraxis. Für lastabtragende Anschlüsse mit Verbindungsmitteln gilt ergänzend DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5), deren vereinfachte Mindestabstandsregeln der Holzverbindungs-Rechner oben abbildet. Quelle: fachliche Einordnung nach gängiger Zimmerei-Literatur und DIN EN 1995-1-1; keine Herstellerangaben.

Ausblick

Eurocode 5, zweite Generation: Was ändert sich bei Holzverbindungen?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Die zweite Generation des Eurocode 5 (EN 1995-Reihe) wurde im Juni 2025 formell verabschiedet; Teilnormen erscheinen gestaffelt, DIN EN 1995-1-2 zum Oktober 2026.
  • Die deutschen nationalen Anwendungsdokumente (DIN EN 1995-1-1 mit nationalem Anhang) werden voraussichtlich erst 2027 oder später veröffentlicht – bis dahin gilt die aktuelle Fassung von 2010 unverändert weiter, Entwurf und Termine können sich noch verschieben.
  • Für die im Rechner hinterlegten vereinfachten Mindestabstands- und Traglastfaktoren ist mit der Überarbeitung keine kurzfristige Änderung zu erwarten: Die zweite Generation verbessert vor allem Struktur und Anwenderfreundlichkeit der Norm, nicht die grundlegenden Abstandsprinzipien für stiftförmige Verbindungsmittel.

Stand: 26.09.2026 · Quelle: DIN / Eurocode-online.de: Fortschreibung und Weiterentwicklung des Eurocode 5 (zweite Generation)

Expertenmodus

Holzverbindungen, Schraubenabstand und Zapfenverbindung: häufige Fragen

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie weit müssen Schrauben oder Nägel mindestens ins Holz eindringen?

Mindestens das Achtfache des Schaft- oder Nageldurchmessers, sonst bildet sich die im Rechner angesetzte Tragwirkung nicht vollständig aus.

Für eine Schraube mit 5 mm Schaftdurchmesser sind das 40 mm Einschraubtiefe (8 × 5 mm), für einen Nagel mit 3,1 mm Schaft nur 25 mm (8 × 3,1 mm).

Der Holzverbindungs-Rechner prüft diese Grenze automatisch: Wird bei einer Schraube eine Holzdicke von 30 mm eingegeben, meldet das Ergebnisfeld „Normhinweis“ ausdrücklich, dass die Mindesteinschlagtiefe von 40 mm unterschritten wird und die angezeigten Abstände geometrisch nicht ausreichend abgesichert sind.

Wähle in diesem Fall entweder dickeres Holz oder wechsle auf ein dünneres Verbindungsmittel, etwa vom 5-mm- auf ein 3,1-mm-Modell.

Handwerklich wichtig: Bei Hartholz wie Eiche oder Buche sollte zusätzlich vorgebohrt werden, weil sonst schon bei ausreichender Einschlagtiefe die Spaltgefahr steigt.

Der Wert ist eine geometrische Orientierung – die tatsächlich zulässige Tragfähigkeit hängt zusätzlich von der Zulassung des konkreten Produkts ab.

Welche Länge sollten Holzschrauben für eine Balkenverbindung haben?

Als Faustregel gilt: Die Schraubenlänge sollte etwa dem 2- bis 2,5-Fachen der zu verbindenden Holzdicke entsprechen, damit die Mindesteinschraubtiefe von 8 × Schaftdurchmesser im tragenden Bauteil sicher erreicht wird.

Bei einer typischen Balkenverbindung mit 80 mm dickem Anschlussholz und einer Schraube mit 5 mm Schaftdurchmesser verlangt der Holzverbindungs-Rechner mindestens 40 mm Einschraubtiefe (8 × 5 mm) – für diesen Fall zeigt das Ergebnis zugleich einen Mindestabstand von 48 mm in Faserrichtung und eine orientierende Traglast von 70,0 kg je Verbindungsmittel.

Praktisch bedeutet das: Für ein 80-mm-Bauteil wird meist eine 140- bis 180-mm-Schraube gewählt, damit neben der Einschraubtiefe auch Reserve für Kopfversenkung und Toleranzen bleibt.

Prüfe vor dem Kauf zusätzlich die Zulassung des Herstellers, denn Vollgewinde- und Teilgewindeschrauben unterscheiden sich in der nutzbaren Klemmlänge, was der Rechner nicht abbildet.

Muss man Holzschrauben vor dem Eindrehen vorbohren?

Bei Weichholz wie Fichte oder Kiefer ist Vorbohren bei modernen Vollgewindeschrauben mit Frässpitze meist nicht zwingend nötig, bei Hartholz, großen Durchmessern oder randnahen Verbindungen dagegen empfehlenswert, um Aufspalten zu vermeiden.

Der Holzverbindungs-Rechner setzt genau an diesem Risiko an: Er gibt für Schraube und Nagel unterschiedliche Randabstände aus – bei 60 mm Holzdicke etwa 25 mm Randabstand für die Schraube (Ø 5 mm) gegenüber 24 mm für den Nagel (Ø 3,1 mm), weil ein größerer Durchmesser tendenziell mehr Abstand zum Rand braucht, damit das Holz nicht aufspringt.

Wird dieser Randabstand unterschritten, hilft Vorbohren mit einem Bohrer von etwa 70 bis 80 Prozent des Schraubendurchmessers, weil das den Spaltdruck deutlich senkt, ohne die Auszugsfestigkeit nennenswert zu mindern.

Bohre bei Eiche, Buche oder anderem Hartholz grundsätzlich vor, auch wenn der errechnete Randabstand eingehalten wird. Der Rechner selbst prüft nicht, ob vorgebohrt wurde – das bleibt eine handwerkliche Entscheidung vor Ort.

Was ist eine Eckverbindung bei Holzbalken und welche Schraubenabstände braucht sie?

Eine Eckverbindung verbindet zwei Holzbalken im rechten Winkel, meist per Kantholzschraube oder Winkelverbinder, wobei ein Balken in Faserrichtung und der andere quer zur Faser des Anschlussteils belastet wird.

Genau diese beiden Richtungen bildet der Holzverbindungs-Rechner ab: Bei 100 mm Holzdicke und Schraube ergibt sich in Faserrichtung ein Mindestabstand von 60 mm, quer zur Faser dagegen nur 35 mm – wer diese Werte vertauscht, plant die Schrauben zu eng und riskiert, dass das Holz beim Eindrehen reißt.

Für eine sichere Eckverbindung sollten mindestens zwei Schrauben versetzt gesetzt werden, damit sich die Verbindung nicht um eine einzelne Achse verdrehen kann.

Setze bei Eckverbindungen im Außenbereich zusätzlich auf Edelstahlschrauben (A2 oder A4), weil ständige Feuchtewechsel dort die Korrosion beschleunigen.

Der Rechner liefert nur die Geometrie der Einzelverbindung – die Tragfähigkeit der gesamten Ecke gegen Verdrehen muss zusätzlich ein Tragwerksplaner prüfen.

Wie verbinde ich zwei Holzbalken sicher der Länge nach?

Für eine Balkenverlängerung in Faserrichtung hat sich die beidseitige Laschenverbindung bewährt: Zwei Holz- oder Stahllaschen werden über den Stoß gelegt und beidseitig verschraubt, wobei die Überlappungslänge mindestens das 4- bis 6-Fache der Balkenhöhe betragen sollte.

Für einen 120 mm dicken Balken mit Schrauben (Ø 5 mm) längs zur Faser nennt der Holzverbindungs-Rechner 72 mm Mindestabstand in Faserrichtung, 42 mm quer und 48 mm Randabstand, bei einer orientierenden Traglast von 87,5 kg je Verbindungsmittel.

Wichtig zu wissen: Diese Traglast steigt nicht unbegrenzt mit der Holzdicke weiter – ab 100 mm Holzdicke (20 × 5 mm Schaftdurchmesser) bleibt sie bei rund 87,5 kg stehen, weil dann Fließmoment und Einbettungsfestigkeit der Schraube selbst die Grenze setzen, nicht mehr das Holz.

Plane die Schraubenanzahl deshalb nicht allein über dickeres Holz hoch, sondern über zusätzliche Schrauben in der Lasche. Für tragende Balken im Bestand bleibt eine statische Prüfung durch einen Fachplaner Pflicht.

Wie viel Randabstand braucht eine Schraube in einer Zapfenverbindung?

Bei der Zapfenverbindung überträgt die Holzgeometrie selbst Druck- und Schubkräfte; zusätzliche Schrauben oder Holznägel sichern nur die Lage und verhindern ein Verrutschen.

Für diese Sicherungsschraube gelten dieselben Mindestabstände wie bei jeder anderen Verbindung: Bei 60 mm dickem Zapfenholz und einer Schraube (Ø 5 mm) längs zur Faser zeigt der Holzverbindungs-Rechner 40 mm Mindestabstand in Faserrichtung, 21 mm quer und 25 mm Randabstand.

Der Zapfen selbst sollte etwa ein Drittel der Bauteildicke betragen, damit genug Druckfläche für die Kraftübertragung bleibt.

Setze die Sicherungsschraube nie näher als den berechneten Randabstand an die Zapfenkante, sonst reißt das Holz beim Eindrehen aus.

Die eigentliche Tragfähigkeit der Zapfenverbindung hängt von der Druckfestigkeit quer und längs zur Faser ab und wird vom Rechner nicht erfasst – dafür ist eine Bemessung nach DIN EN 338 nötig.

Welche Holzverbindungen kommen ganz ohne Schrauben oder Nägel aus?

Formschlüssige Verbindungen wie Zapfen, Schwalbenschwanz, Überblattung und Hakenblatt kommen traditionell ohne Metallteile aus, weil die Kraft allein durch die Holzgeometrie übertragen wird.

Im Möbel- und Innenausbau treten zusätzlich Holzdübel, Lamellodübel und eingeleimte Verbindungen mit Resorcinol- oder Polyurethanleim hinzu, die nach EN 301 Scherfestigkeiten über 10 N/mm² erreichen können.

Der Vorteil gegenüber Schraub- oder Nagelverbindungen: keine Wärmebrücke und keine Korrosionsgefahr, was besonders im Außenbereich – etwa bei Terrassen oder Pergolen ohne sichtbare Metallteile – gefragt ist.

Wo trotzdem eine punktuelle Sicherung nötig wird, etwa an Holzdübeln, liefert der Holzverbindungs-Rechner die Mindestabstände für die ergänzende Schraube oder den Nagel, ersetzt aber keine Bemessung der reinen Formverbindung.

Plane bei schraubenfreien Verbindungen mehr Fertigungszeit ein, weil die Passgenauigkeit der Holzgeometrie handwerklich aufwendiger ist als eine einfache Schraubverbindung.

Für tragende Bauteile ohne Verbindungsmittel gehört zusätzlich immer ein Tragwerksplaner hinzugezogen.

Was ist eine Überblattung und wofür wird sie im Holzbau eingesetzt?

Bei der Überblattung werden zwei gleich hohe Hölzer jeweils zur Hälfte ausgeklinkt und kraftschlüssig ineinandergelegt, sodass die Oberkanten bündig abschließen.

Sie wird vor allem an Kreuzungspunkten im Dachstuhl, an Fachwerk-Diagonalen und bei Balkenverlängerungen eingesetzt, weil sie Druckkräfte gut überträgt, für reine Zugkräfte aber zusätzliche Sicherung braucht.

Diese Sicherung erfolgt meist über ein bis zwei Schrauben quer durch beide Hölzer; für eine Schraube (Ø 5 mm) bei 60 mm Blatthöhe nennt der Holzverbindungs-Rechner dafür 21 mm Mindestabstand quer zur Faser und 25 mm Randabstand.

Setze diese Sicherungsschraube mittig im überlappenden Bereich statt am Blattende, weil dort die Ausreißgefahr am größten ist.

Für zugbeanspruchte Überblattungen reicht die reine Holzgeometrie oft nicht aus – dann ist eine zusätzliche Bemessung mit Zugankern oder Gewindestangen nach Eurocode 5 erforderlich.

Wie stark unterscheiden sich Nagel- und Schraubenabstände bei gleicher Holzdicke?

Nagel- und Schraubenabstände unterscheiden sich vor allem durch den Schaftdurchmesser: Der Rechner setzt für Nägel 3,1 mm und für Schrauben 5,0 mm Durchmesser an, und alle Abstände skalieren als Vielfaches davon.

Bei identischen 60 mm Holzdicke und Belastung längs zur Faser ergeben sich für die Schraube 40 mm Mindestabstand und 25 mm Randabstand, für den Nagel dagegen nur 36 mm und 24 mm – der Unterschied fällt bei den Abständen also kleiner aus als bei der Traglast, wo 52,5 gegenüber 27,0 kg fast das Doppelte ausmachen.

Wähle die Schraube, wenn die Tragfähigkeit im Vordergrund steht, und den Nagel, wenn Platz im Detail knapp ist oder ohne Vorbohren gearbeitet werden soll.

Die zugrunde gelegten Faktoren (7 bis 10 × Durchmesser je nach Richtung) sind eine vereinfachte EC5-Näherung – für sicherheitsrelevante Anschlüsse ersetzt das keine produktspezifische Zulassung.

Hinweise

Randabstand Schrauben und Nägel in Holz: Praxistipps für Eckverbindung, Zapfen & Co.

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EC5-Mindestabstände (DIN EN 1995-1-1) auf einen Blick: Schraube (d = 5 mm) längs zur Faser — Achsabstand a1 = 8 × d = 40 mm, Querabstand a2 = 5 × d = 25 mm, Randabstand = 5 × d = 25 mm. Nagel (d = 3,1 mm) längs — a1 = 7 × d = 22 mm, a2 = 5 × d = 16 mm.

Bei größerer Holzdicke greift zusätzlich eine Untergrenze aus der Dicke.

Die Mindestabstände nach EC5 wachsen als Vielfaches des Schaftdurchmessers — der Rechner setzt für Schrauben 5 mm Schaft an, also 8 × d = 40 mm Achsabstand und 5 × d = 25 mm Randabstand längs zur Faser.

Bei 80 mm Holzdicke greift zusätzlich eine Untergrenze aus der Holzdicke und hebt die Werte auf 48 mm Achsabstand und 32 mm Randabstand.

Wer auf Nägel mit 3,1 mm Schaft wechselt, gewinnt bei dünnem Holz Platz im Detail, verliert aber Traglast je Verbindungsmittel — bei 80 mm Holzdicke sinkt sie von rund 70 auf rund 36 kg.

Nägel erfordern andere Abstandsregeln als Schrauben und dürfen je nach Norm ohne Vorbohren gesetzt werden, was den Arbeitsaufwand senkt, aber die Mindestabstände zum Rand tendenziell vergrößert.

Bei der orientierenden Traglast pro Verbindungsmittel macht die Belastungsrichtung zur Faser einen erheblichen Unterschied: Quer zur Faser kann die aufnehmbare Last deutlich unter dem Wert für Längsbelastung liegen, weshalb das Ergebnis bei Anschlüssen mit wechselnder Kraftrichtung konservativ gedeutet werden sollte. Traglast je Verbindungsmittel über die Holzdicke: quer zur Faser nur 80 Prozent

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Tischler Marcus plant die Zargenverbindung eines Esstisches. Er will 3 Schrauben in Fichte C24 (Holzdicke 80 mm, Belastungsrichtung längs zur Faser) setzen und prüfen, ob alle EC5-Mindestabstände eingehalten werden.

Eingaben: Holzdicke = 80 mm, Verbindungsmittel = Schraube, Belastungsrichtung = längs.

Der Rechner rechnet für Schrauben mit 5 mm Schaftdurchmesser und ergibt: Mindestabstand in Faserrichtung = 48 mm (Maximum aus 8 × d = 40 mm und 0,6 × Holzdicke = 48 mm). Mindestabstand quer zur Faser = 28 mm. Mindestrandabstand = 32 mm.

Traglast je Verbindungsmittel orientierend rund 70 kg. Marcus erkennt: Bei 80 mm Holzdicke gibt nicht der Schaftdurchmesser, sondern die Holzdicke die Abstände vor.

Er entscheidet: Zargenlänge auf 120 mm aufbohren – damit ist die Einschraubtiefe ≥ 8 × d und alle Abstände liegen sicher im grünen Bereich. Zargenverbindung: 3 Schrauben in 80 mm Fichte, EC5-Abstände 48, 28 und 32 mm Das Beispiel zeigt, wie eng Geometrie und Tragfähigkeit zusammenhängen: Der Wechsel auf Nägel mit 3,1 mm Schaft senkt die Traglast je Verbindungsmittel von rund 70 auf rund 36 kg, an den Mindestabständen ändert er bei 80 mm Holzdicke aber nichts, weil dort die Holzdicke die Untergrenze setzt.

Vor der endgültigen Ausführung gleicht er die Werte mit der Zulassung des konkreten Schraubentyps ab.

Fallstricke

Holzverbindung falsch bemessen: die häufigsten Fehler bei Abstand und Traglast

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Die häufigsten Probleme beginnen mit einer unklaren Last- und Faserrichtung: Eine Schraube quer zur Faser verhält sich nicht wie ein gleiches Detail längs zur Faser. Ebenso wird Holzdicke oft nur als Traglastfaktor gesehen, obwohl sich mit ihr auch Mindestabstände und Randbedingungen ändern.

Viele übernehmen die orientierende Traglast pro Verbindungsmittel wie einen Zulassungswert und vergessen Gruppeneffekte, Stahlbleche oder Ausziehbeanspruchung.

Kritisch ist außerdem, Randabstand, Endabstand und Achsabstand durcheinanderzubringen; dann wirkt das Detail auf dem Papier plausibel, scheitert aber geometrisch oder konstruktiv.

Häufig unterschätzt wird zudem der Effekt mehrerer Verbindungsmittel in einer Reihe: Sitzen viele Schrauben oder Nägel hintereinander in Faserrichtung, tragen sie nicht einfach additiv, sondern die wirksame Gruppentragfähigkeit fällt geringer aus als die Summe der Einzelwerte.

Ebenso wird das Vorbohren bei harten oder rissempfindlichen Hölzern gern weggelassen, obwohl es das Aufspalten verhindert.

Und wer die orientierende Traglast des Rechners ungeprüft als Zulassungswert übernimmt, überschätzt schnell die Sicherheit des Anschlusses.

Ein Muster wird beim Durchspielen schnell sichtbar: Die orientierende Traglast wächst linear mit der Holzdicke — 17,5 kg bei 20 mm, 35 kg bei 40 mm, 52,5 kg bei 60 mm und 87,5 kg bei 100 mm.

Die Mindestabstände springen dagegen erst spät, bei 100 mm von 40 auf 60 mm Achsabstand und von 25 auf 40 mm Randabstand. Wer nur die Traglast im Blick hat, übersieht diesen Sprung in der Geometrie.

Nächster Schritt

Holzverbindungs-Rechner: Ergebnis richtig einordnen

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Holzverbindungs-Rechner ordnet ein Schrauben- oder Nageldetail über Holzdicke, Verbindungsmitteltyp und Belastungsrichtung zur Faser den nötigen Mindestabständen zu und gibt eine orientierende Traglast je Verbindungsmittel aus.

So lässt sich früh erkennen, ob ein Anschluss geometrisch überhaupt aufgeht, bevor eine vollständige Bemessung folgt.

Lohnend ist es dann, einen Schrauben- und einen Nagelfall oder zwei Holzdicken gegenüberzustellen, um zu sehen, wie schnell Rand- und Achsabstände wachsen.

Wer von der Holzverbindung zur Befestigung an der Wand übergeht, plant anschließend mit dem Schraube-Dübel-Rechner die passende Dübel-Schrauben-Kombination.

Ein Vergleich, der sich sofort auszahlt: Schraube gegen Nagel bei identischen 60 mm Holzdicke und Belastung längs zur Faser — 52,5 gegenüber 27 kg orientierender Traglast, also fast das Doppelte, bei nur wenig größeren Abständen.

Die Richtung zur Faser kostet dagegen rund ein Fünftel: 42 statt 52,5 kg für dieselbe Schraube. Den tragenden Balken hinter dem Anschluss bemisst zuvor der Holzbalken-Tragfähigkeit-Rechner. Verbindlich wird daraus erst, was ein Tragwerksplaner bemisst und freigibt.

Vertiefung

Schraubenabstand für Eckverbindung, Zapfen und Balkenstoß: Beispielrechnungen

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Praxisbeispiel

Schraubverbindung im 80-mm-Holz

Holzdicke
80 mm
Verbindungsmitteltyp
Schraube
Belastungsrichtung
längs zur Faser

Ergebnis: Mindestabstände 48 mm längs, 28 mm quer, 32 mm Randabstand und orientierend 70,0 kg Traglast je Verbindungsmittel

Mit wachsender Holzdicke verschieben sich die Abstände sichtbar nach oben. Das Beispiel zeigt gut, warum ein Anschluss nicht allein über die Schraubenanzahl bewertet werden sollte.

Beispiel 1 · Einfach · Mindestabstände 36 mm längs, 21 mm quer, 24 mm Randabstand und 42,0 kg Traglast je Verbindungsmittel

Schraube quer zur Faser

Holzdicke
60 mm
Verbindungsmitteltyp
Schraube
Belastungsrichtung
quer zur Faser

Beispiel 2 · Mittel · Mindestabstände 31 mm längs, 16 mm quer, 22 mm Randabstand und 18,0 kg Traglast je Verbindungsmittel

Nagel in 40-mm-Holz

Holzdicke
40 mm
Verbindungsmitteltyp
Nagel
Belastungsrichtung
längs zur Faser

Beispiel 3 · Komplex · Mindestabstände 72 mm längs, 42 mm quer, 48 mm Randabstand und orientierend 87,5 kg Traglast je Verbindungsmittel

Schraube im 120-mm-Bauteil an der Traglast-Plateaugrenze

Holzdicke
120 mm
Verbindungsmitteltyp
Schraube
Belastungsrichtung
längs zur Faser

Beispiel 4 · Komplex · Mindestabstände 60 mm längs, 35 mm quer, 40 mm Randabstand und 70,0 kg Traglast je Verbindungsmittel

Eckverbindung – Schraube quer zur Faser im Anschlussholz

Holzdicke
100 mm
Verbindungsmitteltyp
Schraube
Belastungsrichtung
quer zur Faser

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Holzfeuchte-Trocknungs-RechnerTrocknungszeit von Holz bis zur gewünschten Restfeuchte berechnen. Berücksichtigt Holzart, Ausgangs- und Zielfeuchte, Dicke und Trocknungsbedingungen.Terrassendielen-Abstand-RechnerOptimalen Fugenabstand für Terrassendielen nach Holzart, Dielenbreite und Feuchteänderung berechnen. Mit maximaler Ausdehnung im Betrieb.Brennholz-Bedarf-RechnerBrennholzbedarf für eine Heizperiode nach Wohnfläche, Dämmstandard, Holzart und Raumtemperatur berechnen. Mit Festmeter, Raummeter, Gewicht und Lagervolumen.PassungsrechnerISO 286 Passungen berechnen: Grenzmaße, Spiel und Übermaß für Bohrung und Welle aus Nennmaß und Toleranzklasse.GewinderechnerGewinderechner für metrisches ISO-Gewinde nach DIN 13: Kernloch-Durchmesser, Flankendurchmesser, Kerndurchmesser und Spannungsquerschnitt aus Nenndurchmesser und Steigung berechnen.Flächenträgheitsmoment-RechnerFlächenträgheitsmoment I, Widerstandsmoment W und Steiner-Anteil für Rechteck, Kreis, Rohr, I-, T- und L-Profil berechnen.Windlast-RechnerWindlast auf Zaun und Carport-Dach nach DIN EN 1991-1-4/NA berechnen: Flächenlast, Gesamtkraft und Pfosten- bzw. Stützenlast aus Windzone, Lage und Maßen.Gewicht-Holz-RechnerGewicht von Holz berechnen: Holzart, Holzfeuchte und Maße von Brett, Balken, Rundholz oder Raummeter eingeben und Gewicht in Kilogramm, Rohdichte sowie Holzsubstanz und Wasser ablesen.Stahlgewicht-RechnerStahlgewicht berechnen: Profilform, Maße, Länge und Werkstoff von Blech, Rund-, Vierkant-, Sechskantstahl, Rohr oder Winkel eingeben und Metergewicht in kg/m sowie Gesamtgewicht in kg und Tonnen ablesen.Glasgewicht-RechnerGlasgewicht berechnen: Format, Dicke und Aufbau von Floatglas, ESG, Verbundsicherheitsglas oder Isolierglas eingeben und Flächengewicht in kg/m² sowie Gewicht je Scheibe und gesamt in kg ablesen.Aluminium-Gewicht-RechnerAluminium Gewicht berechnen: Profilform, Maße, Länge und Legierung von Blech, Stab, Rohr, Winkel, U- oder T-Profil eingeben und Gewicht je Meter sowie Gesamtgewicht in kg ablesen, optional mit Materialkosten.Rohrgewicht-RechnerRohrgewicht berechnen: Rund-, Vierkant- oder Rechteckrohr mit Maßen, Länge und Werkstoff eingeben und Metergewicht in kg/m, Gesamtgewicht, Wasserinhalt und Gewicht mit Wasserfüllung ablesen oder die Länge aus einem Gewicht berechnen.ToleranzrechnerToleranzwert in Mikrometern aus Nennmaß und IT-Grad (IT01 bis IT18) nach ISO 286-1 berechnen.Fliesen-RechnerFliesenanzahl, Verschnitt, Kleber und Fugenmörtel für Boden- und Wandflächen berechnen.Beton-Misch-RechnerBetonmischung für C8/10 bis C25/30 aus Volumen berechnen – Zement, Sand, Kies, Wasser, Fertigbeton-Säcke, Mindestklasse und Kosten.

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  • Die Traglast je Verbindungsmittel wächst linear mit der Holzdicke und fällt quer zur Faser auf 80 Prozent. Bei 60 mm Holzdicke trägt eine Schraube längs zur Faser 52,5 kg, quer 42 kg; ein Nagel 27 kg beziehungsweise 21,6 kg. Bei 80 mm Holzdicke sinkt die Traglast beim Wechsel von Schraube auf Nagel von 70 auf 36 kg.

    Holzverbindung – Belastungsrichtung und Traglast

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    <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/bau-handwerk/holzverbindung-belastungsrichtung.svg"
           alt="Die Traglast je Verbindungsmittel wächst linear mit der Holzdicke und fällt quer zur Faser auf 80 Prozent. Bei 60 mm Holzdicke trägt eine Schraube längs zur Faser 52,5 kg, quer 42 kg; ein Nagel 27 kg beziehungsweise 21,6 kg. Bei 80 mm Holzdicke sinkt die Traglast beim Wechsel von Schraube auf Nagel von 70 auf 36 kg."
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner">Holzverbindung – Belastungsrichtung und Traglast auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner
  • Mindestabstände für 3 Schrauben in 80 mm Fichte: Achsabstand 48 mm, quer 28 mm, Randabstand 32 mm. Traglast rund 70 kg je Schraube, Empfehlung 120 mm Zargenlänge.

    Holzverbindungs-Rechner Praxisbeispiel: Zargenverbindung Esstisch

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           alt="Mindestabstände für 3 Schrauben in 80 mm Fichte: Achsabstand 48 mm, quer 28 mm, Randabstand 32 mm. Traglast rund 70 kg je Schraube, Empfehlung 120 mm Zargenlänge."
           width="760" height="340">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner">Holzverbindungs-Rechner Praxisbeispiel: Zargenverbindung Esstisch auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner
  • Der Rechner kennt zwei Verbindungsmitteltypen: Nagel mit 3,1 mm Schaft und Schraube mit 5,0 mm Schaft. Die Mindestabstände a1 (längs zur Faser), a2 (quer zur Faser) und e (Randabstand) ergeben sich als Vielfaches des Schaftdurchmessers, nach unten begrenzt durch die Holzdicke. Standardfall 60 mm Holz, Schraube, längs zur Faser: a1 = 40 mm, a2 = 21 mm, e = 25 mm, Traglast 52,5 kg je Verbindungsmittel.

    Holzverbindungen – Verbindungsmitteltypen und Mindestabstände

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           alt="Der Rechner kennt zwei Verbindungsmitteltypen: Nagel mit 3,1 mm Schaft und Schraube mit 5,0 mm Schaft. Die Mindestabstände a1 (längs zur Faser), a2 (quer zur Faser) und e (Randabstand) ergeben sich als Vielfaches des Schaftdurchmessers, nach unten begrenzt durch die Holzdicke. Standardfall 60 mm Holz, Schraube, längs zur Faser: a1 = 40 mm, a2 = 21 mm, e = 25 mm, Traglast 52,5 kg je Verbindungsmittel."
           width="760" height="380">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner">Holzverbindungen – Verbindungsmitteltypen und Mindestabstände auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner
  • Infografik: Holzverbindung: Tragfähigkeit pro Verbindungsmittel, NÄGEL (Ø 3–6 MM), 0,5–1,5 kN pro Nagel, Vorbohren ab ρ_k ≥ 500 kg/m³, Einbindetiefe min. 6d · Abstand 10d, Günstig, schnelle Montage, SCHRAUBEN (Ø 4–12 MM), 2–8 kN pro Schraube

    Holzverbindungs-Rechner Verbindungsarten

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           alt="Infografik: Holzverbindung: Tragfähigkeit pro Verbindungsmittel, NÄGEL (Ø 3–6 MM), 0,5–1,5 kN pro Nagel, Vorbohren ab ρ_k ≥ 500 kg/m³, Einbindetiefe min. 6d · Abstand 10d, Günstig, schnelle Montage, SCHRAUBEN (Ø 4–12 MM), 2–8 kN pro Schraube"
           width="760" height="400">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner">Holzverbindungs-Rechner Verbindungsarten auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner
  • Eurocode-5-Formel für die Bemessungstragfähigkeit einer Holzverbindung.

    Formel: Tragfähigkeit Holzverbindung

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           alt="Eurocode-5-Formel für die Bemessungstragfähigkeit einer Holzverbindung."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner">Formel: Tragfähigkeit Holzverbindung auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Vereinfachte Mindestabstandsregeln aus DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5) mit praxisnaher Traglastorientierung.

Stand: 2026-09-26

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
26. September 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Holz & Statik
Formeln basieren auf
Abstände = max(Faktor × Verbindungsmitteldurchmesser, Anteil der Holzdicke); Traglast je Mittel = Basiswert × (Holzdicke / 40) × Richtungsfaktor.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Holzverbindungs-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Holzverbindungs-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/holz-statik/holzverbindungs-rechner

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