Überblick
Holzverbindungen im Überblick
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Schrauben- und Nageldetails ordnet der Holzverbindungs-Rechner grob auf Mindestabstände, Randbedingungen und die Traglast je Verbindungsmittel hin vor. Das ist besonders nützlich, wenn ein Anschlussdetail früh technisch plausibilisiert werden soll, ohne sofort in eine vollständige Bemessung einzusteigen.
Bei stiftförmigen Verbindungsmitteln wie Nagel und Schraube hängt die Tragfähigkeit nicht nur am Durchmesser, sondern entscheidend daran, dass genügend Abstand zum Rand, zum Hirnholzende und zwischen den einzelnen Mitteln eingehalten wird, damit das Holz nicht aufspaltet.
Diese Mindestabstände werden in der Regel als Vielfaches des Durchmessers angegeben und unterscheiden sich längs und quer zur Faser.
Der Rechner verknüpft Holzdicke, Verbindungsmitteltyp und Belastungsrichtung zur Faser zu Richtwerten für genau diese Abstände und liefert zugleich eine orientierende Traglast, sodass ein Detail vor der genauen statischen Bemessung schon auf Plausibilität geprüft werden kann.
Die Größenordnungen macht ein Durchlauf mit 60 mm Holzdicke greifbar: Längs zur Faser nennt der Rechner für die Schraube 40 mm Achsabstand, 21 mm quer dazu und 25 mm Randabstand bei einer orientierenden Traglast von 52,5 kg je Verbindungsmittel; für den Nagel sind es 36, 21 und 24 mm bei 27 kg.
Quer zur Faser sinkt die Traglast auf 42 beziehungsweise 21,6 kg. Alle Werte sind Richtwerte für die Vorprüfung und ersetzen die Bemessung durch eine Fachplanung nicht.