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Gay-Lussac Gesetz Rechner: Volumen und Temperatur berechnen

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

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Gesuchte Größe
l
°C
°C
Temperatureinheit
Volumeneinheit

Berechnete Werte

Ergebnis (gesuchte Größe)V₂ = 2,409 l
Volumenänderung ΔV = V₂ − V₁0.409347 l
Relative Änderung von V₁20.4673 %
Anfangsvolumen V₁2 l
Endvolumen V₂2.409347 l
Anfangstemperatur T₁ (absolut)293.15 K
Endtemperatur T₂ (absolut)353.15 K
Volumenänderung je Kelvin (V₁ ÷ T₁)0.00682245 l/K
Volumen derselben Gasmenge bei anderen Temperaturen (Druck konstant)[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object]
RechenwegT₁ = 20 °C + 273,15 = 293,15 K. T₂ = 80 °C + 273,15 = 353,15 K. V₂ = V₁ · T₂ ÷ T₁ = 2 l · 353,15 K ÷ 293,15 K = 2,40935 l. ΔV = V₂ − V₁ = +0,409347 l, das sind +20,5 % von V₁.
HinweisGilt für ideales Gas bei konstantem Druck und konstanter Stoffmenge; die Gasart spielt keine Rolle. Der Druck ist keine Eingabe, er muss in beiden Zuständen gleich bleiben.

Visualisierung

Rechner-spezifische Darstellung wird aus den aktuellen Eingabewerten abgeleitet.

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Kurzantwort

Bei konstantem Druck gilt V₁ / T₁ = V₂ / T₂ mit Temperaturen in Kelvin.

Gesetz von Gay-Lussac rechnen: Volumen oder Temperatur eines Gases bei konstantem Druck...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Okt. 2026)Stand:

Überblick

Was berechnet der Gay-Lussac-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Das Gesetz von Gay-Lussac besagt: Bei konstantem Druck und gleicher Gasmenge ist das Volumen eines idealen Gases proportional zur Temperatur in Kelvin, also V₁ ÷ T₁ = V₂ ÷ T₂. Erwärmst du 2 Liter Gas von 20 °C auf 80 °C, dehnt es sich auf 2,409 Liter aus.

Dieser Rechner löst die Gleichung für jede der vier Größen: Du wählst, ob du Endvolumen, Endtemperatur, Anfangsvolumen oder Anfangstemperatur suchst, und trägst die drei übrigen ein.

Er nimmt Temperaturen in Grad Celsius, Kelvin oder Fahrenheit an, rechnet im Rechenweg sichtbar in Kelvin um und zeigt die Volumenänderung ΔV in Litern und in Prozent.

Das hilft bei der Hausaufgabe ebenso wie bei der Frage, wie stark sich ein Gas im Ballon, Beutel oder Kolben ausdehnt, solange der Außendruck gleich bleibt.

Fachleute nennen das auch eine isobare Zustandsänderung: „iso“ heißt gleich, „bar“ steht für den Druck. Die Gasart spielt bei einem idealen Gas keine Rolle.

Im Englischen trägt dieselbe Beziehung den Namen Charles's law; nachlesen lässt sie sich im Lehrbuch OpenStax Chemistry 2e.

Eingaben

Gesuchte Größe, Temperatur- und Volumeneinheit für das Gay-Lussac-Gesetz einstellen

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Wähle zuerst die gesuchte Größe. Danach erscheinen nur die drei Felder, die du ausfüllen musst: Von Anfangsvolumen V₁, Anfangstemperatur T₁, Endvolumen V₂ und Endtemperatur T₂ fehlt genau die gesuchte.

Stelle dann die Temperatureinheit (°C, K oder °F) und die Volumeneinheit (l, m³, cm³ oder ml) ein; beide gelten für beide Zustände. Beim Volumen zählt nur das Verhältnis, deshalb ist die Einheit frei wählbar, solange sie bei V₁ und V₂ gleich bleibt.

Bei der Temperatur rechnet der Rechner dagegen immer in Kelvin: 20 °C werden zu 293,15 K, 68 °F ebenfalls. Der Nullpunkt ist hart, denn unter 0 K (−273,15 °C oder −459,67 °F) gibt es keine Temperatur.

Gibst du −300 °C ein, antwortet der Rechner mit einer Erklärung statt mit einer Zahl. Den Druck gibst du nicht ein. Er muss aber in beiden Zuständen derselbe sein, etwa der Luftdruck um einen Ballon oder um einen beweglichen Kolben.

Das Volumen muss größer als 0 sein. Ergebnisse außerhalb von 1 mm³ bis 1.000.000 m³ oder über 100.000 K lehnt der Rechner mit einer Begründung ab, weil dann meist eine Zehnerpotenz verrutscht ist.

Praxisfälle

Gay-Lussac-Gesetz nach Anwendung: Erwärmen, Abkühlen und Rückrechnen

Fünf typische Suchfragen zum Gesetz von Gay-Lussac, jede mit den Eingaben und dem nachgerechneten Ergebnis aus dem Rechner oben.

  1. Endvolumen beim Erwärmen berechnen

    „Auf welches Volumen dehnen sich 2 Liter Gas von 20 °C bei 80 °C aus?“

    Eingabe
    Gesucht V₂, V₁ 2 l, T₁ 20 °C, T₂ 80 °C
    Ergebnis
    V₂ = 2,409 l | ΔV +0,409 l, +20,5 %
  2. Endtemperatur aus der Volumenänderung berechnen

    „Bei welcher Temperatur wachsen 1 Liter Gas von 0 °C auf 1,1 Liter?“

    Eingabe
    Gesucht T₂, V₁ 1 l, V₂ 1,1 l, T₁ 0 °C
    Ergebnis
    T₂ = 27,32 °C (300,47 K) | +10 %
  3. Volumen bei Fahrenheit-Angaben

    „Wie groß wird ein Gasvolumen von 10 Litern, wenn es von 68 °F auf 104 °F warm wird?“

    Eingabe
    Gesucht V₂, Temperatureinheit °F, V₁ 10 l, T₁ 68 °F, T₂ 104 °F
    Ergebnis
    V₂ = 10,68 l | ΔV +0,682 l, +6,82 %
  4. Anfangsvolumen aus dem heißen Zustand zurückrechnen

    „Ein Gas füllt bei 100 °C 5 Liter. Welches Volumen hatte es bei 20 °C?“

    Eingabe
    Gesucht V₁, V₂ 5 l, T₁ 20 °C, T₂ 100 °C
    Ergebnis
    V₁ = 3,928 l | V₂ ist 27,3 % größer
  5. Anfangstemperatur aus der Abkühlung berechnen

    „Ein Gas schrumpft beim Abkühlen auf 100 °C von 3 auf 2,4 Liter. Wie warm war es vorher?“

    Eingabe
    Gesucht T₁, V₁ 3 l, V₂ 2,4 l, T₂ 100 °C
    Ergebnis
    T₁ = 193,29 °C (466,44 K) | ΔV −0,6 l, −20 %

Berechnung

Formel V₁ ÷ T₁ = V₂ ÷ T₂: vier Umstellungen und die Kelvin-Umrechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Formelgrafik: Endvolumen V2 gleich V1 mal T2 geteilt durch T1, absolute Temperatur aus Celsius plus 273,15, Volumenänderung und relative Änderung in Prozent
Im Standardfall mit 2 l, 20 °C und 80 °C ergibt das Gay-Lussac-Gesetz 2,409 l, das sind 20,5 Prozent mehr; die Temperaturen gehen als Kelvin-Werte 293,15 K und 353,15 K ein.

Nachschlagen

Gasvolumen nach Temperatur: 1 Liter bei 0 °C von −100 °C bis 200 °C

Ein Liter Gas bei 0 °C und konstantem Druck wächst je Kelvin um 1/273,15 und schrumpft beim Abkühlen im selben Maß. Die Werte stammen aus derselben Rechenfunktion wie der Rechner oben.

Volumen von 1 Liter Gas (0 °C, 273,15 K) bei anderen Temperaturen und konstantem Druck
Temperatur (°C)Temperatur (K)Volumen (l)Änderung gegenüber 0 °C
−100173,150,6339−36,6 %
−50223,150,817−18,3 %
−20253,150,9268−7,32 %
0273,1510 %
20293,151,073+7,32 %
50323,151,183+18,3 %
100373,151,366+36,6 %
150423,151,549+54,9 %
200473,151,732+73,2 %

Annahmen: ideales Gas, konstanter Druck und konstante Stoffmenge; die Gasart spielt keine Rolle. Unter 100 K (−173,15 °C) gilt die Tabelle nicht mehr. Stand: 09.10.2026.

Luft in der Spritze: 100 ml bei 20 °C und andere Temperaturen

Dieselbe Luftportion in einer reibungsarm gleitenden Spritze bei konstantem Luftdruck: Das Volumen folgt der Kelvin-Temperatur, nicht der Celsius-Zahl.

Volumen von 100 ml Luft (20 °C, 293,15 K) bei verschiedenen Temperaturen
Temperatur (°C)Temperatur (K)Volumen (ml)Änderung gegenüber 20 °C
10283,1596,59−3,41 %
20293,151000 %
30303,15103,4+3,41 %
40313,15106,8+6,82 %
50323,15110,2+10,2 %
60333,15113,6+13,6 %
80353,15120,5+20,5 %
100373,15127,3+27,3 %

Annahmen: ideales Gas, konstanter Druck und konstante Stoffmenge, Wände ohne eigene Ausdehnung. Stand: 09.10.2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Gay-Lussac-Gesetz und zu Volumen und Temperatur

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie lautet die Gay-Lussac-Formel für Volumen und Temperatur?

Die Formel lautet V₁ ÷ T₁ = V₂ ÷ T₂ und gilt bei konstantem Druck und gleicher Gasmenge. Das Verhältnis aus Volumen und absoluter Temperatur bleibt also gleich.

Daraus folgen vier Umstellungen: V₂ = V₁ · T₂ ÷ T₁, V₁ = V₂ · T₁ ÷ T₂, T₂ = T₁ · V₂ ÷ V₁ und T₁ = T₂ · V₁ ÷ V₂.

Ein Beispiel mit dem Standardwert des Rechners: 2 Liter bei 20 °C, also 293,15 K, werden bei 80 °C, also 353,15 K, zu 2 l · 353,15 K ÷ 293,15 K = 2,409 Litern. Das sind 20,5 Prozent mehr.

Wichtig ist, dass beide Temperaturen in Kelvin stehen; der Rechner nimmt auch Celsius und Fahrenheit an und rechnet im Rechenweg sichtbar um.

Setzt du die Werte von Hand ein, rechne zur Gegenprobe V ÷ T für beide Zustände aus: Beide Quotienten müssen übereinstimmen, hier jeweils 0,006822 Liter je Kelvin.

Warum muss die Temperatur in Kelvin stehen?

Nur auf der Kelvin-Skala liegt der Nullpunkt dort, wo das Volumen eines idealen Gases null würde.

Celsius und Fahrenheit sind historisch festgelegt und beginnen nicht beim absoluten Nullpunkt, deshalb passt ihr Verhältnis nicht zum Verhältnis der Volumina.

Die Umrechnung ist einfach: T in Kelvin gleich Celsius-Wert plus 273,15; bei Fahrenheit zuerst 32 abziehen, mit 5/9 malnehmen und dann 273,15 addieren.

Ein Rechenfehler mit Folgen: Aus 20 °C auf 40 °C wird in Celsius ein Verhältnis von 2 und aus 2 Litern scheinbar 4 Liter. In Kelvin sind es 293,15 K und 313,15 K, und das Volumen steigt nur auf 2,136 Liter, also um 6,82 Prozent.

Der Rechner enthält die Umrechnung fest, du musst dich also nur für eine Einheit entscheiden und sie bei beiden Temperaturen gleich lassen. Die Definition des Nullpunkts steht in der SI-Broschüre des BIPM, Abschnitt 2.3.1.

Heißt p ∼ T auch Gesetz von Gay-Lussac?

Je nach Land und Lehrbuch: Im deutschen Unterricht ist das Gesetz von Gay-Lussac oft die Beziehung V ∼ T bei konstantem Druck, die dieser Rechner löst.

Die Beziehung p ∼ T bei konstantem Volumen heißt hier Gesetz von Amontons und wird manchmal als zweites Gesetz von Gay-Lussac bezeichnet.

Das englische Lehrbuch OpenStax Chemistry 2e dreht die Zuordnung um: Dort heißt V ∼ T bei konstantem Druck Charles's law, und der Name Amontons's law oder Gay-Lussac's law steht für p ∼ T.

Prüfe also bei einer Aufgabe, welche Größe konstant bleibt, nicht nur den Namen. Bleibt der Druck gleich und ändern sich Volumen und Temperatur, bist du hier richtig.

Bleibt dagegen das Volumen gleich und ändert sich der Druck, brauchst du die andere Beziehung. Die Formel V₁ ÷ T₁ = V₂ ÷ T₂ ist in beiden Sprachräumen dieselbe, nur die Benennung wechselt.

Wie stark dehnt sich ein Gas pro Grad aus?

Bezogen auf das Volumen bei 0 °C wächst ein ideales Gas je Kelvin um 1/273,15, das sind rund 0,3661 Prozent. Dieser Wert heißt Ausdehnungskoeffizient des idealen Gases und ergibt sich daraus, dass 0 °C genau 273,15 K entsprechen.

Ein Liter bei 0 °C hat bei 100 °C deshalb 1,366 Liter und bei −100 °C nur 0,6339 Liter.

Bei anderen Ausgangstemperaturen ist der Anteil je Kelvin kleiner, weil sich dieselbe Zunahme auf ein größeres Volumen bezieht: Für 2 Liter bei 20 °C sind es 0,006822 Liter je Kelvin, im Verhältnis zum Anfangsvolumen etwa 0,3411 Prozent.

Als Faustregel bei Raumtemperatur wächst das Volumen je 10 Kelvin Temperaturanstieg um rund 3,4 Prozent. Im Rechner steht dieser Wert als „Volumenänderung je Kelvin“ in den Ergebnissen.

Feste Stoffe dehnen sich dagegen viel weniger aus und folgen einem anderen Zusammenhang; dafür gibt es den Wärmeausdehnungs-Rechner, der Längenänderungen fester Körper berechnet.

Schrumpft ein Luftballon bei Frost wirklich?

Ja, solange der Ballon nachgibt und der Luftdruck gleich bleibt, folgt sein Volumen der Temperatur.

Ein Ballon mit 5 Litern Luft bei 20 °C, also 293,15 K, wird bei −10 °C, also 263,15 K, nach dem Gay-Lussac-Gesetz auf 4,488 Liter kleiner, das sind 10,2 Prozent weniger.

Beim Hereinholen in die warme Wohnung dehnt er sich wieder aus, ohne dass Luft entweicht.

Ein praktischer Hinweis: Wer Ballons draußen vorbereitet, füllt sie besser nicht bis zum Rand, denn beim Erwärmen auf Zimmertemperatur gewinnt das Volumen rund 11 Prozent dazu; für 4,488 Liter wären es wieder 5 Liter.

Prallgefüllte Ballons können dadurch platzen, auch wenn sie unversehrt waren. Reale Ballons weichen leicht ab, weil die Gummihülle einen etwas höheren Innendruck erzeugt und der Druck nicht exakt gleich bleibt.

Für die Faustregel reicht die Rechnung aber aus. Dasselbe gilt für Luftmatratzen und Beutel mit Luft, solange ihre Hülle nachgibt.

Gilt das Gesetz auch in einer starren Flasche?

Nein, in einer starren Flasche bleibt das Volumen gleich, und es ändert sich der Druck.

Das Gesetz von Gay-Lussac setzt konstanten Druck voraus, die Wand muss also nachgeben können wie bei einem Ballon, einer Spritze oder einem Kolben unter Umgebungsdruck.

Wird Gas in einer festen Dose von 20 °C auf 80 °C erwärmt, steigt der Druck nach der Beziehung von Amontons um denselben Faktor, den der Rechner als Quotient 353,15 K ÷ 293,15 K = 1,2047 verwendet: etwa ein Fünftel mehr.

Dieser Rechner liefert den Druck nicht, sein Volumenergebnis wäre für eine starre Dose bedeutungslos. Praktische Folge: Ein erwärmter geschlossener Behälter steht unter steigendem Druck, deshalb tragen Spraydosen üblicherweise eine Temperaturwarnung.

Prüfe also vor der Eingabe, ob der Behälter nachgibt, und rechne nur dann mit dem Rechner. Faustregel: Gibt die Wand nach, rechne mit Gay-Lussac; hält sie starr, bleibt das Volumen gleich.

Warum meldet der Rechner bei −300 °C einen Fehler?

Weil −300 °C unter dem absoluten Nullpunkt liegen. Der Nullpunkt beträgt 0 K, das sind −273,15 °C oder −459,67 °F; kälter geht es nicht, denn die Kelvin-Skala beginnt dort.

Der Rechner rechnet −300 °C zu −26,85 K um und gibt statt eines Volumens eine Erklärung aus, da ein negatives Kelvin-Ergebnis physikalisch nichts bedeutet. Auch Volumina von null oder darunter lehnt er ab.

Zwischen 0 K und 100 K rechnet er zwar, warnt aber: Die Schwelle von 100 K ist eine Rechnerschwelle, keine Naturkonstante, denn Stickstoff wird bei Normaldruck schon bei 77,34 K flüssig.

Dann ist das Gas nicht mehr ideal, und das Ergebnis ist nur noch eine Näherung. Sinnvoll sind für Alltagsfälle Temperaturen zwischen etwa −50 °C und 300 °C.

Wenn du einen Fehler erhältst, prüfe zuerst Vorzeichen und Einheit: −300 °F sind −184,44 °C, also 88,71 K, und damit rechenbar, allerdings mit Warnung.

Muss ich Gasart oder Druck angeben?

Nein, bei einem idealen Gas hängt das Ergebnis weder von der Gasart noch vom Druck ab. Luft, Helium, Sauerstoff und Kohlendioxid dehnen sich bei gleichen Temperaturen um denselben Faktor aus, wenn Druck und Stoffmenge konstant bleiben.

Du musst nur sicherstellen, dass der Druck in beiden Zuständen derselbe ist, etwa der Luftdruck. Die Gasmenge in Mol oder Gramm brauchst du ebenfalls nicht, denn sie kürzt sich in V₁ ÷ T₁ = V₂ ÷ T₂ heraus.

Wenn du sie wissen möchtest, hilft der Stoffmenge-Rechner. Grenzen setzen nur reale Effekte: Nahe am Siedepunkt, etwa bei Dampf kurz über 100 °C oder bei Stickstoff unter 100 K, weicht ein Gas vom idealen Verhalten ab.

Bei normalem Luftdruck verhält sich Luft im Alltagsbereich zwischen etwa −50 °C und 200 °C nahezu ideal, sodass der Rechner dort verlässlich arbeitet.

Beispiel: 1 Liter bei 0 °C wird bei 100 °C zu 1,366 Litern, egal ob Luft oder Helium im Ballon steckt.

Hinweise

Ergebnis lesen: Volumenänderung, Gegenprobe und Warnung unter 100 K

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lies zuerst die relative Änderung. Im Standardfall steht dort +20,5 Prozent: Das Gas ist um etwa ein Fünftel größer, weil die Temperatur in Kelvin von 293,15 auf 353,15 gestiegen ist.

Die Volumenänderung je Kelvin zeigt, wie empfindlich der Fall ist: Jedes weitere Grad bringt rund 6,8 Milliliter dazu. Die Tabelle nennt dieselbe Gasmenge bei weiteren Temperaturen, von 1,727 Litern bei −20 °C bis 3,228 Litern bei 200 °C.

Als Faustregel bei Raumtemperatur ändert jedes Kelvin das Volumen um rund 0,34 Prozent, zehn Kelvin also um etwa 3,4 Prozent.

Der Zusammenhang ist in Kelvin linear: Von 20 auf 40 °C wächst das Volumen um 6,82 Prozent, von 40 auf 60 °C um denselben Betrag von 0,136 Litern. Zur Gegenprobe teilst du V₁ durch T₁ und V₂ durch T₂.

Beide Quotienten müssen übereinstimmen: 2 ÷ 293,15 und 2,409 ÷ 353,15 ergeben jeweils 0,006822. Weichen sie ab, stimmt eine Einheit oder eine Temperatur nicht. Ein negatives ΔV bedeutet, dass sich das Gas abgekühlt und zusammengezogen hat.

Liegt eine Temperatur unter 100 K, warnt der Rechner, denn Stickstoff wird bei Normaldruck schon bei 77,34 K flüssig, und das Gesetz trägt dort nicht mehr.

Das Ergebnis ersetzt keine Messung am echten Behälter: Wände, Feuchtigkeit und sehr schnelle Vorgänge verändern es.

Anwendung

Praxisbeispiel: Passt der Ballon nach dem Gefrierfach noch in die Box?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Marie bläst für eine Geburtstagsfeier einen Ballon mit 3 Litern Luft bei 22 °C Zimmertemperatur auf. Bis zur Feier soll er im Gefrierfach bei −18 °C liegen, in einer Aufbewahrungsbox mit 2,5 Litern Inhalt.

Marie fragt sich, ob der abgekühlte Ballon noch hineinpasst. Der Luftdruck ist drinnen und im Fach gleich, der Ballon gibt nach: Das ist der Fall des Gay-Lussac-Gesetzes. Sie wählt das Endvolumen V₂ und trägt V₁ = 3 l, T₁ = 22 °C und T₂ = −18 °C ein.

Der Rechner wandelt in 295,15 K und 255,15 K um und liefert V₂ = 3 l · 255,15 K ÷ 295,15 K = 2,593 l, also ΔV = −0,407 l oder −13,6 Prozent.

Zur Kontrolle ergeben 3 ÷ 295,15 und 2,593 ÷ 255,15 beide 0,01016. Ballon im Gefrierfach: 3 Liter bei 22 °C werden bei −18 °C zu 2,593 Litern, passend wären höchstens 2,892 Liter bei 22 °C Mit 2,593 Litern ist der Ballon zu groß für die 2,5-Liter-Box.

Marie schaltet auf das Anfangsvolumen V₁ um und trägt V₂ = 2,5 l ein: Bei 22 °C darf der Ballon höchstens 2,892 Liter enthalten. Ihre Entscheidung: Sie bläst ihn nur auf rund 2,8 Liter auf.

Damit der 3-Liter-Ballon in die Box passt, müsste das Fach laut Rechnung mit gesuchter Endtemperatur T₂ auf −27,19 °C kommen; so kalt wird es nicht.

Zur Sicherheit rechnet sie den Fall mit 2,8 Litern nach: Bei −18 °C bleiben davon 2,421 Liter, also gut Platz in der Box und eine kleine Reserve für Messungenauigkeiten.

Fallstricke

Häufige Fehler beim Gay-Lussac-Gesetz: Celsius, Nullpunkt, starrer Behälter

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler: Celsius statt Kelvin einsetzen. Wer 20 °C und 40 °C ins Verhältnis setzt, erwartet eine Verdopplung, also 4 statt 2 Litern.

Richtig sind 293,15 K und 313,15 K, also V₂ = 2 l · 313,15 K ÷ 293,15 K = 2,136 l, nur 6,82 Prozent mehr. Celsius statt Kelvin: 2 Liter bei 20 °C ergeben bei 40 °C nicht 4 Liter, sondern 2,136 Liter Der zweite Fehler: zu glauben, das Volumen wäre bei 0 °C null. Bei 0 °C sind es 273,15 K, und 1 Liter bleibt dort 1 Liter.

Das Volumen null gäbe es nur bei 0 K, und die erreicht kein Gas. Der dritte Fehler: das Gesetz auf einen starren Behälter anzuwenden.

Steckt das Gas in einer festen Flasche, bleibt V gleich und der Druck steigt; das ist ein anderes Gesetz, das Gesetz von Amontons. Der vierte Fehler: Einheiten mischen, etwa T₁ in °C und T₂ in °F.

Beide Temperaturen brauchen dieselbe Einheit; 68 °F sind genau 20 °C. Der fünfte Fehler: ein Ergebnis unter 100 K ungeprüft zu übernehmen.

Unterhalb des Siedepunkts ist das Gas kein ideales mehr: Die 0,01416 Liter, die aus 1 Liter bei 20 °C bei −269 °C (4,15 K) folgen, stehen nur auf dem Papier.

Alle fünf Fehler lassen sich vermeiden, wenn du vor dem Eintippen Temperaturen, Einheiten und die Frage nach dem konstanten Druck noch einmal gegenprüfst.

Nächster Schritt

Gay-Lussac-Gesetz berechnen: das Wichtigste in Kürze

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Gay-Lussac-Rechner löst V₁ ÷ T₁ = V₂ ÷ T₂ für Endvolumen, Endtemperatur, Anfangsvolumen und Anfangstemperatur, nimmt Grad Celsius, Kelvin und Fahrenheit an und zeigt die Volumenänderung in Litern und in Prozent.

Die wichtigsten Regeln: Temperaturen in Kelvin verrechnen, Druck und Gasmenge konstant halten, Einheiten nicht mischen. Merke dir den Standardfall: 2 Liter bei 20 °C werden bei 80 °C zu 2,409 Litern, und 1 Liter bei 0 °C wächst je Kelvin um 1/273,15.

Ändert sich neben der Temperatur auch der Druck, brauchst du ein weiteres Gasgesetz. Schreibe dir bei jeder Aufgabe zuerst auf, was konstant bleibt; nur wenn es der Druck ist, gilt dieser Rechner.

Als nächste Schritte bieten sich an: Temperaturen mit dem Temperatur-Umrechner prüfen, mit dem Boyle-Mariotte-Rechner bei konstanter Temperatur Druck und Volumen verknüpfen oder Liter mit der Volumenumrechnung in Kubikmeter wandeln.

Vertiefung

Rechenbeispiele: Erwärmen, Abkühlen und Fahrenheit

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · V₂ = 2,409 l, ΔV = +0,409 l (+20,5 %)

2 Liter Gas von 20 °C auf 80 °C erwärmen

Gesuchte Größe
Endvolumen V₂
Anfangsvolumen V₁
2 l
Anfangstemperatur T₁
20 °C
Endtemperatur T₂
80 °C

Beispiel 2 · Mittel · T₂ = 27,32 °C (300,47 K), ΔV = +0,1 l (+10 %)

Bei welcher Temperatur wächst 1 Liter von 0 °C auf 1,1 Liter?

Gesuchte Größe
Endtemperatur T₂
Anfangsvolumen V₁
1 l
Endvolumen V₂
1,1 l
Anfangstemperatur T₁
0 °C

Beispiel 3 · Komplex · V₂ = 10,68 l, ΔV = +0,682 l (+6,82 %)

10 Liter bei Fahrenheit-Angaben von 68 °F auf 104 °F

Gesuchte Größe
Endvolumen V₂
Temperatureinheit
°F
Anfangsvolumen V₁
10 l
Anfangstemperatur T₁
68 °F

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · V₁ = 3,928 l, V₂ ist 27,3 % größer als V₁

Ein Gas füllt bei 100 °C 5 Liter, wie viel waren es bei 20 °C?

Gesuchte Größe
Anfangsvolumen V₁
Endvolumen V₂
5 l
Anfangstemperatur T₁
20 °C
Endtemperatur T₂
100 °C

Beispiel 5 · Komplex · T₁ = 193,29 °C (466,44 K), ΔV = −0,6 l (−20 %)

Ein Gas schrumpft auf 100 °C von 3 auf 2,4 Liter, wie warm war es vorher?

Gesuchte Größe
Anfangstemperatur T₁
Anfangsvolumen V₁
3 l
Endvolumen V₂
2,4 l
Endtemperatur T₂
100 °C

Beispiel 6 · Komplex · V₂ = 550 ml, ΔV = +50 ml (+10 %)

500 ml bei 300 K auf 330 K erwärmen

Gesuchte Größe
Endvolumen V₂
Volumeneinheit
ml
Temperatureinheit
K
Anfangsvolumen V₁
500 ml

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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  • Gay-Lussac-Gerade: Bei konstantem Druck liegt das Volumen über der Temperatur in Kelvin auf einer Geraden durch den Nullpunkt; 2 Liter bei 293,15 K (20 °C) werden bei 353,15 K (80 °C) zu 2,409 Litern, je Kelvin kommen 0,006822 Liter dazu.

    Gay-Lussac: Volumen über Kelvin-Temperatur, 2 Liter bei 293,15 K werden bei 353,15 K zu 2,409 Litern

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    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/gay-lussac-rechner-gerade.svg"
           alt="Gay-Lussac-Gerade: Bei konstantem Druck liegt das Volumen über der Temperatur in Kelvin auf einer Geraden durch den Nullpunkt; 2 Liter bei 293,15 K (20 °C) werden bei 353,15 K (80 °C) zu 2,409 Litern, je Kelvin kommen 0,006822 Liter dazu."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner">Gay-Lussac: Volumen über Kelvin-Temperatur, 2 Liter bei 293,15 K werden bei 353,15 K zu 2,409 Litern auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner
  • Ballon im Gefrierfach: 3 Liter bei 22 °C werden bei −18 °C zu 2,593 Litern und passen nicht in die 2,5-Liter-Box; mit höchstens 2,892 Litern Start schrumpft der Ballon auf genau 2,5 Liter.

    Gay-Lussac: Ballon im Gefrierfach, 3 Liter bei 22 °C werden bei −18 °C zu 2,593 Litern

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    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/gay-lussac-rechner-ballon-gefrierfach.svg"
           alt="Ballon im Gefrierfach: 3 Liter bei 22 °C werden bei −18 °C zu 2,593 Litern und passen nicht in die 2,5-Liter-Box; mit höchstens 2,892 Litern Start schrumpft der Ballon auf genau 2,5 Liter."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner">Gay-Lussac: Ballon im Gefrierfach, 3 Liter bei 22 °C werden bei −18 °C zu 2,593 Litern auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner
  • Celsius statt Kelvin: 2 Liter bei 20 °C ergeben bei 40 °C nicht 4 Liter (falsch, Verhältnis 40 zu 20), sondern 2,136 Liter (richtig, 313,15 K zu 293,15 K); der Fehler beträgt 1,864 Liter.

    Gay-Lussac: Celsius statt Kelvin, 2,136 Liter statt 4 Liter bei 20 °C auf 40 °C

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    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/gay-lussac-rechner-celsius-fehler.svg"
           alt="Celsius statt Kelvin: 2 Liter bei 20 °C ergeben bei 40 °C nicht 4 Liter (falsch, Verhältnis 40 zu 20), sondern 2,136 Liter (richtig, 313,15 K zu 293,15 K); der Fehler beträgt 1,864 Liter."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner">Gay-Lussac: Celsius statt Kelvin, 2,136 Liter statt 4 Liter bei 20 °C auf 40 °C auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Anwendungen, Druckbehälter, Prozessanlagen oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Gesetz von Gay-Lussac V/T = konstant bei konstantem Druck (OpenStax Chemistry 2e, 9.2); T0 = 273,15 K (SI-Broschüre, BIPM 2019, 2.3.1); Fahrenheit-Umrechnung (NIST SP 811, B.8); Siedepunkt Stickstoff 77,34 K (NIST Chemistry WebBook).

Stand: 2026-10-09

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
09. Oktober 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Thermodynamik
Formeln basieren auf
V₁ / T₁ = V₂ / T₂ bei konstantem Druck und konstanter Stoffmenge (T in Kelvin); T = θ + 273,15 (Celsius), T = (θ − 32) × 5/9 + 273,15 (Fahrenheit).
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Gay-Lussac-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Gay-Lussac-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/gay-lussac-rechner

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