Sophie bereitet eine Glukoselösung mit einer Konzentration von 0,1 mol/L für einen Biologieversuch vor. Sie benötigt 250 mL Lösung. Zuerst bestimmt sie die molare Masse: C₆H₁₂O₆ mit M = 6×12,011 + 12×1,008 + 6×15,999 = 180,156 g/mol.
Dann berechnet sie: n = 0,1 mol/L × 0,25 L = 0,025 mol. Masse = n × M = 0,025 × 180,156 = 4,504 g. Sie wägt 4,504 g Glucose ab und löst diese in 250 mL Wasser.
Ein weiteres Beispiel: 44 g CO₂ (M = 44,01 g/mol) entsprechen 44/44,01 ≈ 0,9998 mol ≈ 6,02 × 10²³ CO₂-Molekülen. Das Molvolumen bei 0 °C: 1 mol CO₂ nimmt 22,4 L ein.
Drittes Beispiel — Schwefelsäure für eine Titration: Zunächst wird die Molmasse aus der Formel H₂SO₄ bestimmt, also M = 2 × 1,008 + 32,06 + 4 × 15,999 = 98,072 g/mol.
Für eine Einwaage von 24,5 g ergibt der Rechner n = 24,5 / 98,072 ≈ 0,2498 mol und N = 0,2498 × 6,022 × 10²³ ≈ 1,504 × 10²³ Formeleinheiten.
So erhält die Laborantin in einem Durchgang sowohl die Stoffmenge für die Reaktionsbilanz als auch die Teilchenzahl, ohne Summenformel und Avogadro-Konstante getrennt heraussuchen zu müssen.
Sophie nutzt für Glucose den Substanz-Modus, der die Molmasse selbst einträgt; für Verbindungen außerhalb der Liste – etwa ein Hydrat – wechselt sie in den manuellen Modus und addiert die Atommassen von Hand.