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Molare Masse berechnen: Substanz auswählen oder Formel eingeben

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Kurzantwort

Die molare Masse M (in g/mol) ist die Masse von 1 mol einer Substanz. Sie entspricht numerisch der relativen Molekülmasse und wird durch Addition der Atommassen aller Atome in der Formeleinheit berechnet.

Molare Masse häufiger Verbindungen nachschlagen oder aus Atomgewichten berechnen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Molare-Masse-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Welche Molmasse eine Substanz hat und wie viel Stoff in einer Probe steckt, zeigt der Molare-Masse-Rechner sofort. Das ist nützlich für Chemieunterricht, Analytik, Stöchiometrie und Laborarbeit, wenn du die molare Masse einer Verbindung nachschlagen oder eine Probenmasse in Stoffmenge und Teilchenanzahl umrechnen willst.

Die Basis bilden die mittleren Atommassen nach IUPAC 2021 und die Avogadro-Konstante Nₐ = 6,022 × 10²³ mol⁻¹. Die molare Masse M (in g/mol) ist die Masse von einem mol einer Substanz.

Sie ergibt sich aus der Summe der Atommassen aller Atome in der Formeleinheit: M(H₂O) = 2 × 1,008 + 15,999 = 18,015 g/mol. Numerisch entspricht M der relativen Molekülmasse Mr, aber mit der Einheit g/mol statt dimensionslos.

Aus der molaren Masse und der eingewogenen Probenmasse leitet der Rechner zusätzlich die Stoffmenge und die Teilchenanzahl ab, sodass du von der Summenformel bis zur konkreten Molekülzahl in einem Durchgang durchrechnen kannst.

Die Atommassen im Periodensystem sind dabei Mittelwerte über die natürliche Isotopenverteilung. Chlor trägt deshalb 35,45 g/mol, obwohl kein einziges Chloratom diese Masse besitzt: Der Wert mittelt zwischen rund 76 Prozent Cl-35 und 24 Prozent Cl-37.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du wählst zunächst zwischen zwei Modi: Im Substanz-Modus wählst du eine Verbindung aus der Dropdown-Liste – der Rechner trägt die molare Masse automatisch ein. Im manuellen Modus gibst du die molare Masse direkt als Zahl in g/mol ein.

In beiden Modi gibst du zusätzlich die Masse der Probe in Gramm ein, um Stoffmenge und Teilchenanzahl zu berechnen. Die Substanzliste enthält 20 häufige Verbindungen aus Chemie, Biologie und Alltag (Wasser, NaCl, CO₂, Glucose, Ethanol u.a.).

Für nicht gelistete Verbindungen nutze den manuellen Modus: Addiere einfach die Atommassen aus dem Periodensystem.

Gib die Probenmasse immer in Gramm ein, nicht in Milligramm oder Kilogramm, da die molare Masse in g/mol vorliegt und die Einheiten sonst nicht zusammenpassen.

Im Substanz-Modus genügt die Auswahl der Verbindung, im manuellen Modus trägst du die Molmasse selbst ein.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Molare-Masse-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die molare Masse und wie wird sie berechnet?

Die molare Masse M (in g/mol) ist die Masse von genau einem mol (6,022 × 10²³ Teilchen) einer Substanz. Sie berechnet sich aus der Summe der mittleren Atommassen aller Atome in der Summenformel: M = Σ(Anzahl × Atommasse).

Beispiel: H₂O → 2 × 1,008 + 1 × 15,999 = 18,015 g/mol. Die Atommassen stammen aus dem Periodensystem (IUPAC 2021 Standard Atomic Weights).

Im Eingabemodus "Substanz" wählst du eine der 20 hinterlegten Verbindungen aus; der Rechner gibt neben M auch Stoffmenge, Teilchenanzahl und das Molvolumen bei STP aus. Mit den Startwerten – H₂O und Probenmasse 18,015 g – erscheint genau n = 1 mol.

Das ist der schnellste Weg, die eigene Rechnung auf Einheitenfehler zu prüfen: Ergibt sich bei gleicher Zahl für Masse und M nicht 1 mol, stimmt die Einheit nicht.

In der Praxis heißt das: Willst du 0,5 mol Wasser abmessen, wiegst du genau 0,5 × 18,015 = 9,008 g ab.

Was ist der Unterschied zwischen molarer Masse und relativer Molekülmasse?

Numerisch sind beide identisch – Wasser hat Mr = 18,015 und M = 18,015 g/mol.

Der entscheidende Unterschied ist die Einheit: Die relative Molekülmasse Mr ist dimensionslos (Verhältnis zur Atommassenkonstante), die molare Masse M hat die Einheit g/mol.

In quantitativen Rechnungen mit n = m/M muss immer M in g/mol eingesetzt werden. Die häufigste Fehlannahme lautet, Mr und M seien austauschbar: Wer Mr = 18,015 ohne Einheit in n = m/M einsetzt, erhält eine Zahl ohne physikalische Bedeutung.

Korrekt ist, Mr nur zum Vergleich von Molekülgrößen zu nutzen und für jede Stoffmengenrechnung M in g/mol zu verwenden. Der Rechner gibt M deshalb immer mit Einheit aus – übernimm den Wert samt "g/mol" in deine Rechnung.

Dieser Einheitsfehler passiert besonders häufig in Prüfungsaufgaben; wer die Einheit g/mol konsequent in jeder Zwischenrechnung mitführt, erkennt Rechenfehler sofort am falschen Einheitenprodukt im Endergebnis.

Tabellenwerke in Schulbüchern geben meist Mr an; nutze trotzdem stets M in g/mol, sobald du mit n = m/M rechnest.

Wie berechne ich die molare Masse einer komplexen Verbindung wie H₂SO₄?

Schritt für Schritt: Lies die Formel H₂SO₄ → 2 H, 1 S, 4 O. Schlage Atommassen nach: H = 1,008, S = 32,06, O = 15,999 g/mol. Addiere: 2×1,008 + 1×32,06 + 4×15,999 = 2,016 + 32,06 + 63,996 = 98,072 g/mol.

Der Rechner zeigt für H₂SO₄ 98,079 g/mol an, weil in seiner Substanzliste der konventionelle Tabellenwert mit mehr Nachkommastellen der Atommassen hinterlegt ist.

Die Abweichung von 0,007 g/mol liegt weit unter jeder Laborwägegenauigkeit und ist für Einwaagen ohne Bedeutung – rechne ruhig mit dem Wert des Rechners weiter.

Für Verbindungen nicht in der Liste: nutze den manuellen Eingabemodus des Rechners und gib M direkt ein. Als Merkhilfe gilt: 98 g H₂SO₄ (gerundet) entsprechen fast genau 1 mol.

Beim Ansetzen einer 1-molaren Schwefelsäurelösung wiegst du also knapp 98 g ab und füllst mit Wasser auf 1 Liter auf.

Dieselbe Schritt-für-Schritt-Methode funktioniert für beliebige Verbindungen: erst Atome zählen, dann Atommassen aus dem Periodensystem entnehmen, dann multiplizieren und addieren.

Bei langen Formeln wie C₁₂H₂₂O₁₁ (Saccharose) erhältst du so M = 342,297 g/mol.

Warum unterscheiden sich die Atommassen im Periodensystem von ganzen Zahlen?

Weil die meisten Elemente in der Natur als Isotopenmischung vorkommen. Kohlenstoff z.B. besteht zu 98,9 % aus ¹²C (Masse 12) und zu 1,1 % aus ¹³C (Masse 13). Das ergibt eine mittlere Atommasse von 12,011.

Diese gemittelten Werte (Standard Atomic Weights, IUPAC) sind die Grundlage für Laborberechnungen mit natürlichen Elementquellen.

Chlor zeigt den Effekt noch deutlicher: 75,8 % ³⁵Cl und 24,2 % ³⁷Cl ergeben 35,45 – ein Wert, der bei keinem einzelnen Atom vorkommt. Eine verbreitete Fehlannahme ist, die Nachkommastellen entstünden durch Messungenauigkeit.

Tatsächlich sind sie ein exakt gewichteter Mittelwert. Nur wenn du mit isotopenreinen Präparaten arbeitest (z. B. D₂O statt H₂O), musst du die Atommasse des reinen Isotops einsetzen und den manuellen Eingabemodus nutzen.

Uran zeigt sogar drei relevante natürliche Isotope; seine gemittelte Atommasse beträgt 238,029 g/mol. Im Rechner sind stets die aktuellen IUPAC-Standardwerte für Isotopengemische natürlicher Herkunft hinterlegt.

Wie viel Gramm ist 1 mol einer Substanz?

Genau so viele Gramm, wie die molare Masse in g/mol angibt. 1 mol Wasser (M = 18,015 g/mol) wiegt 18,015 g. 1 mol NaCl (M = 58,44 g/mol) wiegt 58,44 g. 1 mol CO₂ (M = 44,01 g/mol) wiegt 44,01 g.

Das ist der direkte Brückenwert zwischen Masse und Teilchenmenge. Praktisch heißt das: Trage im Feld "Masse der Probe" genau den Zahlenwert von M ein, und der Rechner meldet 1 mol sowie 6,022 × 10²³ Teilchen.

Umgekehrt gilt für jede beliebige Einwaage n = m/M. Achtung bei Kilogramm: 1 kg NaCl sind 1.000 g und damit 17,11 mol – der Rechner erwartet Gramm, nicht Kilogramm.

Ein anschauliches Bild: 1 mol Wassermoleküle füllt knapp 18 mL, also etwa einen Esslöffel. Das zeigt, wie winzig ein einzelnes Wassermolekül ist – 6 × 10²³ davon wiegen zusammen gerade mal 18 Gramm.

Für Küchensalz gilt entsprechend: 1 mol NaCl, also 6,022 × 10²³ Ionenpaare, wiegt 58,44 g und füllt etwa einen gehäuften Teelöffel.

Was ist das Molvolumen und wie hängt es mit der molaren Masse zusammen?

Das Molvolumen Vm gibt an, welches Volumen 1 mol eines idealen Gases bei definierten Bedingungen einnimmt. Bei STP (0 °C, 1 atm) gilt Vm = 22,414 L/mol. Bei Normalbedingungen (25 °C, 1 bar) gilt Vm = 24,789 L/mol.

Für feste und flüssige Stoffe ist Vm substanzspezifisch und berechnet sich aus M/ρ (molare Masse durch Dichte). Der Rechner gibt den Vm-Wert für ideale Gase aus.

Wichtig: Er zeigt fest den STP-Wert 22,414 L/mol und passt ihn nicht an die gewählte Substanz an – für Feststoffe wie NaCl ist diese Zeile daher nicht aussagekräftig. Nutze sie nur bei Gasen wie O₂, N₂, CO₂ oder CH₄.

Für Wasser (ρ ≈ 1 g/cm³) ergibt M/ρ dagegen rund 18 mL/mol.

Dass 1 mol Sauerstoff (M = 32 g/mol) und 1 mol Wasserstoff (M = 2 g/mol) bei STP dasselbe Volumen von 22,414 L einnehmen, veranschaulicht das Avogadro-Gesetz: Gleiche Stoffmengen idealer Gase belegen bei gleichen Bedingungen gleichen Raum.

Wie berücksichtige ich Kristallwasser bei der molaren Masse?

Bei Hydraten (z.B. Kupfersulfat-Pentahydrat CuSO₄ · 5H₂O) addierst du die molare Masse des Kristallwassers zur wasserfreien Verbindung: M(CuSO₄) = 63,546 + 32,06 + 4×15,999 = 159,60 g/mol; M(5H₂O) = 5 × 18,015 = 90,075 g/mol; gesamt M(CuSO₄ · 5H₂O) = 249,68 g/mol.

Nutze für Hydrate den manuellen Eingabemodus im Rechner: Die Substanzliste enthält bewusst keine Hydrate, weil der Wassergehalt je nach Trocknungsgrad variiert.

Der klassische Fehler beim Ansetzen einer Lösung ist, mit M der wasserfreien Form (159,60 g/mol) zu wiegen, obwohl im Gefäß das Pentahydrat liegt – du wiegst dann rund 36 Prozent zu wenig Substanz ein. Prüfe deshalb immer das Etikett auf "· 5H₂O".

Ein weiteres häufiges Hydrat im Labor ist Natriumsulfat-Decahydrat (Na₂SO₄ · 10H₂O, M = 322,20 g/mol), auch Glaubersalz genannt – die wasserfreie Form hat dagegen nur M = 142,04 g/mol, ein Unterschied von über 126 %.

Berechne die Konzentration einer Hydrat-Lösung immer mit M des Hydrats, nicht der wasserfreien Verbindung – der Rechner hilft dir, diesen Gesamtwert schnell zu ermitteln.

Welche molaren Massen sind in der Praxis besonders wichtig zu kennen?

Im Laboralltag und Unterricht sind häufig: Wasser H₂O = 18,015 g/mol, NaCl = 58,44 g/mol, CO₂ = 44,01 g/mol, NaOH = 39,997 g/mol, HCl = 36,461 g/mol, H₂SO₄ = 98,079 g/mol, CaCO₃ = 100,087 g/mol, Glucose = 180,156 g/mol.

Diese Werte erscheinen in der Liste des Rechners und können direkt ausgewählt werden.

Insgesamt sind 20 Verbindungen hinterlegt; ergänzend findest du dort Saccharose (342,297), Ethanol (46,068), Ammoniak (17,031), Methan (16,043), Propan (44,097), Kaliumpermanganat (158,034), Eisen(III)-oxid (159,688) und Aluminiumoxid (101,961).

Merke dir vor allem H₂O, CO₂ und NaCl – damit deckst du die meisten Schulaufgaben ohne Nachschlagen ab. Alles darüber hinaus gibst du im manuellen Modus ein.

Als Lernhilfe: Runde H₂O auf 18, CO₂ auf 44 und NaCl auf 58 – diese Näherungen reichen für Überschlagsrechnungen. Für Laborkurse kommen NaOH mit 40 und H₂SO₄ mit 98 g/mol als nächste Merkwerte hinzu.

Gleichzeitig lohnt es sich, Ethanol (46 g/mol) auswendig zu kennen, da es in der organischen Chemie und Lebensmittelanalyse eine zentrale Rolle spielt.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für Verbindungen, die nicht in der Liste stehen: Lies die Formeleinheit aus der Summenformel und addiere die Atommassen jedes Elements (ggf. multipliziert mit dem Vorkommen).

H₂SO₄ enthält 2 H, 1 S, 4 O – also M = 2×1,008 + 1×32,06 + 4×16,00 = 98,08 g/mol. Für Hydrate (z.B. CuSO₄ · 5H₂O) addierst du zusätzlich 5 × 18,015 = 90,075 g/mol.

Ein nützlicher Denkfehler-Anker: Die molare Masse ist keine Eigenschaft einzelner Atome, sondern von einem Mol (6,022 × 10²³ Teilchen) der Substanz. Wenn du 1 mol Wasser hast, wiegst du 18,015 g und enthältst rund 6 × 10²³ Wassermoleküle.

Bei mehratomigen Elementgasen lohnt besondere Sorgfalt: Sauerstoff kommt als O₂ mit 32,00 g/mol vor, nicht als einzelnes O-Atom mit 16,00 g/mol, und dasselbe gilt für N₂ oder Cl₂.

Runde die Atommassen erst am Ende der Rechnung, denn wer schon zwischendurch grob rundet, sammelt bei großen Formeleinheiten wie H₂SO₄ oder Hydraten schnell einen Fehler von mehreren Zehntel g/mol an.

Auch ein Gegencheck über die Größenordnung hilft: Einfache Salze liegen meist zwischen 40 und 250 g/mol, gängige organische Moleküle zwischen 50 und 500 g/mol.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Sophie bereitet eine Glukoselösung mit einer Konzentration von 0,1 mol/L für einen Biologieversuch vor. Sie benötigt 250 mL Lösung. Zuerst bestimmt sie die molare Masse: C₆H₁₂O₆ mit M = 6×12,011 + 12×1,008 + 6×15,999 = 180,156 g/mol.

Dann berechnet sie: n = 0,1 mol/L × 0,25 L = 0,025 mol. Masse = n × M = 0,025 × 180,156 = 4,504 g. Sie wägt 4,504 g Glucose ab und löst diese in 250 mL Wasser.

Ein weiteres Beispiel: 44 g CO₂ (M = 44,01 g/mol) entsprechen 44/44,01 ≈ 0,9998 mol ≈ 6,02 × 10²³ CO₂-Molekülen. Das Molvolumen bei 0 °C: 1 mol CO₂ nimmt 22,4 L ein.

Drittes Beispiel — Schwefelsäure für eine Titration: Zunächst wird die Molmasse aus der Formel H₂SO₄ bestimmt, also M = 2 × 1,008 + 32,06 + 4 × 15,999 = 98,072 g/mol.

Für eine Einwaage von 24,5 g ergibt der Rechner n = 24,5 / 98,072 ≈ 0,2498 mol und N = 0,2498 × 6,022 × 10²³ ≈ 1,504 × 10²³ Formeleinheiten.

So erhält die Laborantin in einem Durchgang sowohl die Stoffmenge für die Reaktionsbilanz als auch die Teilchenzahl, ohne Summenformel und Avogadro-Konstante getrennt heraussuchen zu müssen.

Sophie nutzt für Glucose den Substanz-Modus, der die Molmasse selbst einträgt; für Verbindungen außerhalb der Liste – etwa ein Hydrat – wechselt sie in den manuellen Modus und addiert die Atommassen von Hand.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Oft werden molare Masse (g/mol) und relative Molekülmasse (dimensionslos) verwechselt – numerisch gleich, aber konzeptuell verschieden. Ebenso wird bei mehratomigen Elementen (O₂, N₂, Cl₂) die Masse des Elementmoleküls (z.B.

O₂ = 32 g/mol) mit der des Atoms (O = 16 g/mol) verwechselt. Ein weiterer Fehler ist die Nichtberücksichtigung von Kristallwasser bei Hydraten oder die Verwendung gerundeter statt präziser Atommassen für genaue Analytical-Rechnungen.

Besonders tückisch sind Hydrate: Wer bei Kupfersulfat CuSO₄ · 5H₂O das Kristallwasser vergisst, rechnet mit 159,6 statt 249,7 g/mol und wiegt dadurch deutlich zu wenig Substanz ein.

Ein weiterer Fehler ist, die Anzahl der Atome je Element aus der Summenformel falsch abzulesen und etwa bei H₂SO₄ nur zwei statt vier Sauerstoffatome anzusetzen, was die Molmasse um rund 32 g/mol verfälscht.

Ebenso wird die molare Masse gelegentlich als Eigenschaft eines einzelnen Moleküls missverstanden, obwohl sie sich stets auf ein volles Mol mit 6,022 × 10²³ Teilchen bezieht.

Bei Ionen wiederum wird die Ladung mit der Masse vermengt: Ein Na⁺-Ion wiegt praktisch so viel wie ein Na-Atom, denn das fehlende Elektron trägt weniger als ein Zehntausendstel zur Atommasse bei.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Molare-Masse-Rechner schlägt die molare Masse aus einer Liste häufiger Verbindungen nach oder nimmt sie als manuelle Eingabe entgegen und berechnet daraus Stoffmenge n und Teilchenanzahl N für eine eingegebene Probenmasse.

So lassen sich Stöchiometrie, Einwaage und Konzentrationsvorbereitung schnell und präzise bearbeiten. Die Werte basieren auf IUPAC 2021 Atommassen und der exakten Avogadro-Konstante (SI 2019).

Als Ankerwerte bleiben griffig: Wasser H₂O hat 18,015 g/mol, Kochsalz NaCl 58,44 g/mol und Kohlendioxid CO₂ 44,01 g/mol; ein Mol jeder Substanz enthält stets 6,022 × 10²³ Teilchen.

An diesen Bezugsgrößen prüfst du jede Molmasse rasch auf Plausibilität. Zu beachten bleibt, dass die hinterlegten Atommassen Mittelwerte über die natürliche Isotopenverteilung sind.

Für Stöchiometrie und Einwaage ist das genau die richtige Bezugsgröße; wer dagegen Massenspektren auswertet, braucht die exakten Massen einzelner Isotope statt des Mittelwerts.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · M = 18,015 g/mol; n = 1,0 mol; N = 6,022 × 10²³ Moleküle; Molvolumen (STP) = 22,414 L/mol

Wasser H₂O: M = 18,015 g/mol; 18,015 g = 1 mol

Eingabemodus
Substanz auswählen (Tabelle)
Substanz
Wasser (H₂O) – 18,015 g/mol
Masse der Probe
18,015 g

Beispiel 2 · Mittel · M = 58,44 g/mol; n = 1,0 mol; N = 6,022 × 10²³ Formeleinheiten; Molvolumen (STP) = 22,414 L/mol

Kochsalz NaCl: 58,44 g → Stoffmenge und Teilchenzahl

Eingabemodus
Substanz auswählen (Tabelle)
Substanz
Natriumchlorid (NaCl) – 58,44 g/mol
Masse der Probe
58,44 g

Beispiel 3 · Komplex · M = 44,01 g/mol; n ≈ 0,9998 mol; N ≈ 6,021 × 10²³ Moleküle; Molvolumen (STP) = 22,414 L/mol

Kohlenstoffdioxid CO₂: 44 g → Stoffmenge berechnen

Eingabemodus
Substanz auswählen (Tabelle)
Substanz
Kohlenstoffdioxid (CO₂) – 44,01 g/mol
Masse der Probe
44 g

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Weiternutzung

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  • Infografik: Molare Masse: M = m / n [g/mol], WICHTIGE ELEMENTE (AUSZUG PERIODENSYSTEM), Molare Masse M ≡ Atommasse in u, aber in g/mol, M(H₂O) = 2 × 1,008 + 1 × 15,999 = 18,015 g/mol (blau markiert), RECHENBEISPIELE, NaCl: 22,990 + 35,453 = 58,443 g/mol, CO₂: 12

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  • Infografik: Molare Massen wichtiger Verbindungen, VERGLEICH (HORIZONTALE BALKEN, g/mol), H₂ (Wasserstoff), H₂O (Wasser), CO₂ (Kohlendioxid), C₂H₅OH (Ethanol), NaCl (Kochsalz), CaCO₃ (Kalk)

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Molare Massen nach IUPAC 2021 (mittlere Atommassen). Das Molvolumen idealer Gase bei 0 °C und 101,325 kPa beträgt 22,414 L/mol.

Quelle: IUPAC 2021 Standard Atomic Weights; CODATA 2018 Fundamental Constants.

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Grundlagen Chemie
Formeln basieren auf
M = Summe(Aáµ¢ × Máµ¢) mit mittleren Atommassen nach IUPAC 2021; n = m/M; N = n × Nₐ; Vm(STP) = 22,414 L/mol
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Molare-Masse-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundlagen-chemie/molare-masse-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Molare-Masse-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundlagen-chemie/molare-masse-rechner

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