Zum Hauptinhalt springen

Boyle-Mariotte-Gesetz Rechner: Druck und Volumen berechnen

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

Werte eingeben

Gesuchte Größe
bar
l
l
Druckart
Volumeneinheit

Berechnete Werte

Ergebnis (gesuchte Größe)p₂ = 4 bar (absolut)
Kompressionsverhältnis V₁ : V₂4
Anfangsdruck p₁ (absolut)1 bar
Enddruck p₂ (absolut)4 bar
Anfangsvolumen V₁10 l
Endvolumen V₂2.5 l
Druck-Volumen-Tabelle derselben Gasmenge (Isotherme)[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object]
Luftvolumen nach Wassertiefe
Rechenwegp₂ = p₁ · V₁ ÷ V₂ = 1 bar · 10 l ÷ 2,5 l = 4 bar (absolut).
HinweisGilt für ideales Gas bei konstanter Temperatur und konstanter Stoffmenge; die Gasart spielt keine Rolle.

Visualisierung

Rechner-spezifische Darstellung wird aus den aktuellen Eingabewerten abgeleitet.

Wie hilfreich war dieser Rechner?

Noch keine Bewertungen.
Anzeige

Kurzantwort

Bei konstanter Temperatur gilt p₁ · V₁ = p₂ · V₂ mit absoluten Drücken.

Boyle-Mariotte-Gesetz rechnen: Druck oder Volumen eines Gases bei konstanter Temperatur...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Okt. 2026)Stand:

Überblick

Was berechnet der Boyle-Mariotte-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Das Boyle-Mariotte-Gesetz besagt: Bei konstanter Temperatur und gleicher Gasmenge bleibt das Produkt aus absolutem Druck und Volumen gleich, also p₁ · V₁ = p₂ · V₂. Drückst du 10 Liter Luft von 1 bar auf 2,5 Liter zusammen, steigt der absolute Druck auf 4 bar.

Dieser Rechner löst die Gleichung für jede der vier Größen: Du wählst, ob du Enddruck, Endvolumen, Anfangsdruck oder Anfangsvolumen suchst, und trägst die drei übrigen ein.

Er hilft bei der Hausaufgabe ebenso wie bei der Frage, was in einer Luftpumpe, einer Spritze oder unter Wasser mit der Luft passiert.

Über die bloße Formel hinaus nimmt er Drücke wahlweise als Überdruck vom Manometer an und rechnet im Modus Wassertiefe aus, auf welchen Bruchteil ein Luftvolumen in 10, 30 oder 40 Metern schrumpft.

Das Gesetz gilt für ideales Gas, die Gasart spielt keine Rolle. Es beschreibt eine Isotherme, also eine Zustandsänderung bei gleichbleibender Temperatur.

Typische Suchfälle sind die Druckerhöhung beim Verdichten, die Ausdehnung bei fallendem Druck und das Luftvolumen unter Wasser. Der Rechner zeigt zu jedem Ergebnis den Rechenweg. Den Beleg liefert unter anderem das Lehrbuch OpenStax University Physics, Band 2.

Eingaben

Gesuchte Größe, Druckart und Einheiten für das Boyle-Mariotte-Gesetz einstellen

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Wähle zuerst die gesuchte Größe. Der Rechner zeigt danach nur die drei Felder, die du ausfüllen musst: Von Anfangsdruck p₁, Anfangsvolumen V₁, Enddruck p₂ und Endvolumen V₂ fehlt genau die gesuchte Größe.

Stelle danach die Druckeinheit (bar, hPa, Pa, atm, psi) und die Volumeneinheit (l, m³, cm³, ml) ein; sie gelten für beide Zustände. Entscheidend ist die Druckart. Das Gesetz braucht den absoluten Druck, gemessen ab dem Vakuum.

Ein Manometer an Reifen, Pumpe oder Flasche zeigt dagegen Überdruck, also den Unterschied zum Umgebungsdruck. Wählst du „Überdruck“, addiert der Rechner 1,01325 bar (101.325 Pa) zu jedem Wert und gibt gesuchte Drücke wieder als Überdruck aus.

Ein Überdruck von 0 bar ist deshalb kein Fehler, sondern 1,01325 bar absolut. Im Modus Wassertiefe trägst du das Luftvolumen an der Oberfläche, den dortigen absoluten Luftdruck, die Tiefe (0 bis 100 m) und die Wasserart ein.

Ungültige Werte wie Druck 0 oder Volumen 0 beantwortet der Rechner mit einer Erklärung statt mit einer Zahl. Liegt ein Ergebnis außerhalb von 0,00001 bis 10.000 bar, nennt er den Grund.

Praxisfälle

Boyle-Mariotte-Gesetz nach Anwendung: Pumpe, Spritze, Luftvorrat und Tiefe

Fünf typische Suchfragen zum Gesetz von Boyle-Mariotte, jede mit den Eingaben und dem nachgerechneten Ergebnis aus dem Rechner oben.

  1. Enddruck bei Verkleinerung des Volumens berechnen

    „Welcher Druck entsteht, wenn 10 Liter Luft auf 2,5 Liter zusammengedrückt werden?“

    Eingabe
    Gesucht p₂, p₁ 1 bar absolut, V₁ 10 l, V₂ 2,5 l
    Ergebnis
    p₂ = 4 bar (absolut) | Kompressionsverhältnis 4
  2. Luftpumpe mit Überdruck am Manometer

    „Welchen Überdruck zeigt eine Pumpe, wenn 400 ml Luft auf 100 ml verdichtet werden?“

    Eingabe
    Gesucht p₂, Druckart Überdruck, p₁ 0 bar, V₁ 400 ml, V₂ 100 ml
    Ergebnis
    p₂ = 3,04 bar (Überdruck) | 4,053 bar absolut
  3. Spritze mit zugehaltener Öffnung

    „Wie hoch ist der Druck in einer 20-ml-Spritze, wenn der Kolben bei zugehaltener Öffnung auf 5 ml steht?“

    Eingabe
    Gesucht p₂, p₁ 1000 hPa absolut, V₁ 20 ml, V₂ 5 ml
    Ergebnis
    p₂ = 4.000 hPa (absolut) | Kompressionsverhältnis 4
  4. Luftvolumen in 30 m Meerwasser

    „Wie groß ist ein Luftvolumen von 6 Litern in 30 Metern Meerwassertiefe?“

    Eingabe
    Modus Wassertiefe, p₁ 1,01325 bar, V₁ 6 l, Tiefe 30 m, Meerwasser
    Ergebnis
    V₂ = 1,509 l | p₂ = 4,029 bar absolut
  5. Luftvolumen in 10 m Süßwasser

    „Auf welches Volumen schrumpfen 6 Liter Luft in 10 Metern Süßwassertiefe?“

    Eingabe
    Modus Wassertiefe, p₁ 1,01325 bar, V₁ 6 l, Tiefe 10 m, Süßwasser
    Ergebnis
    V₂ = 3,049 l | p₂ = 1,994 bar absolut

Berechnung

Formel p₁ · V₁ = p₂ · V₂: vier Umstellungen und der Wasserdruck

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Formelgrafik: Enddruck p2 gleich p1 mal V1 geteilt durch V2, Kompressionsverhältnis, absoluter Druck aus Überdruck plus Normdruck und Druck in der Wassertiefe aus Dichte, Fallbeschleunigung und Tiefe
Im Standardfall mit 1 bar, 10 l und 2,5 l ergibt das Boyle-Mariotte-Gesetz 4 bar; in 30 m Meerwasser kommen 3,016 bar Wasserdruck zu den 1,01325 bar der Oberfläche hinzu.

Nachschlagen

Luftvolumen in Wassertiefe: 6 Liter von der Oberfläche bis 40 Meter

Ein Luftvolumen von 6 Litern bei 1,01325 bar an der Wasseroberfläche schrumpft mit der Tiefe, weil der Wasserdruck zum Luftdruck hinzukommt. Die Werte stammen aus derselben Rechenfunktion wie der Modus Wassertiefe oben.

Absoluter Druck und Luftvolumen in Süß- und Meerwasser nach Tiefe, Ausgangsvolumen 6 Liter
Tiefe (m)Druck Süßwasser (bar)Volumen Süßwasser (l)Druck Meerwasser (bar)Volumen Meerwasser (l)
01,01361,0136
51,5044,0431,5164,011
101,9943,0492,0183,012
152,4842,4472,5212,412
202,9752,0443,0242,011
253,4651,7553,5261,724
303,9551,5374,0291,509
354,4461,3684,5311,342
404,9361,2325,0341,208

Annahmen: ideales Gas, konstante Temperatur, Süßwasser 1.000 kg/m³, Meerwasser 1.025 kg/m³ (gerundeter Richtwert), g = 9,80665 m/s². Die Tabelle ist kein Tauchplan. Stand: 08.10.2026.

Druck-Volumen-Tabelle: 10 Liter Luft von 1 bar bei anderen Drücken

Dieselbe Gasmenge bei konstanter Temperatur: Das Produkt aus absolutem Druck und Volumen bleibt bei 10 bar · l.

Volumen von 10 Litern Luft (1 bar absolut) bei verschiedenen absoluten Drücken
Absoluter Druck (bar)Volumen (l)Verhältnis V₁ : V₂
0,5200,5
1101
252
42,54
525
81,258
10110

Annahmen: ideales Gas, konstante Temperatur und Stoffmenge; die Gasart spielt keine Rolle. Stand: 08.10.2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Boyle-Mariotte-Gesetz und zu Druck und Volumen

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welche Formel gilt beim Boyle-Mariotte-Gesetz?

Die Formel lautet p₁ · V₁ = p₂ · V₂. Sie sagt, dass das Produkt aus absolutem Druck und Volumen einer festen Gasmenge bei konstanter Temperatur gleich bleibt.

Daraus folgt zum Beispiel p₂ = p₁ · V₁ ÷ V₂: Aus 10 Litern bei 1 bar werden bei 2,5 Litern genau 4 bar. Umgekehrt gilt V₂ = p₁ · V₁ ÷ p₂, sodass sich das Volumen bei 4 bar auf 2,5 Liter verkleinert.

Du kannst die Formel auch als umgekehrte Proportionalität lesen: Doppelter Druck heißt halbes Volumen, dreifacher Druck ein Drittel.

Wichtig sind die Bedingungen: Temperatur und Stoffmenge bleiben gleich, das Gas verhält sich ideal, und beide Drücke sind absolut.

Im Rechner wählst du oben die gesuchte Größe und trägst die drei bekannten Werte ein; die Einheiten dürfen beliebig sein, solange sie bei p₁ und p₂ sowie bei V₁ und V₂ übereinstimmen.

Der Rechenweg erscheint mit allen Zwischenwerten direkt unter dem Ergebnis.

Warum zählt der absolute Druck, nicht der Manometerwert?

Das Gesetz beschreibt, wie oft die Gasteilchen gegen die Wand stoßen, und dieser Druck wird ab dem Vakuum gemessen. Ein Manometer zeigt dagegen den Überdruck, also den Unterschied zum Umgebungsdruck.

Setzt du 0 bar Überdruck in die Formel ein, rechnest du mit einem Gas ohne Druck und erhältst ebenfalls 0 bar als Ergebnis. Richtig sind 1,01325 bar absolut.

Beispiel: Eine Pumpe mit 400 ml Luft bei 0 bar Überdruck, auf 100 ml gedrückt, ergibt 4,053 bar absolut, am Manometer also 3,04 bar Überdruck.

Im Rechner wählst du dafür die Druckart „Überdruck“; er addiert 101.325 Pa zu jedem Wert und rechnet das Ergebnis zurück. Das Lehrbuch OpenStax University Physics definiert den Überdruck genauso: absoluter Druck minus Umgebungsdruck.

Prüfe bei Reifen, Flaschen und Pumpen immer, ob dein Wert vom Manometer stammt oder ein Absolutwert aus einer Tabelle ist.

Wie viel Druck kommt pro Meter Wassertiefe dazu?

Rund 1 bar pro 10 Meter. Genauer folgt der Wasserdruck aus Dichte mal Fallbeschleunigung mal Tiefe. Mit g = 9,80665 m/s² sind das in 10 m Süßwasser (1.000 kg/m³) 0,981 bar und in 10 m Meerwasser (1.025 kg/m³) 1,005 bar.

Dazu kommt der Luftdruck an der Oberfläche: In 10 m Süßwasser herrschen damit 1,994 bar absolut, in 10 m Meerwasser 2,018 bar. Ein Luftvolumen halbiert sich deshalb in 10 m Tiefe fast genau, von 6 auf 3,012 Liter im Meerwasser.

Der Druck wächst linear mit der Tiefe, das Volumen dagegen nicht: In 20 m sind es 2,011 Liter, in 40 m nur noch 1,208 Liter.

Im Rechner wählst du dafür den Modus Wassertiefe, gibst Luftvolumen und Luftdruck an der Oberfläche ein und siehst in der Tabelle alle Tiefen von 0 bis 40 Metern in Schritten von 5 Metern auf einen Blick.

Wie groß ist ein Luftvolumen in 30 m Tiefe?

Aus 6 Litern Luft an der Oberfläche werden in 30 m Meerwasser 1,509 Liter, in 30 m Süßwasser 1,537 Liter.

Der Grund: Der absolute Druck steigt von 1,01325 bar auf 4,029 bar (Meerwasser) beziehungsweise 3,955 bar (Süßwasser), also auf knapp das Vierfache. Rechnung: 6 l · 1,01325 bar ÷ 4,029 bar = 1,509 l.

Umgekehrt dehnt sich Luft beim Auftauchen aus: Dieselben 1,509 Liter aus 30 m wären an der Oberfläche wieder 6 Liter, und eine Boje oder ein Hebesack muss für diese Ausdehnung Platz haben. Der Rechner zeigt die Werte für 0 bis 40 m in einer Tabelle.

Er ist aber kein Tauchplaner: Atemgasverbrauch und Dekompression fehlen, Tauchausbildung und Tauchcomputer bleiben maßgeblich. Als Obergrenze setzt der Rechner 100 m.

Gibst du mehr ein, begrenzt er die Tiefe und schreibt den Grund in den Hinweis, statt still mit einem anderen Wert zu rechnen.

Was passiert, wenn sich die Temperatur ändert?

Dann gilt das Boyle-Mariotte-Gesetz nicht mehr allein, denn es beschreibt eine Isotherme, also eine Änderung bei konstanter Temperatur.

Wird ein Gas schnell verdichtet, erwärmt es sich, und der Druck liegt zunächst höher als p₂ = p₁ · V₁ ÷ V₂ ergibt; nach dem Abkühlen auf die Ausgangstemperatur stimmt das Ergebnis wieder.

Ändert sich die Temperatur absichtlich, brauchst du die allgemeine Gasgleichung p · V = N · k · T aus dem Lehrbuch OpenStax University Physics, in der die Temperatur in Kelvin als Faktor steht.

Bei konstantem Volumen wächst der Druck dann proportional zur Kelvin-Temperatur. Der Rechner kennt keine Temperatureingabe und weist im Hinweis darauf hin, dass T konstant sein muss.

Für Erwärmung und Energiebedarf eines Stoffes hilft der Wärmekapazität-Rechner in derselben Unterkategorie, für die Gasmenge in Mol der Stoffmenge-Rechner. Rechne bei Temperaturänderungen nie mit dem Boyle-Mariotte-Ergebnis allein weiter.

Warum addiert der Rechner genau 1,01325 bar?

Weil 1,01325 bar der Normdruck sind: Die „standard atmosphere“ beträgt laut CODATA 2022 des amerikanischen Instituts NIST genau 101.325 Pa.

Der tatsächliche Luftdruck schwankt mit Wetter und Höhe um einige Prozent und liegt auf einem Berg deutlich darunter. Der Rechner nimmt den Normwert, damit Ergebnisse reproduzierbar bleiben: Aus 0 bar Überdruck macht er 1,01325 bar absolut.

Willst du mit dem Druck des Tages rechnen, wähle die Druckart „absolut“ und trage den Wert aus dem Wetterbericht ein, zum Beispiel 990 hPa.

Die Abweichung wirkt direkt auf das Ergebnis: Bei 990 statt 1.013,25 hPa Außendruck ändert sich ein Überdruckergebnis um etwa 0,023 bar.

Für Schulaufgaben, Pumpen und Spritzen ist das vernachlässigbar, bei genauen Messungen oder großen Höhenunterschieden nicht.

Im Modus Wassertiefe trägst du den Oberflächendruck ohnehin selbst ein; dort bestimmt dein Wert, ob mit Normdruck oder Tagesdruck gerechnet wird.

Darf ich bar, hPa und psi mischen?

Nein, für alle Drücke gilt im Rechner dieselbe Einheit, also kann p₁ nicht in bar und p₂ in psi stehen. Rechne vorab um oder wähle die Einheit, in der deine Angaben vorliegen.

Die Umrechnung läuft intern über Pascal: 1 bar sind 100.000 Pa, 1 hPa sind 100 Pa, 1 atm sind 101.325 Pa und 1 psi sind 6.894,757 Pa (NIST Guide to the SI, Anhang B.8).

Ein Druck von 3 psi in einer 500-ml-Kammer, auf 125 ml gedrückt, wird zu 12 psi, denn nur das Verhältnis zählt, nicht die Einheit. Druck- und Volumeneinheit dürfen sich dagegen unterscheiden: bar mit Millilitern ist in Ordnung.

Typischer Fehler: hPa eintragen, aber bar im Kopf behalten; dann liegt jede Rechnung um den Faktor 1.000 daneben. Stelle deshalb zuerst Druckeinheit und Volumeneinheit ein und trage danach die Zahlen ein. Das Ergebnis erscheint in derselben Einheit.

Ab welchem Druck wird das Gesetz ungenau?

Eine feste Grenze gibt es nicht, weil die Abweichung mit dem Druck langsam wächst. Der Rechner warnt ab 100 bar absolut; das ist eine Warnmarke des Programms, keine Naturkonstante.

Bei sehr hohen Drücken oder tiefen Temperaturen nahe der Verflüssigung berühren sich die Gasteilchen, und ihr Eigenvolumen fällt ins Gewicht, das ein ideales Gas vernachlässigt.

Das Lehrbuch OpenStax University Physics nennt dafür die Van-der-Waals-Gleichung als Korrektur. Beispiel: Aus 10 Litern bei 150 bar und 1 Liter nach dem Verdichten liefert der Rechner 1.500 bar; für reale Luft ist das nur eine grobe Näherung.

Im Alltag bis wenige bar, bei Luftpumpen, Spritzen und Tauchtiefen bis 40 m, ist die Näherung gut.

Für Druckbehälter, Flaschen mit 200 bar oder Prüfaufgaben nutze Datenblätter, Normen und Fachpersonal; der Rechner ersetzt keine Auslegung nach Vorschrift. Brauchst du ein Ergebnis über 100 bar, vergleiche es mit Tabellenwerten für das konkrete Gas.

Hinweise

Ergebnis lesen: Kompressionsverhältnis, Überdruck und Tauchtiefe einordnen

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Lies zuerst das Kompressionsverhältnis. Es sagt, um welchen Faktor sich Volumen und Druck ändern: Bei 4 schrumpft das Volumen auf ein Viertel, der absolute Druck vervierfacht sich.

Die Tabelle zeigt dieselbe Gasmenge bei anderen Drücken, etwa 20 Liter bei 0,5 bar und 1 Liter bei 10 bar. Der Zusammenhang ist eine Hyperbel, keine Gerade: Der Sprung von 1 auf 2 bar spart 5 Liter, der von 4 auf 8 bar nur noch 1,25 Liter.

Zur Gegenprobe multiplizierst du beide Zustände einzeln: 1 bar · 10 l und 4 bar · 2,5 l ergeben jeweils 10 bar · l. Weichen die Produkte ab, stimmt eine Eingabe oder Einheit nicht. Achte bei Drücken auf den Zusatz im Ergebnis.

„Überdruck“ ist der Wert fürs Manometer, „absolut“ der Wert für die Formel. Ein berechneter Überdruck unter 0 bar ist ein Unterdruck, die Luft ist dann dünner als draußen.

Im Tiefenmodus gilt als Faustregel: Alle 10 Meter kommt rund 1 bar Wasserdruck dazu (Süßwasser 0,98 bar, Meerwasser 1,005 bar). In 10 m Meerwasser ist das Luftvolumen mit 50,2 Prozent fast genau halbiert, in 30 m bleiben 25,2 Prozent.

Das ist reine Physik der Volumenänderung und ersetzt weder Tauchausbildung noch Tauchplanung. Ab 100 bar absolut warnt der Rechner, weil ein reales Gas dann vom idealen abweicht; schnelles Verdichten erwärmt außerdem die Luft.

Anwendung

Praxisbeispiel: Signalboje in 20 Metern Tiefe aufblasen

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Jonas taucht im Baggersee in 20 m Tiefe und füllt dort eine Signalboje mit 2 Litern Luft. Die Boje fasst 5 Liter. Die Boje ist ein dünner, geschlossener Sack, der sich an der Oberfläche prall füllt und anderen Booten zeigt, wo die Gruppe auftaucht.

Jonas fragt sich, ob sie beim Aufstieg platzt. In 20 m herrschen rund 2 bar Überdruck, der Luftdruck an der Oberfläche zählt als 0 bar Überdruck. Er wählt das Endvolumen V₂ und die Druckart Überdruck: p₁ = 2 bar, V₁ = 2 l, p₂ = 0 bar.

Der Rechner addiert zweimal 1,01325 bar, also 3,01325 bar unten und 1,01325 bar oben, und liefert V₂ = 5,948 Liter. Zur Kontrolle: 3,01325 bar · 2 l ergibt 6,0265 bar · l, geteilt durch 1,01325 bar sind es 5,948 l.

Die Luft dehnt sich also auf fast das Dreifache aus und sprengt die 5-Liter-Boje. Signalboje im Baggersee: 1,681 Liter Luft bei 2 bar Überdruck in 20 Metern werden an der Oberfläche zu 5 Litern Um die Obergrenze zu finden, schaltet er auf Anfangsvolumen V₁ und trägt V₂ = 5 l ein: Es ergibt sich V₁ = 1,681 Liter.

Bei einer größeren Boje tauscht er nur V₂ aus und liest das neue V₁ ab. Seine Entscheidung: höchstens 1,5 Liter in die Boje füllen. Das ist eine Physikaufgabe, kein Tauchplan; Ausbildung und Tauchplanung bleiben maßgeblich.

Fallstricke

Häufige Fehler beim Boyle-Mariotte-Gesetz: Überdruck, Temperatur, Tiefe

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler: den Manometerwert direkt einsetzen. Wer bei einer Pumpe mit 0 bar Überdruck rechnet, kommt auf einen Anfangsdruck von null und damit auf null Enddruck; richtig ist 1,01325 bar absolut.

Aus 400 ml auf 100 ml werden dann 4,053 bar absolut, am Manometer also 3,04 bar Überdruck, nicht 4. Der zweite Fehler: die Temperatur vergessen. Das Gesetz gilt nur bei konstanter Temperatur.

Pumpst du schnell, erwärmt sich die Luft und der Druck liegt kurzfristig höher als berechnet; erst nach dem Abkühlen stimmt die Isotherme. Der dritte Fehler: das Volumen linear mit der Tiefe verringern.

Wer denkt, in 10 m sei die Luft halbiert und in 20 m weg, irrt. In 20 m Süßwasser bleibt von 6 Litern noch 2,044 Liter, rund ein Drittel, weil V mit 1 ÷ p fällt. Der vierte Fehler: Einheiten mischen, etwa p₁ in bar und p₂ in psi.

Wähle eine Druckeinheit für alle Werte. Der fünfte Fehler: bei der Tiefe den Luftdruck weglassen. Der Wasserdruck allein (3,016 bar in 30 m Meerwasser) ist nicht der Enddruck.

Wer ihn ohne die 1,01325 bar der Oberfläche einsetzt, erhält aus 6 Litern 2,016 Liter statt 1,509 Liter.

Nächster Schritt

Boyle-Mariotte-Gesetz berechnen: das Wichtigste in Kürze

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Boyle-Mariotte-Rechner löst p₁ · V₁ = p₂ · V₂ für Enddruck, Endvolumen, Anfangsdruck und Anfangsvolumen, nimmt Drücke als absoluten Wert oder als Überdruck und rechnet das Luftvolumen in Wassertiefen bis 100 Meter aus.

Die wichtigsten Regeln: Absolute Drücke verwenden, Temperatur und Gasmenge konstant halten, Einheiten nicht mischen.

Merke dir den Standardfall: 10 Liter bei 1 bar werden bei 2,5 Litern zu 4 bar, und in 30 m Meerwasser schrumpfen 6 Liter auf 1,509 Liter.

Wenn sich die Temperatur ändert, brauchst du ein weiteres Gasgesetz; für Einheiten helfen der Druck-Umrechner und die Volumenumrechnung, für die Stoffmenge des Gases der Stoffmenge-Rechner.

Als nächste Schritte bieten sich an: ein Ergebnis im Druck-Umrechner in eine andere Einheit überführen, Liter mit der Volumenumrechnung in Kubikmeter wandeln oder mit dem Wärmekapazität-Rechner abschätzen, wie viel Energie nötig ist, um ein Gas um einige Kelvin zu erwärmen.

Vertiefung

Rechenbeispiele: Luftpumpe, Spritze, Flasche und Wassertiefe

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · p₂ = 4 bar absolut, Kompressionsverhältnis 4

10 Liter bei 1 bar auf 2,5 Liter zusammendrücken

Gesuchte Größe
Enddruck p₂
Druckart
absolut
Anfangsdruck p₁
1 bar
Anfangsvolumen V₁
10 l

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · p₂ = 4.000 hPa absolut (4 bar), Kompressionsverhältnis 4

20-ml-Spritze mit zugehaltener Öffnung, Kolben auf 5 ml

Gesuchte Größe
Enddruck p₂
Druckeinheit
hPa
Druckart
absolut
Anfangsdruck p₁
1000 hPa

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · V₁ = 16 l, Kompressionsverhältnis 8

Welches Volumen hatte Luft, die auf 8 bar und 2 Liter gedrückt wurde?

Gesuchte Größe
Anfangsvolumen V₁
Druckart
absolut
Anfangsdruck p₁
1 bar
Enddruck p₂
8 bar

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · V₂ = 1,509 l bei p₂ = 4,029 bar absolut (Wasserdruck 3,016 bar)

6 Liter Luft in 30 m Meerwasser

Gesuchte Größe
Luftvolumen in Wassertiefe
Anfangsdruck p₁
1,01325 bar
Anfangsvolumen V₁
6 l
Wassertiefe
30 m

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · V₂ = 3,049 l bei p₂ = 1,994 bar absolut (Wasserdruck 0,981 bar)

6 Liter Luft in 10 m Süßwasser

Gesuchte Größe
Luftvolumen in Wassertiefe
Anfangsdruck p₁
1,01325 bar
Anfangsvolumen V₁
6 l
Wassertiefe
10 m

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Druck in andere Einheit umrechnenDas Ergebnis in bar, Pascal, hPa, atm oder psi umrechnen und mit Manometer- oder Wetterwerten vergleichen.Molare-Masse-RechnerMolare Masse häufiger Verbindungen nachschlagen oder manuell eingeben – Stoffmenge und Teilchenanzahl für eine Probenmasse werden sofort berechnet.Wärmeausdehnung-RechnerLängen- und Volumenänderung bei Temperaturdifferenzen berechnen.Hydraulikzylinder-Kraft-RechnerHydraulikzylinder-Kraft berechnen: Druckkraft und Zugkraft aus Kolben- und Stangendurchmesser, Betriebsdruck und Wirkungsgrad – mit Ausfahrzeit, Ölvolumen und Normdurchmesser-Tabelle.Reifendruck RadOptimaler Reifendruck nach Gewicht, Reifenbreite, Radtyp und Untergrund.Ideales-Gasgesetz-RechnerIdeale Gasgleichung p·V = n·R·T nach Druck, Volumen, Stoffmenge oder Temperatur auflösen, Dichte und Molvolumen bestimmen und Zustandsänderungen rechnen.VolumenrechnerVolumen berechnen für Würfel, Quader, Zylinder, Kegel, Kugel und Pyramide – Formel wird je gewählter Form angezeigt.DichterechnerDichte, Masse oder Volumen berechnen – mit Vergleichstabelle typischer Stoffe wie Wasser, Aluminium, Eisen, Blei und Gold.Mischtemperatur-RechnerMischtemperatur berechnen: Wasser oder Stoffe aus bis zu drei Komponenten mischen, benötigte Menge für eine Zieltemperatur und Wärmemengen in kJ nach der Richmannschen Mischungsregel.Wärmeleitung-RechnerU-Wert, Wärmestrom und Jahreswärmeverlust durch Wände berechnen.Ohmsches Gesetz RechnerSpannung, Stromstärke und Widerstand mit dem Ohmschen Gesetz berechnen.Effektivwert-RechnerEffektivwert, Scheitelwert, Spitze-Spitze-Wert und Gleichrichtwert einer Wechselspannung umrechnen, für Sinus, Rechteck, Dreieck und gleichgerichtete Signale, mit Scheitel- und Formfaktor sowie Leistung am Widerstand.Phasenverschiebung-RechnerPhasenverschiebung berechnen: Phasenwinkel φ aus Zeitversatz und Frequenz, R-C-, R-L- und R-L-C-Reihenschaltung, Wirk- und Scheinleistung (cos φ) oder Sinusfunktion – mit Vorzeichen, Impedanz und Rechenweg.Geschwindigkeits- und Beschleunigungs-RechnerKinematische Grundgrößen Weg, Zeit, Geschwindigkeit und Beschleunigung berechnen.Freier-Fall-RechnerFallzeit, Aufprallgeschwindigkeit und Fallhöhe berechnen.

Weiternutzung

Grafiken weiterverwenden

Alle 2 Grafiken dieser Seite darfst du in eigenen Artikeln und Beiträgen verwenden.

Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Isotherme eines idealen Gases: 1 bar bei 10 Litern, 2 bar bei 5 Litern, 4 bar bei 2,5 Litern und 10 bar bei 1 Liter liegen auf einer Hyperbel, das Produkt aus Druck und Volumen bleibt 10 bar mal Liter.

    Boyle-Mariotte: Druck-Volumen-Isotherme mit p mal V gleich 10 bar mal Liter

    760 × 360 Pixel · Schaubild

    Herunterladen

    Einbettungscode

    HTML zum Einbinden

    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/boyle-mariotte-rechner-isotherme.svg"
           alt="Isotherme eines idealen Gases: 1 bar bei 10 Litern, 2 bar bei 5 Litern, 4 bar bei 2,5 Litern und 10 bar bei 1 Liter liegen auf einer Hyperbel, das Produkt aus Druck und Volumen bleibt 10 bar mal Liter."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner">Boyle-Mariotte: Druck-Volumen-Isotherme mit p mal V gleich 10 bar mal Liter auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner
  • Signalboje im Baggersee: 1,681 Liter Luft bei 2 bar Überdruck in 20 Metern Tiefe werden an der Oberfläche bei 0 bar Überdruck zu 5 Litern; 2 Liter würden 5,948 Liter ergeben, deshalb höchstens 1,5 Liter einfüllen.

    Boyle-Mariotte: Signalboje in 20 m Tiefe, 1,681 Liter werden an der Oberfläche zu 5 Litern

    760 × 360 Pixel · Schaubild

    Herunterladen

    Einbettungscode

    HTML zum Einbinden

    <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/elektronik-physik/boyle-mariotte-rechner-boje-aufstieg.svg"
           alt="Signalboje im Baggersee: 1,681 Liter Luft bei 2 bar Überdruck in 20 Metern Tiefe werden an der Oberfläche bei 0 bar Überdruck zu 5 Litern; 2 Liter würden 5,948 Liter ergeben, deshalb höchstens 1,5 Liter einfüllen."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner">Boyle-Mariotte: Signalboje in 20 m Tiefe, 1,681 Liter werden an der Oberfläche zu 5 Litern auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Anwendungen, Druckbehälter, Tauchplanung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen, Ausbildungsunterlagen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Boyle-Mariotte-Gesetz p · V = konstant (OpenStax University Physics Vol. 2, 2.1); Normdruck 101.325 Pa und Normfallbeschleunigung 9,80665 m/s² (NIST CODATA 2022); Umrechnung bar/atm/psi (NIST SP 811, B.8); Wasserdruck p = p₀ + ρ·g·h (OpenStax Vol. 1, 14.1).

Stand: 2026-10-08

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
08. Oktober 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Thermodynamik
Formeln basieren auf
p₁ · V₁ = p₂ · V₂ bei konstanter Temperatur und Stoffmenge (absolute Drücke); p_absolut = p_Überdruck + 101.325 Pa; Wasserdruck p = p₀ + ρ · g · h mit g = 9,80665 m/s².
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Boyle-Mariotte-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Boyle-Mariotte-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/thermodynamik/boyle-mariotte-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.