Überblick
Was ist der Wärmeleitung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
U-Wert, Wärmestrom und jährlichen Wärmeverlust eines einfachen Bauteils überschlägst du mit dem Wärmeleitung-Rechner schnell und übersichtlich. Das ist nützlich für Sanierung, Gebäudevergleich, Unterricht oder technische Vorbewertung, wenn du verstehen willst, wie stark Fläche, Dicke, Material und Temperaturdifferenz die laufenden Verluste und damit auch die Energiekosten beeinflussen.
Dabei lohnt es sich, drei Begriffe auseinanderzuhalten: Die Wärmeleitung beschreibt den Wärmetransport innerhalb eines Materials, der Wärmestrom Q̇ ist die pro Zeit durch das Bauteil fließende Leistung in Watt, und der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) fasst zusammen, wie viel Wärme ein gesamtes Bauteil pro Quadratmeter und Kelvin durchlässt.
Die zugehörigen Berechnungsnormen regelt unter anderem die DIN. Der Rechner verbindet diese Größen und macht so den Sprung von der Schulphysik zur praktischen Dämmung und Heizkostenabschätzung.
Anders als eine reine λ-Rechnung berücksichtigt er dabei die Wärmeübergangswiderstände an beiden Oberflächen und wählt sie nach dem Bauteiltyp: Für Außenwand und Boden setzt er zusammen 0,17 m²K/W an, für das Dach 0,14 m²K/W.
Bei der 24 Zentimeter dicken Beispielwand mit λ = 0,8 trennt das einen Gesamtwiderstand von 0,47 von einem von 0,44 m²K/W, also einen U-Wert von 2,13 von einem von 2,27 W/(m²·K). Der Sprung wirkt klein, verschiebt den Wärmestrom aber um rund 58 Watt.
Die Regel dahinter ist nützlich: Bei schlecht gedämmten Bauteilen fällt der Übergangswiderstand kaum ins Gewicht, weil das Material selbst so wenig bremst — bei gut gedämmten Aufbauten macht er einen spürbaren Anteil am Gesamtwiderstand aus.