Überblick
Was ist der Belichtungsdreieck-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Blende, Belichtungszeit und ISO greifen im Belichtungsdreieck-Rechner zu einem zusammenhängenden System ineinander, sodass sichtbar wird, wie sich eine Änderung an einer Größe auf die beiden anderen auswirkt. Die Blende steuert vor allem die Schärfentiefe und damit die Freistellung des Motivs, die Belichtungszeit entscheidet über Bewegungsstopp oder Verwacklung, und der ISO-Wert legt die Lichtempfindlichkeit fest und beeinflusst damit das Rauschen im Bild.
Da alle drei Parameter dieselbe Helligkeit auf unterschiedlichen Wegen erzeugen, ist jede Belichtung ein Kompromiss aus Schärfentiefe, Bewegungsschärfe und Bildqualität.
Der Rechner ist besonders nützlich, wenn du bei Porträt, Bewegung oder Low-Light gezielt zwischen Helligkeit, Schärfentiefe und Rauschen abwägen willst, statt mit Zufallswerten zu arbeiten.
Für die Bedienung ist ein Punkt entscheidend: Der Rechner leitet keinen fehlenden Wert aus zwei bekannten ab, sondern verlangt alle drei Angaben und meldet daraus den Lichtwert EV.
Erst die Belichtungskorrektur bringt Bewegung hinein — sie verschiebt den Ziel-EV in halben Stufen, woraufhin der als Ziel gewählte Parameter auf diesen neuen Wert nachgeführt wird.
Steht die Korrektur auf 0, bleibt das Ergebnis mit deiner Eingabe identisch. Der zweite Tab listet ergänzend acht gleich helle Kombinationen aus Blende und Zeit bei konstantem ISO auf.
Beachte außerdem, dass der ausgegebene EV ISO-normiert ist: f/2,8 mit 1/500 s ergibt bei ISO 1600 den Wert 7,94 und nicht die 11,94, die die klassische Formel ohne ISO-Term liefert.
Ein EV um 8 beschreibt damit Abend-, Hallen- oder Flutlicht, während helles Tageslicht bei ISO 100 eher bei EV 14 bis 15 liegt.