Überblick
Was ist der Leitzahl-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Leitzahl eines Blitzgeräts, den ISO-Wert, den Motivabstand und die Blende führt der Leitzahl-Rechner zusammen, damit du Blitzreichweite und passende Blendenöffnung vor dem Shooting realistisch einschätzen kannst. Die Leitzahl beschreibt die maximale Blitzleistung als Produkt aus Blende und Entfernung bei ISO 100; höhere ISO-Werte vergrößern die effektive Leitzahl mit der Quadratwurzel aus ISO durch 100.
So beurteilst du, ob ein Blitz für eine bestimmte Motivdistanz und Lichtsetzung ausreicht oder ob du Distanz, ISO oder Blende anpassen musst.
Wichtig sind dabei auch Lichtverluste durch Lichtformer wie Softbox, Diffusor oder Bouncer, die die nutzbare Leitzahl und damit die erreichbare Blende reduzieren.
Der Rechner macht diese Zusammenhänge greifbar, bevor du am Set den ersten Testshot auslöst, und hilft, eine zu knappe Blitz-Blenden-Kombination von vornherein zu vermeiden.
Damit die Leitzahl überhaupt trägt, musst du ihre Normbedingungen kennen — prüfen kann der Rechner sie nämlich nicht. Eine Leitzahl gilt immer für ISO 100, für Meter als Entfernungseinheit und für eine bestimmte Reflektorstellung des Blitzes.
Bei Systemblitzen ist das im Datenblatt fast immer die längste Zoomstellung, weil dort die größte Zahl herauskommt und sich am besten damit werben lässt.
Fährst du denselben Blitz auf Weitwinkel, verteilt er dieselbe Energie über einen größeren Winkel, und die real nutzbare Leitzahl fällt deutlich unter den Katalogwert.
Ein Eingabefeld für die Reflektorstellung gibt es hier nicht: Sie steckt bereits in der Zahl, die du einträgst. Trag deshalb die Leitzahl derjenigen Zoomstellung ein, die du tatsächlich benutzt, statt der Schlagzeile von der Verpackung.
Zwei weitere Stolpersteine liegen daneben: Angaben in Fuß fallen um den Faktor 3,28 größer aus als dieselbe Leistung in Metern, und der ISO-Bezug ist keine Formsache, weil der Rechner ihn über die Wurzel skaliert.