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Foto Dateigröße Rechner – RAW und JPEG Speicherbedarf berechnen

Fotografie & OptikStand Noch keine Bewertung
Format
60100
Farbtiefe
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Kurzantwort

RAW- und JPEG-Dateien unterscheiden sich stark in Größe und Reserven für Nachbearbeitung. Der Rechner zeigt Datei- und Sessionspeicherbedarf direkt.

Dateigröße von RAW- und JPEG-Aufnahmen berechnen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Wie groß ist eine RAW-Datei im Vergleich zu JPEG?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie viel Speicherbedarf eine Aufnahme je nach Aufnahmeformat, Auflösung in Megapixeln, Farbtiefe und Kompressionsgrad erzeugt, schätzt der Dateigröße-RAW-JPEG-Rechner vorab ab. Er macht den Unterschied zwischen einer RAW-Datei und einer JPEG-Datei in Megabyte sichtbar und rechnet ihn auf die geplante Anzahl der Aufnahmen hoch.

RAW speichert die unbearbeiteten Sensordaten mit voller Farbtiefe und liefert maximale Nachbearbeitungsreserve, kostet dafür aber viel Speicherplatz.

JPEG komprimiert das Bild stärker und spart Platz, gibt aber Spielraum bei Belichtung und Weißabgleich auf.

Der Rechner verbindet diese Faktoren zu einer realistischen Gesamtgröße in Gigabyte, sodass du vor einem Shooting entscheiden kannst, ob maximale Qualitätsreserve oder platzsparende Serienaufnahme im Vordergrund steht.

So planst du Speicherkarten, Backup-Zeit und Archivbedarf, bevor mitten in der Produktion der Speicher knapp wird. Ein Bedienpunkt fällt auf, sobald du die Formate durchprobierst: Die Farbtiefe wirkt ausschließlich auf RAW.

Steht das Format auf JPEG, ändert der Umschalter zwischen 8, 12 und 14 Bit gar nichts mehr — 24 Megapixel bei Qualität 90 ergeben 9,6 MB, egal was dort eingestellt ist.

Das ist kein Fehler, sondern richtig so: JPEG speichert grundsätzlich mit 8 Bit je Farbkanal, die Aufnahme-Farbtiefe des Sensors landet nie in der Datei.

Umgekehrt bleibt der Qualitätsregler stumm, sobald ein RAW-Format gewählt ist — ein verlustfreies RAW mit 14 Bit liefert 25,2 MB, ob dort nun 60 oder 100 steht.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du trägst die Auflösung in Megapixeln ein, dazu die Farbtiefe in Bit, die Kompressionsstufe je Aufnahmeformat und die geplante Anzahl der Aufnahmen. Die Megapixel und die Farbtiefe stehen im Datenblatt deiner Kamera, etwa 24 Megapixel bei 14 Bit.

Der Rechner zeigt immer genau ein Format, nicht zwei nebeneinander. Für den Vergleich rechnest du also zweimal und stellst die Ergebnisse gegenüber. Verwechsle Megabit nicht mit Megabyte, denn acht Megabit ergeben erst ein Megabyte.

Übertrage außerdem keinen JPEG-Durchschnittswert ungeprüft auf detailreiche Motive, weil die Dateigröße bei feiner Struktur deutlich steigt.

Wer mit RAW arbeitet, sollte zusätzliche Sidecar-Dateien für Bearbeitungsschritte einplanen, die den Gesamtbedarf weiter erhöhen.

Das Formatfeld bietet vier Einträge, und ihr Abstand ist erheblich: Bei 24 MP und 14 Bit liefert »RAW unkomprimiert« 42 MB pro Bild, »RAW verlustfrei« 25,2 MB, »RAW verlustbehaftet« 18,9 MB und JPEG bei Qualität 90 nur 9,6 MB.

Welches Format deine Kamera tatsächlich beherrscht, steht im Handbuch — viele Modelle bieten verlustbehaftetes RAW gar nicht an.

Eine Eigenheit lohnt das Wissen, weil sie eine verbreitete Fehlannahme auflöst: Die Farbtiefe wirkt ausschließlich auf die RAW-Formate.

Bei JPEG bleibt die Dateigröße mit 9,6 MB identisch, egal ob 8, 12 oder 14 Bit eingestellt sind — JPEG speichert ohnehin 8 Bit je Kanal. Bei RAW dagegen schlägt jede Stufe voll durch: 8 Bit ergeben 14,4 MB, 12 Bit 21,6 MB und 14 Bit 25,2 MB.

Wer Speicher sparen will, ohne das Format zu verlassen, findet hier den Hebel. Der JPEG-Qualitätsregler wirkt spiegelbildlich nur auf JPEG und skaliert kräftig: Qualität 60 ergibt 2,4 MB, Qualität 80 schon 7,2 MB und Qualität 100 volle 12 MB.

Die Aufnahmezahl schätzt du am besten aus einem vergleichbaren früheren Auftrag statt aus dem Bauch, denn im Serienmodus entstehen in Sekunden Dutzende Auslösungen.

Für einen Hochzeitstag sind 1.500 bis 3.000 Bilder realistisch, für eine kleine Familienfeier eher 300 bis 800.

Praxisfälle

Typische Fragen zu RAW- und JPEG-Dateigröße

Vier wiederkehrende Suchfragen aus dem DataForSEO-Kernlauf vom 27.09.2026, jeweils mit dem Rechner nachgerechnet.

  1. RAW-Dateigröße bei 24 Megapixeln

    „Wie groß ist eine RAW-Datei bei 24 Megapixeln?“

    Eingabe
    Megapixel 24, Format RAW verlustfrei, Farbtiefe 14 Bit
    Ergebnis
    25,2 MB pro Datei
  2. RAW-Fotos auf einer 128-GB-Karte

    „Wie viele Bilder passen auf eine Speicherkarte mit 128 GB?“

    Eingabe
    Megapixel 24, Format RAW verlustfrei, Farbtiefe 14 Bit
    Ergebnis
    rund 5.079 Aufnahmen auf einer 128-GB-Karte
  3. JPEG-Dateigröße bei 24 Megapixeln

    „Wie groß ist eine JPEG-Datei bei 24 Megapixeln?“

    Eingabe
    Megapixel 24, Format JPEG, Qualität 90
    Ergebnis
    9,6 MB pro Datei, rund 13.333 Aufnahmen auf einer 128-GB-Karte
  4. Unkomprimiertes RAW bei 45 Megapixeln

    „Wie groß ist eine unkomprimierte RAW-Datei bei 45 Megapixeln?“

    Eingabe
    Megapixel 45, Format RAW unkomprimiert, Farbtiefe 14 Bit
    Ergebnis
    78,75 MB pro Datei, rund 1.625 Aufnahmen auf einer 128-GB-Karte

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Dateigröße-Formel (Rohgröße_MB = Megapixel × Bit ÷ 8; RAW ≈ Roh × 0,5–0,7; JPEG ≈ Roh × 0,05–0,25; Gesamt_GB = Größe_MB × Anzahl ÷ 1000): Die unkomprimierte Dateigröße ergibt sich aus der Pixelanzahl mal Farbtiefe geteilt durch 8, weil acht Bit ein Byte bilden. Die Pixelanzahl bekommst du, indem du die Auflösung in Megapixeln mit einer Million multiplizierst.

Auf diesen Rohwert wird je Aufnahmeformat ein Kompressionsfaktor angewendet, der bei RAW moderat und bei JPEG deutlich stärker ausfällt. Der Gesamtbedarf ergibt sich dann aus Dateigröße pro Bild mal Anzahl der Aufnahmen.

Beispiel: 24 Megapixel bei 14 Bit ergeben unkomprimiert rund 42 MB pro Bild. Mit verlustfreier RAW-Kompression entstehen daraus 25,2 MB, eine JPEG-Datei bei Qualität 90 liegt bei 9,6 MB.

Bei 500 Aufnahmen summiert sich der Speicherbedarf je nach gewähltem Format auf rund 12,6 GB in RAW gegenüber etwa 4,8 GB in JPEG. Zwei Details dieser Rechnung lohnen einen zweiten Blick.

Erstens teilt sie am Schluss durch 1000 und nicht durch 1024: Die ausgewiesenen Gigabyte sind dezimale GB — also genau die Einheit, in der Speicherkarten beworben werden, sodass sich Bedarf und Kartenaufdruck ohne Umrechnen vergleichen lassen.

Im Kameramenü oder im Dateimanager erscheint dieselbe Karte anschließend kleiner, weil dort in Gibibyte gezählt wird.

Zweitens hängt die JPEG-Größe hier weder an der Farbtiefe noch am Rohwert, sondern allein an Pixelzahl und Qualitätsstufe: Bei Qualität 60 rechnet der Rechner mit 0,1 MB je Megapixel, bei 100 mit 0,5 MB, dazwischen linear.

Aus 24 Megapixeln werden so 2,4 MB am unteren und 12 MB am oberen Ende der Skala.

Formelgrafik: Dateigröße pro Aufnahme für JPEG- und RAW-Formate
JPEG: abhängig von Qualitätsstufe. RAW unkomprimiert: Megapixel x Farbtiefe / 8.

Nachschlagen

Dateigröße RAW und JPEG nach Megapixel: Richtwerte für gängige Kameraklassen

Die tatsächliche Dateigröße hängt von Sensortyp, Kompressionseinstellung und Motivkomplexität ab. Die Tabelle zeigt Richtwerte für unkomprimiertes RAW, typisch komprimiertes RAW und JPEG in verschiedenen Qualitätsstufen.

Typische Dateigrößen in MB für RAW (unkomprimiert/komprimiert) und JPEG nach Megapixel
MegapixelRAW unkomprimiert (MB)RAW typisch komprimiert (MB)JPEG Fine (MB)JPEG Normal (MB)
12 MP2414–184–62–3
20 MP4022–286–93–5
24 MP4826–347–103–5
36 MP7238–5010–155–8
45 MP9048–6212–186–9
50 MP10052–7013–207–11
61 MP12264–8516–248–13
100 MP200100–14025–4012–22

RAW unkomprimiert: 2 Byte pro Pixel (16 Bit). Komprimiertes RAW (lossless): ca. 55–70 % der Rohdaten. JPEG Fine: Qualitätsstufe 90–95 %, ca. 8:1 Kompression. JPEG Normal: ca. 12:1 Kompression. Motivdetails und ISO-Rauschen beeinflussen JPEG-Größe erheblich.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Dateigröße-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie groß ist eine RAW-Datei?

Eine RAW-Datei ist bei 24 Megapixeln und 14 Bit Farbtiefe mit verlustfreier Kompression rund 25 MB groß, unkomprimiert steigt sie auf etwa 42 MB.

Ausschlaggebend sind drei Faktoren: die Megapixelzahl, die Bit-Tiefe des Sensors und der Kompressionsgrad, den die Kamera anbietet.

Unkomprimiertes RAW rechnet mit 2 Byte je Pixel, verlustfreie Kompression spart davon rund 40 Prozent, verlustbehaftete RAW-Kompression noch etwas mehr.

Bei 45 Megapixeln wächst eine unkomprimierte RAW-Datei bereits auf knapp 79 MB, weil die Pixelzahl direkt in die Rechnung eingeht.

Wer nur einen Pauschalwert im Kopf hat, unterschätzt deshalb oft die tatsächliche Kartenbelegung bei hochauflösenden Kameras.

Trage im Rechner deine eigene Megapixelzahl, Bit-Tiefe und das von deiner Kamera unterstützte RAW-Format ein, um die reale Dateigröße statt eines groben Mittelwerts zu erhalten.

Motivdetail und Kameramodell verschieben den Wert dabei zusätzlich um bis zu 15 Prozent nach oben oder unten.

Wie viele RAW-Fotos passen auf eine 128-GB-Speicherkarte?

Bei 24 Megapixeln, 14 Bit und verlustfreier RAW-Kompression mit rund 25,2 MB pro Bild passen etwa 5.079 Aufnahmen auf eine 128-GB-Karte, bei unkomprimiertem RAW mit 42 MB sind es nur noch rund 3.048.

Der Unterschied von über 2.000 Bildern auf derselben Kartengröße zeigt, wie stark die Kompressionsstufe die nutzbare Kapazität bestimmt.

Wechselst du stattdessen auf JPEG bei Qualität 90, wächst die Zahl auf rund 13.333 Aufnahmen, weil JPEG deutlich aggressiver komprimiert als jedes RAW-Format.

Rechne zusätzlich einen Sicherheitspuffer von zehn bis fünfzehn Prozent ein, weil Dateisystem und Verwaltungsdaten einen Teil der beworbenen Kapazität belegen und die reale Dateigröße je nach Motiv schwankt.

Für eine belastbare Zahl trägst du im Rechner deine Megapixel, Bit-Tiefe und das gewählte RAW-Format ein, statt mit einem geschätzten Mittelwert zu planen.

So siehst du vor dem Einsatz, ob eine Karte für die geplante Aufnahmezahl tatsächlich ausreicht.

Warum sind RAW-Dateien größer als JPEG-Dateien?

RAW speichert die vollständigen, unbearbeiteten Sensordaten mit 12 oder 14 Bit Farbtiefe je Pixel, während JPEG die Bildinformation bereits kameraintern auf 8 Bit reduziert und zusätzlich verlustbehaftet komprimiert.

Bei 24 Megapixeln ergibt das rund 25 MB für ein verlustfrei komprimiertes RAW gegenüber nur 9,6 MB für ein JPEG bei Qualität 90 — RAW belegt hier gut das Zweieinhalbfache.

Der Vorteil dieser Mehrgröße zeigt sich erst in der Nachbearbeitung: RAW erlaubt eine deutlich größere Korrektur von Belichtung und Weißabgleich, ohne dass Bildqualität sichtbar verloren geht, JPEG verträgt solche Eingriffe kaum.

Wer maximale Bearbeitungsreserve braucht, etwa bei wechselndem Kunstlicht, sollte RAW trotz des Mehrbedarfs wählen und dafür mehr Kartenkapazität einplanen.

Für reine Weitergabe oder Serienaufnahmen ohne starke Nachbearbeitung reicht JPEG meist aus und spart erheblich Speicherplatz und Übertragungszeit.

Der Rechner macht diesen Formatunterschied für deine eigene Auflösung und Kompressionsstufe konkret sichtbar.

Wie groß ist eine RAW-Datei bei 24 Megapixeln?

Bei 24 Megapixeln liegt eine RAW-Datei je nach Kompressionsstufe zwischen 18,9 und 42 MB: unkomprimiert 42 MB, verlustfrei komprimiert rund 25,2 MB und verlustbehaftet komprimiert etwa 18,9 MB, jeweils bei 14 Bit Farbtiefe.

Senkst du die Bit-Tiefe auf 12 Bit, sinkt die verlustfrei komprimierte Variante auf 21,6 MB, bei 8 Bit auf 14,4 MB — die Farbtiefe wirkt bei RAW voll durch, weil sie direkt in die Rohgröße einfließt.

Diese Spanne erklärt, warum zwei 24-Megapixel-Kameras mit unterschiedlichem RAW-Format sehr verschiedene Dateigrößen liefern können, obwohl die Pixelzahl identisch ist.

Für die Kartenplanung zählt deshalb nicht die Megapixelzahl allein, sondern die konkrete Kombination aus Bit-Tiefe und Kompressionsmodus deiner Kamera.

Prüfe im Kamera-Handbuch, welches RAW-Format tatsächlich zur Verfügung steht, und trage genau diese Werte in den Rechner ein, um die passende Kartengröße für dein nächstes Shooting zu bestimmen.

Warum bleibt die JPEG-Dateigröße gleich, wenn ich die Farbtiefe ändere?

Weil JPEG grundsätzlich mit 8 Bit Farbtiefe je Farbkanal speichert, unabhängig davon, mit wie viel Bit der Kamerasensor die Aufnahme ursprünglich erfasst hat.

Bei 24 Megapixeln und Qualität 90 bleibt die JPEG-Datei deshalb bei 9,6 MB, egal ob im Menü 8, 12 oder 14 Bit eingestellt sind — die höhere Sensor-Farbtiefe landet nie in der komprimierten Datei.

Maßgeblich für die JPEG-Größe sind stattdessen nur die Pixelzahl und die gewählte Qualitätsstufe: Bei Qualität 60 ergeben sich rund 2,4 MB, bei Qualität 100 rund 12 MB für dieselben 24 Megapixel.

Wer im Rechner an der Farbtiefe dreht und bei JPEG keine Änderung sieht, hat also keinen Fehler gefunden, sondern eine korrekte Formateigenschaft.

Wer die volle Farbtiefe tatsächlich nutzen will, etwa für kräftige Nachbearbeitung ohne Tonwertabrisse, muss deshalb zwingend im RAW-Format fotografieren, nicht in JPEG.

Der umgekehrte Fall gilt spiegelbildlich: Bei RAW bleibt wiederum der JPEG-Qualitätsregler ohne Wirkung, weil er nur für das komprimierte Format zählt.

Wie berechne ich den Speicherbedarf für ein komplettes Fotoshooting?

Der Grundweg ist einfach: geschätzte Aufnahmezahl mal Dateigröße pro Bild ergibt den Gesamtbedarf in Gigabyte.

Bei einer Hochzeitsreportage mit 1.200 Bildern in verlustfreiem RAW à 25,2 MB entstehen so rund 30,2 GB, bei 1.200 Bildern in JPEG mit Qualität 85 dagegen nur 10,08 GB.

Praktisch relevant wird die Rechnung erst, wenn RAW+JPEG-Parallelaufnahme, ein zusätzlicher Videoanteil oder eine Backup-Kopie mitgedacht werden, weil sich der Platzbedarf dadurch schnell verdoppelt oder verdreifacht.

Wer parallel beide Formate speichert, addiert die Einzelgrößen: Bei 24 Megapixeln kommen so zu den 25,2 MB RAW noch einmal 9,6 MB JPEG pro Aufnahme hinzu.

Kalkuliere zusätzlich zehn bis fünfzehn Prozent Sicherheitspuffer ein, weil Serienbilder und motivreiche Szenen im Schnitt größer ausfallen als ein einzelner Testschuss.

Trage deine eigene Aufnahmezahl, Auflösung und Format in den Rechner ein, um den realistischen Speicherbedarf für den gesamten Einsatztag zu sehen, bevor die Karte im Einsatz voll wird.

Warum passen auf eine Speicherkarte oft weniger Bilder als die einfache Division verspricht?

Weil die beworbene Kartenkapazität nicht vollständig als nutzbarer Speicher für Bilddateien ankommt: Dateisystem, Verwaltungsdaten und eine Reserve für fehlerhafte Sektoren belegen einen Teil der Kapazität, bei einer 128-GB-Karte bleiben oft nur rund 119 GB tatsächlich nutzbar.

Hinzu kommt, dass die reale Dateigröße je nach Motivkomplexität und Kameramodell um 15 bis 30 Prozent schwankt, sodass ein einzelner Testwert nie als feste Obergrenze ohne Puffer gelten sollte.

Bei 24 Megapixeln und verlustfreiem RAW mit rund 25,2 MB pro Bild ergibt die reine Division zwar rechnerisch 5.079 Bilder auf 128 GB, in der Praxis bleiben nach Systemreserve und Motivschwankung aber eher 4.300 bis 4.700 realistisch.

Als Faustregel empfiehlt sich deshalb ein Sicherheitspuffer von mindestens zehn bis fünfzehn Prozent der Gesamtkapazität, bevor eine Karte als vollständig verplant gilt.

Der Rechner liefert die theoretische Obergrenze für deine Eingaben; den Praxisabschlag ziehst du selbst dazu.

Wann reicht eine Dateigrößen-Schätzung nicht mehr aus?

Wenn ein spezieller Kameramodus wie sehr lange Serienbildfolgen, Multi-Shot-Stacking oder ein zusätzlicher Video-Workflow den Speicherbedarf dominiert und stark vom Mittelwert abweicht.

Hochauflösende Kameras mit 45 Megapixeln erzeugen unkomprimierte RAW-Dateien von rund 79 MB, was bei einer zehnbildigen Serienfolge bereits knapp 800 MB je Sekunde bedeutet — ein Vielfaches dessen, was ein 24-Megapixel-Modell erzeugt.

Bei Videoaufnahmen in 4K oder 6K kommen je nach Codec und Bitrate zwischen 200 MB und 1 GB pro Minute hinzu, was der Rechner als reiner Fotogrößen-Rechner nicht abbildet und separat kalkuliert werden muss.

Dann sollten zusätzlich reale Testdateien vom eigenen Kameramodell oder Herstellerangaben aus dem Datenblatt herangezogen werden, weil die Praxis stärker streut als ein allgemeiner Auflösungs-Mittelwert vermuten lässt.

Der Rechner eignet sich als Ausgangsorientierung für Standardfälle mit RAW und JPEG, während du für Sonderformate wie Video oder Pixel-Shift-Aufnahmen eigene Stichproben misst und gezielt einträgst.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze den Rechner mit zwei Szenarien: Qualitätsmodus für kritische Motive und Effizienzmodus für lange Serien. In der Praxis hilft dir dieser Vergleich, Speicherkarten, Backup-Zeit und Exportdauer früh realistisch zu dimensionieren, statt erst nach dem Shooting mit Engpässen zu reagieren.

Praxisbeispiel: Im RAW vs. JPEG Vergleich bei 24 MP und 14 Bit ergibt der Rechner 25,2 MB pro RAW- und 9,6 MB pro JPEG-Datei bei Qualität 90 – auf einer 64-GB-Karte passen damit rund 2.540 RAW oder 6.667 JPEG.

Rechne den Bedarf grundsätzlich für die gesamte Verarbeitungskette, nicht nur für die Kamera: Originale, Sicherungskopie und exportierte Endfassungen belegen jeweils eigenen Platz, sodass sich der Wert schnell verdoppelt oder verdreifacht.

Wer parallel in RAW und JPEG aufzeichnet, addiert beide Dateigrößen und verliert Kartenkapazität schneller als erwartet. Ein kurzer Testlauf mit dem eigenen Motivtyp liefert dabei belastbarere Durchschnittswerte als jede Herstellerangabe.

Kalkuliere einen Aufschlag für Motivdetail ein, denn genau das kennt die Rechnung nicht: Der JPEG-Wert folgt ausschließlich aus Pixelzahl und Qualitätsstufe.

Ein Waldstück voller Blattstrukturen und eine glatte Himmelsfläche erzeugen in der Kamera bei identischer Einstellung deutlich verschiedene Dateigrößen — der Rechner nennt für beide dieselbe Zahl.

Nimm das Ergebnis deshalb als Mittelwert und nicht als Obergrenze; bei detailreichen Serien liegst du sonst systematisch zu niedrig.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Anna fotografiert eine Familienfeier mit ihrer 24-MP-Kamera. Sie will wissen, ob eine 64-GB-Karte für den Tag reicht. Eingabe: 24 Megapixel, Farbtiefe 14 Bit, 1.500 Aufnahmen.

Mit dem Format »RAW verlustfrei komprimiert« ergibt der Rechner 25,2 MB pro Bild, 37,8 GB Gesamtbedarf und rund 2.540 mögliche Aufnahmen auf der 64-GB-Karte — für ihre 1.500 Bilder bleibt also gut ein Drittel der Karte als Puffer frei.

Zum Gegencheck stellt sie das Format auf JPEG bei Qualität 90 um: 9,6 MB pro Bild, 14,4 GB für denselben Tag und rund 6.667 Bilder Kartenkapazität.

Entscheidend ist der Vergleich bei gleicher Bildzahl: RAW belegt mit 37,8 gegenüber 14,4 GB gut das Zweieinhalbfache.

Anna kauft sich diesen Mehrbedarf mit voller Belichtungs- und Weißabgleichsreserve, was bei wechselndem Kunstlicht einer Familienfeier den Ausschlag gibt. Sie entscheidet sich für RAW und legt eine zweite Karte als Backup bereit.

Aufschlussreich ist ein dritter Lauf: Stellt sie die Farbtiefe von 14 auf 12 Bit, sinkt die RAW-Datei auf 21,6 MB und der Tag auf 32,4 GB — rund 14 Prozent gespart, ohne das Format zu wechseln.

Als nächsten Schritt plant sie den Speicherplatz auf dem Rechner gleich mit: Für Originale plus Sicherungskopie muss sie mit ungefähr dem doppelten Wert rechnen. RAW vs JPEG Speicherbedarf bei Familienfeier mit 64-GB-Karte

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Eine einzelne Testdatei als festen Durchschnittswert für das ganze Shooting zu übernehmen, ist besonders riskant, weil Motivdetail, ISO und Serienmodus die RAW- und JPEG-Größe sichtbar verschieben. Ein weiterer Fehler ist, nur den freien Kameraspeicher zu planen und Puffertiefe, Doppelsicherung oder den späteren Archivbedarf auszublenden.

Ebenso problematisch ist, JPEG als automatisch ausreichend zu behandeln, obwohl starke Belichtungs- oder Weißabgleichskorrekturen vorgesehen sind.

Wer Aufnahmeformat, Bildzahl und Backup nicht gemeinsam rechnet, unterschätzt schnell Kartenbedarf, Exportzeit und Speicherplatz nach dem Shooting.

Ein weiterer Klassiker ist die Verwechslung von Megabit und Megabyte, die den Speicherbedarf um den Faktor acht verfehlt.

Und wer die Bildzahl schätzt, statt sie aus einem vergleichbaren früheren Auftrag abzuleiten, liegt bei Serienaufnahmen regelmäßig deutlich zu niedrig, weil im Serienmodus in Sekunden Dutzende Auslösungen entstehen.

Ein Fehler entsteht direkt an der Oberfläche, weil dort alle Felder gleichzeitig sichtbar bleiben: Viele drehen an der Farbtiefe, während JPEG eingestellt ist, sehen keinerlei Reaktion und halten den Rechner für kaputt.

Tatsächlich greift die Farbtiefe nur bei den RAW-Formaten und der Qualitätsregler nur bei JPEG.

Wer beide Formate gegeneinander stellen will, muss also umschalten und jeweils die passende Stellschraube bedienen, statt beide gleichzeitig wirken zu sehen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Dateigröße-RAW-JPEG-Rechner zeigt, wie viel Speicher ein Shooting in verschiedenen Formatmodi tatsächlich verbraucht, und macht sichtbar, ob Karten, Puffertiefe und Archivbedarf ausreichen.

Das Ergebnis hilft, Kartengröße und -anzahl realistisch zu planen statt erst nach dem Shooting mit Engpässen zu reagieren.

Erst wenn ein kurzer Testlauf von 100 Bildern unter realen Bedingungen die durchschnittliche Dateigröße bestätigt hat, sollte die endgültige Kartenplanung für den Produktionstag festgelegt werden.

Kalkuliere den Archivbedarf dabei immer zusammen mit der Sicherungskopie, denn erst beide Kopien zusammen ergeben den Speicherplatz, den ein Auftrag dauerhaft belegt.

Weil der Rechner je Durchgang nur ein Format ausgibt, lohnt sich für jede Entscheidung ein zweiter Lauf: einmal RAW, einmal JPEG, und die beiden Gesamtwerte nebeneinandergelegt.

Genau dieser Gegenlauf beantwortet die eigentliche Frage — nicht ob die Karte reicht, sondern welche Reserve du dir mit welchem Format erkaufst.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 8,4 MB pro Datei, 10,08 GB für die Serie, rund 119 Aufnahmen pro GB sowie etwa 7.619 Bilder auf 64 GB und 15.238 auf 128 GB

JPEG-Serie für ein Jugendturnier

Megapixel
24 MP
Format
JPEG
JPEG-Qualität
85
Aufnahmen
1.200

Beispiel 2 · Mittel · 42 MB pro Datei, 12,6 GB für die Serie, rund 24 Aufnahmen pro GB sowie etwa 1.524 Bilder auf 64 GB und 3.048 auf 128 GB

Unkomprimiertes RAW bei einer 24-MP-Kamera für 300 Bilder

Megapixel
24 MP
Format
RAW unkomprimiert
Farbtiefe
14 Bit
Aufnahmen
300

Beispiel 3 · Komplex · 35,44 MB pro Datei, 21,26 GB für die Serie, rund 28 Aufnahmen pro GB sowie etwa 1.806 Bilder auf 64 GB und 3.612 auf 128 GB

Verlustbehaftetes RAW bei einer 45-MP-Kamera für 600 Bilder

Megapixel
45 MP
Format
RAW verlustbehaftet
Farbtiefe
14 Bit
Aufnahmen
600

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Weiternutzung

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Diese Grafik darfst du in eigenen Artikeln und Beiträgen verwenden.

Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Anna plant 1500 Bilder mit 24-MP-Kamera. RAW braucht 25,2 MB pro Bild (37,8 GB gesamt), JPEG 9,6 MB (14,4 GB). Die 64-GB-Karte reicht für RAW mit Puffer.

    RAW vs JPEG Speicherbedarf am Beispiel Familienfeier

    760 × 340 Pixel · Schaubild

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    <a href="https://rechner-portal.de/fotografie-optik/druck-ausgabe/dateigroesse-raw-jpeg-rechner">
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           alt="Anna plant 1500 Bilder mit 24-MP-Kamera. RAW braucht 25,2 MB pro Bild (37,8 GB gesamt), JPEG 9,6 MB (14,4 GB). Die 64-GB-Karte reicht für RAW mit Puffer."
           width="760" height="340">
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/fotografie-optik/druck-ausgabe/dateigroesse-raw-jpeg-rechner">RAW vs JPEG Speicherbedarf am Beispiel Familienfeier auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/fotografie-optik/druck-ausgabe/dateigroesse-raw-jpeg-rechner

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Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Bitmengen-/Kompressionsfaktoren für JPEG und RAW.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Fotografie & Optik / Druck & Ausgabe
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Dateigröße-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/fotografie-optik/druck-ausgabe/dateigroesse-raw-jpeg-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Dateigröße-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/fotografie-optik/druck-ausgabe/dateigroesse-raw-jpeg-rechner

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