Überblick
Was ist der Speicherkarten-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Eine 256-GB-Karte fasst bei 45-MP-RAW-Dateien à 75 MB rund 3.413 Aufnahmen — wechselst du auf 4K-Video bei 150 Mbit/s, bleiben auf derselben Karte nur noch rund 233 Minuten. Der Rechner braucht dafür nur drei Angaben: die Kartengröße, den Modus Foto oder Video und je nach Modus die durchschnittliche Dateigröße oder die Bitrate.
Zur Auswahl stehen inzwischen acht Kartengrößen von 16 GB bis 2 TB, denn auch SD- und CFexpress-Karten mit 1 oder 2 Terabyte sind längst im Handel.
Wichtig zu wissen: Der Rechner arbeitet mit der beworbenen Kartengröße und zieht keinen Abschlag für Dateisystem und Formatierung ab.
Für Fotos teilt er die Kapazität schlicht durch die durchschnittliche Dateigröße, für Video durch die Bitrate pro Sekunde. Das Ergebnis ist damit ein theoretisches Maximum, von dem du in der Praxis noch selbst eine Reserve abziehen solltest.
So siehst du vor dem Einsatz, welche Kartengröße und wie viele Reservekarten du wirklich brauchst. Besonders bei Hochzeiten, Reisen und Produktionen lässt sich damit vorab planen, statt mitten am Set ohne freien Speicher dazustehen.
Ein Detail unterscheidet die beiden Modi über die Formel hinaus: Für Fotos rechnet der Rechner mit dezimalen Gigabyte, so wie sie auf dem Kartenaufdruck stehen, für Video dagegen mit binären.
Dieselbe 64-GB-Karte fasst deshalb 4.267 Fotos à 15 MB, liefert bei 100 Mbit/s aber 87,4 Minuten statt der 85,3, die derselbe Maßstab wie im Fotozweig ergäbe.
Eine 1-TB-Karte (1.000 GB) kommt bei denselben 15-MB-JPEGs auf rund 66.667 Fotos, bei 150 Mbit/s 4K-Video auf rund 910 Minuten beziehungsweise 15,2 Stunden.
Der Rechner beantwortet auch die umgekehrte Frage indirekt: Wer wissen will, wie viel GB er für eine bestimmte Fotoanzahl braucht, trägt statt der Kartengröße probeweise einen kleineren Wert ein und nähert sich so an – 1.000 Fotos à 15 MB etwa passen exakt auf 15 GB, 5.000 Smartphone-Fotos à 5 MB auf 25 GB.