Überblick
Was ist der Gegenlicht-Belichtung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Aus dem Kontrastumfang zwischen hellem Hintergrund und dunklerem Hauptmotiv leitet der Gegenlicht-Belichtung-Rechner eine praktikable Belichtungskorrektur in EV ab. Das ist besonders nützlich, wenn Motive vor hellem Himmel, einer Sonnenkante oder einem Fenster stehen und bei automatischer Matrixmessung sonst zu dunkel ausfallen.
Du stufst Motiv- und Hintergrundhelligkeit in je fünf Stufen ein und wählst den gewünschten Effekt – Silhouette, HDR/Aufhellblitz oder natürliches Gegenlicht –, und der Rechner zeigt, um wie viele EV du gegenüber dem Kamera-Vorschlag aufhellen oder abdunkeln solltest.
Dabei spielen die Messmethode, die Dynamikgrenze des Sensors und die gewünschte Gesichtszeichnung zusammen, denn Gegenlicht hat keine pauschale Plus-EV-Antwort.
Die berechnete Korrektur überträgt sich auf Verschlusszeit, Blende oder ISO und sollte anschließend per Histogramm und Highlight-Warnung kontrolliert werden, um ausgefressene Lichter oder absaufende Schatten zu vermeiden.
Eine Grenze gehört von Anfang an dazu: Der Rechner ist auf den klassischen Gegenlichtfall zugeschnitten, bei dem der Hintergrund heller ist als das Motiv.
Kehrst du das Verhältnis um und stufst ein sehr helles Motiv vor sehr dunklem Hintergrund ein, meldet er einen Dynamikumfang von −9 EV und eine Korrektur von −2 EV.
Die Richtung stimmt, der Betrag ist jedoch gekappt: Für natürliches Gegenlicht begrenzt der Rechner die Korrektur nach unten auf −2 EV, auch wenn die eingestufte Differenz rechnerisch weiter reichen würde.
Bei angestrahlten Motiven vor dunklem Grund gibt die Zahl deshalb eher die Richtung vor, als dass sie ein fertiger Einstellwert wäre.