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Eigenwerte berechnen: Eigenvektoren und Polynom für 2x2- und 3x3-Matrizen

MathematikStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Berechnet die Eigenwerte und Eigenvektoren einer 2x2- oder 3x3-Matrix über das charakteristische Polynom. Zeigt Spur- und Determinantenprobe sowie die Diagonalisierbarkeit an.

Eigenwerte und Eigenvektoren für 2x2- und 3x3-Matrizen berechnen

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Eigenwerte berechnen: Eigenvektoren und Polynom für 2x2- und 3x3-Matrizen?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Eigenwerte-Rechner bestimmt die Eigenwerte und Eigenvektoren einer quadratischen Matrix der Groesse 2x2 oder 3x3. Eigenwerte beantworten die Frage, um welchen Faktor ein Vektor bei der linearen Abbildung A gestreckt oder gestaucht wird, ohne seine Richtung zu aendern.

Die zugehoerigen Eigenvektoren beschreiben die Richtungen, in denen diese reine Skalierung stattfindet.

Formal loest der Rechner die Gleichung Av = lambda v, indem er das charakteristische Polynom det(A - lambda I) = 0 aufstellt und dessen Nullstellen berechnet.

Fuer eine 2x2-Matrix ergibt sich eine quadratische Gleichung mit hoechstens zwei Loesungen, fuer eine 3x3-Matrix eine kubische Gleichung mit hoechstens drei Loesungen. Die Eigenwerte koennen reell oder komplex konjugiert auftreten.

Jeder Eigenwert liefert ueber das Gleichungssystem (A - lambda I)v = 0 den zugehoerigen Eigenvektor beziehungsweise einen Eigenraum.

Der Rechner zeigt zusaetzlich Spur und Determinante als Kontrollgroessen: Die Spur gleicht der Eigenwert-Summe, die Determinante dem Eigenwert-Produkt.

Zusammen mit dem Diagonalisierbarkeits-Hinweis bietet er damit alle Informationen, die in der linearen Algebra fuer Stabilitaetsanalysen, Hauptachsentransformationen und Schwingungsberechnungen benoetigt werden. Eigenwertproblem: Vektor v wird durch Matrix A nur skaliert, nicht gedreht, mit Eigenwert lambda als Streckfaktor

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Waehle zuerst die Dimension: 2x2 oder 3x3. Im 2x2-Modus genuegen die vier Eintraege a11, a12, a21, a22.

Die Felder der dritten Zeile und Spalte werden ignoriert. Im 3x3-Modus traegst du alle neun Matrixeintraege ein. Die Nummerierung folgt der ueblichen Konvention: a_ij steht in Zeile i und Spalte j. Dezimalzahlen und negative Werte sind zulaessig.

Der Regler Nachkommastellen bestimmt, wie viele Dezimalstellen in den Ergebnissen angezeigt werden.

Fuer Matrizen mit ganzzahligen Eintraegen reichen zwei bis vier Stellen, bei Dezimalmatrizen aus der Statistik oder Physik empfehlen sich sechs bis acht.

Beispiel: Fuer die symmetrische Matrix [[2, 1], [1, 2]] ergibt der Rechner die Eigenwerte lambda_1 = 3 und lambda_2 = 1. Aenderst du einen einzelnen Eintrag, aktualisiert sich das gesamte Ergebnis sofort.

Achte darauf, die Matrix korrekt zeilenweise zu lesen: a11 ist oben links, a22 in der Mitte (bei 2x2 unten rechts), a33 unten rechts.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Das charakteristische Polynom entsteht aus det(A - lambda I) = 0. Fuer eine 2x2-Matrix [[a, b], [c, d]] lautet es lambda^2 - (a + d) lambda + (ad - bc) = 0.

Die Koeffizienten sind Spur (a + d) und Determinante (ad - bc). Die Loesungen folgen aus der p-q-Formel: lambda = (Spur +/- Wurzel(Spur^2 - 4 det)) / 2. Ist die Diskriminante Spur^2 - 4 det negativ, entstehen konjugiert komplexe Eigenwerte.

Fuer eine 3x3-Matrix ergibt sich ein kubisches Polynom lambda^3 - c2 lambda^2 + c1 lambda - c0 = 0, wobei c2 = Spur(A), c1 = Summe der 2x2-Hauptminoren und c0 = det(A).

Der Rechner loest dieses Polynom mit Cardanos Methode: Nach einer Substitution lambda = t + Spur/3 entsteht ein deprimiertes kubisches Polynom t^3 + At + B = 0.

Je nach Vorzeichen der Diskriminante D = B^2/4 + A^3/27 liegen drei reelle Wurzeln (trigonometrischer Weg) oder ein reeller und zwei konjugiert komplexe Eigenwerte vor. Formeln: Charakteristisches Polynom einer 2x2- und 3x3-Matrix mit Diskriminantenregel Den Eigenvektor v zu einem Eigenwert lambda bestimmt der Rechner durch Loesen von (A - lambda I) v = 0 per Gauss-Elimination.

Die Spurprobe bestaetigt Spur = Summe der Eigenwerte, die Determinantenprobe det = Produkt der Eigenwerte.

Eigenwertformeln: Spur, Determinante und quadratische Eigenwertgleichung fuer 2x2-Matrizen.
Formeln des Eigenwerte-Rechners: Spur, Determinante und Eigenwerte einer 2x2-Matrix.

Nachschlagen

Eigenwerte spezieller Matrixtypen: Eigenschaften und Besonderheiten

Verschiedene Matrixtypen haben charakteristische Eigenwert-Eigenschaften, die Berechnung und Interpretation vereinfachen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Typen fuer 2x2- und 3x3-Matrizen zusammen.

Matrixtypen und ihre Eigenwert-Eigenschaften: Eigenwertlage, Eigenvektoren und Diagonalisierbarkeit
MatrixtypEigenwerteEigenvektorenDiagonalisierbarBeispiel (2x2)
Symmetrisch (A = A^T)Immer reellOrthogonal zueinanderImmer[[2, 1], [1, 2]] → λ = 3, 1
Antisymmetrisch (A = −A^T)Rein imaginär oder 0Komplex konjugiertImmer (über ℂ)[[0, −1], [1, 0]] → λ = ±i
Orthogonal (A^T A = I)|λ| = 1Komplex, unitärImmer (über ℂ)[[0, −1], [1, 0]] → λ = ±i
Obere/untere DreiecksmatrixDiagonaleinträgeAbhängig von StrukturNicht immer[[3, 1], [0, 5]] → λ = 3, 5
DiagonalmatrixDiagonaleinträgeKanonische EinheitsvektorenImmer[[4, 0], [0, 7]] → λ = 4, 7
Einheitsmatrix (I)Alle gleich 1Jeder VektorImmer[[1, 0], [0, 1]] → λ = 1, 1
Nilpotent (A^k = 0)Alle gleich 0Abhängig von StrukturNur wenn A = 0[[0, 1], [0, 0]] → λ = 0, 0
Idempotent (A² = A)Nur 0 oder 1Abhängig von RangImmer[[1, 0], [0, 0]] → λ = 1, 0
Positiv definitAlle positivOrthogonal (wenn symmetrisch)Immer (wenn symmetrisch)[[2, 1], [1, 2]] → λ = 3, 1
Singulär (det = 0)Mindestens ein λ = 0Kern ist nicht trivialNicht immer[[1, 2], [2, 4]] → λ = 5, 0

Symmetrische Matrizen sind der wichtigste Sonderfall: Ihre Eigenwerte sind immer reell, die Eigenvektoren stehen senkrecht aufeinander (Spektralsatz). Der Rechner prüft Spur- und Determinantenprobe automatisch: Spur = Summe der Eigenwerte, Determinante = Produkt der Eigenwerte.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Eigenwerte berechnen: Eigenvektoren und Polynom für 2x2- und 3x3-Matrizen

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist ein Eigenwert und was ein Eigenvektor?

Ein Eigenwert lambda einer quadratischen Matrix A ist eine Zahl, fuer die ein Vektor v ungleich dem Nullvektor existiert, sodass A mal v gleich lambda mal v gilt. Dieser Vektor v heisst Eigenvektor.

Anschaulich bedeutet das: Die lineare Abbildung A streckt oder staucht den Eigenvektor nur, ohne seine Richtung zu aendern. Der Eigenwert gibt den Faktor dieser Skalierung an. Ein positiver Eigenwert erhalt die Richtung, ein negativer kehrt sie um.

Ein Eigenwert von null bedeutet, dass der Eigenvektor durch die Abbildung auf den Nullvektor abgebildet wird, die Matrix also singulaer ist. Jede nxn-Matrix hat hoechstens n Eigenwerte, gezaehlt mit algebraischer Vielfachheit.

Die Eigenwert-Eigenvektor-Paare bilden die Grundlage fuer Diagonalisierung, Stabilitaetsanalysen und Hauptachsentransformationen in Physik, Statistik und Ingenieurwesen.

Wie bestimmt man das charakteristische Polynom?

Das charakteristische Polynom ergibt sich aus der Bedingung det(A minus lambda mal I) gleich null, wobei I die Einheitsmatrix ist.

Fuer eine 2x2-Matrix mit Eintraegen a, b, c, d lautet es lambda hoch 2 minus (a plus d) mal lambda plus (a mal d minus b mal c) gleich null. Die Koeffizienten sind Spur und Determinante.

Fuer eine 3x3-Matrix entsteht ein kubisches Polynom dritten Grades mit den Koeffizienten Spur, Summe der 2x2-Hauptminoren und Determinante. Der Rechner stellt dieses Polynom in lesbarer Form dar und loest es anschliessend.

Die Nullstellen des charakteristischen Polynoms sind die Eigenwerte. Die Vielfachheit einer Nullstelle heisst algebraische Vielfachheit und bestimmt, wie oft der Eigenwert im Polynom vorkommt.

Fuer die 2x2-Matrix [[2, 1], [1, 2]] lautet das Polynom lambda hoch 2 minus 4 lambda plus 3 gleich null, mit den Nullstellen 3 und 1.

Kann eine Matrix komplexe Eigenwerte haben?

Ja, reelle Matrizen koennen konjugiert komplexe Eigenwerte besitzen. Das tritt auf, wenn die Diskriminante des charakteristischen Polynoms negativ ist.

Bei einer 2x2-Matrix geschieht das, wenn die Spur hoch 2 kleiner ist als das Vierfache der Determinante.

Beispiel: Die Rotationsmatrix [[0, minus 1], [1, 0]] hat die Eigenwerte i und minus i, weil sie jeden Vektor um 90 Grad dreht statt ihn zu strecken.

Komplexe Eigenwerte treten immer paarweise als Konjugierte auf, solange die Matrix reelle Eintraege hat. In der Praxis signalisieren komplexe Eigenwerte eine Drehkomponente in der linearen Abbildung.

Bei einer 3x3-Matrix koennen ein reeller und zwei konjugiert komplexe Eigenwerte vorkommen. Der Rechner kennzeichnet komplexe Eigenwerte explizit und berechnet die zugehoerigen komplexen Eigenvektoren.

Was bedeutet Diagonalisierbarkeit einer Matrix?

Eine nxn-Matrix heisst diagonalisierbar, wenn n linear unabhaengige Eigenvektoren existieren.

In diesem Fall laesst sich die Matrix als P mal D mal P invers schreiben, wobei D die Diagonalmatrix der Eigenwerte ist und P die Matrix aus den Eigenvektoren. Matrizen mit n verschiedenen Eigenwerten sind immer diagonalisierbar.

Symmetrische Matrizen sind ebenfalls immer diagonalisierbar, weil ihre Eigenvektoren orthogonal zueinander stehen.

Problematisch wird es bei Doppeleigenwerten: Die Matrix [[2, 1], [0, 2]] hat den Doppeleigenwert 2, aber nur einen linear unabhaengigen Eigenvektor (1, 0).

Die geometrische Vielfachheit eins ist kleiner als die algebraische Vielfachheit zwei, daher ist sie defekt und nicht diagonalisierbar. Der Rechner prueft diese Bedingung automatisch und gibt das Ergebnis als Hinweis aus.

Wie pruefe ich, ob die berechneten Eigenwerte korrekt sind?

Zwei Kontrollgroessen stehen zur Verfuegung: die Spurprobe und die Determinantenprobe. Die Spur einer Matrix, also die Summe der Diagonaleintraege, muss exakt der Summe aller Eigenwerte entsprechen.

Die Determinante muss dem Produkt aller Eigenwerte entsprechen. Fuer die Matrix [[2, 1], [1, 2]] mit den Eigenwerten 3 und 1 gilt: Spur 4 gleich 3 plus 1, Determinante 3 gleich 3 mal 1. Stimmt eine der beiden Proben nicht, liegt ein Rechenfehler vor.

Zusaetzlich kann man die Eigenvektor-Gleichung pruefen: Multipliziert man die Matrix mit dem berechneten Eigenvektor, muss das Ergebnis gleich dem Eigenwert mal dem Eigenvektor sein.

Der Rechner fuehrt beide Proben automatisch durch und zeigt sie im Ergebnis an. Bei konjugiert komplexen Eigenwerten gilt die Spur- und Determinantenprobe ebenfalls, weil sich die Imaginaerteile der konjugierten Paare in der Summe aufheben.

Welche Sonderfaelle treten bei der Eigenwertberechnung auf?

Vier Sonderfaelle verdienen besondere Aufmerksamkeit. Erstens: Dreiecksmatrizen, also obere oder untere Dreiecksmatrizen, verraten ihre Eigenwerte direkt auf der Diagonalen, weil das charakteristische Polynom in Linearfaktoren zerfaellt.

Zweitens: Singulaere Matrizen haben mindestens einen Eigenwert null, weil ihre Determinante null ist. Der Nulleigenwert zeigt an, dass die Abbildung nicht umkehrbar ist.

Drittens: Die Einheitsmatrix hat den Eigenwert 1 mit maximaler Vielfachheit, und jeder Vektor ist ein Eigenvektor. Viertens: Nilpotente Matrizen, deren Potenzen irgendwann die Nullmatrix ergeben, haben ausschliesslich den Eigenwert null.

Beispiel: [[0, 1], [0, 0]] hat den Doppeleigenwert null, ist aber nicht die Nullmatrix. Der Rechner erkennt diese Faelle automatisch und passt den Diagonalisierbarkeits-Hinweis entsprechend an.

Was unterscheidet algebraische und geometrische Vielfachheit?

Die algebraische Vielfachheit eines Eigenwerts ist seine Vielfachheit als Nullstelle des charakteristischen Polynoms. Ein Doppeleigenwert hat die algebraische Vielfachheit zwei, ein dreifacher die Vielfachheit drei.

Die geometrische Vielfachheit ist die Dimension des Eigenraums, also die Anzahl linear unabhaengiger Eigenvektoren zu diesem Eigenwert. Die geometrische Vielfachheit ist immer kleiner oder gleich der algebraischen.

Sind beide gleich, ist die Matrix bezueglich dieses Eigenwerts nicht defekt. Fuer die Diagonalisierbarkeit muessen algebraische und geometrische Vielfachheit fuer jeden Eigenwert uebereinstimmen.

Beispiel: [[2, 0], [0, 2]] hat den Doppeleigenwert 2 mit geometrischer Vielfachheit 2, ist also diagonalisierbar. Dagegen hat [[2, 1], [0, 2]] den Doppeleigenwert 2 mit geometrischer Vielfachheit nur 1 und ist defekt.

Wofuer braucht man Eigenwerte in der Praxis?

In der Mechanik bestimmen die Eigenwerte der Steifigkeitsmatrix die Eigenfrequenzen eines schwingfaehigen Systems. Die Quadratwurzeln der Eigenwerte ergeben die Kreisfrequenzen, die Eigenvektoren die zugehoerigen Schwingungsformen.

In der Statistik bilden die Eigenwerte der Kovarianzmatrix die Grundlage der Hauptkomponentenanalyse: Der groesste Eigenwert zeigt die Richtung maximaler Varianz, der kleinste die geringste Streuung.

In der Stabilitaetsanalyse dynamischer Systeme entscheiden die Eigenwerte der Systemmatrix, ob ein Gleichgewicht stabil ist: Alle reellen Teile negativ bedeuten Stabilitaet, ein positiver Realteil zeigt Instabilitaet an.

In der Bildverarbeitung beschreibt die Eigenwertzerlegung einer Transformationsmatrix Skalierung und Drehung einer Abbildung. Und in der Quantenmechanik sind die Eigenwerte hermitescher Operatoren die messbaren physikalischen Groessen.

Wie berechnet man die Eigenvektoren einer 2x2-Matrix?

Nachdem die Eigenwerte als Nullstellen des charakteristischen Polynoms bestimmt sind, wird fuer jeden Eigenwert lambda das homogene Gleichungssystem (A minus lambda mal I) mal v = 0 geloest.

Fuer die Matrix A = [[4, 2], [1, 3]] ergibt das charakteristische Polynom lambda hoch 2 minus 7 lambda plus 10 = 0 die Eigenwerte lambda_1 = 5 und lambda_2 = 2.

Fuer lambda_1 = 5 lautet das Gleichungssystem (A minus 5I) mal v = 0, also [[-1, 2], [1, -2]] mal v = 0. Die erste Zeile liefert minus v_1 plus 2 v_2 = 0, also v_1 = 2 v_2.

Mit v_2 = 1 erhaelt man den Eigenvektor v_1 = (2, 1), der Rechner normiert ihn auf (1, 0,5). Fuer lambda_2 = 2 ergibt sich [[2, 2], [1, 1]] mal v = 0, also v_1 plus v_2 = 0, was den Eigenvektor v_2 = (1, minus 1) liefert.

Die Probe bestaetigt: A mal (2, 1) = (10, 5) = 5 mal (2, 1), und A mal (1, minus 1) = (2, minus 2) = 2 mal (1, minus 1). Die Spur 7 = 5 + 2 und die Determinante 10 = 5 mal 2 stimmen ebenfalls.

Der Rechner fuehrt diesen Prozess automatisch durch und zeigt Eigenvektoren, Polynom sowie Spur- und Determinantenprobe uebersichtlich an.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Kontrolliere das Ergebnis ueber Spur und Determinante: Die Spur muss exakt der Summe aller Eigenwerte entsprechen, die Determinante ihrem Produkt. Fuer die symmetrische Matrix [[2, 1], [1, 2]] heisst das: Spur = 4 = 3 + 1 und det = 3 = 3 mal 1.

Beide Proben bestehen, also sind die Eigenwerte korrekt. Symmetrische Matrizen (a_ij = a_ji) haben stets reelle Eigenwerte und orthogonale Eigenvektoren. Antisymmetrische Matrizen (a_ij = -a_ji) besitzen rein imaginaere oder null Eigenwerte.

Dreiecksmatrizen (alle Eintraege ober- oder unterhalb der Diagonalen sind null) verraten ihre Eigenwerte direkt als Diagonaleintraege.

Pruefe bei einem Doppeleigenwert immer, ob die geometrische Vielfachheit gleich der algebraischen ist: Ist der Eigenraum nur eindimensional bei algebraischer Vielfachheit zwei, ist die Matrix defekt und nicht diagonalisierbar.

Fuer weitergehende Matrizenoperationen wie Determinante, Inverse und Rang steht der Matrix-Rechner bereit.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Anwendungsfall Schwingungsanalyse: Ein Ingenieur untersucht ein gekoppeltes Federsystem mit der Steifigkeitsmatrix K = [[3, -1], [-1, 3]]. Er gibt die Matrix im 2x2-Modus ein und liest die Eigenwerte ab: lambda_1 = 4 und lambda_2 = 2.

Die Eigenfrequenzen des Systems berechnen sich als Wurzel der Eigenwerte: omega_1 = 2 und omega_2 = Wurzel(2) ≈ 1,4142. Der Eigenvektor v_1 = (1, -1) beschreibt die gegenphasige Schwingung beider Massen, v_2 = (1, 1) die gleichphasige Bewegung.

Damit kennt der Ingenieur die Eigenformen und kann pruefen, ob eine aeussere Anregungsfrequenz eine Resonanz ausloest. Zweiter Anwendungsfall Hauptachsentransformation: Die symmetrische Matrix [[5, 2], [2, 2]] beschreibt eine Ellipse.

Die Eigenwerte lambda_1 = 6 und lambda_2 = 1 liefern die Halbachsenlaengen a = 1/Wurzel(1) = 1 und b = 1/Wurzel(6) ≈ 0,408.

Die Eigenvektoren geben die Richtungen der Hauptachsen an, sodass die Ellipsengleichung in ein achsenparalleles Koordinatensystem transformiert werden kann.

Der Rechner bestaetigt die Diagonalisierbarkeit und liefert die Transformationsmatrix direkt ueber die normierten Eigenvektoren. Schwingungsanalyse: Gekoppeltes Federsystem mit Eigenfrequenzen und Eigenformen aus der Steifigkeitsmatrix

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der haeufigste Fehler ist das Vertauschen von Zeile und Spalte beim Eintragen der Matrix: a12 steht in Zeile 1 und Spalte 2, nicht umgekehrt. Ein vertauschtes Vorzeichen in a12 oder a21 kann bei einer ansonsten symmetrischen Matrix zu komplexen statt reellen Eigenwerten fuehren und das Ergebnis vollstaendig verfaelschen.

Ein zweiter Irrtum betrifft die Verwechslung von Eigenwert und Eigenvektor: Der Eigenwert ist eine Zahl (der Skalierungsfaktor), der Eigenvektor eine Richtung.

Drittens wird bei Doppeleigenwerten faelschlicherweise angenommen, die Matrix sei immer diagonalisierbar. Gegenbeispiel: [[2, 1], [0, 2]] hat den Doppeleigenwert 2, aber nur einen linear unabhaengigen Eigenvektor (1, 0). Die Matrix ist defekt.

Viertens fuehrt eine falsche Interpretation der Diskriminante dazu, komplexe Eigenwerte als Rechenfehler zu werten, obwohl sie fuer antisymmetrische oder Rotationsmatrizen voellig korrekt sind.

Fuenftens wird bei der 3x3-Berechnung vergessen, alle neun Eintraege korrekt zu uebertragen, was die Determinante verfaelscht und damit alle Eigenwerte verschiebt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Eigenwerte-Rechner berechnet Eigenwerte, Eigenvektoren und das charakteristische Polynom fuer 2x2- und 3x3-Matrizen. Pruefe das Ergebnis ueber die Spurprobe (Spur = Summe der Eigenwerte) und die Determinantenprobe (det = Produkt der Eigenwerte).

Symmetrische Matrizen liefern stets reelle Eigenwerte und orthogonale Eigenvektoren, Dreiecksmatrizen verraten ihre Eigenwerte auf der Diagonalen.

Bei Doppeleigenwerten pruefen, ob die geometrische Vielfachheit stimmt: Nur dann ist die Matrix diagonalisierbar. Weitergehende Operationen wie Inverse und Rang bietet der Matrix-Rechner. Fuer die Berechnung einzelner Vektoroperationen steht der Vektor-Rechner bereit.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Eigenwerte: lambda_1 = 5, lambda_2 = 2. Eigenvektoren: v_1 = (1, 0.5), v_2 = (1, -1). Polynom: lambda^2 - 7 lambda + 10 = 0. Spur 7 = 5 + 2, det 10 = 5 * 2. Diagonalisierbar.

2x2-Matrix mit Eigenvektoren: [[4, 2], [1, 3]]

dimension
2
a11
4
a12
2
a21
1

Weitere 7 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Eigenwerte: 5, 3, 2. Eigenvektoren: (0, 0, 1), (0, 1, 0), (1, 0, 0). Polynom: lambda^3 - 10 lambda^2 + 31 lambda - 30 = 0.

3x3-Diagonalmatrix: Eigenwerte auf der Diagonalen

dimension
3
a11
2
a12
0
a13
0

Weitere 7 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Eigenwerte: lambda_1 = i, lambda_2 = -i. Polynom: lambda^2 + 1 = 0. Komplexe Eigenvektoren.

2x2-Rotationsmatrix mit komplexen Eigenwerten

dimension
2
a11
0
a12
-1
a21
1

Weitere 7 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Eigenwerte: lambda_1 = 2, lambda_2 = 2. Eigenvektor: v = (1, 0). Polynom: lambda^2 - 4 lambda + 4 = 0. Nicht diagonalisierbar.

Defekte 2x2-Matrix: doppelter Eigenwert, nicht diagonalisierbar

dimension
2
a11
2
a12
1
a21
0

Weitere 7 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Mathematische Standardformeln, ISO 80000-2

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Mathematik / Algebra
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitaets- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Eigenwerte berechnen: Eigenvektoren und Polynom für 2x2- und 3x3-Matrizen. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/eigenwerte-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Eigenwerte berechnen: Eigenvektoren und Polynom für 2x2- und 3x3-Matrizen. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/eigenwerte-rechner

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