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Komplexe-Zahlen-Rechner: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division

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Kurzantwort

Der Komplexe-Zahlen-Rechner führt vier Grundrechenarten auf zwei komplexen Zahlen z₁ und z₂ durch: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Zusätzlich berechnet er Betrag (Abstand zum Ursprung in der Gauß-Ebene), Argument (Winkel zur positiven reellen Achse in Grad), die Polarform und die konjugiert komplexe Zahl des Ergebnisses.

Komplexe Zahlen addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren – mit Betrag

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was sind komplexe Zahlen?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Komplexe Zahlen erweitern die reellen Zahlen um die imaginäre Einheit i mit der Eigenschaft i² = −1. Jede komplexe Zahl hat die Form z = a + bi, wobei a der Realteil und b der Imaginärteil ist.

Der Komplexe-Zahlen-Rechner führt die vier Grundrechenarten auf zwei komplexen Zahlen durch und zeigt zusätzlich Betrag, Argument, Polarform und konjugiert komplexe Zahl des Ergebnisses.

Komplexe Zahlen begegnen uns in der Elektrotechnik bei der Berechnung von Wechselstromkreisen, in der Signalverarbeitung bei der Fourier-Transformation, in der Quantenmechanik und in der Regelungstechnik.

In der Mathematik sind sie unverzichtbar für den Fundamentalsatz der Algebra, der besagt, dass jedes Polynom vom Grad n genau n Nullstellen in den komplexen Zahlen besitzt.

Auch quadratische Gleichungen mit negativer Diskriminante liefern komplexe Lösungen, die der Quadratische-Gleichung-Rechner als Sonderfall ausgibt.

Der Rechner macht diese Zusammenhänge direkt zugänglich: Du gibst Real- und Imaginärteil beider Zahlen ein, wählst die Operation und liest das Ergebnis in kartesischer und polarer Darstellung ab. Gauß-Ebene mit z1 = 3 + 4i und z2 = 1 − 2i sowie deren Summe 4 + 2i als Vektoren vom Ursprung Vier Grundrechenarten für komplexe Zahlen mit Formeln und Beispielen

Eingaben

Zwei komplexe Zahlen eingeben: Realteil, Imaginärteil und Operation

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Trage den Realteil und den Imaginärteil der ersten komplexen Zahl z₁ in die Felder ein, dann den Realteil und den Imaginärteil der zweiten komplexen Zahl z₂. Negative Imaginärteile erzeugen Zahlen wie 1 − 2i.

Wähle anschließend die gewünschte Operation: Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division. Ein typischer Fehler ist, das Vorzeichen des Imaginärteils zu vergessen: Für z = 3 − 4i muss der Imaginärteil als −4 eingetragen werden, nicht als 4.

Bei der Division darf z₂ nicht die Nullzahl 0 + 0i sein, weil die Division durch null nicht definiert ist. Für rein reelle Zahlen setze den Imaginärteil auf 0, für rein imaginäre Zahlen den Realteil auf 0.

Praxisfälle

Komplexe Zahlen berechnen: acht typische Aufgaben mit Lösung

Jeder Fall zeigt Eingabe und Ergebnis aus der echten Rechenfunktion – von Betrag und Argument über Konjugation bis zur Wurzel aus einer negativen Zahl.

  1. Betrag von 3 + 4i berechnen

    „Wie hoch ist der Betrag von 3 + 4i?“

    Eingabe
    z₁ = 3 + 4i, z₂ = 0 + 0i, Operation: Addition
    Ergebnis
    Betrag |z| = 5 (√(3² + 4²) = √25 = 5)
  2. Argument im zweiten Quadranten: −3 + 4i

    „Welches Argument hat −3 + 4i?“

    Eingabe
    z₁ = −3 + 4i, z₂ = 0 + 0i, Operation: Addition
    Ergebnis
    Argument φ = 126,87° (negativer Realteil → zweiter Quadrant, nicht einfach arctan(4/−3))
  3. Polarform von 3 + 4i ermitteln

    „Wie lautet die Polarform von 3 + 4i?“

    Eingabe
    z₁ = 3 + 4i, z₂ = 0 + 0i, Operation: Addition
    Ergebnis
    5 · (cos 53,13° + i · sin 53,13°)
  4. Konjugiert komplexe Zahl zu 5 − 2i bilden

    „Wie lautet die konjugiert komplexe Zahl zu 5 − 2i?“

    Eingabe
    z₁ = 5 − 2i, z₂ = 0 + 0i, Operation: Addition
    Ergebnis
    z̄ = 5 + 2i (Imaginärteil wechselt das Vorzeichen)
  5. i² berechnen: die Grunddefinition prüfen

    „Was ist i hoch 2 (i²)?“

    Eingabe
    z₁ = 0 + 1i, z₂ = 0 + 1i, Operation: Multiplikation
    Ergebnis
    i² = −1 + 0i (Definition der imaginären Einheit)
  6. Kehrwert von 2 + 3i per Division bestimmen

    „Wie lautet der Kehrwert einer komplexen Zahl wie 2 + 3i?“

    Eingabe
    z₁ = 1 + 0i, z₂ = 2 + 3i, Operation: Division
    Ergebnis
    1 / (2 + 3i) = 0,1538 − 0,2308i
  7. Wurzel aus −4: warum sie 2i ergibt

    „Was ist die Wurzel aus einer negativen Zahl wie −4?“

    Eingabe
    z₁ = 0 + 2i, z₂ = 0 + 2i, Operation: Multiplikation
    Ergebnis
    2i · 2i = −4 + 0i, also ist 2i die Wurzel aus −4
  8. Zwei komplexe Zahlen addieren: 3 + 4i und 1 − 2i

    „Wie addiert man 3 + 4i und 1 − 2i?“

    Eingabe
    z₁ = 3 + 4i, z₂ = 1 − 2i, Operation: Addition
    Ergebnis
    4 + 2i (Realteile und Imaginärteile je einzeln addiert)

Berechnung

Komplexe Zahlen addieren, multiplizieren und dividieren: Formel und Rechenweg

Verstehe den Formelweg.

Die vier Grundrechenarten für z₁ = a + bi und z₂ = c + di: Addition und Subtraktion erfolgen komponentenweise: (a + bi) ± (c + di) = (a ± c) + (b ± d)i. Bei der Multiplikation wird das Distributivgesetz angewendet und i² = −1 eingesetzt: (a + bi) · (c + di) = (ac − bd) + (ad + bc)i.

Beispiel: (3 + 4i) · (1 − 2i) = (3 + 8) + (−6 + 4)i = 11 − 2i. Bei der Division wird mit dem konjugiert Komplexen des Nenners erweitert, sodass der Nenner reell wird: (a + bi) / (c + di) = (a + bi)(c − di) / (c² + d²).

Der Betrag berechnet sich als |z| = √(a² + b²), das Argument als φ = arctan(b/a) in Grad. Die Polarform stellt das Ergebnis als r · (cos φ + i · sin φ) dar, wobei r der Betrag und φ das Argument ist.

Die konjugiert komplexe Zahl entsteht durch Vorzeichenwechsel des Imaginärteils: z̄ = a − bi.

Für Multiplikation und Division ist die Polarform besonders praktisch: Beim Multiplizieren werden die Beträge multipliziert und die Argumente addiert, beim Dividieren die Beträge dividiert und die Argumente subtrahiert.

Nachschlagen

Rechenoperationen mit komplexen Zahlen

Übersicht der vier Grundrechenarten für komplexe Zahlen z₁ = a + bi und z₂ = c + di sowie Betrag, Argument und konjugiert komplexe Zahl.

Formeln für Operationen auf komplexen Zahlen
OperationFormelBeispiel (z₁ = 3+4i, z₂ = 1−2i)Ergebnis
Addition(a+c) + (b+d)i(3+1) + (4+(−2))i4 + 2i
Subtraktion(a−c) + (b−d)i(3−1) + (4−(−2))i2 + 6i
Multiplikation(ac−bd) + (ad+bc)i(3·1−4·(−2)) + (3·(−2)+4·1)i11 − 2i
Division(ac+bd)/(c²+d²) + (bc−ad)/(c²+d²)·i(3−8)/5 + (4+6)/5·i−1 + 2i
Betrag |z|√(a² + b²)√(3² + 4²)5
Argument φarctan(b / a)arctan(4 / 3)53,13°
Konjugiert z̄a − bi3 − 4i3 − 4i
Polarformr · (cos φ + i · sin φ)5 · (cos 53,13° + i · sin 53,13°)5∠53,13°

Bei der Division muss der Nenner z₂ ≠ 0 sein. Das Argument wird im Bereich −180° < φ ≤ 180° angegeben.

Potenzen der imaginären Einheit i: der 4er-Zyklus

Die Potenzen von i wiederholen sich mit einer Periode von 4 – ein fester Nachschlagewert, den der Rechner selbst nicht als eigenen Modus anbietet (nur Grundrechenarten).

Potenzen von i von i⁰ bis i⁸
PotenzWertHerleitung
i⁰1Jede Zahl hoch 0 ist 1
i¹iDefinition der imaginären Einheit
i²−1Grunddefinition: i² = −1
i³−ii² · i = (−1) · i = −i
i⁴1i² · i² = (−1) · (−1) = 1
i⁵ii⁴ · i = 1 · i = i (Zyklus beginnt erneut)
i⁶−1i⁴ · i² = 1 · (−1) = −1
i⁷−ii⁴ · i³ = 1 · (−i) = −i
i⁸1(i⁴)² = 1² = 1

Allgemein gilt: Um iⁿ zu bestimmen, teile n durch 4 und nutze nur den Rest r (iⁿ = iʳ), weil sich der Zyklus alle 4 Potenzen wiederholt.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu komplexen Zahlen

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist eine komplexe Zahl?

Eine komplexe Zahl besteht aus einem Realteil und einem Imaginärteil und wird als z = a + bi geschrieben, wobei i die imaginäre Einheit mit der Eigenschaft i² = −1 ist.

Der Realteil a verhält sich wie eine gewöhnliche reelle Zahl, der Imaginärteil b gibt an, wie viele Vielfache von i hinzukommen.

Komplexe Zahlen erweitern die reellen Zahlen, weil Gleichungen wie x² + 1 = 0 im Reellen keine Lösung besitzen, in den komplexen Zahlen aber die Lösungen x = i und x = −i liefern.

Grafisch lässt sich jede komplexe Zahl als Punkt in der Gauß'schen Zahlenebene darstellen, mit dem Realteil auf der waagerechten und dem Imaginärteil auf der senkrechten Achse: Für z = 3 + 4i liegt dieser Punkt bei den Koordinaten (3, 4).

Trage Real- und Imaginärteil in den Rechner ein, um Betrag, Argument und Polarform automatisch zu erhalten – bei rein reellen Zahlen genügt es, den Imaginärteil auf 0 zu setzen.

Wofür braucht man komplexe Zahlen?

Komplexe Zahlen lösen Gleichungen, die im Reellen unlösbar sind, etwa x² + 1 = 0, und bilden damit die Grundlage des Fundamentalsatzes der Algebra, nach dem jedes Polynom vom Grad n genau n komplexe Nullstellen besitzt.

In der Elektrotechnik beschreiben sie Wechselstromgrößen als Zeiger mit Betrag und Phasenwinkel: Eine Impedanz wie Z = 100 − 318,5i Ohm fasst Wirkwiderstand und Blindwiderstand in einer einzigen Rechengröße zusammen.

In der Signalverarbeitung macht die Fourier-Transformation Frequenzanteile eines Signals nur mit komplexen Zahlen sichtbar, und in der Quantenmechanik sind Wellenfunktionen grundsätzlich komplexwertig.

Auch die Regelungstechnik nutzt komplexe Zahlen, um die Stabilität von Systemen über die Lage von Polstellen in der komplexen Ebene zu prüfen.

Ohne komplexe Zahlen ließen sich diese Anwendungen in Ingenieurwesen, Physik, Signalverarbeitung und reiner Mathematik nicht einheitlich beschreiben – deshalb gehören sie seit dem 16. Jahrhundert zum festen mathematischen Handwerkszeug.

Was ist der Betrag einer komplexen Zahl?

Der Betrag |z| einer komplexen Zahl z = a + bi gibt den Abstand des zugehörigen Punkts vom Ursprung der Gauß'schen Zahlenebene an und berechnet sich nach dem Satz des Pythagoras als |z| = √(a² + b²).

Für z = 3 + 4i ergibt sich |z| = √(9 + 16) = √25 = 5, unabhängig davon, ob a oder b negativ sind, denn beide Werte werden quadriert. Der Betrag ist deshalb immer eine nicht-negative reelle Zahl, selbst wenn Real- und Imaginärteil negativ sind.

Anwendung findet der Betrag etwa in der Elektrotechnik als Scheinwiderstand einer Impedanz oder als Amplitude einer überlagerten Schwingung.

Trage die beiden Zahlenwerte in den Rechner ein und setze z₂ auf 0 + 0i mit der Operation Addition, wenn du nur den Betrag von z₁ allein ablesen möchtest – das Ergebnisfeld „Betrag“ zeigt den Wert direkt an, ohne dass du die Wurzel selbst ziehen musst.

Was ist das Argument einer komplexen Zahl?

Das Argument einer komplexen Zahl ist der Winkel φ zwischen der positiven reellen Achse und der Strecke vom Ursprung zum Punkt z in der Gauß'schen Zahlenebene, und der Rechner gibt diesen Winkel in Grad aus.

Für z = 3 + 4i beträgt das Argument arctan(4/3) ≈ 53,13°, weil beide Werte positiv sind und der Punkt im ersten Quadranten liegt.

Bei negativem Realteil reicht die einfache Arkustangens-Formel allein nicht aus: Für z = −3 + 4i liegt der Punkt im zweiten Quadranten, und das korrekte Argument beträgt 126,87°, nicht etwa −53,13°.

Deshalb berücksichtigt der Rechner intern automatisch den Quadranten über die Vorzeichen von Real- und Imaginärteil.

Das Argument ist besonders bei Multiplikation und Division nützlich, weil sich dort die Argumente addieren beziehungsweise subtrahieren, während sich die Beträge multiplizieren beziehungsweise dividieren.

Was ist die Polarform einer komplexen Zahl?

Die Polarform beschreibt eine komplexe Zahl nicht über Realteil und Imaginärteil, sondern über ihren Betrag r und ihr Argument φ in der Form z = r · (cos φ + i · sin φ).

Für z = 3 + 4i mit Betrag 5 und Argument 53,13° lautet die Polarform 5 · (cos 53,13° + i · sin 53,13°), was exakt denselben Punkt in der Gauß'schen Zahlenebene beschreibt wie die kartesische Schreibweise 3 + 4i.

Der Vorteil der Polarform zeigt sich bei Multiplikation und Division: Statt vier Einzelmultiplikationen wie bei der kartesischen Form werden einfach die Beträge multipliziert oder dividiert und die Argumente addiert oder subtrahiert.

Der Rechner berechnet die Polarform automatisch aus jedem Ergebnis, sodass ein manueller Wechsel zwischen den beiden Darstellungsformen nicht nötig ist – nur beim Betrag 0 ist das Argument mathematisch nicht eindeutig definiert.

Was bedeutet konjugiert komplex?

Die konjugiert komplexe Zahl zu z = a + bi ist z̄ = a − bi: Der Realteil bleibt unverändert, nur das Vorzeichen des Imaginärteils wechselt. Für z = 5 − 2i lautet die konjugiert komplexe Zahl also z̄ = 5 + 2i.

Multipliziert man eine komplexe Zahl mit ihrer eigenen Konjugierten, entsteht stets eine reelle Zahl: z · z̄ = a² + b², für z = 3 + 4i also 3² + 4² = 25.

Genau diese Eigenschaft nutzt der Rechner bei der Division, um den Nenner reell zu machen, bevor er den Bruch auflöst.

Geometrisch entspricht die Konjugation einer Spiegelung des Punkts an der reellen Achse in der Gauß'schen Zahlenebene: Der Betrag bleibt dabei unverändert, nur das Vorzeichen des Arguments kehrt sich um.

Wie addiert und subtrahiert man komplexe Zahlen?

Addition und Subtraktion komplexer Zahlen erfolgen komponentenweise, also getrennt für Real- und Imaginärteil: (a + bi) ± (c + di) = (a ± c) + (b ± d)i.

Für z₁ = 3 + 4i und z₂ = 1 − 2i ergibt die Addition 3 + 1 = 4 als Realteil und 4 + (−2) = 2 als Imaginärteil, also insgesamt 4 + 2i.

Bei der Subtraktion derselben beiden Zahlen entsteht dagegen 2 + 6i, weil der Imaginärteil von z₂ diesmal abgezogen statt addiert wird.

In der Gauß'schen Zahlenebene entspricht die Addition zweier komplexer Zahlen der Vektoraddition: Man hängt die beiden Pfeile vom Ursprung aneinander.

Ein häufiger Fehler ist, das Vorzeichen eines negativen Imaginärteils beim Subtrahieren zu übersehen – trage Zahlen wie 1 − 2i deshalb konsequent mit dem Minuszeichen im Imaginärteil-Feld ein.

Wie multipliziert man komplexe Zahlen?

Die Multiplikation zweier komplexer Zahlen folgt dem Distributivgesetz unter der Regel i² = −1: (a + bi) · (c + di) = (ac − bd) + (ad + bc)i.

Für z₁ = 3 + 4i und z₂ = 1 − 2i ergibt sich der Realteil als 3 · 1 − 4 · (−2) = 3 + 8 = 11 und der Imaginärteil als 3 · (−2) + 4 · 1 = −6 + 4 = −2, insgesamt also 11 − 2i.

Ein häufiger Fehler ist, den Term bd · i² als +bd statt als −bd zu behandeln, weil dabei das Minuszeichen aus i² = −1 verloren geht und sich das Vorzeichen im Realteil umdreht.

In Polarform lässt sich dieselbe Multiplikation einfacher ausführen: Die Beträge werden multipliziert und die Argumente addiert, was besonders bei mehrfachen Multiplikationen hintereinander Rechenaufwand spart.

Wie dividiert man komplexe Zahlen und was ist ihr Kehrwert?

Um durch eine komplexe Zahl zu teilen, erweitert man den Bruch mit der konjugiert komplexen Zahl des Nenners, damit dieser reell wird: (a + bi) / (c + di) = (a + bi)(c − di) / (c² + d²).

Für z₁ = 3 + 4i geteilt durch z₂ = 1 − 2i ergibt das (3 + 4i)(1 + 2i) / 5 = (−5 + 10i) / 5 = −1 + 2i.

Der Kehrwert einer komplexen Zahl ist der Spezialfall, bei dem z₁ = 1 + 0i gesetzt wird: Der Kehrwert von 2 + 3i beträgt zum Beispiel 0,1538 − 0,2308i, berechnet über dieselbe Erweiterungsformel.

Die Division ist nur definiert, wenn der Nenner nicht die Nullzahl 0 + 0i ist – in diesem Fall zeigt der Rechner keine Fehlermeldung, sondern gibt für Real- und Imaginärteil sowie Betrag jeweils 0 und für Polarform und Konjugierte einen leeren Wert zurück.

Was ist i² (i hoch 2) und wie hängt es mit der Wurzel aus negativen Zahlen zusammen?

Die imaginäre Einheit i ist so definiert, dass i² = −1 gilt – das ist die Grundannahme, auf der die gesamte Rechnung mit komplexen Zahlen aufbaut.

Im Rechner lässt sich das direkt nachprüfen: Trägst du für z₁ und z₂ jeweils 0 + 1i ein und wählst Multiplikation, liefert das Ergebnis −1 + 0i.

Aus i² = −1 folgt auch, warum die Wurzel aus einer negativen Zahl wie −4 keine reelle, aber eine komplexe Lösung hat: 2i mal 2i ergibt −4, also ist 2i die gesuchte Wurzel aus −4.

Die Potenzen von i wiederholen sich danach in einem Zyklus von vier: i¹ = i, i² = −1, i³ = −i, i⁴ = 1, und danach beginnt der Zyklus erneut.

Um eine hohe Potenz wie i¹⁷ zu bestimmen, genügt es, 17 durch 4 zu teilen und nur den Rest zu betrachten: i¹⁷ = i¹ = i.

Hinweise

Betrag, Argument und Polarform einer komplexen Zahl berechnen

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für die Einordnung des Ergebnisses hilft die Gauß-Ebene: Der Realteil liegt auf der horizontalen, der Imaginärteil auf der vertikalen Achse. Der Betrag ist der Abstand zum Ursprung, das Argument der Winkel zur positiven reellen Achse.

Wenn der Betrag des Produkts nicht gleich dem Produkt der Beträge ist, stimmt die Multiplikation nicht. Praxisbeispiel Elektrotechnik: Die Impedanz eines RC-Glieds ist Z = R + 1/(j omega C) = R − j/(omega C).

Mit R = 100 Ohm, omega = 314 rad/s und C = 10 μF ergibt sich Z = 100 − 318,5i Ohm. Der Betrag |Z| ≈ 333,8 Ohm ist der Scheinwiderstand, das Argument φ ≈ −72,6° die Phasenverschiebung.

Der Vektor-Rechner zeigt verwandte Operationen im reellen Vektorraum, und der Matrix-Rechner arbeitet mit Matrizen, deren Einträge ebenfalls komplex sein können.

Anwendung

Komplexe Zahlen in der Praxis: Elektrotechnik und Schwingungen

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall Wechselstromtechnik: Ein Kondensator mit C = 47 μF liegt in Reihe mit einem Widerstand R = 220 Ohm bei einer Netzfrequenz von 50 Hz. Die Kreisfrequenz beträgt omega = 2π · 50 = 314,16 rad/s.

Die Impedanz des Kondensators ist Z_C = −j / (omega · C) = −j / (314,16 · 47 · 10⁻⁶) ≈ −67,73i Ohm. Die Gesamtimpedanz Z = 220 − 67,73i Ohm. Der Betrag |Z| = √(220² + 67,73²) ≈ 230,2 Ohm ist der Scheinwiderstand.

Das Argument φ = arctan(−67,73 / 220) ≈ −17,1° zeigt die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung. Zweiter Praxisfall Schwingungen: Komplexe Zahlen beschreiben überlagerte Schwingungen.

Zwei Schwingungen mit z₁ = 5 + 3i und z₂ = −2 + 4i ergeben durch Addition die Gesamtschwingung z = 3 + 7i mit Amplitude |z| = √(9 + 49) ≈ 7,62 und Phase φ ≈ 66,8°.

Die Polarform 7,62 · (cos 66,8° + i · sin 66,8°) macht die resultierende Amplitude und Phase direkt ablesbar.

Fallstricke

Häufige Fehler bei komplexen Zahlen vermeiden

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die falsche Anwendung von i² = −1 bei der Multiplikation: Viele vergessen, dass der Term bd · i² zu −bd wird, nicht zu +bd. Dadurch dreht sich das Vorzeichen im Realteil um.

Ein zweiter Fehler betrifft die Division: Wird nicht mit dem konjugiert Komplexen erweitert, bleibt im Nenner ein imaginärer Anteil, und das Ergebnis lässt sich nicht in die Form a + bi bringen.

Ein dritter Fehler ist die Verwechslung von Betrag und Argument: Der Betrag |z| ist immer nicht-negativ, das Argument kann negativ sein (für Punkte unterhalb der reellen Achse). Viele geben den Betrag fälschlich als a + b statt als √(a² + b²) an.

Viertens wird bei der Polarform der Winkel in Radiant statt in Grad eingesetzt oder umgekehrt, was zu falschen Ergebnissen bei der Rücktransformation führt.

Nächster Schritt

Fazit: Komplexe Zahlen rechnen mit Betrag, Argument und Polarform

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Komplexe-Zahlen-Rechner führt Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division auf zwei komplexen Zahlen durch und gibt Betrag, Argument, Polarform und konjugiert komplexe Zahl des Ergebnisses aus.

Prüfe die Multiplikation über die Betragsregel |z₁ · z₂| = |z₁| · |z₂| und die Division über |z₁ / z₂| = |z₁| / |z₂|. Für quadratische Gleichungen mit komplexen Lösungen steht der Quadratische-Gleichung-Rechner bereit, für Vektoroperationen im Reellen der Vektor-Rechner.

Vertiefung

Komplexe Zahlen Aufgaben mit Lösung: Beispielrechnungen

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Praxisbeispiel

Addition zweier komplexer Zahlen

Realteil z₁
3
Imaginärteil z₁
4
Realteil z₂
1
Imaginärteil z₂
-2
Operation
Addition (z₁ + z₂)

Ergebnis: 4 + 2i

Die Summe von (3 + 4i) und (1 − 2i) ergibt 4 + 2i. Der Betrag beträgt 4,4721 und das Argument 26,57°.

Beispiel 1 · Einfach · 3 − 4i

Subtraktion: (5 + 3i) − (2 + 7i)

Realteil z₁
5
Imaginärteil z₁
3
Realteil z₂
2
Imaginärteil z₂
7

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · 11 − 2i

Multiplikation: (3 + 4i) · (1 − 2i)

Realteil z₁
3
Imaginärteil z₁
4
Realteil z₂
1
Imaginärteil z₂
-2

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · −1 + 2i

Division: (3 + 4i) / (1 − 2i)

Realteil z₁
3
Imaginärteil z₁
4
Realteil z₂
1
Imaginärteil z₂
-2

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · 7 + 23i

Größere Zahlen: (10 + 15i) + (−3 + 8i)

Realteil z₁
10
Imaginärteil z₁
15
Realteil z₂
-3
Imaginärteil z₂
8

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · 3 + 4i

Betrag und Argument von 3 + 4i allein ablesen

Realteil z₁
3
Imaginärteil z₁
4
Realteil z₂
0
Imaginärteil z₂
0

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 6 · Komplex · −1 + 0i

i² = −1 nachrechnen

Realteil z₁
0
Imaginärteil z₁
1
Realteil z₂
0
Imaginärteil z₂
1

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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  • Gauß-Ebene mit den komplexen Zahlen z1 = 3 + 4i und z2 = 1 − 2i sowie deren Summe z1 + z2 = 4 + 2i als Vektoren vom Ursprung. Die reelle Achse zeigt nach rechts, die imaginäre nach oben.

    Gauß-Ebene: komplexe Zahlen als Punkte in der Ebene

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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/komplexe-zahlen-rechner">Gauß-Ebene: komplexe Zahlen als Punkte in der Ebene auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/komplexe-zahlen-rechner
  • Übersicht der vier Rechenoperationen auf komplexen Zahlen: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division mit allgemeinen Formeln und Zahlenbeispiel z1 = 3 + 4i, z2 = 1 − 2i.

    Vier Grundrechenarten für komplexe Zahlen mit Formeln

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           alt="Übersicht der vier Rechenoperationen auf komplexen Zahlen: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division mit allgemeinen Formeln und Zahlenbeispiel z1 = 3 + 4i, z2 = 1 − 2i."
           width="760" height="370">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/komplexe-zahlen-rechner">Vier Grundrechenarten für komplexe Zahlen mit Formeln auf Rechner-Portal</a></p>

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Quelle: Komplexe Arithmetik nach ISO 80000-2; Polarform und Konjugation gemäß Standardlehrbuch-Definitionen

Stand: 2026-10-02

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
02. Oktober 2026
Fachbereich
Mathematik / Algebra
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). Komplexe-Zahlen-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/komplexe-zahlen-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Komplexe-Zahlen-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/komplexe-zahlen-rechner

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