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Logarithmus-Rechner: log, ln und lg mit beliebiger Basis

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Basis
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Kurzantwort

Numerus und Basis eingeben und den Logarithmus zur gewählten Basis berechnen – inklusive lg, ln und ld sowie einer Probe (Basis hoch Ergebnis ergibt wieder den Numerus). Werte sind auf wenige Nachkommastellen gerundet.

Numerus und Basis eingeben, Logarithmus berechnen, Basiswechsel prüfen und lg

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Logarithmen-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

log₁₀(1.000.000) = 6 — der Logarithmus fragt, welchen Exponenten eine Basis braucht, um einen Zielwert zu treffen, und macht damit Wachstumsprozesse, Verdopplungszeiten und Dezibel-Skalen direkt messbar. Dieser Rechner bestimmt Exponenten für beliebige Basen und gibt Ergebnisse nach log₁₀, ln und frei wählbarer Basis aus.

Er ist besonders nützlich in Schule, Naturwissenschaften und Finanzmathematik, weil er zeigt, welche Potenz zu einem Zielwert führt und wie stark eine Größe in logarithmischen Skalen tatsächlich zunimmt.

Der dekadische Logarithmus zur Basis 10 ordnet jede positive Zahl einer Zehnerpotenz zu: log₁₀(1000) = 3 bedeutet, dass 10³ = 1000 ist.

Der natürliche Logarithmus ln verwendet die Eulersche Zahl e ≈ 2,718 als Basis und erscheint in Wachstums- und Zerfallsprozessen.

Der Binärlogarithmus zur Basis 2 ist in der Informatik die Grundlage für Komplexitätsanalysen von Algorithmen und die Bittiefe von Speicherbausteinen. In der Akustik gibt der Dezibel-Wert einen Logarithmus des Verhältnisses zweier Schalldrücke an.

In der Chemie misst der pH-Wert als negativer dekadischer Logarithmus der Protonenkonzentration die Säurestärke.

All diese Anwendungsgebiete nutzen die Eigenschaft des Logarithmus, multiplikative Verhältnisse in additive Differenzen umzuwandeln, was Rechenoperationen und Periodenvergleiche erheblich vereinfacht.

Eine fundierte Einführung in Logarithmen und ihre Rechengesetze bietet Serlo Mathematik. Anschaulich: log₂(8) = 3, weil 2³ = 8, und log₁₀(1000) = 3, weil 10³ = 1000. Der Logarithmus ist damit die Umkehrung der Potenz – die Gegenrichtung liefert der Potenzrechner.

Eingaben

Logarithmus im Taschenrechner eingeben: Basis und Wert

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst Basis und Argument ein, zum Beispiel Basis 2 und Argument 8 oder Basis 10 und Argument 0,01. Die Basis beschreibt die zugrunde liegende Exponentialfunktion, das Argument den gesuchten Zielwert.

Wichtig ist: Basis größer als 0 und ungleich 1, Argument größer als 0. Typische Fehler sind vertauschte Eingaben, ein Argument von 0 oder negative Werte, die im reellen Zahlenraum nicht zulässig sind.

Für den Zehnerlogarithmus verwendest du Basis 10, für den natürlichen Logarithmus Basis e ≈ 2,718282. Der Binärlogarithmus verwendet Basis 2 und wird in der Informatik für Bit-Berechnungen genutzt.

Wenn du aus einem Sachtext einen Logarithmusausdruck extrahieren willst, achte darauf, ob der Nenner oder die Basis des Verhältnisses bereits angegeben ist, und setze genau diese Zahl als Basis ein.

Praxisfälle

Typische Anwendungsfälle: Logarithmusgesetze, Basiswechsel und Bits

Sieben Szenarien zeigen, wie Logarithmusgesetze, Basiswechsel und die Basis 2 in der Praxis zusammenwirken – alle Werte mit dem Logarithmus-Rechner nachgerechnet.

  1. Logarithmus Basis 2: Bits für 1.024 Zustände berechnen

    „logarithmus basis 2 rechner“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 1024, Basis 2
    Ergebnis
    log₂(1024) = 10 – exakt 10 Bits werden benötigt, um 1.024 unterschiedliche Zustände binär zu codieren (ld-Feld zeigt denselben Wert direkt an).
  2. Natürlicher Logarithmus: ln(7,389) prüfen

    „natürlicher logarithmus rechner“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 7,389056, Basis e (natürlich ln)
    Ergebnis
    ln(7,389056) = 2, weil e² ≈ 7,389 gilt – ein fester Ankerwert für Wachstums- und Zerfallsmodelle mit der Eulerschen Zahl als Basis.
  3. Logarithmus ohne Taschenrechner: log(2000) per Produktregel

    „logarithmus berechnen ohne taschenrechner“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 2000, Basis 10
    Ergebnis
    log₁₀(2000) = 3,301 = log₁₀(2) + log₁₀(1000) = 0,301 + 3 – die Produktregel liefert das Ergebnis ganz ohne Taschenrechner.
  4. Logarithmus Basiswechsel: log5(125) berechnen

    „logarithmus basis wechseln“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 125, Basis „Andere“ = 5
    Ergebnis
    log₅(125) = 3, weil 5³ = 125 gilt – der Rechner nutzt intern den Basiswechselsatz log_a(b) = ln(b) ÷ ln(a).
  5. Verdopplungszeit bei 6 % Zins mit dem Logarithmus

    „logarithmus zinsen verdopplungszeit“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 2, Basis „Andere“ = 1,06
    Ergebnis
    log₁,₀₆(2) ≈ 11,8957 – nach knapp 12 vollen Zinsjahren verdoppelt sich ein Kapital bei 6 % Jahreszins.
  6. Logarithmusgesetze: Quotientenregel an log(100) prüfen

    „logarithmusgesetze“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 100, Basis 10
    Ergebnis
    log₁₀(100) = 2 = log₁₀(1000) − log₁₀(10) = 3 − 1 – die Quotientenregel bestätigt das direkt berechnete Ergebnis.
  7. Dezibel-Formel: Schallpegel-Verhältnis mit log₁₀

    „10 log dezibel rechner“

    Eingabe
    Wert (Numerus) 10, Basis 10
    Ergebnis
    log₁₀(10) = 1, also 10 × log₁₀(10) = 10 dB – eine Verzehnfachung des Schalldruckverhältnisses entspricht genau 10 dB Pegel-Zuwachs.

Berechnung

Logarithmusgesetze und Basiswechsel: Formel und Rechenweg

Verstehe den Formelweg.

Logarithmusformel und Basisumrechnungssatz: Aus a^x = b folgt x = log_a(b). Der Logarithmus ist also genau der Exponent, den du für die Basis a brauchst, um b zu erhalten.

Beispiel: log_2(8) = 3, weil 2^3 = 8. Für freie Basen rechnet der Rechner mit der Basisumrechnung: log_a(b) = ln(b) ÷ ln(a). So lassen sich auch Logarithmen zu ungewöhnlichen Basen nachvollziehbar berechnen.

Die wichtigsten Logarithmusgesetze: Logarithmus eines Produkts: log(a × b) = log(a) + log(b). Logarithmus eines Quotienten: log(a ÷ b) = log(a) − log(b). Logarithmus einer Potenz: log(a^n) = n × log(a).

Diese Regeln erlauben die Vereinfachung komplexer logarithmischer Ausdrücke und sind die Grundlage für das Logarithmieren von Exponentialgleichungen in Wachstums- und Abklingmodellen.

Aus diesen Gesetzen folgt auch die Kehrwertregel log_a(1 ÷ b) = −log_a(b): Der Logarithmus eines Kehrwerts ist das Negative des ursprünglichen Logarithmus, weshalb Argumente kleiner als 1 bei einer Basis über 1 stets negative Ergebnisse liefern.

Ergänzend gilt: log_a(1) = 0 für jede gültige Basis a, und log_a(a) = 1, weil a⁰ = 1 und a¹ = a.

Logarithmus-Formel: log Basis b von x gleich ln(x) geteilt durch ln(b).
Basiswechselformel des Logarithmus-Rechners.

Nachschlagen

Logarithmus-Tabelle: log₁₀ und ln für wichtige Werte

Diese Tabelle zeigt den dekadischen Logarithmus (Basis 10) und den natürlichen Logarithmus (Basis e ≈ 2,7183) für häufig benötigte Zahlenwerte.

Dekadischer Logarithmus log₁₀(x) und natürlicher Logarithmus ln(x) für x = 0,001 bis 1000
xlog₁₀(x)ln(x)
0,001−3,0000−6,9078
0,01−2,0000−4,6052
0,1−1,0000−2,3026
10,00000,0000
20,30100,6931
e ≈ 2,71830,43431,0000
50,69901,6094
101,00002,3026
1002,00004,6052
1.0003,00006,9078

Rechenregeln: log(a·b) = log a + log b | log(a/b) = log a − log b | log(aⁿ) = n·log a | log(1) = 0 | log(10) = 1 | ln(e) = 1. Basiswechsel: log_b(x) = ln(x)/ln(b). Quelle: ISO 80000-2.

Logarithmusgesetze im Überblick: Produkt-, Quotienten- und Potenzregel

Die fünf wichtigsten Logarithmusgesetze mit Formel und einem nachgerechneten Zahlenbeispiel – Basis der Beispiele ist log₁₀, die Regeln gelten aber für jede zulässige Basis gleichermaßen.

Logarithmusgesetze: Produktregel, Quotientenregel, Potenzregel, Basiswechselsatz und Randregeln
RegelFormelBeispiel (Basis 10)
Produktregellog(a · b) = log(a) + log(b)log₁₀(10) = log₁₀(2) + log₁₀(5) = 0,301 + 0,699 = 1
Quotientenregellog(a ÷ b) = log(a) − log(b)log₁₀(100) = log₁₀(1000) − log₁₀(10) = 3 − 1 = 2
Potenzregellog(aⁿ) = n · log(a)log₂(64) = 2 · log₂(8) = 2 · 3 = 6
Basiswechselsatzlog_a(b) = ln(b) ÷ ln(a)log₅(125) = ln(125) ÷ ln(5) = 4,8283 ÷ 1,6094 = 3
Logarithmus von 1log_a(1) = 0log₁₀(1) = 0, log₂(1) = 0 – für jede zulässige Basis
Logarithmus der Basis selbstlog_a(a) = 1log₁₀(10) = 1, log₂(2) = 1

Die Additionsregel log(a + b) = log(a) + log(b) existiert nicht – das ist der häufigste Fehler beim Vereinfachen logarithmischer Terme. Alle Beispielwerte mit dem Logarithmus-Rechner nachgerechnet (23.09.2026).

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Logarithmus, log, ln und lg

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welche Logarithmusgesetze gelten für Produkt, Quotient und Potenz?

Drei Grundgesetze regeln den Umgang mit Logarithmen: die Produktregel log(a × b) = log(a) + log(b), die Quotientenregel log(a ÷ b) = log(a) − log(b) und die Potenzregel log(a^n) = n × log(a).

Die Produktregel lässt sich sofort verifizieren: log₁₀(2) ≈ 0,301 und log₁₀(5) ≈ 0,699 addieren sich zu 1,0 — exakt log₁₀(10), weil 2 × 5 = 10 ist.

Die Quotientenregel bestätigt sich analog: log₁₀(1000) − log₁₀(10) = 3 − 1 = 2, identisch mit log₁₀(100) = 2. Für die Potenzregel gilt log₂(64) = 6, und tatsächlich ist 6 = 2 × 3 = 2 × log₂(8), weil 64 = 8² ist.

Ergänzend gelten zwei Randregeln: log_a(1) = 0 für jede zulässige Basis, und log_a(a) = 1.

Wichtig für die Praxis: Diese drei Gesetze gelten ausschließlich für Multiplikation, Division und Potenzierung — log(a + b) lässt sich nicht in log(a) + log(b) zerlegen, das ist der häufigste Fehler beim Vereinfachen logarithmischer Terme.

Was ist ein Logarithmus einfach erklärt?

Ein Logarithmus beantwortet die Frage, welcher Exponent eine Basis auf einen Zielwert bringt: log_a(b) = x bedeutet a^x = b.

Zum Beispiel gilt log₁₀(1000) = 3, weil 10³ = 1000 ist, und log₂(8) = 3, weil 2³ = 8 ist — derselbe Zahlenwert, aber zu unterschiedlichen Basen berechnet.

Der Logarithmus ist damit die Umkehrfunktion der Potenz: Während eine Potenz aus Basis und Exponent den Zielwert berechnet, sucht der Logarithmus aus Basis und Zielwert den passenden Exponenten.

Eingesetzt wird das überall dort, wo eine exponentielle Beziehung rückwärts gelesen werden muss, etwa bei Verdopplungszeiten von Kapital, Dezibel-Pegeln oder dem pH-Wert einer Lösung.

Wichtig als Grenze: Der Logarithmus ist nur für positive Argumente definiert, log(0) und der Logarithmus einer negativen Zahl existieren im reellen Zahlenraum nicht.

Geben Sie im Rechner Basis 10 und Wert 100 ein, bestätigt das Ergebnis 2 sofort die Definition, denn 10² = 100.

Wie gebe ich einen Logarithmus in den Taschenrechner ein?

Auf den meisten wissenschaftlichen Taschenrechnern gibt es zwei feste Logarithmustasten: LOG für den dekadischen Logarithmus zur Basis 10 und LN für den natürlichen Logarithmus zur Basis e ≈ 2,71828.

Für log₁₀(1000) tippen Sie LOG, dann 1000, dann die Gleich-Taste — das Display zeigt 3.

Für Logarithmen zu anderen Basen wie 2 oder 5 gibt es meist keine eigene Taste; hier hilft der Basiswechselsatz log_a(b) = ln(b) ÷ ln(a), den auch dieser Online-Rechner intern verwendet.

Für log₂(32) berechnen Sie also LN(32) ÷ LN(2) und erhalten 5, weil 2⁵ = 32 gilt.

Achten Sie auf die Eingabereihenfolge: Manche Taschenrechner erwarten erst die Zahl und dann die LOG-Taste, andere umgekehrt — ein Blick ins Handbuch klärt das in Sekunden.

Ein häufiger Bedienfehler ist, LOG und LN zu verwechseln, weil beide Tasten oft nebeneinander liegen und ähnlich beschriftet sind, was zu einem komplett falschen Ergebnis führt.

Wie berechnet man einen Logarithmus ohne Taschenrechner?

Ohne Hilfsmittel lässt sich ein Logarithmus über bekannte Ankerwerte und die Logarithmusgesetze annähern. Wer log₁₀(2000) sucht, zerlegt zunächst in log₁₀(2) + log₁₀(1000) = 0,301 + 3 = 3,301 — beide Teilwerte sind gängige Merkzahlen.

Für Zweierpotenzen hilft das direkte Abzählen: log₂(256) = 8, weil 2 achtmal mit sich selbst multipliziert 256 ergibt (2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256).

Bei Zahlen zwischen zwei bekannten Zehnerpotenzen liefert die Intervallschätzung einen groben Wert: log₁₀(30) liegt zwischen log₁₀(10) = 1 und log₁₀(100) = 2, tatsächlich bei rund 1,4771, also näher an der unteren Grenze.

Diese Kopfrechenverfahren ersetzen keine exakte Berechnung, reichen aber für Plausibilitätschecks und Prüfungssituationen ohne Rechner völlig aus.

Für exakte Dezimalstellen bleibt der Logarithmus-Rechner oder eine Logarithmentafel das zuverlässigere Werkzeug, besonders bei krummen Zahlen wie 30 oder 2000.

Wie rechne ich einen Logarithmus auf eine andere Basis um?

Der Basiswechselsatz log_a(b) = ln(b) ÷ ln(a) rechnet jeden Logarithmus auf eine beliebige andere Basis um, meist auf den natürlichen Logarithmus ln oder den dekadischen log₁₀, weil beide auf jedem Taschenrechner verfügbar sind.

Für log₅(125) ergibt sich ln(125) ÷ ln(5) = 4,8283 ÷ 1,6094 = 3, was sich sofort bestätigen lässt: 5³ = 125. Ebenso liefert log₃(9) über ln(9) ÷ ln(3) den Wert 2, weil 3² = 9 gilt.

Dieser Rechner übernimmt die Umrechnung automatisch, sobald Sie unter „Basis“ die Option „Andere“ wählen und die gewünschte Basis eintragen.

Praktisch gebraucht wird der Basiswechsel vor allem bei ungewöhnlichen Basen wie 5, 7 oder 12, für die es keine eigene Taschenrechnertaste gibt.

Grenzfall: Die Zielbasis muss größer als 0 und ungleich 1 sein, sonst liefert die Formel keinen sinnvollen Wert, weil der Nenner ln(1) = 0 eine Division durch null erzeugen würde.

Worin unterscheiden sich log, ln und lg praktisch?

ln ist der natürliche Logarithmus zur Basis e (rund 2,71828) und dominiert in Analysis, Wachstumsmodellen und Zerfallsprozessen. lg steht im deutschen Schulkontext für den dekadischen Logarithmus zur Basis 10, log ist dagegen kontextabhängig: In Schulbüchern meist Basis 10, in der Informatik häufig Basis 2.

Entscheidend ist nicht die Abkürzung, sondern welche Basis die konkrete Formel oder Aufgabe voraussetzt.

Der Zweierlogarithmus wird oft ld oder lb genannt: ld(256) = 8 gibt an, dass acht Bits nötig sind, um 256 verschiedene Zustände binär darzustellen — die Grundlage jeder Kompressionsberechnung.

Testen Sie bei Unsicherheit zuerst einen bekannten Wert: log₁₀(100) muss 2 ergeben, log₂(8) muss 3 ergeben.

Stimmt das Ergebnis nicht, haben Sie versehentlich die falsche Basis gewählt und sollten die Eingabe korrigieren, bevor Sie mit dem Ergebnis weiterrechnen.

Was bedeutet ein negativer Logarithmuswert?

Ein negativer Logarithmuswert zeigt, dass das Argument zwischen 0 und 1 liegt, sofern die Basis größer als 1 ist. Bei log₁₀(0,01) = −2 etwa gilt 10⁻² = 0,01 exakt — kein Fehler, sondern der Hinweis auf einen Kehrwert-Exponenten.

Ähnlich liefert log₁₀(0,1) = −1, weil 10⁻¹ = 0,1 ist. Bei Basen zwischen 0 und 1 kehrt sich das Vorzeichen um: log_{0,5}(8) = −3, denn 0,5⁻³ = 2³ = 8.

In der Chemie nutzt die pH-Skala dieses Prinzip: pH = −log₁₀(c), sodass eine Protonenkonzentration von 0,001 mol/l einen pH-Wert von 3 ergibt.

Praktisch bedeutet ein negatives Vorzeichen also immer: Argument kleiner als 1 bei Basis größer als 1, oder umgekehrt.

Prüfen Sie das Vorzeichen im Rechner deshalb als ersten Plausibilitätscheck, bevor Sie das Ergebnis in einer Formel weiterverwenden — ein unerwartetes Vorzeichen deutet fast immer auf eine vertauschte Basis hin.

Warum muss die Basis positiv und ungleich 1 sein?

Nur eine positive Basis ungleich 1 macht den Logarithmus zur eindeutigen Umkehrfunktion der Potenz. Mit Basis 1 würde jeder Exponent denselben Zielwert 1 liefern, sodass sich kein Exponent mehr eindeutig zurückrechnen ließe.

Mit negativen Basen entstehen bei vielen Argumenten keine reellen Werte, weil etwa (−2) hoch 0,5 bereits eine komplexe Zahl ist. Der Rechner blockiert Basis 0 und negative Basen mit einer Fehlermeldung.

Tragen Sie unter „Eigene Basis“ aber die Zahl 1 ein, weicht er still auf Basis 10 aus, ohne das anzuzeigen: Für den Numerus 8 erscheint dann 0,9031 (lg(8)) statt der erwarteten Fehlermeldung.

Kontrollieren Sie deshalb bei ungewöhnlichen Basiswerten immer, ob die eingetragene Basis auch tatsächlich übernommen wurde — die Probe deckt diesen Fall nicht auf, weil sie automatisch mit der ersetzten Basis 10 zurückrechnet.

Basis 0,5 dagegen wird korrekt akzeptiert und liefert für Argumente über 1 negative Ergebnisse.

Wofür steht der Logarithmus zur Basis 2 (ld) in der Informatik?

Der Logarithmus zur Basis 2, geschrieben als ld oder lb, gibt an, wie viele Bits nötig sind, um eine bestimmte Anzahl unterschiedlicher Zustände binär zu codieren.

Für ld(1024) = 10 bedeutet das: 10 Bits reichen aus, um 1.024 verschiedene Werte darzustellen, weil 2¹⁰ = 1.024 ist.

Diese Beziehung ist die Grundlage für Speicheradressierung, Farbtiefen in Bildern und die Zeitkomplexität von Sortieralgorithmen wie Mergesort, deren Laufzeit mit n × ld(n) wächst.

Für eine krumme Zahl wie 1.000 liefert der Rechner ld(1.000) ≈ 9,9658 — nicht ganzzahlig, weil 1.000 keine exakte Zweierpotenz ist, weshalb in der Praxis auf 10 Bits aufgerundet wird.

Geben Sie im Rechner Basis 2 und den gewünschten Wert ein, erscheint das Ergebnis direkt im Feld „ld (Basis 2)“, ohne dass Sie zusätzlich auf „Andere“ umstellen müssen.

Wichtig: Bei Nicht-Zweierpotenzen muss in der Praxis stets aufgerundet werden, denn ein Bit lässt sich nicht anteilig belegen.

Wie prüfe ich ein Logarithmus-Ergebnis am schnellsten?

Am schnellsten prüfen Sie ein Ergebnis, indem Sie die eingegebene Basis mit dem berechneten Logarithmuswert potenzieren: Kommt wieder das ursprüngliche Argument heraus, ist die Rechnung korrekt.

Für log₂(256) = 8 lautet die Probe 2⁸ = 256 ✓, für log₅(125) = 3 entsprechend 5³ = 125 ✓. Diese Rückprobe hilft besonders bei ungewöhnlichen Basen wie 5 oder 12 oder bei gerundeten Dezimalzahlen, weil sich Eingabefehler sonst leicht einschleichen.

Bei einer Basis kleiner als 1, etwa log_{0,95}(0,5) ≈ 13,5134, lautet die Probe 0,95 hoch 13,5134 ≈ 0,5 ✓ — ein Wert, der bei Abklingprozessen mit jährlich 5 % Schwund die Halbwertszeit in Jahren angibt.

Geht die Rückprobe nicht auf, liegt entweder eine vertauschte Basis oder ein falsch übernommenes Argument vor.

Der Rechner zeigt das Probe-Feld mit mehreren Nachkommastellen an, sodass Sie ohne eigenes Runden direkt vergleichen können, auch bei irrationalen Ergebnissen wie ln(5) ≈ 1,6094.

Hinweise

Logarithmus ohne Taschenrechner berechnen: Tipps und Ankerwerte

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für die Einordnung helfen feste Anker: log₁₀(10) = 1, log₁₀(100) = 2, log₁₀(0,1) = −1 und ln(e) = 1. Wenn dein Ergebnis diese Richtung verfehlt, liegt meist ein Eingabefehler vor.

In Praxisaufgaben zu Wachstum oder Zerfall solltest du zusätzlich prüfen, ob Basis und Einheit wirklich zur Fragestellung passen.

Ein wertvoller Merkanker für Zinsaufgaben: Der Logarithmus des Verdopplungsfaktors 2 dividiert durch den Logarithmus des Zinsfaktors ergibt direkt die Laufzeit.

Für Klanglevel in Dezibel gilt: Jede Erhöhung um 10 dB entspricht einer Verzehnfachung des Schallleistungsverhältnisses. Für pH-Werte gilt: Jede Einheit entspricht einer Verzehnfachung der Protonenkonzentration.

Diese konkreten Ankerpunkte ermöglichen eine sofortige Plausibilitätsprüfung des Ergebnisses, bevor du es weiterverwendest.

Für pH-Berechnungen gilt: pH = −log₁₀(c), wobei c die Konzentration in mol/L ist. pH 7 steht für neutrale Lösung, pH unter 7 für saure und pH über 7 für basische Lösung. Jede pH-Einheit entspricht einer Verzehnfachung der Ionenkonzentration.

Interaktive Logarithmus-Übungen mit verschiedenen Basen bietet Khan Academy. Ähnlich wie beim Wurzelziehen fragt der Logarithmus nach dem Exponenten: log₁₀(100) = 2 und log₁₀(10000) = 4. Den verwandten Fall der Wurzel behandelt der Wurzelrechner.

In der linearen Algebra kommt der Logarithmus der Determinante bei numerischen Stabilitätsberechnungen zum Einsatz — die Determinante selbst ermittelt der Matrix-Rechner.

Anwendung

Logarithmus berechnen: Praxisbeispiele mit Rechenweg

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Eine Kapitalanlage soll sich bei fester jährlicher Verzinsung von 6 % verdoppeln. Gefragt ist, nach wie vielen Jahren der Startwert 5.000 € die Marke von 10.000 € überschreitet. Bedingung: 5.000 × 1,06^n = 10.000, also 1,06^n = 2.

Durch Logarithmieren: n = log(2) ÷ log(1,06) = 0,3010 ÷ 0,0253 ≈ 11,9 Jahre. Das konkrete Ergebnis: Nach spätestens 12 vollen Zinsjahren verdoppelt sich das Kapital. Als Vergleich: Bei 8 % Zinsen wäre n = log(2) ÷ log(1,08) ≈ 9,0 Jahre.

Der Logarithmus macht diesen Periodenvergleich direkt messbar. Als zweites Anwendungsbeispiel: Ein Ingenieur misst zwei Schallpegel von 40 dB und 50 dB und fragt sich, um welchen Faktor der Schalldruck gestiegen ist.

Formel: ΔdB = 10 × log₁₀(P2/P1), also 10 = 10 × log₁₀(P2/P1) → log₁₀(P2/P1) = 1 → P2/P1 = 10. Das Ergebnis: Der Schalldruck hat sich verzehnfacht, obwohl der Dezibel-Unterschied nur 10 Punkte beträgt.

Genau diese nichtlineare Verstärkung macht der Logarithmen-Rechner unmittelbar anschaulich.

Als dritter Anwendungsfall dient der radioaktive oder wirtschaftliche Zerfall: Nimmt ein Bestand jährlich um 5 Prozent ab, ist die Halbwertszeit n = log(0,5) ÷ log(0,95) ≈ 13,5 Jahre – der Logarithmus beantwortet also nicht nur Wachstums-, sondern auch Schrumpfungsfragen. Kapitalverdopplung: 6% braucht 11,9 Jahre vs. 8% braucht 9,0 Jahre Für frei gewählte Basen liefert der Rechner die Gegenrechnung gleich mit: Basis 3 und Numerus 243 ergeben 5, und das Probe-Feld zeigt 243 an — die Potenz 3⁵ trifft den Numerus also exakt.

Fallstricke

Häufige Fehler beim Logarithmus berechnen

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Beim Logarithmus geraten Basis und Argument oft durcheinander, sodass statt log_a(b) fälschlich log_b(a) gerechnet wird und ein völlig anderer Exponent entsteht. Ebenso wird die Grundbedingung übersehen, dass die Basis größer als 0 und ungleich 1 sein muss und das Argument positiv sein muss.

Ein dritter Fehler ist, den Logarithmus wie eine normale Division zu deuten, statt als Exponentenfrage aus a^x = b.

In der Praxis zeigt sich dieser Fehler besonders bei Potenzen mit dekadischem Logarithmus: Wer log₁₀(1000) = 3 als Division 1000 ÷ 3 liest, missversteht den logarithmischen Kern.

Zusätzlich werden auf dem Taschenrechner der dekadische Logarithmus (log) und der natürliche Logarithmus (ln) verwechselt, obwohl beide unterschiedliche Basen haben.

In der Finanzmathematik führt das zu falschen Wachstumszeiten, bei Dezibel-Berechnungen in der Akustik zu falschen Pegelwerten, beim pH-Wert in der Chemie zu falschen Konzentrationsaussagen.

Ohne Plausibilitätscheck gegen bekannte Ankerwerte wie log₁₀(100) = 2 oder log₁₀(1000) = 3 fallen diese Fehler auf logarithmischen Skalen oft spät auf.

Ein weiterer verbreiteter Fehler betrifft die Logarithmusgesetze: Viele wenden log(a + b) = log(a) + log(b) an, was falsch ist — diese Additionsregel gilt nur für Produkte, nicht für Summen. Die korrekte Regel lautet log(a × b) = log(a) + log(b).

Ein Fallstrick steckt in der Option „eigene Basis“: Trägst du dort 1 oder 0 ein — beides sind unzulässige Basen —, erscheint keine Fehlermeldung. Der Rechner weicht still auf Basis 10 aus und gibt für den Numerus 8 den Wert 0,9031 aus, also lg(8).

Das sieht plausibel aus, beantwortet aber eine andere Frage als die gestellte. Kontrolliere die Basis deshalb selbst: Das Probe-Feld deckt diesen Fall nicht auf, weil es mit der ersetzten Basis zurückrechnet.

Nächster Schritt

Logarithmus-Rechner: Fazit und Basiswechsel

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Logarithmus-Rechner gibt das Ergebnis sowie die verwendete Formel inklusive natürlichem Logarithmus und log₁₀ aus.

Prüfe, dass Basis und Argument die Zulässigkeitsbedingungen erfüllen, und nutze Ankerwerte wie log₁₀(100) = 2 als Plausibilitätskontrolle. Ergebnisse im negativen Bereich sind zulässig und bedeuten, dass das Argument kleiner als 1 ist.

Für komplexere Ausdrücke nutze die Logarithmusgesetze für Produkt, Quotient und Potenz, um schrittweise zu vereinfachen. Der Basiswechsel log_a(b) = ln(b) ÷ ln(a) erlaubt außerdem, jeden Logarithmus auf einem Taschenrechner auszuwerten.

Für die Weiterarbeit bietet sich der passende Anschlussrechner an: Der Potenzen-Rechner ist die direkte Umkehr — er berechnet a^x aus Basis und Exponent, während der Logarithmus-Rechner x aus a und b zurückgewinnt.

Für das Lösen von Exponentialgleichungen der Form a^x = b ist der Logarithmusrechner die unmittelbare Vorbereitung.

Vertiefung

Logarithmus-Aufgaben mit Lösung: Beispielrechnungen

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · log₁₀(0,1) = -1

Wie viel ist lg(0,1)?

Wert (Numerus)
0,1
Basis
10

Beispiel 2 · Mittel · log₁₀(0,5) = -0,301 (ln = -0,6931, ld = -1)

Wie viel ist log(0,5)?

Wert (Numerus)
0,5
Basis
10

Beispiel 3 · Komplex · log₁₀(0,01) = -2

Wie viel ist log(0,01)?

Wert (Numerus)
0,01
Basis
10

Beispiel 4 · Komplex · log₁₀(3) ≈ 0,4771 (ln ≈ 1,0986, ld ≈ 1,585)

Wie viel ist lg von 3?

Wert (Numerus)
3
Basis
10

Beispiel 5 · Komplex · log₂(8) = 3 (lg = 0,9031, ln = 2,0794, Probe = 8)

Logarithmus zur Basis 2 – wie viel ist log2(8)?

Wert (Numerus)
8
Basis
2

Beispiel 6 · Komplex · ln(7,389056) = 2 (lg = 0,8686, ld = 2,8854, Probe = 7,3891)

Natürlicher Logarithmus – wie viel ist ln(7,389)?

Wert (Numerus)
7,389056
Basis
e (natürlich ln)

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  • Drei verbundene Boxen zeigen den Zusammenhang: Basis a, Exponent als Unbekannte und Ergebnis b. Der Logarithmus beantwortet die Frage, welchen Exponenten die Basis braucht.

    Logarithmus als Exponentenfrage

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           alt="Drei verbundene Boxen zeigen den Zusammenhang: Basis a, Exponent als Unbekannte und Ergebnis b. Der Logarithmus beantwortet die Frage, welchen Exponenten die Basis braucht."
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  • Zwei Zeitleisten vergleichen Verdopplungszeiten: bei 6 Prozent dauert es 11,9 Jahre, bei 8 Prozent nur 9,0 Jahre bis 5000 Euro zu 10000 Euro werden

    Kapitalverdopplung bei 6% vs 8% Zinsen

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  • Drei logarithmische Skalen übereinander: pH-Wert von 0 bis 14, Dezibel von 0 bis 140 und Richter-Skala von 1 bis 9 mit markanten Ankerpunkten.

    Logarithmische Skalen im Vergleich

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           alt="Drei logarithmische Skalen übereinander: pH-Wert von 0 bis 14, Dezibel von 0 bis 140 und Richter-Skala von 1 bis 9 mit markanten Ankerpunkten."
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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist eine mathematische Kontroll- und Lernhilfe und ersetzt keine vollständige Herleitung im Unterricht oder in Prüfungen.

Quelle: Basiswechsel über log_b(x)=ln(x)/ln(b) mit Ausgabe des Logarithmus zur gewählten Basis sowie von lg, ln und ld

Stand: 2026-09-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. September 2026
Fachbereich
Mathematik / Algebra
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Logarithmen-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/logarithmen

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Logarithmen-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/algebra/logarithmen

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