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Perzentilenrechner: Perzentil und Quartile online berechnen

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Kurzantwort

Zahlenliste und gewünschtes Perzentil P eingeben, Methode wählen (lineare Interpolation oder nächster Rang) und Perzentilwert, Quartile Q1/Median/Q3, IQR sowie Minimum und Maximum berechnen.

Zahlenliste eingeben und ein beliebiges Perzentil sowie Q1, Median, Q3

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Perzentilenrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Einen einzelnen Wert in eine Verteilung einordnen – das leistet der Perzentilrechner: Das P-te Perzentil ist die Zahl, unter der P Prozent aller sortierten Daten liegen. Gibst du eine Zahlenliste und ein Perzentil zwischen 0 und 100 ein, berechnet der Rechner nicht nur diesen Perzentilwert, sondern gleich das komplette Lagebild – das erste Quartil Q1 (25 Prozent), den Median (50 Prozent), das dritte Quartil Q3 (75 Prozent), den Interquartilsabstand sowie Minimum und Maximum.

Damit beantwortest du Fragen wie „quartil berechnen“ oder „quantil berechnen“ in einem Schritt.

Perzentile sind überall dort nützlich, wo ein Einzelwert im Vergleich zur Gruppe eingeordnet werden soll: Wachstumskurven in der Kindermedizin, Testergebnisse und Schulnoten, Gehaltsbänder, Ladezeiten von Webseiten (etwa das 95.

Perzentil) oder Grenzwerte in der Qualitätssicherung. Anders als der Mittelwert sind Perzentile robust gegenüber einzelnen Ausreißern, weil sie nur von der Rangfolge und nicht von der absoluten Höhe extremer Werte abhängen.

So bekommst du eine belastbare Einordnung der Datenmitte und ihrer Ränder. Konzept des Perzentils: 25 Prozent der Werte liegen unter dem Perzentilwert 19, 75 Prozent darüber

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Trage deine Werte als Liste ein, getrennt durch Komma, Semikolon oder Leerzeichen – die Reihenfolge ist egal, denn der Rechner sortiert die Zahlen selbst. Gib anschließend das gewünschte Perzentil P als Zahl zwischen 0 und 100 ein: 25 liefert das erste Quartil, 50 den Median, 90 das 90.

Perzentil. Wähle zuletzt die Methode. „Lineare Interpolation“ berechnet einen Zwischenwert, wenn der gesuchte Rang zwischen zwei Datenpunkten liegt, und ist die gebräuchlichste Variante.

„Nächster Rang“ gibt immer einen tatsächlich vorhandenen Datenwert zurück und eignet sich, wenn nur echte Messwerte zählen sollen.

Achte darauf, dass alle Werte dieselbe Einheit und denselben Bedeutungsrahmen haben, und verwende für Dezimalstellen einen Punkt, da das Komma als Trennzeichen der Liste dient.

Je mehr Werte du eingibst, desto aussagekräftiger werden Perzentile und Quartile – bei sehr wenigen Werten hängt das Ergebnis stark von einzelnen Punkten ab.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner bietet zwei Standardmethoden. Bei der linearen Interpolation berechnet er zuerst den Rang R = (P ÷ 100) · (n − 1) mit n als Anzahl der Werte, wobei die Zählung bei 0 beginnt.

Liegt R zwischen zwei ganzen Rängen, wird linear zwischen den Nachbarwerten interpoliert. Beispiel: Für die Reihe 12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50 (n = 10) und P = 25 ist R = 0,25 · 9 = 2,25.

Zwischen dem Wert an Position 2 (18) und Position 3 (22) ergibt das 18 + 0,25 · (22 − 18) = 19. Bei der Methode „Nächster Rang“ gilt Index = ⌈(P ÷ 100) · n⌉ mit Zählung ab 1; für P = 25 also ⌈2,5⌉ = 3, das heißt der dritte Wert 18.

Die Quartile bestimmt der Rechner immer per linearer Interpolation: Q1 = 19, Median = 26,5, Q3 = 33,75. Daraus folgt der Interquartilsabstand IQR = Q3 − Q1 = 14,75, der die Streuung der mittleren 50 Prozent beschreibt.

Wichtig ist die Reichweite dieser Methodenwahl: Sie betrifft ausschließlich den frei gewählten Perzentilwert. Q1, Median und Q3 rechnet der Rechner unabhängig davon immer linear.

Stellst du also „Nächster Rang“ ein und fragst P = 25 ab, zeigt derselbe Bildschirm 18 als Perzentilwert und gleichzeitig 19 als Q1 — beide Zahlen stimmen, sie stammen nur aus zwei verschiedenen Konventionen.

Interquartilsabstand: IQR gleich oberes Quartil minus unteres Quartil.
Formel des Perzentil-Rechners: Interquartilsabstand aus Q3 und Q1.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Perzentilenrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist ein Perzentil und wie berechne ich es?

Ein Perzentil teilt eine sortierte Datenreihe nach Prozenträngen: Das P-te Perzentil ist der Wert, unter dem P Prozent aller Daten liegen. Das 25. Perzentil markiert also die Grenze, unter der ein Viertel der Werte liegt.

Um es zu berechnen, sortierst du die Werte und bestimmst den zu P gehörenden Rang. Bei der linearen Methode gilt Rang = (P ÷ 100) · (n − 1).

Für die Reihe 12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50 mit n = 10 und P = 25 ergibt das Rang 2,25 und daraus den Wert 19. Der Rechner übernimmt das Sortieren und Interpolieren und liefert zusätzlich die Quartile, den IQR sowie Minimum und Maximum.

In der Medizin steht das 50. Perzentil auf der Wachstumskurve für den Median aller Gleichaltrigen. Im Schulkontext zeigt das 75. Perzentil, dass drei Viertel der Klasse einen niedrigeren Testwert erzielt haben.

Gib deine Werte kommagetrennt in das Eingabefeld ein und setze P auf den gesuchten Prozentrang – das Ergebnis erscheint sofort.

Wie berechne ich das 25. Perzentil (Q1) der Beispielreihe?

Das 25. Perzentil ist zugleich das erste Quartil Q1. Gib die Werte 12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50 ein, setze das Perzentil auf 25 und wähle die lineare Interpolation.

Der Rechner sortiert die zehn Werte, berechnet den Rang (25 ÷ 100) · (10 − 1) = 2,25 und interpoliert zwischen dem dritten Wert 18 und dem vierten Wert 22: 18 + 0,25 · (22 − 18) = 19. Q1 ist also 19.

Das bedeutet: Ein Viertel der Daten liegt unter 19, drei Viertel darüber. Mit der Methode "Nächster Rang" käme stattdessen der tatsächliche Datenwert 18 heraus, weil dort auf den nächsten vorhandenen Rang aufgerundet wird.

In der Praxis markiert Q1 die untere Streugrenze: Bei einer Einkommensverteilung zeigt Q1 die Schwelle an, unter der das unterste Viertel aller Haushalte liegt. Wer zusätzlich das 75.

Perzentil Q3 bestimmt, erhält sofort den Interquartilsabstand als Streumaß.

Was ist der Unterschied zwischen linearer Interpolation und nächstem Rang?

Beide Methoden bestimmen denselben Perzentilrang, gehen aber unterschiedlich mit Zwischenwerten um.

"Lineare Interpolation" berechnet einen gewichteten Zwischenwert, wenn der Rang zwischen zwei Datenpunkten liegt – für P = 25 also 19 zwischen 18 und 22.

"Nächster Rang" rundet den Index mit Index = ⌈(P ÷ 100) · n⌉ auf und gibt immer einen echten Messwert zurück, hier den dritten Wert 18.

Die interpolierte Variante ist in Statistiksoftware verbreitet und liefert glattere Verläufe, während der nächste Rang sinnvoll ist, wenn nur real vorhandene Werte zählen dürfen, etwa bei diskreten Kategorien.

Wichtig ist, für Vergleiche stets dieselbe Methode zu verwenden, weil die Ergebnisse sonst nicht direkt vergleichbar sind.

In R liefert die Funktion quantile() per Standard die lineare Interpolation; Excel nutzt bei der QUANTIL-Funktion dieselbe Variante.

Für eine Notenskala von 1 bis 6 ist der nächste Rang passender, weil Zwischenwerte wie 2,3 keine realen Noten darstellen.

Was sind Quartile und der Interquartilsabstand (IQR)?

Quartile sind spezielle Perzentile, die die sortierten Daten in vier gleich große Teile zerlegen. Das erste Quartil Q1 ist das 25. Perzentil, der Median Q2 das 50. und das dritte Quartil Q3 das 75. Perzentil.

Für die Beispielreihe berechnet der Rechner Q1 = 19, Median = 26,5 und Q3 = 33,75. Der Interquartilsabstand IQR ist die Differenz Q3 − Q1, hier 33,75 − 19 = 14,75.

Er beschreibt, wie breit die mittleren 50 Prozent der Daten streuen, und ist robuster als die Spannweite, weil er die Extremwerte am Rand ausklammert.

Gerade bei schiefen Verteilungen oder Ausreißern ist der IQR daher aussagekräftiger als die einfache Differenz zwischen Maximum und Minimum.

Im Alltag tritt der IQR bei Lieferzeiten auf: Liegt Q1 bei 3 Tagen und Q3 bei 5 Tagen, beträgt der IQR 2 Tage. Die mittlere Hälfte der Bestellungen kommt dann in einem engen Zeitfenster an, was auf einen stabilen Prozess hindeutet.

Wie erkenne ich Ausreißer mit dem IQR?

Mit dem Interquartilsabstand lassen sich Ausreißer nach der 1,5-fachen IQR-Regel finden. Werte, die kleiner als Q1 − 1,5 · IQR oder größer als Q3 + 1,5 · IQR sind, gelten als Ausreißerverdacht.

Für die Beispielreihe mit Q1 = 19, Q3 = 33,75 und IQR = 14,75 liegen die Zäune bei 19 − 22,125 = −3,125 und 33,75 + 22,125 = 55,875. Alle Werte von 12 bis 50 liegen innerhalb dieser Grenzen, es gibt also keinen Ausreißer.

Läge ein Wert wie 90 in der Reihe, würde er die obere Schranke 55,875 überschreiten und als Ausreißer markiert. Diese Regel ist die Grundlage der Antennen und einzelnen Punkte in einem Boxplot.

Praktisch zeigt sich das bei Klausurergebnissen: Erzielt eine Gruppe Punkte zwischen 40 und 95, berechne die Zaunwerte aus Q1 minus 1,5-mal IQR und Q3 plus 1,5-mal IQR.

Der Rechner gibt Q1, Q3 und IQR direkt aus, sodass du die Schranken mit einer einfachen Rechnung nachvollziehen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen Perzentil, Quartil und Quantil?

Die Begriffe hängen eng zusammen. Ein Quantil ist der Oberbegriff für jede Teilung einer Verteilung nach Anteilen; ein Perzentil ist ein Quantil in Prozentschritten von 0 bis 100.

Ein Quartil wiederum ist ein spezielles Perzentil an den Stellen 25, 50 und 75. Das 0,25-Quantil, das 25. Perzentil und das erste Quartil bezeichnen also denselben Wert – in der Beispielreihe die 19.

Der Rechner arbeitet mit Perzentilen von 0 bis 100, sodass du jedes Quantil erreichst: Für das 0,9-Quantil gibst du 90 ein und erhältst 41.

Die unterschiedlichen Namen beschreiben dieselbe Idee, nur in unterschiedlicher Skalierung von Bruch, Prozent oder Viertel. Das Dezil teilt die Daten in Zehntelschritte; das 3. Dezil entspricht dem 30. Perzentil.

Im Finanzbereich bezeichnet Value-at-Risk häufig das 5. oder 1. Perzentil eines Verlustportfolios. Gibst du P = 10 ein, erhältst du für die Beispielreihe den Wert 14,7 und siehst sofort, welche Grenze das unterste Zehntel der Daten markiert.

Wie hängen Perzentil und Boxplot zusammen?

Ein Boxplot ist die grafische Darstellung von fünf Kennzahlen, die der Perzentilrechner liefert: Minimum, erstes Quartil Q1, Median, drittes Quartil Q3 und Maximum.

Die Box reicht von Q1 bis Q3 und umfasst damit die mittleren 50 Prozent der Daten; die Trennlinie in der Box markiert den Median.

Die Antennen reichen bis zu den Randwerten oder bis zu den IQR-Zäunen, jenseits derer einzelne Punkte als Ausreißer erscheinen. Für die Beispielreihe entsteht eine Box von 19 bis 33,75 mit dem Median bei 26,5 und Antennen bis 12 und 50.

So erkennst du auf einen Blick, ob eine Verteilung symmetrisch oder schief ist und wie stark die Daten streuen. Im Gesundheitswesen vergleicht man Blutdruckwerte verschiedener Gruppen als Boxplots, um sofort zu sehen, welche Gruppe stärker streut.

Ist die Box deutlich nach oben verschoben, überwiegen höhere Werte. Der Rechner liefert alle fünf Kennzahlen, aus denen du einen Boxplot in wenigen Schritten von Hand zeichnen oder direkt in eine Präsentation übernehmen kannst.

Wie viele Werte brauche ich für aussagekräftige Perzentile?

Je höher oder niedriger das Perzentil, desto mehr Werte brauchst du für ein stabiles Ergebnis. Quartile und der Median lassen sich schon aus zehn bis zwanzig Werten sinnvoll schätzen, wie in der Beispielreihe mit n = 10.

Extreme Perzentile wie das 95. oder 99. sind aus so wenigen Daten dagegen kaum belastbar, weil dann ein einzelner Wert das Ergebnis dominiert: Das 95. Perzentil von zehn Werten stützt sich praktisch nur auf die beiden höchsten Zahlen.

Als Faustregel sollten für das P-te Perzentil genügend Werte oberhalb und unterhalb liegen – für belastbare 95.-Perzentil-Werte sind mehrere hundert Datenpunkte üblich. Bei kleinen Stichproben interpretierst du hohe Perzentile deshalb vorsichtig.

Reaktionszeitmessungen in der Psychologie erfordern nach Faustregel mindestens 200 Beobachtungen je Bedingung, damit das 90. Perzentil stabil bleibt.

Zeigt der Rechner ein n kleiner als 30 an, solltest du Randperzentile über 90 oder unter 10 zurückhaltend interpretieren und stattdessen Konfidenzintervalle für die Schätzung heranziehen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nutze den IQR als robustes Streuungsmaß und zur Ausreißersuche: Werte unterhalb von Q1 − 1,5 · IQR oder oberhalb von Q3 + 1,5 · IQR gelten als Ausreißerverdacht. Für die Beispielreihe liegt diese Zaungrenze bei 19 − 22,125 = −3,125 und 33,75 + 22,125 = 55,875, sodass kein Wert auffällig ist.

Ein zweiter Tipp betrifft die Methode: Lineare Interpolation und nächster Rang können bei kleinen Listen spürbar auseinanderliegen – im Beispiel 19 gegenüber 18. Für Perzentil-Bänder in der Praxis, etwa das 95.

Perzentil von Antwortzeiten, ist die interpolierte Variante üblich. Prüfe außerdem, ob deine Liste groß genug ist: Das 95. Perzentil aus nur zehn Werten ist wenig belastbar, weil ein einzelner Wert das Ergebnis dominiert.

Für symmetrische Verteilungen liegen Median und Mittelwert nah beieinander; weichen sie stark ab, ist die Verteilung schief, und Quartile beschreiben die Lage besser als Mittelwert und Spannweite.

Weiterführende Übungen zu Quartilen und Boxplots bietet Khan Academy Statistik. Für die Ränder gibt es eine einfache Kontrolle: P = 0 liefert stets das Minimum und P = 100 stets das Maximum, in der Beispielreihe also 12 und 50.

Weicht das Ergebnis an diesen beiden Punkten von deinen Randwerten ab, ist die eingelesene Liste nicht die, die du gemeint hast.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Ein Web-Team überwacht die Ladezeiten seiner Startseite und will nicht den Durchschnitt, sondern das typische und das schlechte Nutzererlebnis kennen.

Aus zehn Messungen 12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50 – hier als Zehntelsekunden zu lesen – ergibt sich der Median 26,5 als typische Ladezeit von 2,65 Sekunden.

Das erste Quartil 19 zeigt, dass ein Viertel der Aufrufe schneller als 1,9 Sekunden lädt, das dritte Quartil 33,75, dass ein Viertel langsamer als 3,375 Sekunden ist. Der Interquartilsabstand 14,75 fasst die Streuung der mittleren Hälfte zusammen.

Für Service-Level-Ziele ist oft das 90. Perzentil entscheidend: Es liegt hier bei 41, also 4,1 Sekunden, unter denen 90 Prozent aller Aufrufe bleiben.

Ein Boxplot macht diese fünf Kennzahlen – Minimum, Q1, Median, Q3, Maximum – auf einen Blick sichtbar und deckt schiefe Verteilungen sofort auf.

So entscheidest du datenbasiert, ob ein Optimierungsschritt die langsamen Randfälle oder die breite Mitte verbessern muss. Boxplot der Ladezeit-Messreihe mit Minimum 12, Q1 19, Median 26,5, Q3 33,75 und Maximum 50 Ein zweiter Datensatz zeigt, wie stark die Datenmenge zählt: Misst dasselbe Team an nur fünf Tagen die Antwortzeiten 18, 24, 31, 44 und 120 Zehntelsekunden, liegt das 90.

Perzentil bei 89,6 — ein Wert, den ein einziger Ausreißer trägt. Das 95. oder 99. Perzentil aus so wenigen Messungen beschreibt deshalb nicht das seltene schlechte Nutzererlebnis, sondern lediglich den größten zufällig erfassten Einzelfall.

Als grobe Orientierung braucht ein belastbares 90. Perzentil mindestens einige Dutzend Messungen, ein 99. Perzentil ein Vielfaches davon.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Erwartung, es gebe „das eine“ Perzentil: Je nach Methode und Konvention entstehen leicht unterschiedliche Werte, weshalb du bei Vergleichen immer dieselbe Methode verwenden solltest. Im Beispiel liefert das 25.

Perzentil per linearer Interpolation 19, per nächstem Rang dagegen 18. Ein zweiter Fehler ist das Verwechseln von Perzentil und Prozentwert: Das 90.

Perzentil ist nicht „90 Prozent des Höchstwerts“, sondern der Wert, unter dem 90 Prozent der Daten liegen.

Ebenso wird der Interquartilsabstand oft mit der Spannweite verwechselt – die Spannweite Max − Min ist hier 38, der IQR aber nur 14,75, weil er die Extremwerte ausklammert.

Auch die Eingabe von Dezimalzahlen mit Komma führt in die Irre, weil das Komma die Liste trennt und aus „3,5“ zwei Werte macht.

Schließlich unterschätzen viele die nötige Datenmenge: Hohe Perzentile wie das 99. sind aus wenigen Werten kaum sinnvoll, weil dann ein einziger Punkt das Ergebnis bestimmt.

Hinzu kommt die stille Annahme, die Methodenwahl wirke auf alle ausgegebenen Kennzahlen — tatsächlich lässt sie Q1, Median, Q3 und den daraus gebildeten Interquartilsabstand unberührt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Perzentilrechner liefert dir aus einer Zahlenliste den gewünschten Perzentilwert sowie Q1, Median, Q3, den Interquartilsabstand und die Randwerte Minimum und Maximum.

Wähle die Methode bewusst – lineare Interpolation für gängige Perzentil-Bänder, nächster Rang für echte Messwerte – und halte sie über alle Vergleiche hinweg konstant.

Nutze den IQR und die 1,5-fache Zaunregel, um Ausreißer zu erkennen, und lies den Median als robuste Mitte statt des ausreißerempfindlichen Mittelwerts.

Für die reine Mittelwertbildung ist der Durchschnittsrechner der schnellere Weg; geht es dir um Streuung mit Varianz und Standardabweichung, hilft der Varianz-Rechner. Willst du zusätzlich Modus und die sortierte Liste sehen, ergänzt der Median-Rechner das Bild.

So kombinierst du Lage- und Streuungsmaße zu einer vollständigen Datenauswertung.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Perzentilwert 19

25. Perzentil (Q1), lineare Interpolation

Werte
12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50
Perzentil P
25
Methode
Lineare Interpolation

Beispiel 2 · Mittel · Perzentilwert 18

25. Perzentil, nächster Rang

Werte
12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50
Perzentil P
25
Methode
Nächster Rang

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Weiternutzung

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  • Boxplot der Reihe 12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50. Die Box reicht vom ersten Quartil 19 bis zum dritten Quartil 33,75, die Trennlinie markiert den Median 26,5. Die Antennen reichen zum Minimum 12 und Maximum 50. Der Interquartilsabstand beträgt 14,75.

    Boxplot mit Quartilen und Interquartilsabstand

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    <a href="https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/perzentil">
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           alt="Boxplot der Reihe 12, 15, 18, 22, 25, 28, 30, 35, 40, 50. Die Box reicht vom ersten Quartil 19 bis zum dritten Quartil 33,75, die Trennlinie markiert den Median 26,5. Die Antennen reichen zum Minimum 12 und Maximum 50. Der Interquartilsabstand beträgt 14,75."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/perzentil">Boxplot mit Quartilen und Interquartilsabstand auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/perzentil

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Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist eine statistische Rechenhilfe für Lage- und Streuungskennzahlen und ersetzt keine vollständige explorative Datenanalyse.

Quelle: Perzentil- und Quartilberechnung aus einer numerischen Werteliste mit linearer Interpolation oder nächstem Rang sowie Interquartilsabstand

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Statistik
Formeln basieren auf
Perzentil per linearer Interpolation Rang = (P/100)·(n−1) oder nächstem Rang Index = ceil((P/100)·n) sowie Quartile Q1, Q2, Q3 und IQR = Q3 − Q1
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Perzentilenrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/perzentil

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Rechner-Portal, 2026. Perzentilenrechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/perzentil

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