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Spannweite berechnen: Rechner für Streuung und Lage online

MathematikStand Noch keine Bewertung

Werte durch Komma oder Semikolon trennen. Dezimalzeichen: Punkt oder Komma.

Beispiele
Spannweite R =4
Minimum
1
Maximum
5
Median
3
Mittelwert
2,8571
R = 51 = 4 | n = 7 Werte
Sortierte Werteliste
1223345

Blau markiert: Minimum und Maximum (bestimmen die Spannweite)

Verwandte Rechner: Standardabweichung · Varianz · Median

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Kurzantwort

Spannweite berechnen: Zahlenliste eingeben und Spannweite R = max − min, Minimum, Maximum, Median und Mittelwert sofort ablesen.

Spannweite R = Maximum − Minimum aus einer Werteliste berechnen – mit Median, Mittelwert

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Mathematik (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Spannweite-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Die Spannweite R ist das einfachste Streuungsmaß der deskriptiven Statistik: R = Maximum − Minimum. Sie zeigt auf einen Blick, wie weit die Datenwerte auseinanderliegen.

Dieser Rechner berechnet die Spannweite aus einer beliebigen Zahlenliste und zeigt zusätzlich Minimum, Maximum, Median und Mittelwert – damit erhältst du sofort einen vollständigen Überblick über Lage und Streuung der Daten.

Die Spannweite ist einfach zu berechnen und verständlich zu erklären, reagiert aber empfindlich auf Ausreißer: Ein einzelner extremer Wert kann R stark vergrößern, ohne dass die Mehrzahl der Daten streut.

Für robustere Streuungsmaße sollte der Interquartilsabstand (IQR) oder die Standardabweichung hinzugezogen werden.

Ihr großer Vorteil ist die Anschaulichkeit: Die Spannweite lässt sich ohne Formel im Kopf bilden und sagt sofort, über welchen Bereich sich alle Beobachtungen erstrecken. So zeigt sie schnell, ob die Werte eng oder weit gestreut sind.

Eine kompakte Einführung in Streuungsmaße bietet Serlo Mathematik. Zwei Randfälle runden das Bild: Sind alle Werte gleich, ist R exakt 0.

Und unter zwei Werten verweigert der Rechner die Auskunft und verlangt mindestens zwei Zahlen, weil sich ein Abstand erst zwischen zwei Punkten bilden lässt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst eine Zahlenliste ein, getrennt durch Komma oder Semikolon. Dezimalzahlen können mit Punkt oder Komma angegeben werden.

Mindestens 2 Werte sind erforderlich. Der Rechner sortiert die Liste intern und bestimmt automatisch Minimum und Maximum.

Typische Fehler sind gemischte Einheiten (z. B. Minuten und Stunden gemischt) oder das Vergessen, alle relevanten Werte einzutragen.

Trage die Werte in beliebiger Reihenfolge ein, denn der Rechner sortiert sie selbst und bestimmt Minimum und Maximum unabhängig von der Eingabefolge.

Achte darauf, dass alle Zahlen dieselbe Einheit haben, weil sonst ein vermeintlicher Extremwert nur aus einer Einheitenverwechslung entsteht.

Prüfe auffällige Minimal- oder Maximalwerte kurz auf Tippfehler, da ein einziger falscher Wert die Spannweite sofort verzerrt.

Zum Zahlenformat gehört ein Hinweis, der in der Praxis leicht übersehen wird: Komma und Semikolon trennen die Werte — ein Dezimalkomma tut das ebenfalls. Die Eingabe 3,5 ergibt deshalb nicht den Wert dreieinhalb, sondern die beiden Werte 3 und 5.

Für Nachkommastellen ist an dieser Stelle allein der Punkt zuverlässig, also 3.5. Reine Leerzeichen wiederum trennen nicht: 10 20 30 gilt als eine einzige Eingabe und läuft in die Meldung, dass mindestens zwei Werte nötig sind.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Spannweite R gleich Maximum minus Minimum, Median, Mittelwert Spannweite R = x_max − x_min. Median: Bei ungerader Anzahl der mittlere Wert der sortierten Liste, bei gerader Anzahl das arithmetische Mittel der beiden mittleren Werte.

Mittelwert: Summe aller Werte geteilt durch die Anzahl. Beispiel: Liste 3, 1, 4, 2, 5. Sortiert: 1, 2, 3, 4, 5. R = 5 − 1 = 4. Median = 3. Mittelwert = 15/5 = 3,0.

Die Spannweite selbst ist mit R = Maximum minus Minimum die am schnellsten gebildete Kennzahl, doch der Rechner ergänzt bewusst Median und Mittelwert, weil erst das Zusammenspiel dieser Werte die Verteilung beschreibt.

Der Median teilt die sortierte Liste in zwei gleich große Hälften und bleibt von einzelnen Ausreißern nahezu unberührt, während der Mittelwert jeden Wert einbezieht und dadurch von Extremwerten stärker beeinflusst wird.

Liegen Median und Mittelwert nah beieinander, ist die Verteilung annähernd symmetrisch; klaffen sie auseinander, deutet das auf Schiefe oder einzelne Ausreißer hin, auf die gerade die Spannweite besonders empfindlich reagiert.

Alle Ausgaben rundet der Rechner auf vier Nachkommastellen: Aus der Reihe 3, 1, 4, 2, 5, 3, 2 entsteht der Mittelwert 20/7, angezeigt als 2,8571, während R = 4 und der Median 3 exakt bleiben.

Die Spannweite selbst ist von dieser Rundung praktisch nie betroffen, weil sie als Differenz zweier eingegebener Werte entsteht.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Spannweite-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die Spannweite und wie wird sie berechnet?

Die Spannweite R (englisch: range) ist das einfachste Streuungsmaß der deskriptiven Statistik. Sie wird berechnet als R = x_max − x_min, also die Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten Wert einer Datenmenge.

Die Spannweite gibt an, über welchen Wertebereich sich die Daten erstrecken. Beispiel: Aus der Liste 3, 7, 1, 9, 4, 2 ist x_max = 9, x_min = 1, also R = 9 − 1 = 8. Die Berechnung ist direkt und ohne Zwischenschritte möglich.

Allerdings liefert die Spannweite nur dann ein repräsentatives Bild der Streuung, wenn die Extremwerte tatsächlich typische Datenpunkte sind und keine Ausreißer.

Für eine tiefere Streuungsanalyse sollte die Spannweite stets durch den Interquartilsabstand IQR oder die Standardabweichung ergänzt werden.

Bei der Körpergröße von 10 Schulkindern mit Werten zwischen 128 cm und 149 cm beträgt R = 21 cm – ein sofort verständlicher Überblick über die Bandbreite der Gruppe, den jeder auch ohne Statistikkenntnisse interpretieren kann.

Warum ist die Spannweite ausreißerempfindlich?

Die Spannweite basiert ausschließlich auf den beiden Extremwerten Minimum und Maximum – alle anderen Datenpunkte spielen keine Rolle.

Wenn ein einziger Ausreißer die Wertemenge verlässt, ändert sich die Spannweite dramatisch, obwohl die Streuung der restlichen Daten gleich bleibt. Beispiel: Die Noten 2, 2, 3, 3, 4 haben R = 4 − 2 = 2.

Kommt ein einziger Ausreißer 6 hinzu, springt R auf 6 − 2 = 4, obwohl 5 der 6 Werte unverändert sind. Im Gegensatz dazu ignoriert der Interquartilsabstand IQR = Q3 − Q1 die oberen und unteren 25 % der Daten und ist damit robust gegen Ausreißer.

Die Standardabweichung gewichtet Ausreißer zwar stärker als normale Werte (durch Quadrierung), berücksichtigt aber alle Datenpunkte. Die Spannweite eignet sich daher am besten für kleine, saubere Datensätze ohne Ausreißer.

Typisches Praxisbeispiel aus dem Labor: Acht Titrationsergebnisse liegen zwischen 9,8 ml und 10,2 ml, ein neunter Wert liegt bei 15,0 ml – die Spannweite springt sofort auf 5,2 ml und warnt den Analytiker.

Was ist der Unterschied zwischen Spannweite und Standardabweichung?

Die Spannweite R = max − min beschreibt die gesamte Breite der Datenmenge und bezieht sich nur auf die zwei Extremwerte.

Die Standardabweichung σ misst dagegen die durchschnittliche Abweichung aller Datenpunkte vom Mittelwert und bezieht alle Werte in die Berechnung ein.

Für normalverteilte Daten gilt als Faustregel: R ≈ 4σ bis 6σ (bei kleinen Stichproben ≈ 4σ, bei großen ≈ 6σ). Wenn R deutlich größer als 4σ ist, spricht das für Ausreißer.

Wenn R klein ist, aber σ groß, kann das auf bimodale oder unregelmäßige Verteilungen hinweisen.

In der Praxis sollten beide Maße kombiniert werden: Die Spannweite gibt sofort den Gesamtbereich, die Standardabweichung die typische Abweichung der Einzelwerte. Nur wenn beide konsistent sind, liefert die Streuungsanalyse ein verlässliches Bild.

In einer Schulklasse mit 25 Schülerinnen und Schülern und Testergebnissen von 55 bis 97 Punkten beträgt R = 42 und σ = 9 – R/σ liegt bei ca. 4,7, was gut zur Faustregel für normalverteilte Leistungsmessungen passt.

Wofür wird die Spannweite in der Praxis eingesetzt?

Die Spannweite findet in vielen Bereichen Anwendung, wo eine schnelle erste Übersicht über die Streuung gefragt ist.

In der Qualitätssicherung und Produktionskontrolle (z. B. Shewhart-Regelkarten) ist die Spannweite ein klassisches Kontrollmaß für Chargenschwankungen.

In der Meteorologie gibt sie die Temperaturschwankung zwischen Tag- und Nacht-Maximum sowie -Minimum an. Im Sportbereich werden Leistungsschwankungen über eine Saison mit der Spannweite beschrieben.

In Bildungsstatistiken zeigt sie, wie weit die Notenvergabe auseinanderliegt. Im Finanzbereich beschreibt die Spannweite die Handelsspanne (High minus Low) eines Wertpapiers pro Zeitraum.

Für alle diese Anwendungen gilt: Die Spannweite liefert eine erste, schnell verständliche Orientierung, muss aber durch robustere Maße ergänzt werden, wenn Ausreißer möglich sind.

Konkret: An einem Herbsttag in München beträgt das Tagesmaximum 16 °C und das Nachtminimum 4 °C – die Spannweite von 12 °C beschreibt die Temperaturschwankung dieses Tages mit einer einzigen Zahl.

Im Prüfstand einer Fertigungslinie mit Füllgewichten zwischen 498 g und 502 g zeigt R = 4 g sofort an, ob die Anlage innerhalb der erlaubten Toleranz von ±3 g arbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Spannweite und Interquartilsabstand (IQR)?

Die Spannweite R = max − min erfasst die gesamte Breite der Datenmenge inklusive aller Ausreißer. Der Interquartilsabstand IQR = Q3 − Q1 beschreibt dagegen die Streuung der mittleren 50 % der Daten und ist unempfindlich gegenüber Extremwerten.

Für die Datenpunkte 1, 3, 5, 7, 9, 11, 100 gilt: R = 100 − 1 = 99 (stark von Ausreißer 100 beeinflusst), IQR = 9 − 3 = 6 (nur die mittlere Hälfte).

Der IQR zeigt, wie dicht die meisten Werte beieinander liegen, während die Spannweite zeigt, wie weit die Extremwerte auseinanderliegen.

In der explorativen Datenanalyse wird der IQR auch zur Ausreißererkennung verwendet: Werte außerhalb von Q1 − 1,5·IQR und Q3 + 1,5·IQR gelten als potenzielle Ausreißer.

Die Spannweite und der IQR ergänzen sich zu einem vollständigen Bild der Datenmenge.

Bei Mietpreisen in Frankfurt mit Minimum 450 € und Maximum 5.200 € ist R = 4.750 €, während der IQR von 900 € das tatsächliche Preisband der mittleren Angebote zeigt.

Wie berechnet man den Median und wozu dient er?

Der Median ist der Wert, der eine sortierte Datenmenge in zwei gleich große Hälften teilt: Die eine Hälfte der Werte liegt darunter, die andere darüber.

Bei ungerader Anzahl n ist der Median genau der mittlere Wert der sortierten Liste (Position (n+1)/2). Bei gerader Anzahl ist er der Durchschnitt der beiden mittleren Werte (Positionen n/2 und n/2+1). Beispiel ungerade: 1, 3, 5, 7, 9 → Median = 5.

Beispiel gerade: 1, 3, 5, 7 → Median = (3+5)/2 = 4. Der Median ist robuster als der Mittelwert, weil er nicht von Ausreißern verzerrt wird. Er beschreibt die typische Mitte einer Datenmenge – was mehr als die Hälfte der Beobachtungen charakterisiert.

In Kombination mit der Spannweite zeigt der Median, ob die Mitte nah an den Extremwerten oder zentral in der Verteilung liegt.

Bei den 30 Tagesumsätzen eines Cafes, die zwischen 180 € und 650 € liegen, zeigt der Median von 310 €, dass die obere Hälfte des Bereichs von Spitzentagen geprägt ist, die kaum den typischen Betrieb widerspiegeln.

Was sagt mir die Kombination aus Spannweite, Median und Mittelwert?

Die drei Kennzahlen zusammen liefern ein kompaktes Bild der Datenverteilung. Wenn Median und Mittelwert nah beieinander liegen (Differenz kleiner als 10 % der Spannweite), ist die Verteilung annähernd symmetrisch.

Liegt der Mittelwert deutlich über dem Median, gibt es einige sehr hohe Werte (rechtsschiefe Verteilung, z. B. Einkommen). Liegt der Mittelwert unter dem Median, gibt es einige sehr niedrige Werte (linksschiefe Verteilung).

Die Spannweite zeigt dabei den Gesamtrahmen. Beispiel: Noten 1, 2, 2, 3, 5. Spannweite R = 4, Median = 2, Mittelwert = 2,6. Der Mittelwert liegt deutlich über dem Median, weil die Note 5 den Durchschnitt nach oben zieht.

Für Entscheidungen ist in diesem Fall der Median der robustere Lagepunkt. Diese Kombination erkennt schon ohne Histogramm wesentliche Verteilungseigenschaften.

Bei Jahresniederschlagsmengen in 7 Städten (R = 450 mm, Median = 620 mm, Mittelwert = 580 mm) liegt der Mittelwert unter dem Median – wenige Städte mit extrem niedrigen Werten ziehen den Durchschnitt nach unten.

Wann sollte ich anstelle der Spannweite andere Streuungsmaße verwenden?

Die Spannweite reicht als alleiniges Streuungsmaß nur bei kleinen, sauberen Datensätzen ohne Ausreißer aus. Bei großen Datensätzen (n > 20) oder wenn Ausreißer möglich sind, solltest du zusätzlich den Interquartilsabstand (IQR) berechnen.

Die Standardabweichung ist das bevorzugte Streuungsmaß für Normalverteilungen, da sie alle Datenpunkte einbezieht und gut mit Konfidenzintervallen und statistischen Tests kombinierbar ist.

Den mittleren absoluten Abweichung (MAD) verwendest du, wenn du ein robustes Maß suchst, das alle Werte berücksichtigt, aber weniger empfindlich auf Ausreißer ist als die Standardabweichung.

In der Qualitätssicherung und bei Regelkarten ist R oft ausreichend für kleine Stichprobengrößen (n ≤ 10). Für größere Stichproben wird dort die Standardabweichung bevorzugt.

Die Wahl des Streuungsmaßes sollte immer an den Datensatz und den Verwendungszweck angepasst sein.

In der Schule: 30 Klassenarbeiten mit Ergebnissen zwischen 18 und 98 Punkten (R = 80, n = 30) sollten mit σ bewertet werden, da einzelne Nachschreiber mit 18 Punkten die Spannweite unverhältnismäßig aufweiten.

Als Ergänzung zur Spannweite zeigt der Durchschnittsrechner den Mittelwert der Datenreihe.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Vergleiche Spannweite und Standardabweichung: Ist die Spannweite deutlich größer als das Doppelte der Standardabweichung, deutet das auf Ausreißer hin. Die Spannweite eignet sich besonders für schnelle erste Einordnungen kleiner Datensätze (n < 20).

Bei großen Datensätzen oder wenn Ausreißer vermutet werden, verwende zusätzlich den Interquartilsabstand.

Ein einfacher Ausreißer-Test führt über den Vergleich von Spannweite und Standardabweichung: Ist die Spannweite deutlich größer als das Vier- bis Sechsfache der Standardabweichung, ziehen einzelne Extremwerte das Maß stark auseinander.

Nutze die Spannweite deshalb vor allem als schnelle Orientierung und ergänze sie bei wichtigen Auswertungen um ein robustes Maß wie den Interquartilsabstand, der die mittleren 50 Prozent der Daten betrachtet und Ausreißer ausblendet.

Praktisch ist die Spannweite außerdem in der Qualitätskontrolle, wo sie als Regelkartengröße die Schwankung kleiner Stichproben überwacht, weil sie ohne Rechenaufwand direkt am Messplatz gebildet werden kann.

Weiterführende Aufgaben zu Streuungsmaßen bietet Khan Academy Statistik. Vor jeder Auswertung lohnt der Blick auf die angezeigte Anzahl n: Sie ist die schnellste Kontrolle dafür, dass die Liste so gelesen wurde, wie du sie gemeint hast.

Erwartest du sieben Werte und n meldet neun, hat ein Dezimalkomma aus einer Zahl zwei gemacht — Minimum und Maximum stammen dann aus Werten, die du nie eingegeben hast.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall Schulnoten: Eine Klasse erzielt bei einer Klassenarbeit folgende Noten: 2, 3, 1, 4, 2, 5, 3, 2. R = 5 − 1 = 4. Median = 2,5 (Durchschnitt von 2 und 3 nach Sortierung). Mittelwert ≈ 2,75.

Die Spannweite 4 zeigt, dass die Leistungen von sehr gut bis mangelhaft reichen. Ein Vergleich mit dem Median (2,5 ≈ gut) und dem Mittelwert (2,75) zeigt, dass die Noten leicht linkssteil verteilt sind (mehr gute Noten als schlechte).

Für eine tiefere Analyse empfiehlt sich zusätzlich der Interquartilsabstand über den Perzentil-Rechner.

Der Lehrer geht einen Schritt weiter und vergleicht zwei Klassen mit demselben Notendurchschnitt: In der ersten reichen die Noten von 1 bis 5, in der zweiten nur von 2 bis 4.

Beide haben denselben Mittelwert, doch die Spannweite von 4 gegenüber 2 zeigt sofort, dass die erste Klasse viel heterogener ist und stärker differenzierende Förderung braucht.

Weil die Spannweite hier von den beiden Randnoten abhängt, prüft er zusätzlich, ob die einzelne Fünf ein Ausreißer ist, und zieht bei Bedarf den robusteren Interquartilsabstand hinzu.

Die Notenreihe taugt zugleich als Formatprobe: Acht Noten müssen zu n = 8 führen. Meldet der Rechner mehr, ist irgendwo ein Komma zu viel im Spiel.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist, die Spannweite als repräsentatives Streuungsmaß zu verwenden, obwohl ein einzelner Ausreißer das Ergebnis dominiert. Prüfe immer, ob Minimum und Maximum tatsächlich typische Extremwerte der Verteilung sind oder ob es sich um Datenfehler handelt.

Außerdem wird die Spannweite manchmal mit der Streubreite oder dem Interquartilsabstand verwechselt, die weniger ausreißerempfindlich sind.

Ein zweiter Fehler ist, aus einer großen Spannweite vorschnell auf eine breite Streuung aller Daten zu schließen, obwohl möglicherweise nur ein einziger Extremwert für den großen Abstand verantwortlich ist und die übrigen Werte dicht beieinanderliegen.

Ebenso wird die Spannweite bei sehr unterschiedlich großen Stichproben unfair verglichen, denn mit mehr Beobachtungen steigt allein durch die höhere Zahl der Messungen die Wahrscheinlichkeit, einen besonders kleinen oder großen Wert zu erwischen.

Schließlich sollten Minimum und Maximum stets auf Plausibilität geprüft werden, weil ein Mess- oder Tippfehler an genau diesen beiden Rändern das gesamte Ergebnis bestimmt.

Der unauffälligste Fehler steckt im Zahlenformat selbst: Ein Dezimalkomma zerlegt einen Wert in zwei, ohne dass eine Warnung erscheint.

Das Ergebnis sieht weiterhin plausibel aus und ist doch falsch — deshalb gehört der Abgleich der Anzahl n an den Anfang jeder Prüfung und nicht ans Ende.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Spannweite-Rechner berechnet R = max − min, Minimum, Maximum, Median und Mittelwert aus einer Zahlenliste. Die Spannweite ist das schnellste Streuungsmaß, aber empfindlich auf Ausreißer.

Sie eignet sich hervorragend für einen schnellen ersten Überblick über kleine Datensätze und beantwortet die Frage, über welchen Bereich sich alle beobachteten Werte erstrecken.

Weil ein einzelner Extremwert das Ergebnis stark vergrößern kann, solltest du Minimum und Maximum immer auf Plausibilität prüfen und bei größeren oder ausreißerverdächtigen Daten ein robusteres Streuungsmaß wie den Interquartilsabstand ergänzen.

Für robustere Streuungsanalysen nutze den Standardabweichungsrechner oder den Perzentilrechner für den Interquartilsabstand.

Zwei Kontrollen kosten wenig und verhindern die typischen Fehlschlüsse: Deckt sich die angezeigte Anzahl n mit deiner tatsächlichen Werteliste, und stehen Minimum und Maximum für echte Beobachtungen statt für Tippfehler?

Nutze für Nachkommastellen den Punkt, trenne die Werte mit Komma oder Semikolon, und lies R = 0 als das, was es ist: der Befund, dass alle Werte identisch sind.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · R = 15 | Minimum = 8 | Maximum = 23 | Median = 15 | Mittelwert ≈ 15

Temperaturen (°C) einer Woche

Zahlenliste
12, 17, 9, 23, 15, 8, 21

Beispiel 2 · Mittel · R = 52 | Minimum = 38 | Maximum = 90 | Median = 65 | Mittelwert = 63,875

Prüfungsergebnisse (Punkte)

Zahlenliste
45, 67, 82, 55, 71, 90, 38, 63

Beispiel 3 · Komplex · R = 85 | Minimum = 10 | Maximum = 95 | Median = 11 | Mittelwert ≈ 22,7

Ausreißer-Effekt

Zahlenliste
10, 11, 12, 10, 11, 10, 95

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Infografik: Spannweite und Lagemaße, SPANNWEITE, R  =  xmax  −  xmin, MITTELWERT, x̄  =  Σxi / n, Median: bei ungerader Anzahl der mittlere Wert, bei gerader das Mittel der beiden mittleren, VARIABLEN, Datenwerte – mind. 2.

    Spannweite-Rechner Formel

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/spannweite-rechner">Spannweite-Rechner Formel auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/spannweite-rechner
  • Infografik: Spannweite R = x_max − x_min, DATENREIHE: 3, 7, 8, 12, 15, R = 15 − 3 = 12, min, max, FORMEL, R = x_max − x_min, Einfachstes Streuungsmaß

    Spannweite-Rechner Streuungsmass

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           alt="Infografik: Spannweite R = x_max − x_min, DATENREIHE: 3, 7, 8, 12, 15, R = 15 − 3 = 12, min, max, FORMEL, R = x_max − x_min, Einfachstes Streuungsmaß"
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    </a>
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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/spannweite-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechner berechnet die Spannweite als einfachstes Streuungsmaß. Die Spannweite reagiert empfindlich auf Ausreißer. Für robustere Streuungsmaße empfiehlt sich der Interquartilsabstand (IQR) oder die Standardabweichung.

Quelle: Analytische Berechnung: R = max − min, Median via Sortierung

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Statistik
Formeln basieren auf
R = x_max − x_min, Median (mittlere Position der Sortierliste)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Spannweite-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/spannweite-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Spannweite-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/spannweite-rechner

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