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Median-Rechner: Zentralwert und Modus aus Daten bestimmen

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Kurzantwort

Beliebig viele Werte eingeben und Median sowie Modus der sortierten Datenreihe bestimmen.

Zahlenliste eingeben, Median und Modus bestimmen sowie die sortierten Werte direkt sehen

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Medianrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Für Zahlenreihen, bei denen du die mittlere Position einer Verteilung sauber bestimmen willst, ohne dass einzelne Ausreißer die Aussage dominieren, ist der Median-Rechner gebaut. Er berechnet den Median, zeigt den Modus, die Anzahl der Werte und die sortierte Liste.

So kannst du sofort prüfen, ob die Datenmitte stabil ist oder ob Häufungen und Extremwerte eine größere Rolle spielen.

Wenn Preisreihen, Gehaltsauswertungen oder Testergebnisse einzelne sehr hohe oder sehr niedrige Werte enthalten, macht der Median die echte Mitte sichtbar, die von diesen Extremen nicht verschoben wird.

Im Unterschied zum arithmetischen Mittel, das alle Werte gleichmäßig gewichtet, gibt der Median dem mittleren Rang den Vorrang.

Das ist besonders dann wertvoll, wenn du eine belastbare Aussage über typische Werte brauchst, ohne dass wenige Ausreißer das Bild dominieren.

Für Gehaltsstatistiken, Immobilienpreise und Messreihen mit schiefer Verteilung ist der Median deshalb häufig aussagekräftiger als der Durchschnitt. Den Unterschied zwischen Median und Mittelwert erklärt Serlo Mathematik mit anschaulichen Beispielen. Vergleich Median und Durchschnitt bei Immobilienpreisen: Median 340k stabil, Durchschnitt 459k durch Luxusobjekt verzerrt

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst einzelne Zahlen in einer gemeinsamen Einheit ein. Der Rechner sortiert die Liste intern und bestimmt daraus die mittlere Position.

Typische Fehler sind gemischte Einheiten, das Verwechseln von Median und Durchschnitt oder die Annahme, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Eingabe für das Ergebnis relevant bleibt.

Wenn Werte fehlen oder Ausreißer bewusst ausgeschlossen werden sollen, trenne diese vor der Eingabe, weil der Rechner jede Zahl in der Sortierung berücksichtigt und der Median sonst verschoben wird.

Bei ordinalen Kategorien, etwa Bewertungsskalen von 1 bis 5, funktioniert der Median rechnerisch korrekt, die Interpretation sollte aber die begrenzte Abstufung der Skala berücksichtigen.

Für metrische Daten mit bekannten Extremwerten empfiehlt sich zusätzlich ein Blick auf das erste und dritte Quartil, um die Streuung um den Median einzuordnen.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Median-Formel (mittlere Position in der Rangliste): Bei ungerader Anzahl ist der Median genau der Wert in der Mitte der sortierten Liste. Bei gerader Anzahl ist er der Durchschnitt der beiden mittleren Werte.

Beispiel: Aus 4, 7, 9, 15 und 20 wird nach Sortierung direkt 9 als Median. Aus 4, 7, 9 und 15 wird (7 + 9) / 2 = 8.

Weitere nützliche Einordnungen sind das erste Quartil Q1, das 25 % der Werte unterhalb beschreibt, und das dritte Quartil Q3, das 75 % der Werte unterhalb liegt.

Der Interquartilsabstand IQR = Q3 - Q1 zeigt, wie eng die mittleren 50 % der Daten liegen, ohne von Ausreißern verzerrt zu werden.

Für eine vollständige Einordnung empfiehlt sich deshalb die Betrachtung von Median, IQR, Modus und Minimum sowie Maximum zusammen.

Gerade bei schiefen Verteilungen wie Immobilienpreisen, Gehältern oder Messreihen mit Extremwerten ist diese Kombination deutlich aussagekräftiger als Mittelwert und Spannweite allein. Median-Bestimmung: Unsortierte Liste wird sortiert und der mittlere Wert als Median ausgewaehlt Der ausgewiesene Modus folgt einer eigenen Logik, die man kennen sollte: Er erscheint nur, wenn mindestens ein Wert mehrfach vorkommt.

Bei 1, 2, 3 und 4 bleibt das Modus-Feld leer — nicht etwa, weil alle vier gleichzeitig Modus wären, sondern weil kein Wert häufiger auftritt als die übrigen.

Nachschlagen

Median vs. Arithmetisches Mittel: Wann welchen Mittelwert nutzen?

Bei schiefen Verteilungen oder Ausreißern weicht der Median deutlich vom arithmetischen Mittelwert ab. Der Median ist robuster gegen Extremwerte.

Vergleich Median und arithmetisches Mittel nach Datensatz-Typ mit konkreten Zahlenbeispielen
Datensatz-TypBeispiel-DatensatzArithm. MittelwertMedianMedian sinnvoller?Mittelwert verzerrt?
Symmetrisch3, 4, 5, 6, 75,05,0GleichwertigNein
Rechtsschief (hohe Ausreißer)1.000, 2.000, 3.000, 4.000, 90.00020.0003.000JaJa - stark nach oben verzerrt
Linksschief (niedrige Ausreißer)1, 10, 20, 30, 4020,220JaLeicht nach unten verzerrt
Einzelner Ausreißer10, 11, 12, 13, 10029,212JaJa - Ausreißer dominiert Mittelwert
Einkommensdaten2.000, 2.500, 3.000, 3.500, 50.000 EUR12.200 EUR3.000 EURJaJa - Millionaer hebt Durchschnitt
Gleichmaessige Noten2, 3, 3, 4, 33,03,0GleichwertigNein
Noten mit Ausreißer1, 1, 1, 1, 62,01,0Ja (je nach Ziel)Ja - der Ausreißer hebt Durchschnitt

Quelle: Statistik-Grundlagen KMK. Der Median teilt den sortierten Datensatz in zwei gleich grosse Haelften. Bei gerader Anzahl: Mittelwert der beiden mittleren Werte.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Medianrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was zeigt der Medianrechner außer dem Median noch an?

Neben dem Median zeigt der Rechner auch den Modus, die Anzahl der eingegebenen Werte sowie die vollständig aufsteigend sortierte Werteliste.

Damit sehen Sie nicht nur die zentrale Position der Verteilung, sondern erkennen auch, ob einzelne Werte gehäuft auftreten und wie dicht die Daten um die Mitte liegen.

Gerade bei Preis-, Noten- oder Messreihen liefert diese Kombination mehrerer Lagemaße eine belastbarere Einordnung als nur ein einzelner Kennwert.

Der Modus macht Häufungspunkte sichtbar, die der Median allein verbirgt, während die sortierte Liste die Reihenfolge nachvollziehbar offenlegt.

Zusammen bilden Median, Modus, Anzahl und sortierte Liste eine vollständige Übersicht über die Struktur der eingegebenen Datenreihe und ersparen Ihnen die manuelle Vorarbeit des Ordnens und Auszählens der Zahlen.

Geben Sie zum Beispiel zehn Messwerte eines Experiments ein, sehen Sie im Rechner sofort die sortierte Reihe, den Median als mittlere Grenzlinie und den Modus als den am häufigsten gemessenen Wert.

Das beschleunigt die Auswertung kleiner Datensätze erheblich.

Wie berechnet der Rechner den Median bei gerader und ungerader Anzahl?

Bei ungerader Anzahl sortierter Werte ist der Median exakt der mittlere Eintrag der Reihe, also der Wert an Position (n plus 1) geteilt durch 2. Bei gerader Anzahl nimmt der Rechner den arithmetischen Mittelwert der beiden mittleren Positionen.

So bleibt der Median eine stabile Lagekennzahl der sortierten Verteilung, auch wenn kein einzelner Messwert genau in der Mitte liegt. Beispiel: Bei fünf Werten 2, 5, 7, 9 und 12 ist der Median 7.

Bei sechs Werten 2, 5, 7, 9, 12 und 14 ist der Median (7 plus 9) geteilt durch 2 und damit 8.

Dieses Verfahren stellt sicher, dass der Median stets eindeutig bestimmbar ist, unabhängig davon, ob die Datenmenge gerade oder ungerade viele Elemente enthält.

In der Praxis tritt dies auf, wenn Sie etwa Schülerleistungspunkte oder monatliche Ausgaben auswerten: Sieben Einträge ergeben einen klaren mittleren Wert, acht Einträge erfordern die Mittelung der beiden Zentralwerte.

Der Rechner erledigt diese Fallunterscheidung automatisch.

Warum müssen die Daten für den Median überhaupt sortiert werden?

Der Median ist eine Positionskennzahl und keine Summenkennzahl wie der Durchschnitt. Erst nach der aufsteigenden Sortierung steht fest, welche Beobachtung an der mittleren Position liegt und damit die untere von der oberen Hälfte trennt.

Ohne Sortierung gibt es zwar Zahlenwerte, aber keine fachlich korrekte Aussage darüber, welcher Wert genau die Mitte markiert.

Die Sortierung ist also keine optionale Vereinfachung, sondern eine mathematische Voraussetzung für das Konzept des Medians. Nehmen Sie die unsortierte Reihe 9, 2, 12, 5, 7: erst geordnet als 2, 5, 7, 9, 12 wird sichtbar, dass 7 in der Mitte steht.

Wer diese Voraussetzung überspringt, erhält zwar ein Ergebnis, aber keinen sinnvollen Lageparameter für die Verteilung.

Im Alltag entspricht das dem Ordnen von Preisetiketten: Nur wenn die Produkte von günstig nach teuer aufgereiht sind, lässt sich ablesen, welcher Preis die untere Hälfte von der oberen trennt.

Der Rechner übernimmt dieses Sortieren automatisch und zeigt Ihnen die geordnete Werteliste direkt als Ergebnis an, sodass Sie keine manuelle Vorsortierung vornehmen müssen.

Was sagt der Modus im Medianrechner zusätzlich aus?

Der Modus zeigt den häufigsten Wert oder mehrere gleich häufige Werte in der Eingabereihe an. Zusammen mit dem Median erkennen Sie, ob die Daten nur eine zentrale Mitte besitzen oder zusätzlich deutliche Häufungspunkte enthalten.

Diese Doppelperspektive ist bei Tarifstufen, Schulnoten oder wiederkehrenden Messwerten oft entscheidend.

Ein Median von 7 und ein Modus von 10 würde zeigen, dass zwar die Hälfte der Werte unter 7 liegt, es aber trotzdem eine starke Häufung bei 10 gibt.

Median und Modus ergänzen sich also in der statistischen Beschreibung einer Datenmenge und liefern gemeinsam mehr Aussagekraft als jeder Kennwert allein.

So lassen sich asymmetrische Verteilungen und Schwerpunkte erkennen, die ein einzelner Lagewert niemals offenbaren könnte.

Konkret: Erhalten zehn Studierende die Punkte 50, 60, 60, 70, 75, 80, 80, 80, 90, 95, so ist der Median 77,5, der Modus aber 80. Das zeigt, dass der häufigste Wert über der mittleren Grenze liegt und die Spitzengruppe die Häufigkeitsstruktur prägt.

Wann ist der Median aussagekräftiger als der Durchschnitt?

Der Median ist robuster gegenüber Ausreißern als der arithmetische Mittelwert, weil er ausschließlich die mittlere Position und nicht die Summe aller Werte berücksichtigt.

Bei Einkommensverteilungen, Mietpreisen oder Lieferzeiten verschieben einzelne Extremwerte den Durchschnitt erheblich, während der Median stabil bleibt.

Beispiel: Fünf Gehälter von 2.000, 2.200, 2.500, 2.800 und 18.000 Euro ergeben einen Durchschnitt von 5.500 Euro, aber einen Median von nur 2.500 Euro. Der Durchschnitt wird vom einen hohen Gehalt nach oben gezogen, der Median nicht.

In schiefen Verteilungen beschreibt der Median deshalb meist die alltagsnähere und repräsentativere Mitte der tatsächlichen Datenlage. Immer dann, wenn wenige extreme Werte die Reihe dominieren, ist der Median die ehrlichere Kennzahl.

Aus diesem Grund weist der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts regelmäßig den Medianlohn aus, nicht den Durchschnittslohn: Dieser wäre durch Spitzengehälter verzerrt und würde die Einkommensrealität der Mehrheit der Beschäftigten verfehlen.

Tragen Sie eigene Lohnvergleichswerte in den Rechner ein, erkennen Sie sofort, wie weit Median und Mittelwert auseinanderdriften.

Kann der Rechner mehrere Modi oder auch keinen Modus ausgeben?

Ja, der Rechner gibt alle Werte aus, die am häufigsten auftreten, auch wenn es mehrere sind. Bei einer Datenmenge wie 3, 3, 5, 7 und 7 sind sowohl 3 als auch 7 gleichberechtigte Modi, weil beide doppelt vorkommen.

Gibt es keine echte Häufung, weil alle Werte genau einmal auftreten, bleibt der Modus leer oder wird als nicht definiert angezeigt.

Das ist kein Defekt, sondern eine korrekte Aussage über die Struktur der Daten: Eine gleichverteilte Reihe besitzt schlicht keinen ausgezeichneten Häufungspunkt.

Der Rechner gibt diese Information transparent aus, damit Sie die Interpretation korrekt vornehmen und nicht versehentlich einen Häufungswert in Daten hineinlesen, die gar keinen besitzen. So bleibt das Ergebnis statistisch sauber.

Ein Praxisbeispiel: Wenn Sie die täglichen Lieferzeiten eines Monats eingeben und an keinem einzigen Tag derselbe Wert zweimal vorkommt, gibt der Rechner keinen Modus aus.

Wiederholt sich hingegen der Wert 45 an fünf Tagen, erscheint 45 als Modus, und Sie wissen sofort, welcher Zeitwert am häufigsten auftrat.

Wie kann ich einen Median schnell von Hand prüfen?

Sortieren Sie die Werte zunächst aufsteigend und zählen Sie dann die Anzahl n der Einträge. Bei ungeradem n ist der Median der Wert an Position (n plus 1) geteilt durch 2.

Bei geradem n berechnen Sie den Mittelwert der Werte an den Positionen n geteilt durch 2 und n geteilt durch 2 plus 1. Dieser Kurzcheck deckt Eingabe- oder Sortierfehler sofort auf und hilft dabei, die Ausgabe des Rechners zu bestätigen.

Für kleine Datenmengen bis etwa zehn Werte lässt sich die Handrechnung in unter einer Minute durchführen und ist ein zuverlässiges Kontrollmittel vor der weiteren Auswertung.

So erkennen Sie schnell, ob ein Wert vergessen, doppelt oder falsch eingetippt wurde. Praktisch: Sieben Werte 3, 1, 4, 1, 5, 9, 2 sortiert ergeben 1, 1, 2, 3, 4, 5, 9, n gleich 7 ist ungerade, also Median an Position 4, also 3.

Der Rechner liefert dasselbe Ergebnis und zeigt die sortierte Liste, sodass Sie Ihren Handcheck direkt vergleichen können.

Wann brauche ich zusätzlich Streuungsmaße statt nur des Medians?

Der Median beschreibt ausschließlich die Lage der Verteilung, nicht ihre Breite oder Streuung. Wenn zwei Datensätze denselben Median besitzen, aber unterschiedlich stark streuen, reicht der Median allein nicht für eine vollständige Beschreibung.

In solchen Fällen sollten Sie zusätzlich Spannweite, Interquartilsabstand, Varianz oder Standardabweichung berechnen.

Beispiel: Die Reihen 4, 5, 6, 7, 8 und 1, 3, 6, 9, 11 haben beide den Median 6, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Streuungsbreite. Im ersten Fall liegen die Werte eng beisammen, im zweiten weit gestreut.

Der Medianrechner zeigt die zentrale Lage der Zahlen; Streuungsmaße zeigen ergänzend, wie verlässlich dieser Wert als Repräsentant der gesamten Datenreihe gelten kann und wie homogen die Verteilung wirklich ist.

Zwei Schülergruppen mit je neun Testergebnissen können beide den Median 72 Punkte haben, aber völlig unterschiedliche Streubreiten aufweisen. Gruppe A reicht von 68 bis 76, Gruppe B von 40 bis 98.

Für eine faire Leistungsbeurteilung brauchen Sie daher neben dem Medianrechner unbedingt ein Streuungsmaß. Den arithmetischen Mittelwert als Lagemaß berechnet der Durchschnittsrechner.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Vergleiche den Median immer mit Durchschnitt und Modus. Liegt der Durchschnitt weit weg vom Median, sprechen oft Ausreißer oder eine schiefe Verteilung mit.

Genau dann ist der Median für die praktische Einordnung häufig die robustere Kennzahl.

Praxisbeispiel: Bei fünf Angebotspreisen von 70, 72, 75, 76 und 220 Euro liegt der Median bei 75 Euro und bildet den typischen Marktwert besser ab als der durch den Ausreißer verzerrte Durchschnitt.

Für Preisanalysen und Gehaltsauswertungen ist der Vergleich von Mittelwert und Median ein schneller Test auf Ausreißereinfluss: Liegt der Mittelwert deutlich über dem Median, sprechen einige sehr hohe Werte mit.

Liegt er deutlich darunter, wirken sehr niedrige Ausreißer. Ergänze für eine vollständige Lageanalyse auch Minimum, Maximum und Spannweite, um die gesamte Bandbreite der Daten zu erfassen.

Damit wird der Median von einer isolierten Kennzahl zu einem Teil einer konsistenten Datenauswertung. Interaktive Übungen zu Lagemaßen wie Median und Quartilen stellt Khan Academy Statistik bereit.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Ein Personalteam bewertet sieben Bewerbungen mit Punktzahlen aus einem Assessment: 58, 63, 71, 74, 78, 85 und 92 Punkte. Sortiert liegt der Median bei 74 Punkten – genau die mittlere Position.

Das arithmetische Mittel beträgt 74,4 Punkte und weicht kaum ab. Fällt jedoch ein Ausreißer auf, zum Beispiel ein Spitzenergebnis von 130 statt 92, bleibt der Median bei 74, während der Durchschnitt auf 79,9 springt.

Für die Entscheidung, welche Punktzahl als typisches Testergebnis gilt, ist der Median der stabilere Richtwert. Alle Kandidaten unter 74 Punkten als nicht engagiert einstufen und die Einladungsliste direkt darauf aufbauen.

Als zweites Beispiel: Bei sieben gemessenen Immobilienpreisen in einem Stadtviertel — 285.000, 310.000, 325.000, 340.000, 360.000, 395.000 und 1.200.000 Euro — liegt der Median bei 340.000 Euro, während der Durchschnitt durch das eine Luxusobjekt auf rund 459.000 Euro angehoben wird.

Der Median bildet damit den typischen Marktpreis im Viertel realistischer ab. Vergleich Median und Durchschnitt bei Assessment mit und ohne Ausreisser Ein dritter Fall zeigt den Modus als eigenständige Information: Bei den Bewertungen 1, 1, 2, 2 und 3 auf einer Fünf-Punkte-Skala meldet der Rechner den Median 2 und zugleich die Modi 1 und 2.

Der Median allein würde hier eine ruhige Mitte suggerieren; erst die beiden Modi machen sichtbar, dass sich die Antworten auf zwei Schwerpunkte verteilen und ein einzelner Lagewert die Gruppe nicht beschreibt.

Bei gerader Anzahl kommt eine zweite Eigenheit hinzu: Der Median kann ein rechnerischer Zwischenwert sein, der selbst gar nicht auftritt. Aus 4, 7, 9 und 15 wird 8 — eine Zahl, die in der Liste nirgends steht.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein echter Klassiker ist die Verwechslung von Median und Durchschnitt, obwohl der Median nur die mittlere Position der sortierten Liste beschreibt. Ebenso oft bleibt die Liste unsortiert im Kopf, sodass ein zufällig mittig stehender Eingabewert fälschlich als Median gilt.

Bei gerader Anzahl wird zudem einer der beiden mittleren Werte übernommen, obwohl ihr Durchschnitt gebildet werden muss. Mehrfach auftretende Werte beeinflussen oft den Modus, aber nicht automatisch den Median.

Ein weiterer häufiger Irrtum ist die Annahme, dass der Median bei sehr symmetrischen Verteilungen identisch mit dem Durchschnitt ist.

Das gilt mathematisch nur dann exakt, wenn die Verteilung vollständig symmetrisch ist, was in realen Datensätzen selten perfekt zutrifft.

Ebenso übersehen viele, dass der Median bei nominalen oder kategorischen Daten sinnlos ist, weil dort keine natürliche Sortierreihenfolge besteht.

Prüfe daher immer, ob deine Daten eine geordnete, sinnvolle Rangfolge besitzen, bevor du den Median als Lagemaß verwendest. Verbreitet ist auch die Vorstellung, es gebe stets genau einen Modus.

Der Rechner gibt ihn als Liste aus und kann mehrere Werte zugleich nennen: Aus 1, 1, 2, 2 und 3 entstehen die beiden Modi 1 und 2, während der Median bei 2 liegt.

Eine zweigipflige Verteilung ist damit kein Eingabefehler, sondern ein Befund — meist ein Hinweis auf zwei vermischte Gruppen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Median-Rechner gibt den mittleren Wert, Modus, Anzahl und die sortierte Liste zurück.

Vergleiche Median und Durchschnitt: Liegt der Durchschnitt deutlich über dem Median, verschieben Ausreißer das Bild, und der Median ist die belastbarere Kennzahl für typische Werte.

Für typische Lagefragen in Preisauswertungen, Gehaltsanalysen und Qualitätskontrollen bietet der Median-Rechner damit den robustesten Einstiegspunkt.

Nutze ihn immer dann, wenn du weißt oder vermutest, dass einzelne Extremwerte die Aussagekraft des Mittelwerts einschränken, und kombiniere das Ergebnis mit Minimum, Maximum und Quartilen für eine vollständige Lagebeschreibung.

Achte dabei auf zwei Eigenheiten der Ausgabe: Der Modus bleibt leer, sobald jeder Wert nur einmal vorkommt, und er kann mehrere Zahlen zugleich enthalten, wenn zwei Ausprägungen gleich häufig sind.

Bei gerader Anzahl ist der Median zudem das Mittel der beiden mittleren Ränge und damit womöglich ein Wert, der in deinen Daten selbst nicht existiert — für die Lagebeschreibung ist das korrekt, für die Nennung eines konkreten Einzelfalls dagegen untauglich.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Median: 5 | Modus: 4 | Anzahl: 6 | Sortiert: 2, 4, 4, 6, 8, 9

Median einer Werteliste mit Wiederholung

Werte
2, 4, 4, 6, 8, 9

Beispiel 2 · Mittel · Median: 50.000 | Modus: keiner | Anzahl: 5 | Sortiert: 30.000, 40.000, 50.000, 150.000, 500.000

Median von Einkommen (robust gegen Ausreißer)

Werte
30000, 40000, 50000, 150000, 500000

Beispiel 3 · Komplex · Median: 3,5 | Modus: keiner | Anzahl: 6 | Sortiert: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Median bei geraden Werten ohne Wiederholung

Werte
1, 2, 3, 4, 5, 6

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Sieben Assessment-Punktzahlen sortiert dargestellt. Ohne Ausreißer: Median 74, Durchschnitt 74,4. Mit Ausreißer 130 statt 92: Median bleibt 74, Durchschnitt springt auf 79,9.

    Assessment-Bewertung: Median vs Durchschnitt mit Ausreißer-Effekt

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  • Unsortierte Liste 9, 4, 15, 7, 20 wird sortiert zu 4, 7, 9, 15, 20. Der mittlere Wert 9 ist der Median. Bei gerader Anzahl: Durchschnitt der zwei mittleren Werte.

    Median: Sortierung und mittlerer Wert

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  • Balkendiagramm mit 7 Immobilienpreisen: 285k bis 1.200k Euro. Median bei 340k bleibt stabil, Durchschnitt bei 459k wird durch das Luxusobjekt verzerrt.

    Median vs. Durchschnitt bei Immobilienpreisen

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist eine statistische Rechenhilfe für numerische Datenlisten und ersetzt keine vollständige Datenanalyse oder fachliche Einordnung.

Quelle: Medianberechnung aus sortierten numerischen Werten mit zusätzlicher Moduserkennung, Anzahl und Ausgabefolge

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Mathematik / Statistik
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Medianrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/median

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Medianrechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/median

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