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Z-Score berechnen: Z-Wert und Percentilrang online

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Kurzantwort

Der z-Wert gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Messwert vom Mittelwert entfernt liegt. z = 0 liegt genau am Mittelwert, z = +1 eine Standardabweichung darüber. Der Percentilrang zeigt, welcher Anteil der Normalverteilung unter diesem z-Wert liegt.

Z-Score berechnen: Messwert, Mittelwert und Standardabweichung eingeben und z = (x−μ)/σ...

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Z-Wert-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der z-Wert (z-Score) gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Messwert x vom Mittelwert μ einer Normalverteilung entfernt liegt. Die Formel lautet z = (x − μ) / σ.

Positive Werte zeigen, dass x über dem Mittelwert liegt; negative Werte zeigen, dass x darunter liegt. Der z-Wert ist dimensionslos und macht Messwerte aus verschiedenen Skalen vergleichbar.

Der Rechner berechnet zusätzlich den Percentilrang: den Anteil der Normalverteilung, der unterhalb von z liegt. Bei z = 0 sind das 50 %, bei z = +1 rund 84,1 %, bei z = +2 rund 97,7 %.

Das ermöglicht die Einordnung eines Messwerts in eine Vergleichsgruppe – etwa für IQ-Tests, Klausurergebnisse oder Messdaten in der Wissenschaft.

Der eigentliche Nutzen liegt in der Standardisierung: Weil der z-Wert die Entfernung vom Mittelwert in Einheiten der Standardabweichung misst, lassen sich Ergebnisse aus völlig verschiedenen Tests direkt vergleichen, obwohl sie ursprünglich auf ganz unterschiedlichen Skalen gemessen wurden.

Neben dem z-Wert zeigt der Rechner drei abgeleitete Angaben: den Percentilrang sowie die Anteile der Vergleichsgruppe, die unter und über dem Messwert liegen und sich stets zu 100 % ergänzen.

Bei z = 0,5 sind das ein Percentilrang von 69,15 % sowie 69,1 % darunter und 30,9 % darüber.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst den Messwert x, den Mittelwert μ der Referenzverteilung und die Standardabweichung σ ein. Die Standardabweichung muss größer null sein.

Für Schulnoten oder Klausurergebnisse sind μ und σ oft bekannt aus Klassendurchschnitt und Streuung. Für IQ-Tests gilt μ = 100 und σ = 15. Für standardisierte Tests sind spezifische μ- und σ-Werte in der Testdokumentation angegeben.

Entscheidend ist, dass Messwert, Mittelwert und Standardabweichung aus derselben Referenzverteilung stammen und dieselbe Einheit tragen, denn der z-Wert setzt genau diese drei Größen zueinander ins Verhältnis.

Die Standardabweichung muss dabei die Streuung der Grundgesamtheit beschreiben und größer als null sein, weil eine Division durch null nicht definiert ist. Zwei Eingabegrenzen sind gut zu kennen.

Ein σ von 0 führt nicht zu einer Fehlermeldung, sondern zu einer Ausgabe aus lauter Nullen — der z-Wert ist dort schlicht nicht definiert, weil sich ohne Streuung kein Abstand in Streuungseinheiten messen lässt.

Ein versehentlich negativ eingetragenes σ wiederum wird als sein Betrag gelesen: −10 wirkt exakt wie 10. Das ist sachlich vertretbar, weil eine Standardabweichung nie negativ sein kann, verschluckt den Tippfehler aber stillschweigend.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: z-Wert z gleich (x minus μ) geteilt durch σ, Percentilrang Φ(z) z-Wert: z = (x − μ) / σ. Percentilrang: Φ(z) – kumulative Normalverteilungsfunktion (Abramowitz & Stegun 26.2.17).

Beispiel: x = 85, μ = 70, σ = 15. z = (85−70)/15 = 1,0. Φ(1,0) ≈ 84,1 %: Rund 84 % der Vergleichsgruppe liegen unter diesem Wert.

Der z-Wert entsteht in zwei einfachen Rechenschritten: Zuerst ziehst du den Mittelwert vom Messwert ab und erhältst den absoluten Abstand zum Zentrum der Verteilung, dann teilst du diesen Abstand durch die Standardabweichung und drückst ihn dadurch in Streuungseinheiten aus.

Den Percentilrang liefert anschließend die kumulative Normalverteilungsfunktion Φ, die den Flächenanteil links vom z-Wert angibt.

Weil die Standardnormalverteilung symmetrisch ist, gilt für negative z-Werte die gespiegelte Aussage, sodass z = −1,0 einem Percentilrang von rund 16 Prozent entspricht.

68-95-99,7-Regel: Innerhalb ±1σ liegen 68 %, innerhalb ±2σ liegen 95 %, innerhalb ±3σ liegen 99,7 % aller Werte.

Hinter dem Percentilrang steckt eine Näherung und keine exakte Integration: Der Rechner nutzt die Reihenentwicklung 26.2.17 aus Abramowitz & Stegun, deren maximaler Fehler mit 7,5 · 10⁻⁸ angegeben ist.

Für jede praktische Einordnung ist das weit genauer als nötig, sodass die zweite Nachkommastelle des Percentilrangs sicher steht.

Zwei Ankerwerte zum Gegenprüfen: z = 1,96 ergibt einen Percentilrang von 97,5 %, die bekannte Grenze des zweiseitigen 95-%-Intervalls, und z = −1 liefert 15,87 %. Trifft der Rechner diese beiden Werte, arbeitest du mit der richtigen Verteilung.

Z-Wert-Formel: z gleich (x minus μ) geteilt durch σ.
Standardisierungsformel des Z-Wert-Rechners.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Z-Wert-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist ein z-Wert (z-Score) in der Statistik?

Der z-Wert (auch z-Score oder Standardnormalwert) gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Messwert x vom Mittelwert μ einer Verteilung entfernt liegt. Die Formel lautet z = (x − μ) / σ.

Ein positiver z-Wert bedeutet, dass x über dem Mittelwert liegt; ein negativer z-Wert bedeutet, dass x darunter liegt. Bei z = 0 liegt x genau am Mittelwert.

Bei z = +1 liegt x eine Standardabweichung über dem Mittelwert, bei z = +2 zwei Standardabweichungen. Der z-Wert erlaubt den Vergleich von Werten aus verschiedenen Verteilungen, weil er die Einheit herausnormiert.

Beispiel: Ein Testergebnis von 75 bei µ = 70 und σ = 10 ergibt z = (75 − 70) / 10 = 0,5. Das bedeutet, das Ergebnis liegt eine halbe Standardabweichung über dem Klassendurchschnitt.

Weil der z-Wert einheitenlos ist, lassen sich damit zum Beispiel ein Mathe-Test (μ = 70, σ = 10) und ein Sporttest (μ = 12 s, σ = 2 s) direkt miteinander vergleichen.

Wie berechnet man den z-Wert manuell?

Die Formel ist z = (x − μ) / σ. Beispiel: x = 85, μ = 70, σ = 15. Schritt 1: Abweichung berechnen: 85 − 70 = 15. Schritt 2: Durch die Standardabweichung dividieren: 15 / 15 = 1. Also z = 1.

Das bedeutet: 85 liegt genau eine Standardabweichung über dem Mittelwert. Ein zweites Beispiel: x = 55, μ = 70, σ = 15. z = (55 − 70) / 15 = −15 / 15 = −1. Also liegt 55 eine Standardabweichung unter dem Mittelwert.

Der z-Wert ist dimensionslos und für alle Normalverteilungen gleich interpretierbar, egal ob man Körpergrößen in Zentimeter, Testergebnisse in Punkten oder Temperaturen in Grad vergleicht.

Als Faustregel gilt: z zwischen −1 und +1 entspricht dem mittleren Bereich der Verteilung (68,3 % aller Werte). Liegt z außerhalb von ±2, ist das Ergebnis statistisch ungewöhnlich.

Bei der manuellen Berechnung ist es wichtig, die Populationsparameter μ und σ zu verwenden – nicht Stichprobenschätzwerte.

Was sagt der Percentilrang beim z-Wert aus?

Der Percentilrang gibt an, welcher Anteil der (normalverteilten) Population unter dem berechneten z-Wert liegt – ausgedrückt in Prozent. Bei z = 0 liegt der Percentilrang bei 50 %, weil der Mittelwert die Normalverteilung genau halbiert.

Bei z = +1 liegt er bei etwa 84,1 % (d. h. 84,1 % der Population liegt darunter). Bei z = −1 liegt er bei etwa 15,9 %. Bei z = +2 sind es 97,7 %, bei z = −2 nur 2,3 %.

Der Percentilrang wird aus der Fläche unter der Glockenkurve links vom z-Wert berechnet, der sogenannten kumulativen Normalverteilungsfunktion Φ(z). Der Rechner berechnet diesen Wert numerisch mit einer Näherungsformel.

Praktisch bedeutet das: Wer bei einem standardisierten IQ-Test (μ = 100, σ = 15) einen Wert von 130 erzielt, hat z = (130 − 100) / 15 = 2,0 und liegt damit beim Percentilrang 97,7 – er übertrifft 97,7 % der getesteten Population.

Umgekehrt ergibt ein Wert von 85 den z-Wert −1 und den Percentilrang 15,9 %.

Was bedeuten z-Werte von ±1, ±2 und ±3?

Diese Werte beschreiben die bekannte 68-95-99,7-Regel der Normalverteilung. Innerhalb von ±1 σ liegen 68,3 % aller Werte (z zwischen −1 und +1). Innerhalb von ±2 σ liegen 95,4 % aller Werte (z zwischen −2 und +2).

Innerhalb von ±3 σ liegen 99,7 % aller Werte. Ein z-Wert von ±2 gilt deshalb oft als Grenzwert für 'ungewöhnliche' Werte (die äußersten 4,6 % der Verteilung).

In der Qualitätskontrolle wird z. B. ein 6-Sigma-Standard angestrebt, bei dem nur 3,4 Fehler pro Million auftreten. Ein z-Wert über 3 oder unter −3 ist in einer Normalverteilung extrem selten und gilt als starker Ausreißer.

Konkret: Bei einer Körpergrößenverteilung mit μ = 175 cm und σ = 7 cm entspricht z = +2 einer Größe von 189 cm – nur 2,3 % der Population ist größer. Bei z = +3 wäre man 196 cm groß, was auf weniger als 0,15 % der Bevölkerung zutrifft.

Die 68-95-99,7-Regel ist damit eine schnelle Orientierung, wie wahrscheinlich ein gemessener Wert ist.

Für welche Anwendungen wird der z-Wert verwendet?

Z-Werte sind in vielen Bereichen nützlich. In der Schule und Psychologie vergleicht man IQ-Werte, Testergebnisse oder Lernerfolge über verschiedene Klassen hinweg, indem man sie auf denselben z-Score-Maßstab bringt.

In der Medizin dient der z-Score zur Einordnung von Blutwerten, BMI oder Knochendichte in Referenzpopulationen. In der Qualitätskontrolle zeigt der z-Wert, ob ein Messpunkt noch im Toleranzbereich liegt oder als Ausreißer gilt.

In der Finanzwirtschaft wird die Standardnormalverteilung beim Optionspreismodell Black-Scholes verwendet. In der Wissenschaft vergleicht man Messwerte verschiedener Instrumente oder Versuchsbedingungen über Standardisierung miteinander.

In der pädiatrischen Medizin werden Wachstumskurven (Körpergröße, Gewicht, Kopfumfang) als z-Scores ausgedrückt: Ein Kind mit z = −2 bei der Körpergröße liegt unterhalb des 2,3. Perzentils und wird ärztlich beobachtet.

Bei der Analyse von Klausurergebnissen kann ein Lehrer mit μ = 60 Punkten und σ = 12 feststellen, dass ein Schüler mit 84 Punkten z = +2 erreicht – also zu den besten 2,3 % der Klasse gehört.

In der Meteorologie vergleicht man z-Werte von Temperaturen über verschiedene Jahrzehnte, um Klimaanomalien sichtbar zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen z-Wert und t-Wert?

Beide standardisieren eine Beobachtung relativ zu einer Verteilung, aber in unterschiedlichen Situationen. Der z-Wert wird verwendet, wenn die Populationsparameter μ und σ bekannt sind (oder die Stichprobengröße groß genug ist, n > 30).

Der t-Wert wird verwendet, wenn σ unbekannt ist und aus der Stichprobe geschätzt werden muss – dann hängt die Verteilung vom Freiheitsgrad (n−1) ab.

Bei sehr großen Stichproben nähert sich die t-Verteilung der Standardnormalverteilung an, und z- und t-Wert werden nahezu identisch.

Für schulische Aufgaben und standardisierte Tests (IQ, Schulleistung) wird meist der z-Wert mit bekanntem μ und σ verwendet. Für Stichprobenvergleiche in der Forschung ist der t-Test das geeignetere Werkzeug.

Ein konkretes Beispiel: Testet man 10 Schüler auf ihre Reaktionszeit ohne bekanntes σ, nutzt man den t-Test (Freiheitsgrad 9). Sind dagegen μ = 250 ms und σ = 30 ms aus Populationsdaten bekannt, berechnet man direkt den z-Wert.

Bei n ≥ 30 konvergieren die kritischen Werte: z = 1,96 und t ≈ 1,96 für das 5-%-Signifikanzniveau.

Wie hängen z-Wert und Standardnormalverteilung zusammen?

Die Standardnormalverteilung ist eine Normalverteilung mit μ = 0 und σ = 1. Wenn man jeden Messwert x einer beliebigen Normalverteilung mit μ und σ als z = (x − μ) / σ transformiert, erhält man Werte, die der Standardnormalverteilung folgen.

Damit kann man aus einer einzigen Tabelle oder Formel alle Wahrscheinlichkeiten ablesen, egal welche Originalparameter μ und σ die Verteilung hatte. Der Percentilrang ist dann die Fläche unter der Standardnormalverteilung links von z.

Diese Standardisierung ist der Grund, warum z-Werte so universell einsetzbar sind: Sie machen unvergleichliche Skalen vergleichbar. Mathematisch hat die Standardnormalverteilung die Dichtefunktion φ(z) = (1 / √(2π)) · e^(−z²/2).

Die kumulative Verteilungsfunktion Φ(z) gibt den Anteil der Fläche links von z an – konkret: Φ(0) = 0,5, Φ(1) = 0,8413, Φ(2) = 0,9772.

Historisch wurden diese Werte in z-Tabellen nachgeschlagen; heute berechnet der Rechner Φ(z) numerisch mit einer Näherungsformel auf mehrere Dezimalstellen genau. Die Transformation heißt Standardisierung oder Normierung.

Was sind typische Fehler beim Rechnen mit z-Werten?

Fehler 1: μ und σ verwechseln. Die Reihenfolge der Formel ist fest: z = (x − μ) / σ, nicht (μ − x) / σ. Ein falsches Vorzeichen dreht die Richtung der Standardisierung um.

Fehler 2: Den z-Wert mit dem Percentilrang gleichsetzen. z = 1 ist nicht 100 %, sondern 84,1 %. Fehler 3: Die Normalverteilungsannahme ignorieren. Bei stark schiefen oder bimodalen Verteilungen ist der Percentilrang aus dem z-Wert ungenau.

Fehler 4: Stichproben-Standardabweichung statt Populations-Standardabweichung verwenden. Beide unterscheiden sich im Nenner (n−1 vs. n).

Fehler 5: Negative z-Werte falsch interpretieren. z = −1 bedeutet unterdurchschnittlich, aber nicht 'unmöglich' – rund 16 % der Population liegen darunter. Fehler 6: Den x-Wert aus dem z-Wert zurückrechnen, ohne μ oder σ einzusetzen.

Die korrekte Rückrechnung lautet x = μ + z · σ: z = 1,5, μ = 100, σ = 15 ergibt x = 122,5. Fehler 7: Einen z-Wert von 3 als 'unmöglich' bezeichnen – in sehr großen Datensätzen (n = 10.000) treten solche Werte statistisch erwartet auf.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Die 68-95-99,7-Regel: Innerhalb ±1σ liegen 68 %, innerhalb ±2σ liegen 95 %, innerhalb ±3σ liegen 99,7 % aller Werte. Ein z-Wert über +3 oder unter −3 gilt als extremer Ausreißer.

Wichtig: Der Percentilrang aus dem z-Wert gilt nur, wenn die Grundgesamtheit annähernd normalverteilt ist. Bei schiefen Verteilungen liefert die Formel ungenaue Prozentangaben. Für kleine Stichproben (n < 30) ist der t-Test genauer als der z-Test.

Nutze die 68-95-99,7-Regel als schnellen Plausibilitätscheck: Ein z-Wert zwischen −1 und +1 beschreibt einen im Mittelfeld liegenden, unauffälligen Messwert, während Werte jenseits von ±2 bereits zu den selteneren 5 Prozent an den Rändern gehören.

Behalte dabei im Kopf, dass der Percentilrang nur so verlässlich ist wie die Annahme der Normalverteilung: Bei deutlich schiefen oder mehrgipfligen Daten stimmen die abgelesenen Prozentwerte nicht mehr.

Prüfe deshalb vor der Interpretation, ob deine Grundgesamtheit annähernd glockenförmig verteilt ist, und greife bei kleinen Stichproben unter etwa 30 Werten lieber zur t-Verteilung.

Beachte außerdem die unterschiedliche Rundung der Ausgaben: Den Percentilrang rundet der Rechner auf zwei Nachkommastellen, die Anteile darunter und darüber nur auf eine.

Bei z = 0,5 stehen deshalb 69,15 % und 69,1 % nebeneinander, ohne dass darin ein Widerspruch läge.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

IQ-Test: x = 130, μ = 100, σ = 15. z = (130−100)/15 = 2,0. Percentilrang ≈ 97,7 %. Ein IQ von 130 liegt im Top-2,3 % der Bevölkerung. Klausurergebnis: x = 62 Punkte, μ = 55, σ = 12. z = (62−55)/12 = 0,58. Percentilrang ≈ 72 %.

Das Ergebnis ist besser als rund 72 % der Klausurteilnehmer. Blutdruck: x = 130 mmHg bei μ = 120 und σ = 10 ergibt z = 1,0 – leicht erhöht, aber noch innerhalb der 68 %-Spanne der Referenzgruppe.

Diese drei Beispiele zeigen dieselbe Mechanik auf ganz verschiedenen Skalen: Ein Rohwert wird über z = (x − μ) / σ in eine vergleichbare Kennzahl überführt und dann in einen Percentilrang übersetzt.

Beim IQ von 130 bedeutet der z-Wert 2,0 einen Percentilrang von rund 97,7 Prozent, sodass nur etwa 2,3 Prozent der Bevölkerung höher liegen.

Das Klausurergebnis mit z = 0,58 wirkt auf der Rohskala unscheinbar, ordnet sich aber immer noch oberhalb von rund 72 Prozent der Teilnehmer ein.

Wichtig ist die Einordnung des Blutdruck-Beispiels: Der z-Wert von 1,0 ist eine rein statistische Lageangabe innerhalb der Referenzgruppe und ersetzt keine ärztliche Bewertung.

Alle drei Fälle lassen sich am Rechner direkt nachvollziehen: 130 bei μ = 100 und σ = 15 ergibt z = 2 und den Percentilrang 97,72 %; 62 bei μ = 55 und σ = 12 ergibt z = 0,5833 und 72,02 %.

Den z-Wert rundet der Rechner auf vier Nachkommastellen, weshalb dort 0,5833 und nicht 0,58 erscheint.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Fehler 1: μ und σ vertauschen – z = (x − σ) / μ statt z = (x − μ) / σ. Fehler 2: Percentilrang mit z-Wert gleichsetzen – z = 1 entspricht 84 %, nicht 100 %.

Fehler 3: Normalverteilungsannahme ignorieren – bei schiefen Daten ist der Percentilrang aus z ungenau. Fehler 4: Stichproben-Standardabweichung (Nenner n−1) statt Populations-Standardabweichung (Nenner n) verwenden.

Fehler 5: den z-Wert selbst schon für einen Prozentwert halten, obwohl er zunächst nur eine Anzahl von Standardabweichungen ausdrückt und erst über die Verteilungsfunktion in einen Percentilrang übersetzt wird.

Fehler 6: das Vorzeichen falsch deuten, denn ein negativer z-Wert bedeutet nicht ein schlechtes Ergebnis, sondern lediglich eine Lage unterhalb des Mittelwerts.

Fehler 7: den Percentilrang auf Daten anwenden, die gar nicht normalverteilt sind, wodurch die Prozentangabe systematisch daneben liegt.

Wer diese Punkte beachtet, μ und σ sauber zuordnet und die Normalverteilungsannahme vorab prüft, erhält aus dem z-Wert eine belastbare Einordnung statt einer scheingenauen Zahl.

Fehler 8: σ und μ aus verschiedenen Quellen kombinieren, etwa die Streuung der eigenen Klasse mit dem Mittelwert einer bundesweiten Norm. Der z-Wert misst dann einen Abstand zwischen zwei Verteilungen statt einer Lage innerhalb einer einzigen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Z-Wert-Rechner standardisiert einen Messwert x auf die Standardnormalverteilung (μ=0, σ=1) und gibt den Percentilrang aus. Nutze ihn für IQ-Tests, Klausurergebnisse und Qualitätskontrolle. Merke: z = +1 → 84 %, z = +2 → 97,7 %.

Die Normalverteilungsannahme muss erfüllt sein, sonst sind die Percentilwerte ungenau.

In der Praxis rechnest du zuerst den z-Wert aus, um die Entfernung vom Mittelwert in Standardabweichungen zu bestimmen, und liest danach den Percentilrang ab, der den Anteil der Vergleichsgruppe unterhalb deines Messwerts angibt.

Achte darauf, μ und σ nicht zu vertauschen und die Werte aus derselben Referenzverteilung zu nehmen, und behandle den Percentilrang bei nicht normalverteilten Daten als groben Näherungswert.

Zwei Ankerwerte machen die Kontrolle einfach: z = 1,96 muss 97,5 % ergeben und z = 0 exakt 50 %.

Und bedenke, dass σ = 0 keine Fehlermeldung erzeugt, sondern eine Ausgabe aus lauter Nullen — ein Ergebnis, das nur besagt, dass die Frage so nicht gestellt werden kann.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · z = 0,5 | Percentil ≈ 69,1 %

Testergebnis leicht überdurchschnittlich

x
75
mu
70
sigma
10

Beispiel 2 · Mittel · z = 2,0 | Percentil ≈ 97,7 %

IQ-Wert 130 (µ=100, σ=15)

x
130
mu
100
sigma
15

Beispiel 3 · Komplex · z = −1,0 | Percentil ≈ 15,9 %

Unterdurchschnittlicher Wert

x
55
mu
70
sigma
15

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Weiternutzung

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  • Infografik: z-Wert (z-Score) und Percentilrang, Z-WERT, (x  −  μ), PERCENTILRANG, Φ(z), 68-95-99,7-Regel: ±1σ → 68 %  |  ±2σ → 95 %  |  ±3σ → 99,7 %, VARIABLEN, Messwert.

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Percentilrang gilt nur für normalverteilte Daten. Bei nicht-normalverteilten Populationen weicht der tatsächliche Percentilrang ab. Für klinische oder forensische Entscheidungen immer Fachexperten hinzuziehen.

Quelle: Standardnormalverteilung z = (x−μ)/σ; CDF-Approximation nach Abramowitz & Stegun (1964), Formel 26.2.17.

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Statistik
Formeln basieren auf
z = (x − μ) / σ; Percentilrang über numerische Approximation der Normalverteilungs-CDF (Abramowitz & Stegun).
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). Z-Wert-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/statistik/z-wert-rechner

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