Überblick
Was ist der Verdunstungskühlungs-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Die Verdunstungskühlung — auch Verdunstungskälte oder adiabate Kühlung genannt — nutzt einen alltäglichen physikalischen Effekt: Wenn Wasser verdunstet, entzieht es der Umgebung Wärme und kühlt so die Luft ab. Verdunstungskälte bezeichnet genau diesen Kühleffekt beim Verdunsten von Wasser; adiabate Kühlung beschreibt dasselbe Prinzip in der Meteorologie und Klimatechnik — Abkühlung ohne externe Energie, allein durch Phasenübergang.
Genau das passiert, wenn nasse Haut im Wind kühl wird oder ein Verdunstungskühler Luft durch ein feuchtes Element saugt. Grundlegende Forschung zur Verdunstungskühlung dokumentiert das Journal of Applied Meteorology and Climatology.
Dieser Rechner bestimmt aus Lufttemperatur, relativer Luftfeuchtigkeit und dem Wirkungsgrad der Methode, wie stark sich die Luft durch Verdunstung abkühlen lässt.
Verdunstungskühlung senkt bei 30 % relativer Feuchte die Temperatur um bis zu etwa 10 °C. Bei 80 % relativer Feuchte ist kaum noch Kühleffekt möglich, weil die Luft bereits fast gesättigt ist und kaum noch Wasser aufnehmen kann.
Die physikalische Untergrenze bildet die Feuchtkugeltemperatur; für deren genaue Berechnung nutze den Feuchtkugeltemperatur-Rechner.
Anders als eine Klimaanlage senkt die Verdunstungskühlung die Temperatur, erhöht dabei aber die Luftfeuchtigkeit, weshalb sie vor allem in trockener Hitze und in gut belüfteten Räumen sinnvoll ist.