Überblick
Was ist der Taupunkt?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die Luft abgekühlt werden müsste, damit der enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt; an genau dieser Grenze ist die Luft zu 100 Prozent gesättigt. Dieser Rechner bestimmt aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit die Taupunkttemperatur sowie den Abstand zwischen Lufttemperatur und Taupunkt, der angibt, wie nah die Luft an der Sättigung ist.
Je kleiner dieser Abstand, desto feuchter wirkt die Luft und desto eher schlägt sich an kalten Oberflächen Kondenswasser nieder.
Der Taupunkt ist damit für alle relevant, die beschlagene Fenster, feuchte Kellerluft, Kondenswasser an Rohrleitungen oder schwüles Sommerklima verstehen und einordnen möchten.
Anders als die relative Luftfeuchtigkeit, die immer von der Temperatur abhängt, beschreibt der Taupunkt direkt die kritische Grenztemperatur und bleibt beim Vergleich verschiedener Räume oder Außenpunkte aussagekräftig.
So eignet er sich für Raumklima-Fragen ebenso wie für Leitungen, Fahrzeuge oder Außenmessungen. Wann fühlt sich der Taupunkt schwül an?
Taupunkt unter 10 °C gilt als angenehm trocken, 10–16 °C als behaglich, 16–18 °C als schwül, über 18 °C als drückend oder tropisch schwül. Was sagt der Taupunkt beim Wetter aus?
Er zeigt direkt, wie viel Wasserdampf in der Luft steckt: Ein Taupunkt von 20 °C an einem Sommertag bedeutet tropisch schwüle Luft, bei der Schweiß kaum noch verdunsten kann.
Taupunkt und Schimmelrisiko hängen unmittelbar zusammen: Liegt die Wandoberflächentemperatur unter dem berechneten Taupunkt, fällt Kondenswasser aus und Schimmel kann entstehen.
Für eine vollständige Bewertung der Schimmelgefahr nach Wandtemperatur und relativer Feuchte nutze den Schimmelrisiko-Rechner.