Überblick
Was ist der Thermischer Komfort-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
An alle, die wissen wollen, ob sich eine Wettersituation oder ein Aufenthaltsort noch behaglich anfühlt und nicht bloß warm oder kalt ist, richtet sich der thermische Komfort-Rechner. Das ist nützlich für Außengastronomie, Events, leichte Aktivität, Wege zwischen Innen- und Außenbereich oder die Frage, welche Kleidung im Alltag angenehm bleibt.
Statt nur eine Temperatur auszugeben, übersetzt der Rechner die Lufttemperatur, die relative Luftfeuchtigkeit, die Windgeschwindigkeit und das Aktivitätslevel in eine Komfortstufe. Was ist der PMV-Wert?
Der PMV (Predicted Mean Vote, dt. vorhergesagtes mittleres Votum) ist das internationale Standardmaß für thermischen Komfort nach DIN EN ISO 7730. Er misst das mittlere Wärmeempfinden einer Personengruppe auf einer Skala von −3 (sehr kalt) bis +3 (sehr heiß).
Als behaglich gilt ein PMV-Bereich von −0,5 bis +0,5, was einem PPD (Predicted Percentage of Dissatisfied, dt. Anteil unzufriedener Personen) von weniger als 10 % entspricht.
Konkret: Bei 22 °C, leichter Bekleidung (1,0 clo), sitzender Tätigkeit (1,0 met) und 0,1 m/s Luftbewegung liegt der PMV nahe 0 – mehr als 90 % der Personen empfinden das als behaglich.
Das Modell basiert auf den Forschungen von ASHRAE zur menschlichen Wärmeregulation.
Behaglichkeit entsteht nämlich nicht aus der Temperatur allein: Bewegung erzeugt Körperwärme, Wind kühlt die Haut und hohe Luftfeuchte bremst die Schweißverdunstung, sodass derselbe Messwert für eine sitzende und eine aktive Person ganz unterschiedlich wirkt.
Der Rechner fasst diese Einflüsse zu einem Behaglichkeits-Score zusammen, dessen Nulllinie für den komfortablen Bereich steht, während negative Werte auf zu kühl und positive Werte auf zu warm hindeuten.
So erkennst du, ob ein Aufenthaltsort tatsächlich angenehm bleibt oder ob du mit Kleidung, Schatten oder Wärmequellen nachsteuern solltest.