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Sauna-Aufguss berechnen: Menge und Luftfeuchtigkeit

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Kurzantwort

Der Sauna-Aufguss-Rechner schätzt den Temperaturabfall und die resultierende Luftfeuchtigkeit nach einem Aufguss. Die Ergebnisse dienen als Planungs- und Vergleichshilfe für unterschiedliche Aufgussintensitäten.

Aufgussmenge für die Sauna berechnen, Luftfeuchteanstieg abschätzen und Aufguss-Intensität...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Sauna-Aufguss-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie ein Aufguss das Kabinenklima verändert, schätzt der Sauna-Aufguss-Rechner ab: Aus Kabinenvolumen, Saunatemperatur und der eingesetzten Aufgussmenge in Millilitern berechnet er den Temperaturabfall durch verdunstendes Wasser und die resultierende Luftfeuchtigkeit. Welche Luftfeuchtigkeit herrscht in verschiedenen Saunatypen?

Finnische Sauna: 80–100 °C Temperatur, 5–15 % relative Feuchte vor dem Aufguss. Bio-Sauna (Sanarium): 45–60 °C Temperatur, 40–55 % relative Feuchte. Dampfbad: bis 45 °C Temperatur, nahezu 100 % relative Feuchte — kein klassischer Aufguss möglich.

Ein Aufguss in der Finnischen Sauna hebt die relative Feuchte kurzfristig auf 15–25 %, bevor sie sich wieder absenkt.

Beim Aufguss entzieht das verdampfende Wasser der Saunaluft latente Wärme, wodurch die Temperatur kurz sinkt, während die zugeführte Wassermenge die absolute Feuchte und damit den als heiß empfundenen Feuchte-Peak anhebt.

Genau dieses Zusammenspiel aus Wassermenge, Raumvolumen und Belastungssprung lässt sich nach Gefühl schwer dosieren.

Der Rechner richtet sich an private Sauna-Besitzer, Saunameister und alle, die Aufgüsse reproduzierbar auf Kabinengröße und gewünschtes Belastungsniveau abstimmen wollen. Empfehlungen zu Aufgussintensität und Saunaregeln veröffentlicht der Deutsche Sauna-Bund.

So lässt sich einschätzen, ob eine Dosis für eine kleine oder große Kabine angemessen ist und ob der Intensitätssprung für die Gäste verträglich bleibt.

Für die allgemeine Berechnung der Sauna-Luftfeuchtigkeit und Umrechnung zwischen relativer und absoluter Feuchte nutze den Luftfeuchtigkeit-Umrechner. Alle Feuchtigkeits-Rechner: Luftfeuchtigkeit-Übersicht. Saunatypen im Vergleich: Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du trägst Saunavolumen in m³, aktuelle Temperatur, gewünschte Luftfeuchtigkeit nach dem Aufguss und die tatsächlich eingesetzte Aufgussmenge in Millilitern ein. Das Volumen lässt sich aus Länge mal Breite mal Höhe der Kabine bestimmen, die Temperatur über das Saunathermometer und die Wassermenge oft über Kellenvolumen oder Messbecher.

Häufige Fehler sind die Verwechslung von Litern und Millilitern, das Schätzen eines zu kleinen Raumvolumens und die Annahme, dass das gesamte Wasser sofort und vollständig verdampft.

Miss das Kabinenvolumen lieber einmal nach, statt es zu schätzen: Schon ein halber Meter Unterschied in der Länge verschiebt das Ergebnis spürbar, weil sich der zugeführte Wasserdampf auf ein anderes Luftvolumen verteilt.

Als Temperatur trägst du den Wert ein, den das Saunathermometer kurz vor dem Aufguss tatsächlich anzeigt, und nicht den am Ofen eingestellten Sollwert.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung kombiniert Verdampfungswärme und Luftfeuchte. Zuerst ermittelt der Rechner aus der Aufgussmenge die latente Wärme des verdampfenden Wassers — die thermodynamischen Stoffdaten stammen aus dem NIST Chemistry WebBook; geteilt durch die angenommene effektive Wärmekapazität der Kabinenluft ergibt das den Temperaturabfall.

Anschließend berechnet er die zusätzliche absolute Feuchte pro Raumvolumen und setzt sie zur maximal möglichen Feuchte bei der neuen Temperatur in Beziehung.

Beispiel: Bei 12 m³ Saunavolumen, 85 °C und 250 ml Aufgusswasser ergibt die Berechnung ungefähr 2,5 °C Temperaturabfall und eine resultierende Luftfeuchte von rund 20 %.

Der Rechner arbeitet dabei bewusst mit einer Abschätzung, denn in einer realen Kabine verdampft nie die gesamte Kelle auf einen Schlag: Ein Teil des Wassers rinnt am Ofenstein ab, ein weiterer Teil schlägt sich an Holz, Bänken und Gästen nieder.

Genau deshalb ist das Ergebnis als Größenordnung zu lesen, die Aufgüsse untereinander vergleichbar macht, und nicht als exakte Messgröße für ein einzelnes Aufgussritual. Wirkung eines Aufgusses auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Formelgrafik: Temperaturabfall beim Sauna-Aufguss aus Aufgussmenge und Saunavolumen.
2257 kJ/kg ist die Verdampfungsenthalpie von Wasser bei 100 °C. Der Faktor 0,5 ist der angenommene Verdampfungsanteil; 9,5 kJ/(m³·K) die effektive Wärmekapazität der Kabinenluft.

Nachschlagen

Saunaaufguss-Tabelle: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wassermenge je Saunatyp

Richtwerte für Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit vor und nach Aufguss sowie empfohlene Wassermenge je Saunatyp. Finnische Sauna: 80–100 °C, 5–15 % relative Feuchte. Bio-Sauna: 45–60 °C, 40–55 % relative Feuchte. Dampfbad: bis 45 °C, nahezu 100 % relative Feuchte.

Saunatypen im Vergleich: Temperatur (°C), rel. Luftfeuchtigkeit (%) und Aufguss-Wassermenge (ml/m³)
SaunatypTemperatur (°C)rF vor Aufguss (%)rF nach Aufguss (%)Wassermenge (ml/m³)Aufguss-Häufigkeit
Finnische Sauna80–1005–1015–2580–120alle 15–20 Min.
Biosauna (Sanarium)45–6030–5050–7050–80alle 20–30 Min.
Dampfbad40–5090–100100nicht üblichkein Aufguss
Infrarotsauna40–6020–4020–40nicht üblichkein Aufguss
Kräuter-/Aufguss-Sauna60–8010–2025–4060–100alle 15–20 Min.

Richtwerte nach Empfehlungen des Deutschen Sauna-Bundes (DSB). Sicherheitshinweis: Niemals Wasser direkt auf elektrische Heizkörper schütten. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangerschaft oder nach Alkoholkonsum auf Saunabesuche verzichten. Aufgussduft (ätherische Öle) nur in Biosauna-geeigneter Konzentration verwenden.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Sauna-Aufguss-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie bestimmst du das Saunavolumen für den Rechner sauber?

Miss Länge, Breite und Höhe der nutzbaren Kabine in Metern und multipliziere die drei Werte zum Rauminhalt in Kubikmetern.

Das Ergebnis in m³ steuert direkt, wie viele Milliliter Aufgusswasser pro Kubikmeter im Rechner ankommen und wie stark Temperaturabfall sowie Feuchteanstieg ausfallen.

Wird das Volumen zu klein angesetzt, wirkt derselbe Aufguss rechnerisch zu hart; mit korrektem m³-Wert kannst du die Dosierung je Gang gezielt auf mild, mittel oder intensiv abstimmen.

Eine kleine Heimkabine mit etwa 8 m³ reagiert auf 300 ml Wasser deutlich heftiger als ein gewerblicher Raum mit 20 m³, weil sich derselbe Wasserdampf auf weniger Luft verteilt und die relative Feuchte schneller steigt.

Typische Heimkabinen liegen bei 6 bis 12 m³, gewerbliche Saunen oft bei 15 bis 30 m³ – der Rechner wandelt das Volumen sofort in die passende ml-Dosierung um, sobald du den m³-Wert eingibst.

Warum ist ml pro Kubikmeter aussagekräftiger als die übliche Eine-Kelle-mehr-Regel?

Weil 200 bis 300 ml in einer kleinen Kabine eine ganz andere Belastung erzeugen als in einer großen gewerblichen Sauna.

Der Rechner verteilt die Wassermenge auf das reale Raumvolumen und macht so vergleichbar, ob dein Aufguss mild, knackig oder zu hart dosiert ist.

Eine Kelle fasst je nach Modell zwischen 150 und 350 ml, sodass die Faustregel ohne Bezug zur Kabinengröße kaum reproduzierbar bleibt.

Mit dem Wert ml pro m³ rechnest du die Dosierung dagegen sauber auf das Volumen herunter und kannst Rezepte zwischen verschiedenen Kabinen übertragen.

So lässt sich ein bewährter Aufguss aus der 10-m³-Heimsauna gezielt auf eine größere Anlage skalieren, ohne dass die gewünschte Intensität verloren geht.

Als Richtwert für eine sanfte Grundfeuchte in einer finnischen Trockensauna bei 80 Grad gelten etwa 8 bis 12 ml pro m³; für einen kräftigen Hitzeschwall steigen erfahrene Aufgussmeister auf 15 bis 20 ml pro m³ und halten dabei die relative Luftfeuchtigkeit gezielt im Bereich von 20 bis 40 Prozent.

Was bedeutet die gewünschte Luftfeuchtigkeit nach dem Aufguss im Formular?

Sie beschreibt den kurzfristig angestrebten Peak der relativen Luftfeuchtigkeit direkt nach dem Verdampfen, nicht die dauerhafte Saunaluft über den ganzen Gang.

Genau mit diesem Zielwert prüfst du, ob deine geplante Wassermenge zur Kabinengröße und zum gewünschten Intensitätsniveau passt.

In einer klassischen finnischen Sauna liegt die Grundfeuchte bei nur etwa 5 bis 15 Prozent, während der Aufguss sie kurzzeitig deutlich anhebt und so den typischen Hitzeschwall auslöst.

Die relative Feuchte gibt an, wie nah die Luft an der Sättigung mit Wasserdampf ist; je höher sie steigt, desto schlechter verdunstet Schweiß und desto intensiver wirkt die Hitze auf der Haut, obwohl das Thermometer kaum klettert.

Gibst du im Sauna-Aufguss-Rechner ein Kabinenvolumen von 10 m³ und eine Ziel-Luftfeuchtigkeit von 30 Prozent bei 85 Grad ein, errechnet er dir präzise, wie viele Milliliter Wasser du auf die Steine gießen musst, um diesen Feuchte-Peak exakt zu erreichen.

Warum sinkt die Temperatur rechnerisch, obwohl sich der Aufguss stärker anfühlt?

Weil das verdampfende Wasser Verdunstungswärme bindet und dadurch die Lufttemperatur leicht drückt, zugleich aber den Wasserdampfgehalt abrupt erhöht.

Die Hitze wirkt intensiver, weil die Luft feuchter wird und Schweiß schlechter verdunstet, nicht weil das Thermometer sofort höher steigt.

Der Schweiß auf der Haut kühlt normalerweise durch Verdunstung; steigt die relative Luftfeuchtigkeit nach dem Aufguss stark an, wird diese Kühlung gebremst und der Körper empfindet die gleiche Temperatur als heißer.

Physikalisch kostet das Verdampfen von einem Liter Wasser rund 2257 Kilojoule, die der Saunaluft als Wärme entzogen werden, weshalb die gemessene Temperatur kurz nach dem Guss tatsächlich ein wenig fällt, bevor sich der Ofen wieder durchsetzt.

In einer 8-m³-Heimkabine bei 90 Grad kannst du im Sauna-Aufguss-Rechner ablesen, dass 200 ml Aufgusswasser die relative Luftfeuchtigkeit von rund 8 auf über 25 Prozent anhebt und die Lufttemperatur dabei typischerweise um ein bis zwei Grad Celsius sinkt.

Wann sind mehrere kleine Aufgüsse sinnvoller als ein großer?

Wenn du die Belastung steuerbarer halten willst, etwa bei gemischten Gruppen oder langen Saunaabenden.

Mehrere kleinere Gaben lassen den Feuchte-Peak kontrollierter steigen und vermeiden, dass eine einzelne Wassermenge die Kabine zu abrupt in einen sehr harten Bereich schiebt.

Teilst du 300 ml in zwei oder drei Portionen, kannst du nach jeder Kelle prüfen, wie die Gruppe reagiert, und die nächste Gabe anpassen oder ganz weglassen.

Das ist besonders dann hilfreich, wenn Einsteiger und erfahrene Saunagänger gemeinsam sitzen oder wenn der Aufguss über mehrere Minuten gleichmäßig wirken soll, statt die Spitzenfeuchte in einem einzigen kurzen Schwall zu erreichen und danach steil abzufallen.

Bei einem 12-m³-Saunaraum und einem Ziel von 20 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit errechnet der Rechner etwa 240 ml Gesamtmenge; aufgeteilt auf drei Gaben à 80 ml verteilt sich der Feuchte-Aufbau über mehrere Minuten und verlängert so die Wirkungsdauer des Aufgusses spürbar.

Wie liest du die Intensitätsstufen für private Saunaabende praktisch?

Als Vergleichshilfe zwischen Rezepten, Kabinengrößen und Zielgruppen, nicht als feste medizinische Grenze.

Eine als intensiv eingestufte Stufe kann für erfahrene Saunagänger gewollt sein, für Einsteiger oder längere Sitzzeiten aber schon zu viel bedeuten.

Der Rechner macht die Dosierung reproduzierbar statt bloß gefühlt, indem er die Wassermenge ins Verhältnis zum Raumvolumen setzt und daraus eine Einordnung von mild bis hart ableitet.

So kannst du dieselbe Wassermenge bewusst auf die Runde abstimmen: für eine gemischte Familie eher die mildere Stufe wählen, für einen Aufguss unter geübten Saunagängern dagegen den intensiveren Bereich, und beide Male nachvollziehen, warum die jeweilige Dosierung in deiner Kabine zu diesem Ergebnis führt.

Als grober Richtwert gilt: bis 8 ml pro m³ sind mild, 8 bis 15 ml pro m³ mittel und über 15 ml pro m³ intensiv – in einer 10-m³-Kabine entsprechen das 80 ml, 150 ml beziehungsweise mehr als 150 ml Aufgusswasser.

Was passiert, wenn in der Praxis nicht das ganze Wasser sofort verdampft?

Verdampft die Aufgussmenge nicht vollständig, bleibt die tatsächliche Luftfeuchtigkeit im Saunaraum unter dem berechneten Wert.

Der Sauna-Aufguss-Rechner kalkuliert stets den theoretischen Maximalwert bei vollständiger Verdampfung des aufgegossenen Wassers.

Der reale Peak fällt bei unvollständiger Verdampfung oft geringer oder zeitlich verzögert aus, abhängig von Ofentyp, Steinmenge, Kelle und Wedeltechnik.

Ein gut durchgeheizter Saunaofen mit ausreichend heißen Steinen bei rund 80 bis 100 Grad verdampft das Wasser nahezu sofort, während ein zu kühler Ofen einen Teil als Spritzwasser ablaufen lässt.

Deshalb solltest du den Rechnerwert als obere Orientierung verstehen und in der Praxis vorsichtig herantasten, statt dich blind auf die Maximalfeuchte zu verlassen.

Bei einem 10-m³-Raum und 150 ml Aufgusswasser berechnet der Rechner beispielsweise einen Feuchte-Peak von rund 18 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit; erreicht die Saunaluft diesen Wert nicht, liegt das fast immer an zu wenig Steinmasse oder einer Steintemperatur unter 80 Grad.

Was berücksichtigt der Rechner bei Sicherheit und Gesundheit bewusst nicht?

Der Aufguss-Rechner berücksichtigt keine individuellen Vorerkrankungen, keine Betreiberregeln und keine reale Belastungsgrenze einzelner Personen.

Auch der gefühlte Druck auf den Kreislauf bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze wird nicht bewertet. Er unterstützt die Dosierung der Aufgussmenge, ersetzt aber weder ärztlichen Rat noch den gesunden Abbruch eines zu belastenden Saunagangs.

Gerade Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Schwangere oder Personen nach Alkoholgenuss sollten unabhängig vom Rechnerergebnis vorsichtig dosieren und im Zweifel den Gang verkürzen.

Der Rechner ist ein Werkzeug zur Planung der Wassermenge und Intensität, kein Sicherheitssystem; auf Schwindel, Übelkeit oder Unwohlsein musst du immer selbst reagieren und die Kabine rechtzeitig verlassen.

Auch eine ausreichende Abkühlung und Erholung zwischen den Gängen sowie genügend Trinken bleiben in deiner eigenen Verantwortung und werden vom rechnerischen Ergebnis nicht abgebildet.

Der Sauna-Aufguss-Rechner zeigt dir, wie sich eine bestimmte Wassermenge in ml auf die relative Luftfeuchtigkeit in deinem Saunavolumen in m³ auswirkt – nicht, ob diese Feuchte für dich persönlich gesundheitlich unbedenklich ist.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn du 12 m³ Saunavolumen, 85 °C und 250 ml Aufgusswasser eingibst, zeigt das Ergebnis: −2,5 °C Temperaturabfall und rund 20 % resultierende Luftfeuchtigkeit. Das bedeutet fachlich: Die Aufgussdosis ist für eine mittelgroße Kabine moderat, der Feuchte-Peak deutlich, aber noch nicht maximal belastend.

Als nächsten Schritt verkleinerst du das Volumen auf 8 m³ und siehst sofort, dass dieselbe Wassermenge in kleineren Kabinen einen deutlich stärkeren Effekt hat und bei empfindlichen Personen früh angepasst werden sollte.

Praxisbeispiel: Eine Saunakabine mit 8 m³ Volumen, 90 °C und 200 ml Aufgusswasser ergibt rund 3 °C Temperaturabfall und 20 % Luftfeuchte — das sind 25 ml je Kubikmeter, was der Rechner bereits als „Sehr intensiv“ einordnet; für ungeübte Gäste empfiehlt sich eine Reduzierung auf 120 ml, um den Intensitätssprung auf verträglichem Niveau zu halten.

Gieße das Wasser außerdem langsam und in mehreren kleinen Portionen auf: Eine einzelne große Kelle setzt den Dampf schlagartig frei, wodurch die Hitzewirkung subjektiv härter ausfällt, als der berechnete Feuchtewert vermuten lässt.

Umgekehrt nutzt der Abkühlraum denselben Effekt in die andere Richtung: Wie viel Kühlung Verdunstung bei gegebener Luftfeuchte überhaupt hergibt, beziffert der Verdunstungskühlungs-Rechner.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Thomas betreibt eine private Sauna mit 10 m³ Kabinenvolumen und 90 °C. Er möchte für drei Gäste einen intensiven Aufguss gestalten und fragt sich, ob 300 ml Wasser mit ätherischem Öl passend sind.

Er gibt 10 m³, 90 °C und 300 ml ein und erhält ungefähr 3,6 °C Temperaturabfall und rund 21 % resultierende Luftfeuchtigkeit; die Dosis von 30 ml je Kubikmeter stuft der Rechner dabei als „Sehr intensiv“ ein.

Rechenweg: Von den 300 ml verdampfen realistisch rund 150 ml tatsächlich in die Kabinenluft und binden dabei rund 340 kJ latente Wärme, die der Kabinenluft entzogen werden und den Temperaturabfall von etwa 3,6 Kelvin verursachen; verteilt auf 10 m³ Raumvolumen hebt der zugeführte Wasserdampf die absolute Feuchte so weit an, dass bei der abgesenkten Temperatur rund 21 % relative Feuchte erreicht werden.

Da alle Gäste erfahrene Saunagänger sind, findet Thomas diesen Belastungssprung in Ordnung. Für seinen nächsten Familientag mit Kindern plant er stattdessen nur 150 ml und längere Pausen zwischen den Aufgüssen.

Dass nicht die Milliliter, sondern die Milliliter je Kubikmeter zählen, macht ein Quervergleich sichtbar: 200 ml in einer 8-m³-Kabine und 500 ml in einer 20-m³-Kabine ergeben beide exakt 2,97 K Temperaturabfall — in beiden Fällen sind es 25 ml/m³.

Die kleine Kabine bei 90 °C landet damit bei 19,96 % Luftfeuchtigkeit und der Einstufung „Sehr intensiv“. Sauna-Aufguss: 300 ml auf 10 m³ bei 90 °C ergibt 3,6 °C Abfall und 21 % Feuchte

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Eine typische Fehlannahme ist, dass mehr Aufgusswasser nur mehr Dampf, aber keinen spürbaren Belastungssprung erzeugt, dabei hebt jede zusätzliche Wassermenge die absolute Feuchte und damit die Hitzewirkung deutlich an. Ebenso oft wird die kurzzeitige resultierende Luftfeuchtigkeit nach dem Aufguss mit der dauerhaft herrschenden Saunaluft verwechselt, obwohl der Aufguss nur einen kurzen Feuchte-Peak erzeugt, der sich danach wieder abbaut.

Ein dritter Fehler ist die Annahme, dieselbe Wassermenge wirke in jeder Kabine gleich, obwohl ein kleines Kabinenvolumen den Temperaturabfall und die Feuchte pro Aufguss stark verstärkt.

Viertens werden Rezepte aus fremden Saunen übernommen, ohne Saunatemperatur, Luftbewegung und individuelle Belastbarkeit der Gäste zu berücksichtigen.

Ein fünfter Irrtum betrifft das Wedeln mit dem Handtuch: Es erzeugt keinen zusätzlichen Wasserdampf, verteilt die heiße und feuchte Luft aber gleichmäßig auf die Haut und hebt die gefühlte Belastung deutlich an, obwohl der berechnete Feuchtewert unverändert bleibt.

Wenig bekannt ist, mit welchen Annahmen der Rechner arbeitet: Er unterstellt, dass nur die Hälfte des Aufgusswassers wirklich verdampft, während der Rest am Stein abtropft, und er startet stets von 15 % Ausgangsfeuchte in der Kabine.

Den Temperaturabfall begrenzt er zudem auf höchstens 12 K. Wer eine bereits feuchte Kabine oder einen sehr saugfähigen Ofenstein hat, sollte die Ergebnisse deshalb als Richtwert und nicht als Messung lesen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Sauna-Aufguss-Rechner berechnet aus Kabinenvolumen, Saunatemperatur und Aufgussmenge sowohl den kurzzeitigen Temperaturabfall durch verdampfendes Wasser als auch die resultierende Luftfeuchtigkeit und zeigt damit, ob die geplante Dosis für Raumgröße und Gäste angemessen oder zu intensiv ist.

So lässt sich der Belastungssprung eines Aufgusses reproduzierbar statt nur nach Gefühl dosieren.

Als nächsten Schritt gibst du das Volumen deiner Sauna, die aktuelle Temperatur und die geplante Aufgussmenge in Millilitern ein und entscheidest anhand des Feuchte-Peaks, ob du die Kelle kleiner oder größer dosierst.

Die Intensitätsstufen hängen ausschließlich an diesem Verhältnis: Unter 8 ml/m³ gilt der Aufguss als mild, unter 15 ml/m³ als mittel, unter 22 ml/m³ als intensiv und ab 22 ml/m³ als sehr intensiv.

Wer eine Dosierung von einer kleinen auf eine große Kabine überträgt, ohne das Volumen mitzurechnen, verschiebt die Stufe fast zwangsläufig.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Temperaturabfall: 9,9 °C | Luftfeuchtigkeit nach Aufguss: ~39 % | Intensität: Sehr intensiv

Praxisbeispiel: Zweiter Saunagang mit Aufguss

Saunavolumen
18 m³
Aktuelle Temperatur
85 °C
Aufgussmenge
1500
Gewünschte Luftfeuchtigkeit nach Aufguss
22

Beispiel 2 · Mittel · Temperaturabfall: 1,2 °C | Luftfeuchtigkeit nach Aufguss: ~16,9 % | Empfohlene Aufgussmenge: 50 ml | Intensität: Mittel

Kleine, heiße Kabine mit sparsamem Aufguss

Saunavolumen
10 m³
Aktuelle Temperatur
90 °C
Aufgussmenge
100 ml
Gewünschte Luftfeuchtigkeit nach Aufguss
15 %

Beispiel 3 · Komplex · Temperaturabfall: 2,5 °C | Luftfeuchtigkeit nach Aufguss: ~20,6 % | Empfohlene Aufgussmenge: 633 ml | Intensität: Intensiv

Mittlere Kabine bei niedrigerer Temperatur

Saunavolumen
14 m³
Aktuelle Temperatur
80 °C
Aufgussmenge
300 ml
Gewünschte Luftfeuchtigkeit nach Aufguss
25 %

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Sauna-Aufguss-Dosierung: Eingabe 10 m³, 90 °C, 300 ml. Ergebnis: 3,6 °C Temperaturabfall, 21 % Luftfeuchtigkeit, Rechner-Intensität „Sehr intensiv“ (30 ml/m³). Familientag: nur 150 ml.

    Sauna-Aufguss: 300 ml auf 10 m³ bei 90 °C ergibt 3,6 °C Abfall und 21 % Feuchte

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           alt="Sauna-Aufguss-Dosierung: Eingabe 10 m³, 90 °C, 300 ml. Ergebnis: 3,6 °C Temperaturabfall, 21 % Luftfeuchtigkeit, Rechner-Intensität „Sehr intensiv“ (30 ml/m³). Familientag: nur 150 ml."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner">Sauna-Aufguss: 300 ml auf 10 m³ bei 90 °C ergibt 3,6 °C Abfall und 21 % Feuchte auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner
  • Finnische Sauna 80-100 Grad 5-15% Feuchte, Bio-Sauna 45-60 Grad 40-55% Feuchte, Dampfbad bis 45 Grad ca. 100% Feuchte.

    Saunatypen im Vergleich

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner">Saunatypen im Vergleich auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner
  • 250 ml Aufguss: Temperatur sinkt von 85 auf 82,5 Grad, Feuchte steigt von 15 auf rund 20 Prozent (Rechner-Annahme: 15 % Startfeuchte).

    Was passiert beim Aufguss?

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           alt="250 ml Aufguss: Temperatur sinkt von 85 auf 82,5 Grad, Feuchte steigt von 15 auf rund 20 Prozent (Rechner-Annahme: 15 % Startfeuchte)."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner">Was passiert beim Aufguss? auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: Sauna-Aufguss: Temperatur und Luftfeuchtigkeit, FINNISCHE SAUNA, 80–100 °C, Feuchte: 10–20 % (trocken), Aufguss: rF → 30–40 %, Gefühlt: +20–30 °C wärmer!, Dauer: 8–15 min, Obere Bank: bis 10 °C heißer

    Sauna Aufguss-Rechner Temperaturen

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Thermodynamische Näherung aus Verdampfungsenthalpie von Wasser und Feuchtegleichgewicht in der Saunaluft.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Wetter und Klima / Luftfeuchtigkeit
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Sauna-Aufguss-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Sauna-Aufguss-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/wetter-klima/luftfeuchtigkeit/sauna-aufguss-rechner

Werbestatus

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