Überblick
Winterreifen oder Ganzjahresreifen: Was kostet welche Lösung?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Wer im Herbst vor dem Reifenwechsel steht, stellt sich eine wirtschaftliche Frage: zwei komplette Reifensätze mit halbjährlichem Wechsel oder ein einziger Satz Ganzjahresreifen – im Handel oft auch Allwetterreifen genannt –, der das ganze Jahr montiert bleibt? Dieser Rechner beantwortet sie mit Zahlen statt mit Bauchgefühl.
Allwetterreifen und Ganzjahresreifen bezeichnen dabei denselben Reifentyp; beide Begriffe werden im Handel parallel verwendet und im Rechner identisch behandelt.
Die rechtliche Ausgangslage ist unabhängig vom wirtschaftlichen Ergebnis: Nach § 2 Abs. 3a StVO gilt bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte eine situative Winterreifenpflicht.
Erlaubt sind dabei nur Reifen, die § 36 Abs. 4 StVZO genügen – also das Alpine-Symbol tragen, unabhängig davon, ob sie als Winterreifen oder als Ganzjahresreifen verkauft werden. Die frühere M+S-Kennzeichnung ohne dieses Symbol reicht seit dem 30.
September 2024 nicht mehr aus. Wirtschaftlich betrachtet entscheidet vor allem die Jahresfahrleistung: Bei wenigen Kilometern im Jahr dominiert die Alterungsgrenze der Reifen, bei hoher Fahrleistung der reine Verschleiß pro Kilometer.
Der Rechner vergleicht die Jahreskosten des Zwei-Satz-Betriebs – Sommer- und Winterreifen samt Wechsel- und Einlagerungskosten – mit den Kosten eines durchgehend montierten Ganzjahresreifensatzes und ermittelt die individuelle Break-even-Fahrleistung, ab der die eine oder die andere Variante wirtschaftlich günstiger wird.