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Lüftungsanlage berechnen: Volumenstrom und Luftwechsel online

Bau & HandwerkStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Der Rechner vergleicht Luftwechsel- und Personenansatz für Wohn- und Nutzräume. So wird sichtbar, welche Größenordnung für Anlage und Verteilung plausibel ist.

Volumenstrom für Wohnräume oder kleine Nutzbereiche aus Raumvolumen, Personenanzahl

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Lüftungsanlage-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Raumvolumen, Raumnutzung, Personenanzahl und gewünschten Luftwechsel ordnet der Lüftungsanlage-Dimensionierungs-Rechner einem plausiblen Volumenstrom in m³/h, einem Rohrdurchmesser und einer Anlagenklasse zu. Er ist besonders nützlich, wenn schnell klar werden soll, ob ein Projekt eher durch den Luftwechsel oder durch die Personenzahl getrieben wird und welche Größenordnung für eine Wohnraumlüftung oder kleine Nutzbereiche realistisch ist.

Der nötige Volumenstrom ergibt sich aus zwei konkurrierenden Ansätzen: dem Luftwechselansatz, der Raumvolumen mal Luftwechselrate rechnet, und dem Personenansatz, der die Belegung mit dem Frischluftbedarf je Person multipliziert – 30 m³/h bei Wohnen, Küche und Bad, 36 m³/h im Büro.

Maßgebend ist immer der größere der beiden Werte. Einen zusätzlichen Feuchtezuschlag gibt es nicht, und Feuchträume lassen sich auch nicht separat erfassen: Die Nutzung ist ein einzelnes Auswahlfeld mit Wohnen, Büro, Küche oder Bad.

Wer diesen Volumenstrom und die passende Anlagenklasse früh kennt, kann Geräteauswahl, Kanalführung und Rohrdurchmesser realistisch vorplanen, bevor die Lüftung im Betrieb an Komfort- oder Akustikgrenzen stößt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Erfasse das Raumvolumen, die Raumnutzung, die Personenanzahl und den gewünschten Luftwechsel. Ein Feld für Feuchträume, für getrennte Zu- und Ablufträume oder für einen Feuchtezuschlag existiert nicht.

Das Volumen ergibt sich aus Fläche mal Raumhöhe und ist die Basis des Luftwechselansatzes; zulässig sind 10 bis 2.000 m³, voreingestellt 110 m³. Die Raumnutzung ist ein Auswahlfeld mit vier Optionen: Wohnen, Büro, Küche oder Bad.

Sie steuert zwei Dinge – den Frischluftbedarf je Person (30 m³/h, im Büro 36 m³/h) und eine Untergrenze für die Luftwechselrate.

Der eingegebene Luftwechsel (0,2 bis 12 pro Stunde, Vorgabe 0,6) wird nämlich nach unten begrenzt: Der Rechner nimmt den größeren Wert aus deiner Eingabe und der nutzungsabhängigen Mindestrate mal 0,35.

Bei Wohnen liegt diese Untergrenze bei 0,175/h, bei Büro bei 0,525/h, bei Küche bei 1,05/h und bei Bad bei 1,4/h. Die Personenanzahl reicht von 1 bis 30. Wohnbereich, Feuchtraum und Büro rechnest du deshalb besser einzeln durch.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Klartextformel: Volumenstrom = der größere Wert aus Raumvolumen × Luftwechselrate und Personenanzahl × Frischluftbedarf je Person. Ein Wohnvolumen von 300 m³ mit einer Luftwechselrate von 0,4 pro Stunde ergibt also 120 m³/h, während vier Personen mit je 30 m³/h Frischluftbedarf ebenfalls auf 120 m³/h kommen – beide Ansätze treffen sich hier genau.

Der maßgebende, also der größere der beiden Ansätze, bestimmt anschließend Anlagenklasse und Rohrdurchmesser.

Einen Zuschlag für Feuchtelast aus Bad und Küche addiert der Rechner nicht; die Nutzung wirkt ausschließlich über den Personenbedarf und die Mindest-Luftwechselrate.

Den Rohrdurchmesser leitet er aus einer Zielgeschwindigkeit von 3,0 m/s ab und rundet auf die nächste DN-Größe aus der Reihe 80, 100, 125, 150, 160, 180, 200, 250 und 315 mm auf. Bei 120 m³/h ergibt das 125 mm.

Die Anlagenklassen lauten: unter 120 m³/h Kompaktgerät, 120 bis 250 m³/h Wohnungsgerät, 250 bis 500 m³/h Hausgerät, darüber gewerbliche Klasse.

So wird nachvollziehbar, warum in einem dicht belegten Büro der Personenansatz dominiert, während in einem großzügigen Wohnhaus eher das Raumvolumen die Auslegung treibt. Mindest-Luftwechsel nach Raumnutzung: 0,18/h Wohnen, 0,53/h Büro, 1,05/h Küche, 1,40/h Bad – Frischluft 30 m³/h je Person, im Büro 36 m³/h

Formel für den Lüftungs-Volumenstrom aus Personenzahl und Frischluftbedarf.
Maßgebend ist der höhere Wert aus Personen-Volumenstrom (P · p) und Luftwechsel-Volumenstrom (V · n). Die Formel zeigt den Personenansatz.

Nachschlagen

Luftwechselrate nach Raumtyp: Mindest- und Empfehlungswerte nach DIN 1946-6

Basis für Lüftungsanlage nach DIN 1946-6 (Lüftung von Wohnungen). Volumenstrom je Raum für 10 m² Grundfläche bei 3 m Deckenhöhe (30 m³ Raumvolumen).

Luftwechsel/h und m³/h je 10 m² (30 m³ Raumvolumen) nach Raumtyp – DIN 1946-6
RaumtypLuftwechsel/h (min.)Luftwechsel/h (empfohlen)m³/h je 10 m² (min.)m³/h je 10 m² (empf.)
Schlafzimmer0,30,5915
Wohnzimmer0,30,5915
Küche (mit Kochfeld)1,01,53045
Bad (ohne Fenster)1,01,53045
WC (ohne Fenster)1,02,03060
Büro / Homeoffice0,51,01530
Serverraum / IT2,05,0–10,060150–300

Norm: DIN 1946-6:2019-12 (Lüftung von Wohngebäuden). Lüftungsstufen: Lüftung zum Feuchteschutz (Mindest), Reduzierte Lüftung, Nennlüftung, Intensivlüftung. Mechanische Lüftungsanlage (WRG) empfohlen bei n50 < 3,0 h⁻¹ (Neubau KfW-Standard). CO₂-Grenzwert Innenluft: < 1.000 ppm (Pettenkofer-Zahl). Anlagenklassen nach Volumenstrom: Kompaktgerät < 120 m³/h (Einzelraum, kleine Wohnung bis ~2 Personen); Wohnungsgerät 120–250 m³/h (Wohnung 60–120 m² / 3–5 Personen); Hausgerät 250–500 m³/h (EFH 120–200 m² / 4–8 Personen); Gewerbliche Klasse > 500 m³/h (Büro, Gewerbe, größere Einheiten).

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Lüftungsanlage-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechnet man eine Lüftungsanlage richtig?

Formel: Volumenstrom (m³/h) = Raumvolumen (m³) × Luftwechselrate (1/h) – für ein 20-m²-Schlafzimmer mit 2,6 m Höhe und 0,5-fachem Luftwechsel ergibt das 26 m³/h.

Zusätzlich wird der Personenansatz geprüft (30 m³/h je Person nach DIN 1946-6); der höhere Wert ist maßgebend.

Eine Lüftungsanlage wird nach der Formel V̇ = n × V dimensioniert, wobei V̇ den Volumenstrom in m³/h, n die Luftwechselrate in 1/h und V das Raumvolumen in m³ bezeichnet.

Die Luftwechselrate hängt von der Raumnutzung ab: Wohnräume benötigen nach DIN 1946-6 mindestens 0,5 Luftwechsel pro Stunde, Bäder 2,0–4,0, Küchen 1,5–3,0 und Büros 3,0–6,0.

Der Lüftungsanlage-Rechner vergleicht beide Ansätze automatisch und empfiehlt den höheren Wert. So verhindert er, dass die Anlage wegen zu geringem Volumenstrom unzureichend lüftet oder CO₂ und Feuchtigkeit sich aufstauen.

Im Rechner gibt man für jeden Raum die Grundfläche in m² und die Raumhöhe in m ein; das Raumvolumen und der erforderliche Volumenstrom in m³/h werden daraus automatisch berechnet.

Bei mehreren Räumen summiert der Rechner die Einzelwerte zum Gesamtvolumenstrom der Lüftungsanlage.

Wie wird die Luftwechselrate gemessen und berechnet?

Die Luftwechselrate n [1/h] gibt an, wie oft das gesamte Raumluftvolumen innerhalb einer Stunde durch Frischluft ersetzt wird. Sie berechnet sich als: n = V̇ [m³/h] ÷ V [m³].

Eine Luftwechselrate von 1,0 bedeutet, dass das gesamte Raumvolumen einmal pro Stunde ausgetauscht wird. Messbar ist die tatsächliche Luftwechselrate durch CO₂-Messung (Abfallzeit nach Abschalten der Lüftung) oder durch Tracergas-Verfahren.

In der Auslegung nach DIN 1946-6 werden Planungswerte für Wohnraumlüftung vorgegeben: Außenluftvolumenstrom mindestens 0,3–0,5-facher Luftwechsel für Schlafzimmer und Wohnräume, höher für Feuchträume.

Bei der Lüftungsanlage berechnen ist zu beachten, dass Bad und Küche als Ablufträume mit höherer Luftwechselrate ausgelegt werden als Schlafzimmer und Wohnräume als Zuluftbereiche.

Praktisches Beispiel: Ein Wohnzimmer mit 25 m² Grundfläche und 2,5 m Deckenhöhe hat 62,5 m³ Raumvolumen; bei n = 0,5 ergibt sich V̇ = 31,25 m³/h Zuluftbedarf.

Der Rechner berechnet diesen Wert automatisch, sobald Fläche, Höhe und Nutzungsart eingegeben sind.

Was ist die Luftwechselrate nach DIN 1946-6 für verschiedene Räume?

Die DIN 1946-6 legt Mindest-Außenluftvolumenströme für Wohnraumlüftung fest und unterscheidet vier Lüftungsstufen: Lüftung zum Feuchteschutz, Reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung.

Für typische Wohnräume gelten folgende Richtwerte für die Luftwechselrate: Wohnzimmer 0,5–1,0 Luftwechsel pro Stunde, Schlafzimmer 0,5–1,0, Küche mit Abluft 1,5–3,0, Bad und WC 2,0–4,0.

Bei Büros nach ASR A3.6 sind es 3,0–6,0, in Besprechungsräumen nach EN 15251 sogar 4,0–8,0.

Mit dem Lüftungsanlage-Dimensionierungs-Rechner lassen sich diese Normwerte je Raum eingeben und der erforderliche Volumenstrom für jede Nutzungsart direkt berechnen.

Wichtig: Die DIN 1946-6 gilt nur für Wohngebäude; für Nichtwohngebäude sind ASR A3.6 und EN 15251 maßgeblich. Die Norm unterscheidet zudem zwischen Zuluft- und Ablufträumen: Wohnräume erhalten Zuluft, Küche und Bad führen Abluft ab.

Eine korrekte Lüftungsanlage berechnen bedeutet daher, beide Seiten getrennt zu betrachten.

Ein 12-m²-Bad mit 2,5 m Raumhöhe und Luftwechselrate 3,0 nach DIN 1946-6 ergibt einen Abluftvolumenstrom von 12 × 2,5 × 3,0 = 90 m³/h; der Rechner weist diesen Wert als separate Abluftraumposition aus und unterscheidet ihn vom Zuluftvolumenstrom der Wohnräume.

Wie viel m³/h Luft braucht eine Lüftungsanlage für eine Wohnung?

Eine typische 80-m²-Wohnung mit 2,5 m Deckenhöhe und 3 Personen benötigt rund 150–170 m³/h Volumenstrom. Das entspricht einem Wohnungsgerät nach DIN 1946-6 (Klasse 120–250 m³/h).

Der Gesamtvolumenstrom ergibt sich aus der Summe der Einzelraumbedarfe: Wohnzimmer 30 m² → 30 × 2,5 × 0,5 = 37,5 m³/h. Schlafzimmer 15 m² → 15 × 2,5 × 0,5 = 18,75 m³/h. Kinderzimmer 12 m² → 15 m³/h. Bad 6 m² → 6 × 2,5 × 3,0 = 45 m³/h.

Küche 10 m² → 10 × 2,5 × 2,0 = 50 m³/h. Gesamt ca. 166 m³/h nach Luftwechselansatz. Nach Personenansatz bei 3 Personen × 30 m³/h = 90 m³/h. Der maßgebliche Wert ist der höhere: hier 166 m³/h.

Der Lüftungsanlage-Rechner ermittelt diese Werte für die eingegebenen Räume und gibt die empfohlene Anlagenklasse aus.

Für jede Raumzeile werden Grundfläche in m², Raumhöhe und Nutzungsart eingegeben; der Rechner vergleicht automatisch Luftwechsel- und Personenansatz und gibt den maßgeblichen Gesamtvolumenstrom nach DIN 1946-6 als Auslegungsgröße für die Geräteauswahl aus.

Wie dimensioniert man ein Lüftungssystem für ein Büro richtig?

Für die Lüftungsanlage-Dimensionierung in Büros gilt nach ASR A3.6 ein Außenluftvolumenstrom von mindestens 40 m³/h pro Person, bei Bildschirmarbeit und dichter Belegung sogar 60 m³/h.

Zusätzlich wird der raumvolumenbezogene Ansatz geprüft: Büros benötigen 3,0–6,0 Luftwechsel pro Stunde, Besprechungsräume mit höherer Personendichte 4,0–8,0.

Beispiel: Büro mit 50 m², 3 m Deckenhöhe und 10 Personen → Personenansatz: 10 × 40 = 400 m³/h; Luftwechselansatz: 150 m³ × 4 = 600 m³/h. Maßgeblich ist der höhere Wert: 600 m³/h.

Für die Kanaldimensionierung gilt eine empfohlene Strömungsgeschwindigkeit von 2–4 m/s in Nebenkanälen und 4–6 m/s im Hauptkanal.

Der Lüftungsanlage-Rechner berechnet auf Basis von Raumvolumen, Nutzung und Personenzahl den erforderlichen Volumenstrom und zeigt einen empfohlenen Rohrdurchmesser.

Bei der Nutzungsart Büro wählt der Rechner automatisch die ASR-A3.6-Luftwechselrate von 3,0–6,0; gibt man zusätzlich die Personenzahl ein, ermittelt er beide Ansätze parallel und übernimmt den höheren Volumenstrom als maßgebliche Auslegungsgröße für die Kanaldimensionierung.

Wie viel Luftwechsel pro Stunde sind für Wohnräume normal?

Für Wohnräume sind nach DIN 1946-6 mindestens 0,3 Luftwechsel pro Stunde (Feuchteschutz) bis 0,5 Luftwechsel (Nennlüftung) vorgesehen. Bäder benötigen 2,0–4,0-fachen Luftwechsel, Küchen 1,5–3,0-fachen.

Als Praxisregel gilt: Liegt der CO₂-Wert in einem Schlafzimmer morgens über 1.000 ppm, ist der Mindestluftwechsel zu gering ausgelegt. Zur Intensivlüftung nach dem Kochen oder Duschen werden 1,0–1,5 Luftwechsel pro Stunde erreicht.

Ein zu hoher Luftwechsel erhöht den Energiebedarf für Lüftungswärme und ist aus energetischer Sicht zu vermeiden.

Der Lüftungsanlage-Dimensionierungs-Rechner unterstützt die Vorplanung, indem er für die gewählte Nutzungsart den passenden Luftwechselwert vorschlägt und daraus den benötigten Volumenstrom in m³/h berechnet.

Für ein 20-m²-Schlafzimmer mit 2,5 m Deckenhöhe liefert der Rechner bei 0,5-fachem Luftwechsel nach DIN 1946-6 genau 25 m³/h Zuluftbedarf.

Ein 8-m²-Bad benötigt bei Luftwechselrate 2,0 bereits 40 m³/h Abluft; der Rechner weist beide Räume separat aus und summiert die Gesamtanlage.

Wann reicht eine Luftwechselrate von 0,5 – und ab wann muss sie für Küche oder Bad auf 1,5 steigen?

Eine Luftwechselrate von 0,5 bedeutet, dass das halbe Raumvolumen pro Stunde ausgetauscht wird. Für ein Wohnzimmer mit einem Raumvolumen von 50 Kubikmetern ergibt das 25 Kubikmeter Frischluft pro Stunde.

Die DIN 1946-6 schreibt diesen Wert als Nennlüftung für Wohnräume vor und sichert damit die CO₂-Abfuhr aus dem menschlichen Stoffwechsel sowie den Feuchteschutz.

In Küchen gilt mindestens eine Luftwechselrate von 1,5, weil Kochdünste und erhöhte Feuchteproduktion einen deutlich höheren Austausch erfordern.

Für Bäder und WC schreibt die Norm Werte von 1,5 bis 2,0 vor, um Schimmelbildung durch Duschnebel zu verhindern.

Rechenbeispiel: Ein 20 Quadratmeter großes Bad mit 2,5 Meter Deckenhöhe hat ein Raumvolumen von 50 Kubikmetern; bei einer Luftwechselrate von 1,5 ergibt das eine notwendige Abluftleistung von 75 Kubikmetern pro Stunde.

Der Rechner ermittelt diese Werte automatisch aus Raumfläche, Deckenhöhe und Nutzungsart für jeden einzelnen Raum.

Wie groß sollte eine Lüftungsanlage in m³/h für ein Einfamilienhaus sein?

Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und 2,6 m Deckenhöhe ergibt sich ein typischer Auslegungsvolumenstrom von 250–400 m³/h – das entspricht der Hausgerät-Klasse nach DIN 1946-6.

Das Gesamtraumvolumen beträgt rund 390 m³; nach dem Luftwechselansatz mit 0,5/h kommen 195 m³/h Grundbedarf zustande. Hinzu kommen erhöhte Abluftmengen für Bad (ca. 40–60 m³/h), Küche (ca. 60–100 m³/h) und WC (ca. 25–30 m³/h).

Lüftungsgeräte für Einfamilienhäuser sind in Klassen von 200 bis 600 m³/h erhältlich; Wärmerückgewinnungsanlagen (WRG) nach DIN 1946-6 erreichen Effizienzgrade von 70–90 % und reduzieren den Lüftungswärmebedarf erheblich.

Mit dem Lüftungsanlage-Dimensionierungs-Rechner lässt sich der Volumenstrom je Raum gezielt berechnen und zur Gesamtanlage aufsummieren.

Alle Räume werden mit Grundfläche, Deckenhöhe und Nutzungsart einzeln erfasst; der Rechner addiert Zu- und Abluftströme getrennt, prüft Ungleichgewichte und schlägt auf Basis des berechneten Gesamtvolumenstroms eine passende Geräteklasse nach DIN 1946-6 vor.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Rechne einen Lauf für den Regelbetrieb und einen zweiten für erhöhte Belegung. Wenn beide Varianten in derselben Anlagenklasse landen, ist die Vorplanung robust.

Springt der zweite Lauf eine Klasse höher, sollte die Anlage am ungünstigeren Szenario orientiert werden, damit Komfort und Luftqualität nicht erst im Betrieb an Grenzen stoßen.

Achte dabei auf die Klassengrenzen: Ein 300-m³-Wohnhaus mit 4 Personen kommt auf 120 m³/h und liegt damit exakt an der unteren Kante des Wohnungsgeräts (120 bis 250 m³/h).

Bei 6 Personen steigt der Wert auf 180 m³/h – die Klasse bleibt dieselbe, nur der empfohlene Rohrdurchmesser wächst von 125 auf 150 mm.

Die Rohrdurchmesser-Empfehlung zeigt direkt, ob die geplante Kanalführung auf handelsübliche DN-Maße passt: Der Rechner hält die Strömungsgeschwindigkeit bei 3,0 m/s und rundet immer auf die nächste Normgröße auf. Kanalquerschnitt: 150 m³/h brauchen DN 150 mit 177 cm² und 2,4 m/s – in DN 100 mit 79 cm² steigt die Geschwindigkeit auf 5,3 m/s Denk außerdem an den Betriebspunkt im Alltag: Eine Anlage, die im Normalbetrieb bereits an ihrer oberen Grenze läuft, hat keine Reserve für Partybesuch, Wäschetrocknen oder eine ausgiebige Dusche und wird dann laut.

Wähle die Geräteklasse deshalb so, dass der ermittelte Volumenstrom im mittleren Drittel des Regelbereichs liegt – dort arbeitet die Anlage leise, effizient und mit Luft nach oben für Lastspitzen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Eingaben: Raumvolumen = 300 m³ (Wohnfläche EG), Raumnutzung = Wohnen, Personenanzahl = 4, Luftwechsel = 0,4/h. Der Rechner ergibt: Luftwechselansatz = 300 × 0,4 = 120 m³/h. Personenansatz = 4 × 30 = 120 m³/h.

Maßgebend ist der größere Wert, hier liefern beide Ansätze denselben Grundwert. Ausgegeben werden: Volumenstrom = 120 m³/h, Rohrdurchmesser-Empfehlung = 125 mm, Leistungsklasse = Wohnungsgerät 120–250 m³/h.

Einen Feuchtezuschlag für Bad und Küche addiert der Rechner nicht – wer die oft kolportierten 35 m³/h obendrauf erwartet, sucht sie hier vergeblich.

Steigt die Personenzahl auf 6, übernimmt der Personenansatz mit 6 × 30 = 180 m³/h die Führung, und der Rohrdurchmesser wächst auf 150 mm. Ein Klassensprung entsteht dabei aber nicht: 180 m³/h bleiben im Wohnungsgerät-Band von 120 bis 250 m³/h.

Erst jenseits von 250 m³/h wechselt der Rechner in die Hausgerät-Klasse – ein Büro mit 300 m³ und 8 Personen erreicht mit 288 m³/h genau das und landet bei 200 mm Rohrdurchmesser.

Der Planer wählt die Geräteklasse trotzdem eine Stufe über dem rechnerischen Bedarf, damit die Anlage im mittleren Regelbereich läuft und nach dem Duschen noch Reserve hat. Lüftung-Praxis: 300 m³ Wohnhaus, 4 Personen = 120 m³/h, 125 mm, Wohnungsgerät Ein Gegenlauf lohnt sich immer: Dieselben 110 m³ und 3 Personen ergeben je nach Raumnutzung 90 m³/h im Wohnraum, 165 im Büro, 330 in der Küche und 440 im Bad — von DN 125 bis DN 250 und vom Kompaktgerät bis zum Hausgerät.

Die Raumnutzung ist damit das mit Abstand stärkste Feld.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Schieflagen entstehen, wenn nur Quadratmeter statt Raumvolumen und Personenbelegung betrachtet werden – das Feld erwartet Kubikmeter, also Fläche mal Raumhöhe. Der zweitgrößte Irrtum bei diesem Tool ist die Erwartung eines Feuchtezuschlags: Bad und Küche lassen sich nicht zusätzlich zum Wohnvolumen erfassen, und es gibt keine Extra-Kubikmeter für Feuchtelast.

Wer für ein Wohnhaus mit Bad und Küche rechnet, bekommt genau den Volumenstrom aus Luftwechsel- und Personenansatz, ohne Aufschlag.

Wer die Nutzung auf Bad oder Küche stellt, ändert damit nicht die Feuchtelast, sondern nur die Mindest-Luftwechselrate und den Personenbedarf.

Übersehen wird auch, dass der eingegebene Luftwechsel eine Untergrenze hat: Bei Nutzung Bad greift eine Mindestrate von 1,4/h, sodass eine Eingabe von 0,6/h schlicht ignoriert wird.

Ebenfalls kritisch ist die Annahme, der ermittelte Volumenstrom sei automatisch kanal- und akustiktauglich.

Und schließlich wird die Überströmung zwischen den Räumen vergessen: Ohne Türunterschnitte findet die Luft keinen durchgängigen Weg, egal wie sauber der Volumenstrom gerechnet ist.

Der folgenreichste Irrtum betrifft das Feld Gewünschter Luftwechsel: Es setzt den Volumenstrom nicht, sondern hebt ihn nur an. Der Rechner nimmt den größten Wert aus Raumvolumen mal Luftwechsel, Personenansatz und dem Mindestwert der Raumnutzung.

Bei einem 110-m³-Bad bleiben es deshalb 440 m³/h, ob du 0,3, 0,6 oder 2,0 einträgst — die Nutzung gewinnt immer.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Lüftungsanlage-Dimensionierungs-Rechner vergleicht Luftwechsel- und Personenansatz und ermittelt daraus den maßgebenden Volumenstrom, einen Rohrdurchmesser bei 3,0 m/s Zielgeschwindigkeit und eine Anlagenklasse von Kompaktgerät bis gewerblicher Klasse.

Einen Feuchtezuschlag rechnet er nicht; die Nutzung wirkt nur über Personenbedarf und Mindest-Luftwechsel. Das Ergebnis hilft, Wohnraumlüftung und kleine Nutzgebäude bereits in der Vorplanung einzuordnen.

Ein sinnvoller Folgelauf stellt Regelbetrieb und erhöhte Belegung gegenüber: Wer 4 gegen 6 Personen durchrechnet, sieht, dass der Volumenstrom von 120 auf 180 m³/h springt und der Rohrdurchmesser von 125 auf 150 mm wächst – wichtig, weil sich Kanäle im Rohbau noch leicht anpassen lassen, nach dem Innenausbau aber kaum noch.

Ob dieselbe Kubatur im Sommer zusätzlich gekühlt werden muss, klärt der Klimaanlage-Leistungs-Rechner für denselben Raum.

Und weil der ermittelte Rohrdurchmesser nur die Strömungsgeschwindigkeit begrenzt, nicht den Druckverlust der gesamten Trasse, prüfst du lange Kanalwege besser noch mit dem Druckverlust-Rohr-Rechner nach.

Die Lüftungsanlage schnell und kostenlos online berechnen: Raumvolumen, Nutzung und Personenzahl eintragen – der Rechner gibt Volumenstrom, Rohrdurchmesser und Anlagenklasse direkt aus.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Volumenstrom ca. 190 m³/h

Einfamilienhaus gesamt

Volumen
420 m³
Luftwechsel
0,45 1/h

Beispiel 2 · Mittel · Volumenstrom ca. 78 m³/h

Feuchtraum plus Küche

Volumen
98 m³
Luftwechsel
0,8 1/h

Beispiel 3 · Komplex · Volumenstrom ca. 200 m³/h

Büroeinheit

Volumen
260 m³
Personen
8
Mindestansatz
25 m³/h je Person

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Weiternutzung

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  • Zu kleine Kanäle erzeugen hohe Geschwindigkeiten und damit Geräusche. Der Rechner hält 3,0 m/s ein: Bei 150 m³/h empfiehlt er DN 150 mit 177 cm² Querschnitt und 2,4 m/s. In DN 100 mit nur 79 cm² stiege die Geschwindigkeit auf 5,3 m/s.

    Lüftung: Kanalquerschnitt und Strömungsgeschwindigkeit

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">Lüftung: Kanalquerschnitt und Strömungsgeschwindigkeit auf Rechner-Portal</a></p>

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  • 300 m³ Wohnfläche mit 4 Personen: Luftwechselansatz und Personenansatz ergeben je 120 m³/h, maßgebend ist der größere Wert – Rohrdurchmesser 125 mm, Klasse Wohnungsgerät 120 bis 250 m³/h

    Lüftungsanlage-Praxisbeispiel: Volumenstrom für 4-Personen-Wohnhaus

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           alt="300 m³ Wohnfläche mit 4 Personen: Luftwechselansatz und Personenansatz ergeben je 120 m³/h, maßgebend ist der größere Wert – Rohrdurchmesser 125 mm, Klasse Wohnungsgerät 120 bis 250 m³/h"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">Lüftungsanlage-Praxisbeispiel: Volumenstrom für 4-Personen-Wohnhaus auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner
  • Der Rechner kennt vier Raumnutzungen. Der Mindest-Luftwechsel beträgt 0,18 pro Stunde beim Wohnen, 0,53 im Büro, 1,05 in der Küche und 1,40 im Bad. Der Personenansatz liegt bei 30 m³/h je Person, im Büro bei 36 m³/h. Maßgebend ist stets der größere der beiden Ansätze.

    Lüftung: Volumenstrom nach Raumnutzung

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    <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/bau-handwerk/lueftung-volumenstrom-raumtyp.svg"
           alt="Der Rechner kennt vier Raumnutzungen. Der Mindest-Luftwechsel beträgt 0,18 pro Stunde beim Wohnen, 0,53 im Büro, 1,05 in der Küche und 1,40 im Bad. Der Personenansatz liegt bei 30 m³/h je Person, im Büro bei 36 m³/h. Maßgebend ist stets der größere der beiden Ansätze."
           width="760" height="370">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">Lüftung: Volumenstrom nach Raumnutzung auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner
  • Infografik: Lüftungsanlage: Luftwechselrate nach Raumnutzung, EMPFOHLENE LUFTWECHSEL PRO STUNDE (1/h), Schlafzimmer, 0,5 1/h, Wohnzimmer, 1–2 1/h, Büro, 2–4

    Lueftungsanlage Dimensionierungs-Rechner Luftwechsel

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      <img src="https://rechner-portal.de/images/bau-handwerk/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner-luftwechsel.svg"
           alt="Infografik: Lüftungsanlage: Luftwechselrate nach Raumnutzung, EMPFOHLENE LUFTWECHSEL PRO STUNDE (1/h), Schlafzimmer, 0,5 1/h, Wohnzimmer, 1–2 1/h, Büro, 2–4"
           width="760" height="400">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">Lueftungsanlage Dimensionierungs-Rechner Luftwechsel auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner
  • Formel für den Lüftungs-Volumenstrom aus Personenzahl und Frischluftbedarf.

    Formel: Volumenstrom Lüftungsanlage

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    <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/formeln/bau-handwerk/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner-formel.svg"
           alt="Formel für den Lüftungs-Volumenstrom aus Personenzahl und Frischluftbedarf."
           width="760" height="350">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner">Formel: Volumenstrom Lüftungsanlage auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: DIN-1946-orientierte Richtwerte für Luftwechsel und Aussenluftvolumenströme.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Heizung & Klima im Bau
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Lüftungsanlage-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Lüftungsanlage-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/heizung-klima-im-bau/lueftungsanlage-dimensionierungs-rechner

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