Eingaben: Raumvolumen = 300 m³ (Wohnraumvolumen EG), Raumnutzung = Wohnen, Personenanzahl = 4, Luftwechsel = 0,4/h.
Der Rechner ergibt: Luftwechselansatz = 300 × max(0,4; 0,5) = 300 × 0,5 = 150 m³/h – die Mindestrate für Wohnen greift, weil die Eingabe darunterliegt. Personenansatz = 4 × 30 = 120 m³/h. Maßgebend ist der größere Wert, hier der Luftwechselansatz.
Ausgegeben werden: Volumenstrom = 150 m³/h, Rohrdurchmesser-Empfehlung = 150 mm bei 2,36 m/s tatsächlicher Geschwindigkeit.
Einen Feuchtezuschlag für Bad und Küche addiert der Rechner nicht – wer die oft kolportierten 35 m³/h obendrauf erwartet, sucht sie hier vergeblich.
Steigt die Personenzahl auf 6, übernimmt der Personenansatz mit 6 × 30 = 180 m³/h die Führung; der Rohrdurchmesser bleibt bei 150 mm, weil beide Volumenströme (150 und 180 m³/h) auf dieselbe Normgröße aufrunden.
Ein Büro mit 260 m³ und 8 Personen erreicht über die Mindestrate (260 × 1,5 = 390 m³/h) einen höheren Wert als der reine Personenansatz (8 × 36 = 288 m³/h) und landet bei 250 mm Rohrdurchmesser.
Der Planer wählt das Gerät trotzdem eine Stufe über dem rechnerischen Bedarf, damit die Anlage im mittleren Regelbereich läuft und nach dem Duschen noch Reserve hat.
Ein Gegenlauf lohnt sich immer: Dieselben 110 m³ und 3 Personen ergeben je nach Raumnutzung 90 m³/h im Wohnraum, 165 im Büro, 330 in der Küche und 440 im Bad — von DN 125 über DN 150 und DN 200 bis DN 250.
Die Raumnutzung ist damit das mit Abstand stärkste Feld. Und mit dem Kanalmodus lässt sich prüfen, ob ein vorhandener Kanal DN 160 (201,1 cm²) die 195 m³/h eines Einfamilienhauses mit 2,69 m/s bewältigt.